Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kraftfahrbundesamt legt schnelle Pedelecs an die Kette
zwischenzeit
21.11.2008, 17:52
:eek:Soeben habe ich einen Google News alert bekommen.
"E-Bike-Anbieter Riese und Müller hat seine Händler soeben darüber informiert, dass das Kraftfahrtbundesamt (KBA) vorerst keine neuen Pedelecs in der sogenannten schnellen Klasse mehr zulassen wolle. "
Leider ist die Info von einem kostenpflichtigen Anbieter.
http://www.velobiz.de/Portal/Default.aspx
Christian
21.11.2008, 19:24
Danke für den Hinweis. Ich habe eben eine schriftliche Anfrage an das KBA gerichtet mit der Bitte um Hintergrundinformation. Ich werde berichten, falls/sobald ich eine Antwort erhalten habe.
Gruß,
Christian
Reinhard
21.11.2008, 20:45
Leider ist die Info von einem kostenpflichtigen
Beim pressedienst-fahrrad von Gunnar Fehlau wird man auch informiert: Klick (http://www.pd-f.de/Archiv/2008-News-NGO/KBA-stoppt-die-schnellen-E-Bikes.html)!
"[...] dass das Kraftfahrtbundesamt (KBA) vorerst keine neuen Pedelecs in der sogenannten schnellen Klasse mehr zulassen wolle. "
So wie ich das dem von Reinhard verlinkten Text entnehme, sind davon "nur" Hersteller (und indirekt Verkäufer) betroffen. Bisher verkaufte S-Pedelec-Modelle sowie auch S-Pedelec-Modelle die bislang verkauft werden durften, sind nicht betroffen und können weiterhin gefahren & ver- & gekauft werden.
Dem interessierten Endverbraucher wird also lediglich (temporär?) der Zugang zur neuesten technischen Entwicklung (neue Modelle) verwehrt.
Richtig verstanden?
Könnte es auch möglich sein, dass allen S-Pedelecs die Betriebserlaubnis, auch naträglich, entzogen wird?
Ja, wenn z.B. nachträglich nicht vertretbare Sicherheitsrisiken bekannt werden. Das löst aber dann eventuell eine Schadenersatzpflicht des Staates aus, da ja der Nutzer des Produktes beim Kauf auf die staatlich erteilte Betriebserlaubnis vertraut hat. Aber auch nur dann gäbe es Schadenersatz, wenn bei der Erteilung der Betriebserlaubnis ein Verschulden der Prüfer nachzuweisen wäre. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die zur Stillegung des Fahrzeuges führen, sind z.B. kein Verschulden. Dann hat man Pech gehabt...
Zur Allgemeinen Betriebserlaubnis ausführlich:
http://bundesrecht.juris.de/stvzo/__20.html
Auszug hieraus (§ 20 Abs. 5 StVZO):
"(5) 1Die Allgemeine Betriebserlaubnis erlischt nach Ablauf einer etwa festgesetzten Frist, bei Widerruf durch das Kraftfahrt-Bundesamt, und wenn der genehmigte Typ den Rechtsvorschriften nicht mehr entspricht. 2Der Widerruf kann ausgesprochen werden, wenn der Inhaber der Allgemeinen Betriebserlaubnis gegen die mit dieser verbundenen Pflichten verstößt oder sich als unzuverlässig erweist oder wenn sich herausstellt, daß der genehmigte Fahrzeugtyp den Erfordernissen der Verkehrssicherheit nicht entspricht."
schneller66
22.11.2008, 13:09
So wie ich das dem von Reinhard verlinkten Text entnehme, sind davon "nur" Hersteller (und indirekt Verkäufer) betroffen. Bisher verkaufte S-Pedelec-Modelle sowie auch S-Pedelec-Modelle die bislang verkauft werden durften, sind nicht betroffen und können weiterhin gefahren & ver- & gekauft werden.
Dem interessierten Endverbraucher wird also lediglich (temporär?) der Zugang zur neuesten technischen Entwicklung (neue Modelle) verwehrt.
Richtig verstanden?
