Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sinn und Unsinn von Pedalgewinden
Broadcasttechniker
28.11.2008, 22:48
Wichtig!
Pedale haben rechts Rechtsgewinde und links Linksgewinde.
Warum, das kann mir ja mal jemand erklären.
Ich hätte es nämlich genau andersrum gemacht.
Der Bolzen ist am linken Pedal geriffelt, kann man aber auf einen Blick auch so sehen.
Wenn das Gerwinde sich lockert , wird es durch den Widerstand der der Rotation im Betrieb entgegengesetzt wird , eher wieder fest gedreht ...
Das Pedal langsam und ruhig mit einer Hand ( ! ) drehen ins gewinde , während die 2. Hand das Teil festhält .
Nicht mit Gewalt arbeiten !! Schön gerade langsam reindrehen ...
Sonst kein großes Kunststück !
Berichte bitte , bin sehr gespannt !
Leistung , Fahrverhalten ; reichweite , Ritzelgröße , Kadenz , Eindruck , usw , usw !!
Wenn das Gerwinde sich lockert , wird es durch den Widerstand der der Rotation im Betrieb entgegengesetzt wird , eher wieder fest gedreht ...
Hallo,
das mit dem Pedal -Lösdrehen ist schwieriger als du denkst. Schau mal genau hin wie rum sich das Pedal beim Vorwärts Treten gegenüber dem Pedalarm dreht. Ähnlich ist es übrigens beim Tretlager selbst, das hat rechts Linksgewinde.
Ein Hinweis, wenn du ein Fahrrad mit plattem Vorderreifen schiebst, verdreht sich der Reifen ENTGEGEN der Drehrichtung. Das hängt mit dem Vor-sich her-Schieben des Rollwulstes zusammen. Ein ähnlicher Effekt ist es wohl auch bei Gewinden.
In meinem Heft Liegeräder habe ich geschrieben, der Vorteil des Fahrrads sei durchschaubare Technik. Ich zweifle immer mal wieder an der Richtigkeit dieses Satzes.
Gruß Werner
Hie ist es bei Wikipedia beschrieben :
Linksgewinde [Bearbeiten (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gewinde&action=edit§ion=8)]
http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/268.png (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bild:Stretching_screw;_spannschrau be.jpg&filetimestamp=20041120151111) http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/269.png (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bild:Stretching_screw;_spannschrau be.jpg&filetimestamp=20041120151111)
ein Spannschloss (http://de.wikipedia.org/wiki/Spannschloss) mit Rechts- und Linksgewinde
Beim Linksgewinde steigen bei Aufsicht auf das Gewinde die Gewindeflanken nach links an, eine andere Bezeichnung ist linkssteigendes Gewinde.
Die Gewinde laufen durch Drehung im entgegen dem Uhrzeigersinn ineinander. Linksgewinde kommen zum Einsatz:
Für Spezialfälle, bei denen sich die Verschraubung durch die üblicherweise vorherrschende Belastung ungewollt lösen würde, wie zum Beispiel
beim linken Pedal (http://de.wikipedia.org/wiki/Pedal) am Fahrrad (http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrrad),
der Haltemutter (http://de.wikipedia.org/wiki/Mutter_(Technik)) von Ventilator (http://de.wikipedia.org/wiki/Ventilator)-Rotoren (http://de.wikipedia.org/wiki/Rotor),
das (Bohr-)Spannfutter (http://de.wikipedia.org/wiki/Spannfutter) oder Befestigungen von – auf die Befestigungsschraube bezogen entgegen dem Uhrzeigersinn drehenden – Sägeblättern auf Kreissägen (http://de.wikipedia.org/wiki/Kreiss%C3%A4ge).
Wenn durch den unterschiedlichen Drehsinn Irrtümer vermieden werden können. So haben zum Beispiel die Anschlussverschraubungen an Gasflaschen (http://de.wikipedia.org/wiki/Gasflasche), die brennbare Gase beinhalten, Linksgewinde, um auf die besondere Gefahr aufmerksam zu machen.
