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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : E bikes in China



crumly
23.11.2008, 16:32
Hallo,

wie ist das eigentlich so in dem Land, wo die meisten Umbausätze vorkommen, was darf man da und was nicht?

Fahren da die Leute einfach mit Gasgriff? Oder auch wie hier mit Tretunterstützung? Müssen sie ihr umgebautes Rad im ersten Fall auch anmelden?

Die Sache mit dem Pedelec Tretsensoren und den ganzen Gesetzesregelungen usw. kommt mir nämlich so etwas europäisch umständlich vor.

didi28
23.11.2008, 17:55
Anscheinend geht es zumindest in Peking nur mit Gasgriff:

http://www.pekingblog.net/2007/11/07/hua-elektrisches-pferd/

Auszug hieraus:
"Wenn die Batterie schwach wird, trete ich ein bisschen dazu”, sagt Zhou.

Von Anmeldung ist da nirgendwo die Rede.

Elektrofahrräder werden dort aber als die "lautlosen Killer der Straße" bezeichnet und sind deshalb z.B. in der Großstadt Guangzhou ganz verboten. Die Küstenstadt Hangzhou will wegen der vielen Todesopfern von Elektrofahrrädern die Zahl beschränken und ein Tempolimit durchsetzen ...

Da sieht man was passiert, wenn die ganzen "umständlichen" europäischen Gesetzesregelungen fehlen ...

crumly
23.11.2008, 18:18
hi didi,

ah vielen Dank für den interessanten Artikel.

Mmh, nachts ohne Licht mit Tempo 60 Fussgänger plätten ist natürlich nicht so schön.

cephalotus
23.11.2008, 18:31
ich hab mir seinerzeit mal in Ostafrika ein indisches Fahrrad für 25 Dollar gekauft und mich wundert überhaupt nicht, wenn damit regelmäßig Leute zu Tode kommen. Das Ding ist eine einzige Höllenmaschine, glücklicherweise konnte man dank 1 Gang nicht sonderlich schnell fahren (außer bergab und da muss man Lebensmüde sein).

Wenn ich mir da jetzt einen lausigen E-Motor drin vorstelle, hinten drauf nen 20kg Bleiakku rangebastelt und das ganze bei Tempo 50, dann ist das natürlich gemeingefährlich.

Ich habe durchaus Verständnis für die Euopäische Regelung, dass man für Pedelcs Geschwindigkeitsbegrenzungen einführt, so dass die Geschwindigkeiten im üblichen Rahmen bleiben (Spezialfahrräder ausgenommen).

Vielleicht wäre 30km/h ein glücklicherer Kompromiss gewesen.

40km/h ist sicherlich bei hochwertigen Rädern bei guter Wartung und ind er Hand erfahrener Fahrer auch kein Sicherheitsproblem, allerdings sind halt bei weiten nicht alle Fahrräder hochwertig, noch gut gewartet (man teste mal Bremswege auf nasser Fahrbahn bei 40km/h bei vielen Rädern, die so unterwegs sind), so dass man hier wohl auf Sicherheit vor Spaß gesetzt hat.

Immerhin bleibt der Charkater des Fahrrads so erhalten mit den damit verbundene Annahemlichkeiten (keine Helmpflicht, keine Versicherungspflicht, Fahrradwege können benutzt werden, Mitnahme in ÖPNV und Bahn, usw...)
Das sollte man nicht vergessen.

mfg

pibach
24.11.2008, 00:25
Da sieht man was passiert, wenn die ganzen "umständlichen" europäischen Gesetzesregelungen fehlen ...
Zunächst sorgt es dafür, dass viele Pedelecs gefahren werden. Würden die - hypothetisch - alle in einem Auto sitze, wäre die Situation vermutlich noch gefärlicher (also so wie bei uns in Europa). Insbesondere auch für die Umwelt.