Hallo,
wenn das stimmt wird das Amt mit einer Verwaltungsgerichtsklage meiner Seite in spätestens 1 Jahr rechnen dürfen.
Denn das ist Wettbewerbsverzehrung wenn Hersteller Ihre Zulassung behalten und Neue nicht vergeben werden wenn sie die gleichen technischen Regeln einhalten. So was nennt man Monopol welches die EU nicht akzeptieren wird. Und zu Recht.
Schöne Grüße Jürgen
Mal abgesehen von der Wettbewerbsverzerrung - dieses Zulassungsgerangel ist doch insgesamt ein ganz falsches Signal. Elektroantrieb gehört die Zukunft. Und die Verkehrssicherheit wird auch von den Fahrern bestimmt, und das sind bei E-bikes sicher ganz andere als bei Mopeds. In sofern ist m.E. die Zulassungregelung viel zu regide. Man sollte nicht nur die Typzulassungen erleichtern sondern vor allem auch Einzelzulassung. Z.B. für ein S-Pedelec (0,5 kW, bis 45km/h) sollte das doch problemlos für etwa 100,-€ machbar sein. Das Geschwindigkeitslimit sollte man auch auf 60km/h erhöhen (incl. Treten), damit diese Gefährte im Stadtverkehr ordentlich operieren können (sonst steigt eher die Unfallgefahr). Das wäre Fortschritt für Deutschland.
Geschwindigkeitslimit sollte man auch auf 60km/h erhöhen (incl. Treten), damit diese Gefährte im Stadtverkehr ordentlich operieren können (sonst steigt eher die Unfallgefahr). Das wäre Fortschritt für Deutschland.
60Km/h halte ich für nicht erstebenswert. Es macht nur wenig Sinn sich im Stadtverkehr mit einem unterlegenen Mobil am Geschwindigkeitswettrüsten gegen PKW , LKW und Mopetten zu beteiligen. Hier eine sinkende Unfallgefahr bei steigender Geschwindigkeit zu erwarten halte ich (diplomatisch ausgedrückt) für eine gewagte Aussage.
Vielmehr sollte doch das Einbremsen des gesamten Stadtverkehrs auf meinetwegen Pedelec-konforme 25 km/h das Ziel sein. Am besten elektronisch über RFID Schilder oder GPS oder so etwas. Freiwillig macht das ja eh keiner. Dann haben alle etwas davon (auch Fußgänger) und nicht nur, die Geschwindigkeitsapostel. Vielleicht kann man sich auf 30km/h einigen.
Zudem würde sich das Einbremsen auf die durchschnittlich erzielte Geschwindigkeit im Stadtverkehr meiner Meinung nach nicht sehr stark auswirken. Sehr wohl aber auf die Lebensqualität und Sicherheit. Die Chance für das Fahrad als Verkehrsmittel in Deutschland steigt damit sicherlich beträchtlich.
Bis dahin ist es nach wie vor möglich mit einem Pedelec 60km/h und mehr in der Stadt zu fahren. Eine entsprechende Konstitution ist dabei vorrausgesetzt. Von nix kommt nix :rolleyes:
60Km/h halte ich für nicht erstebenswert. Es macht nur wenig Sinn sich im Stadtverkehr mit einem unterlegenen Mobil am Geschwindigkeitswettrüsten gegen PKW , LKW und Mopetten zu beteiligen. Hier eine sinkende Unfallgefahr bei steigender Geschwindigkeit zu erwarten halte ich (diplomatisch ausgedrückt) für eine gewagte Aussage.
Also ein E-Bike bzw. S-Pedelec ist nicht "unterlegen" sondern eine fortschrittliche Mobilitätsalternative. Wenn ein Teil des Großstadtverkehrs darauf umgerüstet, fällt nicht nur die Verkehrsdichte und auch die Unfallgefahr sondern es steigt auch die Lebensqualität. Denke das ist nicht gewagt sondern offensichtlich. Dafür muss man diese Fortbewegungsform aber attraktiv machen und insgesamt für zügige und flüssige Verkehrsführung sorgen - und nicht an die Kette von übertriebenen Vorschriften legen. Gängelung durch Vorschriften - in ihrer alptraumhaftesten Form mit RFID/GPS auf 25 km/h Geschwindigkeiten zu begrenzen - schafft in allen Punkten das Gegenteil. Au weia für diese Zukunftsvision.