Früher wurden teilweise auch Radmuttern bzw. -bolzen von Kraftfahrzeugen (http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftfahrzeug) (beispielsweise Opel (http://de.wikipedia.org/wiki/Opel)) auf der rechten Fahrzeugseite gegen ein Lösen beim Fahren mit Linksgewinde ausgeführt. Bei extrem leistungsstarken Fahrzeugen wie z. B. dem Porsche Carrera GT (http://de.wikipedia.org/wiki/Porsche_Carrera_GT) oder dem Ferrari Enzo Ferrari (http://de.wikipedia.org/wiki/Ferrari_Enzo_Ferrari) werden auch heute noch (2006) die Radmuttern der rechten Fahrzeugseite (Zentralverschlüsse) mit Linksgewinde versehen. Diese sind dann (im Falle des Porsche Carrera GT) farbig besonders markiert: linke Fahrzeugseite = Rechtsgewinde = rote Muttern, rechte Fahrzeugseite = Linksgewinde = blaue Muttern.
Bei einem Spannschloss (http://de.wikipedia.org/wiki/Spannschloss), auch Spannmuffe, Seil- oder Kettenspanner genannt, ist ein Links- und ein Rechtsgewinde notwendig, um durch seine Drehung ein Lösen bzw. Anspannen zu erreichen. (Siehe dazu auch: Spannschraube (http://de.wikipedia.org/wiki/Spannschraube).)
Kennzeichnung [Bearbeiten (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gewinde&action=edit§ion=9)]
Eigentlich alles ganz logisch , aber auch ich bekomme bei so etwas gern Kopfschmerzen ...;) , so wie bei der Frage nach der Änderung der Gesamtübersetzung bei Änderung des Motorritzels von 9 auf 11 Zähne hier i Forum ...:p.
Gruß Gooldi
Ein Fahrrad ( oder Pedelec ) hat also einiges mit einem Ferrari Enzo , bzw Porsche Turbo gleich :p :p :p !
Ja nee , ist klar , so ein Gefühl habe ich auch immer , wenn das Monster Drehmoment bei mir beim Anfahren den Antrieb spannt , und die Antriebswelle sich verdrehen will !! :eek:
BROAAAWRUUUMMM !!! :D
Christian
29.11.2008, 13:31
Eigentlich alles ganz logisch [...]
Also ich habe da auch so meine Probleme. Eine schwergängige Pedale (z.B. auf der rechten Seite, also mit normalem Rechtsgewinde) würde sich doch unter Belastung lockern (weil sie sich links herum in Bezug auf den Kurbelarm dreht) ... ?
Gruß,
Christian
Broadcasttechniker
29.11.2008, 16:07
...Eine schwergängige Pedale (z.B. auf der rechten Seite, also mit normalem Rechtsgewinde) würde sich doch unter Belastung lockern..Und das das tut sie nach meiner praktischen Erfahrung auch!
Beim Dreirad meiner Frau ist letztens wegen schwergängigem Pedallager das Pedal herausgefallen.
Daher hatte ich in meinem Beitrag auch gesagt, dass ich es anders herum konstruieren würde.
Christian
29.11.2008, 16:24
Habe die Beiträge mal abgetrennt. Ursprung war hier (http://www.pedelecforum.de/forum/showpost.php?p=7705&postcount=1).
Superbike
29.11.2008, 16:31
Ich denke hier:
http://www.fahrradladen.de/pedgew.htm#beispiel
wird es gut erklärt.
Ich denke hier:
http://www.fahrradladen.de/pedgew.htm#beispiel
wird es gut erklärt.
Hallo,
vielen Dank für den Hinweis, auf diese Erklärung habe ich ungefähr 30 Jahre gewartet, für mich jedenfalls plausibel
Gruß Werner
Broadcasttechniker
29.11.2008, 23:05
Soviel zur Theorie.
Bei Lagerversagen, und das muss wirklich nicht total sein, dreht sich die Pedalwelle aber tatsächlich raus.
Das Dreirad meiner Frau hatte schon mehr als 30Jahre auf dem Buckel, da glaube ich auch nicht dass das Gewinde lose war.
Broadcasttechniker
28.07.2009, 17:11
Und hier noch was an Praxis: http://www.pedelecforum.de/forum/showpost.php?p=33301&postcount=24
Bloß weil irgendwas schon immer so gemacht wird, macht es nicht richtiger.
Ich bin weiterhin der Meinung, dass die Pedalgewinde falsch konstruiert sind.
Wenn man die Dinger anknallt, halten sie natürlich, egal wie herum das Gewinde geschnitten ist.
Markus2811
28.07.2009, 20:47
Und hier noch was an Praxis: http://www.pedelecforum.de/forum/showpost.php?p=33301&postcount=24
Bloß weil irgendwas schon immer so gemacht wird, macht es nicht richtiger.