Mal abgesehen von der Wettbewerbsverzerrung - dieses Zulassungsgerangel ist doch insgesamt ein ganz falsches Signal. Elektroantrieb gehört die Zukunft. Und die Verkehrssicherheit wird auch von den Fahrern bestimmt, und das sind bei E-bikes sicher ganz andere als bei Mopeds. In sofern ist m.E. die Zulassungregelung viel zu regide. Man sollte nicht nur die Typzulassungen erleichtern sondern vor allem auch Einzelzulassung. Z.B. für ein S-Pedelec (0,5 kW, bis 45km/h) sollte das doch problemlos für etwa 100,-€ machbar sein. Das Geschwindigkeitslimit sollte man auch auf 60km/h erhöhen (incl. Treten), damit diese Gefährte im Stadtverkehr ordentlich operieren können (sonst steigt eher die Unfallgefahr). Das wäre Fortschritt für Deutschland.
FREIE FAHRT FÜR FREIE BÜRGER ???
So naiv kann man doch nicht sein. E-bike Fahrer werden in Zukunft nicht mehr von heutigen Mopedfahrern zu unterscheiden sein, wenn der Preis sinkt und die Leistung steigt. Auch jetzt halte ich E-bike Fahrer nicht für die besseren Menschen, denen man einfach so höhere Geschwindigkeiten erlauben kann !
Und (Zulassungs)Regeln haben ihren Sinn oder woher glaubst Du kommen die sinkenden Zahlen bei Toten und Verletzten im Straßenverkehr ? Weil die Menschen aus freien Stücken laufend vernünftiger werden ? :D
100 EUR für eine Einzelabnahme ? Soll das von Steuergeldern gesponsert werden oder glaubst Du, Prüfingenieure und die anderen Beteiligten an einem solchen Verfahren sind Geringverdiener ?
Und 60 km/h mit umgebauten Fahrrädern ? Fahrräder sind für solche Dauergeschwindigkeiten schlichtweg nicht gebaut !
Den Fortschritt für Deutschland stelle ich mir anders vor ...
Christian
23.11.2008, 12:48
Meiner Meinung nach ist der Fahrer eines S-Pedelecs, das mit 60 km/h auf ein stehendes oder fahrendes Hindernis prallt, in jedem Fall unterlegen ...
Aber unabhängig davon: Du wirst mit der Zukunftsvision, die Du hier zeichnest, zwar auf einige Skeptiker stoßen aber auf wenig echte Gegner. Die sind vermutlich eher woanders zu suchen. Wie willst Du die überzeugen? Geh mal davon aus, dass die Lobby derer, die auf einem Fahrrad 60 km/h fahren wollen, eher gering ist im Vergleich zur Autofahrer-Lobby (und es nach menschlichem Ermessen auch bleiben wird).
Was ist übrigens aus Deinen Ideen zum Thema Selbstbau-S-Pedelec geworden? Bist Du da schon weiter?
Gruß,
Christian
Auch jetzt halte ich E-bike Fahrer nicht für die besseren Menschen, denen man einfach so höhere Geschwindigkeiten erlauben kann !
Also erstens ist es ja bereits gängig, Versicherungsprämien nach Klassen zu differenzieren. Und da werden bestimmte Fahrzeugtypen eben von ganz unterschiedlichen Fahrer gefahren was in völlig anderen Unfallzahlen resultiert. Und selbstverständlich sind Elektrobike-Fahrer eine ganz andere Kategorie als Mopedfahrer - ich glaube das muss man nicht diskutieren. Ausserdem bin ich dafür sowohl E-Bikes als auch Mofas in der untersten Klasse bis (real) 60km/h zu erlauben, da diese Geschwindigkeit innerstättisch nun mal erforderlich ist, um kein Verkehrshindernis zu sein. Ist doch ideotisch nur 45km/h zu erlauben, wenn alle anderen 50 km/h fahren (bzw. real 60 km/h). Das sorgt nur für Unfälle.
Und (Zulassungs)Regeln haben ihren Sinn oder woher glaubst Du kommen die sinkenden Zahlen bei Toten und Verletzten im Straßenverkehr ?
Nun, dieser Zusammenhang ist viel komplexer. Interessant ist da der Thread zur Helmpflicht. Der hat nicht nur die Zahl der Radfahrer um 40% reduziert sondern auch noch nicht mal was genützt - die Zahl der Kopfverletzungen bei den übrigen blieb auf gleichem Niveau (Zahlen aus Australien). Wenn man E-Fahrzeuge attraktiver macht (z.B. dürfen schneller fahren) würde man insgesamt den Verkehr sogar sicherer machen. Wäre eine interessante Idee (die ich hier aber gar nicht angeschnitten hatte).
100 EUR für eine Einzelabnahme ?
Nun, das sind ja fast alles die gleichen Bauteile. Und man kann das Verfahren ja standardisieren, z.B. vorgeschriebene Bremsverzögerung. Sowie bestimmte Vorschriften bei der Elektronik. Dann kann man das vorab selber prüfen und muss eigentlich nur zu einem kurzen Check. Für 100€ könnte der etwa 1h dauern. So viel Zeit ist vermutlich gar nicht erforderlich. Die "5-stelligen" Summen, die gegenwärtig eine Zulassung kosten sollen (gemacht hat das ja offenbar noch niemand?) blockieren jedenfalls die gesamte Entwicklung. Davon hat niemand etwas. Weder die Umwelt, noch die Politik, noch die Verkehrssicherheit.
Und 60 km/h mit umgebauten Fahrrädern ? Fahrräder sind für solche Dauergeschwindigkeiten schlichtweg nicht gebaut !
wir reden ja hier von der Klasse der S-Pedelecs. Und die müssen natürlich entsprechend gebaut sein, logo. Ich denke an hydraulische Scheibenbremsen und Vollfederung. Das kann man ja zur Vorschrift machen. Mit 0,5 kW + zutreten kann man 60km/h auch nur sehr kurz erreichen. Im Stadtverkehr ist das aber wichtig, um ordentlich am Verkehr teilnmehmen zu können, denn auf dem Radweg macht so ein S-Pedelec auch keinen Sinn.
Und wer mit 60 km/h auf ein "Hindernis" trifft - nun der hat schlechte Karten. Aber eine einseitige Geschwindigkeitslimitierung für die "Schwächeren" kann doch daraus nicht resultieren. Ich denke die Gefahr geht mehr von den Autos aus, nicht von schnellen Radfahrern. Vielleicht sollte man also lieber die Autos (Hindernisse) abschaffen? Wäre nachdenkenswert (zumindest für Innenstadtbereiche). Übrigens ist Fahrradfahren gegenwärtig nicht gefährlicher als Autofahren.
...eher gering ist im Vergleich zur Autofahrer-Lobby (und es nach menschlichem Ermessen auch bleiben wird).
Der Status Quo ist wie ich schon mal in einem anderen Thread sagte ja nicht betoniert (in sofern ein echt sinnloses Argument). Wenn er nichts taugt muss er geändert werden. Und wer sollte das in diesem Fall machen, wenn nicht die Pedelec-Community? So unrealisitisch ist das übrigens auch nicht, in Copenhagen haben Fahradfahrer beispeilsweise eine völlig andere Lobby als in USA - letztlich alles eine Frage der Grundhaltung.
@Christian - zur "Sammel-Einzel-Zulassungsfrage" - ich diskutiere das erstmal mit Harald (Grosserschnurz) mal schaun, ob wir ne gangbare Lösung finden.
Christian
23.11.2008, 19:49
Wenn er nichts taugt muss er geändert werden.
Was taugt und was nicht, ist eine sehr persönliche Einschätzung. Du versuchst gerade, Deine Sicht der Dinge auf den Rest der Pedelec-Welt zu übertragen ("Und wer sollte das in diesem Fall machen, wenn nicht die Pedelec-Community?").