Ich bin weiterhin der Meinung, dass die Pedalgewinde falsch konstruiert sind.
Wenn man die Dinger anknallt, halten sie natürlich, egal wie herum das Gewinde geschnitten ist.
Die soll man sogar anknallen (35Nm), genauso wie das Tretlager (50-70Nm).
Und die Gewinde vorher unbedingt fetten!
Hab am WE erst mein Tretlager geschrottet (nach 600km), und habs gestern ersetzt.
Moin,
@Broadcasttechniker:
Also ehrlich, dass einem die Pedale "abfallen" lässt nur auf nicht korrekte Endmontage schließen. Sobald man Pedale ordentlich festzieht (aber IMO auch nicht mehr als handfest, denn nach fest kommt ab :)) passiert hier garnichts. Meine Pedale an meiner Stadtschlampe hab ich seit nem halben Jahr drin, fahre jeden Tag und es hat sich noch nichts gelockert.
Ich bin weiterhin der Meinung, dass die Pedalgewinde falsch konstruiert sind.
Das sehe ich anders. Zumindest falls du dich auf die unterschiedliche Drehrichtung des Gewindes beziehst. Die Gewinde sind immer so ausgelegt, dass sich die Pedale durch die Drehbewegung festziehen und nicht lockern. Wäre links am Pedal ein Rechtsgewinde, dann würde sich das Pedal "rausdrehen". Das das sehr wohl Sinn macht sehe ich z.B. an meinem "Billigrasenmäher". Hier sind die Räder höhenverstellbar durch drei Bohrungen mit unterschiedlichem Bodenabstand. Leider wird überall aus Kostengründen das "normale" Rechtsgewinde verwendet. Mit dem passenden "Erfolg": Egal wie hart ich auch die Schrauben anziehe. Die Räder auf der rechten Seite lösen sich permanet, weil das Gegenkraft während des Rollens in die Löserichtung des Gewindes zeigt.
@Markus2811:
Die soll man sogar anknallen (35Nm), genauso wie das Tretlager (50-70Nm).
Und die Gewinde vorher unbedingt fetten!
Was meinst du mit Tretlager ? Die Kurbeln ? Ich persönlich (und das ist nur meine unwesentliche Meinung) würde wie überall am Bike Vernunft vor Gewalt walten lassen und auf die Kurbeln nur "handfest" anziehen.
Das läuft nicht unbedingt nach dem Motto "viel hilft viel". Ganz im Gegenteil: Richtig "angewatzte" Kurbeln machen es bei einem Vierkant Innerlager eventuell unnötig schwer die Kurbeln wieder runter zu kriegen.
Just my 2 cents,
H.
Die Gewinde sind immer so ausgelegt, dass sich die Pedale durch die Drehbewegung festziehen und nicht lockern. Wäre links am Pedal ein Rechtsgewinde, dann würde sich das Pedal "rausdrehen".
Vom eigentlichen Drehen her sind die Pedalgewinde eigentlich falsch herum konstruiert. So müsste eigentlich am linken Pedal ein normales Rechtsgewinde sein und am rechten Pedal das unübliche Linksgewinde. Es gelten aber wohl andere physikalische Regeln als man zunächst denkt:
http://www.fahrradladen.de/pedgew.htm#beispiel
Markus2811
29.07.2009, 15:45
@Markus2811:
Was meinst du mit Tretlager ? Die Kurbeln ? Ich persönlich (und das ist nur meine unwesentliche Meinung) würde wie überall am Bike Vernunft vor Gewalt walten lassen und auf die Kurbeln nur "handfest" anziehen.
Das läuft nicht unbedingt nach dem Motto "viel hilft viel". Ganz im Gegenteil: Richtig "angewatzte" Kurbeln machen es bei einem Vierkant Innerlager eventuell unnötig schwer die Kurbeln wieder runter zu kriegen.
Just my 2 cents,
H.
Mit Tretlager meine ich das Innenlager, das die beiden Kurbeln miteinander verbindet. Der Wert steht in der Anleitung meines kürzlich gekauften Shimano Innenlagers.
Die Kurbeln selbst hab ich mit geschätzten 35Nm angezogen, gerade beim Vierkant ist es wichtig, das sie richtig sitzen, sonst verformen sie sich mit der Zeit. Außerdem genug Fett auf den Vierkant, das hier nichts gammeln kann.
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