Ehrlich gesagt, mich überzeugt das nicht. Aber das ist ja auch gar nicht erforderlich. Ich verfolge neutral und interessiert, was Du erreichen wirst.
Gruß,
Christian
Was taugt und was nicht, ist eine sehr persönliche Einschätzung.
Das Prinzip gilt aber unabhängig von jeder individuellen Einschätzung.
Du versuchst gerade, Deine Sicht der Dinge auf den Rest der Pedelec-Welt zu übertragen ("Und wer sollte das in diesem Fall machen, wenn nicht die Pedelec-Community?").
Also ich habe eine persönliche Meinung, und zwar, dass eine Erleichterung der Zulassungebedingungen erforderlich ist. Wer diese Hemmnisse toll findet - nun, auch ne Meinung. Aber das (wenn diesbezüglich Einigkeit herrscht) dazu Impulse hier aus der Community kommen müssen (und nicht etwa vom ADAC) - das ist doch wohl unstrittig.
Ehrlich gesagt, mich überzeugt das nicht. Aber das ist ja auch gar nicht erforderlich. Ich verfolge neutral und interessiert, was Du erreichen wirst.
Ich bin hier nicht angetreten, um irgendwen zu überzeugen oder irgendwas zu erreichen. Und "Zuschauer" dabei bringen auch nicht viel. Wenn wir hier was erreichen wollen, dann am besten gemeinsam.
Christian
23.11.2008, 21:05
Wer diese Hemmnisse toll findet - nun, auch ne Meinung.
Du polemisierst. Ich meine, das ist der Sache abträglich.
Gruß,
Christian
Also erstens ist es ja bereits gängig, Versicherungsprämien nach Klassen zu differenzieren. Und da werden bestimmte Fahrzeugtypen eben von ganz unterschiedlichen Fahrer gefahren was in völlig anderen Unfallzahlen resultiert.
Ja klar, aber deswegen darf von denen keiner schneller fahren, sie müssen nur weniger Versicherungsprämien zahlen !!!
Und selbstverständlich sind Elektrobike-Fahrer eine ganz andere Kategorie als Mopedfahrer - ich glaube das muss man nicht diskutieren.
Zur Zeit bestreite ich das ja nicht, da wir noch ein bisschen Pioniere sind, :) aber (hoffentlich) nicht mehr lange, dann fährt die jeder Normalo ...
Ausserdem bin ich dafür sowohl E-Bikes als auch Mofas in der untersten Klasse bis (real) 60km/h zu erlauben, da diese Geschwindigkeit innerstättisch nun mal erforderlich ist, um kein Verkehrshindernis zu sein. Ist doch ideotisch nur 45km/h zu erlauben, wenn alle anderen 50 km/h fahren (bzw. real 60 km/h). Das sorgt nur für Unfälle.
Das ist kein spezifisches Problem der E-Bikes sondern ein verkehrspolitisches, das heutzutage auf EU-Ebene geregelt wird.
Und es gibt auch viele Gründe es so zu lassen wie es ist:
So liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit in Großstädten laut internationalen Studien für alle Fahrzeuge bei 15 km/h, Tendenz fallend. Also kein Zeitgewinn bei theoretisch möglicher höherer Geschwindigkeit. Quadratisch ansteigender Bremsweg und Aufprallenergie mit der Geschwindigkeit, quadratisch ansteigender Energieaufwand bei höheren Geschwindigkeiten wegen Luftwiderstand, natürlich keine Benutzung von Radwegen möglich usw. usw.
Wer so schnell mit einem E-Bike fahren will, soll gefälligst einen Motorradführerschein machen und dann mit sowas fahren:
http://www.n24.de/news/newsitem_972149.html
Nun, dieser Zusammenhang ist viel komplexer. Interessant ist da der Thread zur Helmpflicht. Der hat nicht nur die Zahl der Radfahrer um 40% reduziert sondern auch noch nicht mal was genützt - die Zahl der Kopfverletzungen bei den übrigen blieb auf gleichem Niveau (Zahlen aus Australien).
Komme mir nicht mit Australien, wir leben in Deutschland und Du willst die schnellen Teile in Deutschland und nicht in Australien ! In Australien ist es irre heiß, da wollen die vielleicht keinen Helm auf der Birne (obwohl es auch wegen dem Ozonloch ja sinnvoll wäre), oder tragen ihn zu locker wegen der Hitze. Ich glaube keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe ... :) Das ist doch alles an den Haaren herbeigezogen und nicht vergleichbar !
Wenn man E-Fahrzeuge attraktiver macht (z.B. dürfen schneller fahren) würde man insgesamt den Verkehr sogar sicherer machen. Wäre eine interessante Idee (die ich hier aber gar nicht angeschnitten hatte).
Oh je !!! Du glaubst das anscheinend wirklich, dass E-Fahrzeug Fahrer die besseren Menschen sind und deswegen die Lizenz zum Rasen haben sollen :D...
Das würde doch die Raser gerade dazu bringen, E-Fahrzeuge zu kaufen !!!
Und schon mal davon gehört, dass es für einen effizienten Verkehrsfluss höchst kontraproduktiv ist, wenn verschiedene Geschwindigkeiten zulässig sind ? Übrigens ist das auch eines der vielen Argumente für ein Tempolimit auf Autobahnen ...
Nun, das sind ja fast alles die gleichen Bauteile. Und man kann das Verfahren ja standardisieren, z.B. vorgeschriebene Bremsverzögerung. Sowie bestimmte Vorschriften bei der Elektronik. Dann kann man das vorab selber prüfen und muss eigentlich nur zu einem kurzen Check.
Lese mal dieses Forum durch ! Gleiche Bauteile ... :D Es gibt jede Menge verschiedene Regler, Motoren Sensoren usw. die auch laufend verändert werden ... Und "vorab selbst prüfen, kurzer Check" ... Wozu Studium, jeder ist sein eigener Prüfingenieur :D ? Dann haben wir Zustände wie in China, wo sie schon anfangen, die Elektrofahrräder wegen der Unfallgefahr zu verbieten:
http://www.pekingblog.net/2007/11/07/hua-elektrisches-pferd/
wir reden ja hier von der Klasse der S-Pedelecs. Und die müssen natürlich entsprechend gebaut sein, logo. Ich denke an hydraulische Scheibenbremsen und Vollfederung. Das kann man ja zur Vorschrift machen. Mit 0,5 kW + zutreten kann man 60km/h auch nur sehr kurz erreichen.
Hatte mal die Idee, mein Cannondale in ein normales zulassungsfreies Elektrofahrrad umzubauen. Cannondale bietet normalerweise lebenslange Garantie auf den Rahmen, da sind sie meiner Erfahrung nach auch sehr kulant. Mein Händler sagte mir aber, dass ich jede Art von Garantie vergessen könne, wenn ich da einen Nabenmotor einbauen würde. Die Fatty Gabel sei für eine Antriebsbelastung von Cannondale nicht spezifiziert und freigegeben ! (Für S-Pedelecs sind übrigens bis zu 1 kW zulässig, wenn das Kraftfahrtbundesamt wieder grünes Licht gibt)
Ob da nicht auch ein Prüfingenieur Bauchweh hätte, so ein Fahrrad als S-Pedelec zuzulassen, wenn Cannondale eigentlich nein sagt ? Und solche Probleme wird es viele geben, da genügt es nicht, Scheibenbremsen vorzuschreiben ...
Und wer mit 60 km/h auf ein "Hindernis" trifft - nun der hat schlechte Karten.
Genau ! Also lassen wir es lieber !:)
Aber eine einseitige Geschwindigkeitslimitierung für die "Schwächeren" kann doch daraus nicht resultieren. Ich denke die Gefahr geht mehr von den Autos aus, nicht von schnellen Radfahrern. Vielleicht sollte man also lieber die Autos (Hindernisse) abschaffen? Wäre nachdenkenswert (zumindest für Innenstadtbereiche). Übrigens ist Fahrradfahren gegenwärtig nicht gefährlicher als Autofahren.
Autos abschaffen ??? Elektroautos also auch ... Und wovon träumst Du nachts ?:)
Fahrradfahren nicht gefährlicher als Autofahren ? Pro gefahrenem Kilometer ??? Wo hast Du das denn her ?
Der Status Quo ist wie ich schon mal in einem anderen Thread sagte ja nicht betoniert (in sofern ein echt sinnloses Argument). Wenn er nichts taugt muss er geändert werden.
So wie Du das hier angehst, wirst Du kaum genügend Unterstützer für Deine Thesen finden.
@Christian - zur "Sammel-Einzel-Zulassungsfrage" - ich diskutiere das erstmal mit Harald (Grosserschnurz) mal schaun, ob wir ne gangbare Lösung finden.
Klasse ! grosserschnurz und Du, das ist das richtige Paar :D
Viel Erfolg !
cephalotus
23.11.2008, 22:32
Ich glaube, dass in unserer Verkehrsinfrastruktur kein Platz für 60km/h Fahrräder ist. Diese bewegen sich ja nicht nur zwischen Autos, sondern auch zwischen anderen radfahreren, die sich im Schnitt wohl eher im 15km/h Bereich bewegen.
Weiterhin ist nicht anzunehmen, dass Autofahrer solche 60km/h Fahrraäder richtig einschätzen können. Beispiel recht abbiegen über Fahrradsspur.
Da sieht Du beim Blick nach hinten den Radfahrer in gemäß Erfahrung ausreichender Entfernung und der saust Dir dann mit 60 in die Seite.
Ich frage mich auch, inwieweit bei diesen Geschwindigkeiten noch ein Fahrradcharakter vorhanden ist (der ja auch einige Vergünstigungen mit sich bringt).
Bei 60km/h in der Ebene mit aufgerichtetem Oberkörper ist kein 250W Motörchen mehr drin, sondern wohl eher was im Bereich von 1kW, wer da noch motiviert mittritt hat vielleicht mal 10-20% zum Antrieb beigetragen.
Ist da das Fahrrad noch das richtige Konzept oder doch ein reines Elektrozweirad mit entsprechender Ausstattung.
Die 45km/h Klasse halte ich auch für ungünstig, 55km/h oder meinetwegen 60km/h scheinen mir da auch deutlich logischer zu sein, vor allem da es für diese Fahrzeuge ja keine Infrastruktur gibt. Auf den Fahrradweg darf man nicht, auf der Straße ist man zu langsam.
Aber das hat ja mit Pedelecs weniger zu tun.
mfg
PS: Ich selbst würde natürlich auch gerne beliebige Motoren und Geschwindigkeiten in einem Fahrrad nutzen wollen, keine Frage. Ich kann aber nachvollziehen, warum es da gestzliche Regelungen gibt.
Ja klar, aber deswegen darf von denen keiner schneller fahren (und das war ja Dein Ansatz !), sie müssen nur weniger Versicherungsprämien zahlen !!!
Also da hab ich mich vielleicht unklar ausgedrück. Ich finde auch, das man nicht unbedingt unterschiedliche Geschwindigkeitsregelungen braucht, daher 50km/h für alle in der City gleich.
So liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit in Großstädten laut internationalen Studien für alle Fahrzeuge bei 15 km/h, Tendenz fallend. Also kein Zeitgewinn bei theoretisch möglicher höherer Geschwindigkeit.
Also ich glaube nicht dass es zielführend ist, die 50km/h innerstädtisch in Frage zu stellen. Und damit man wieder mehr als 15 km/h im Schnitt schafft - dafür sorgt dann hoffentlich, dass viele auf Pedelecs bzw. S-Pedelec umsteigen ;)
Oh je !!! Du glaubst das anscheinend wirklich, dass E-Fahrzeug Fahrer die besseren Menschen sind und deswegen die Lizenz zum Rasen haben sollen :D...
Durchaus möglich. Ich dachte aber bisher nur an das niedrigere Gewicht. Damit ist das Risiko (für andere) geringer. Und das Risiko geht z.Zt. eben von (schnell) fahrenden und schweren Autos aus, nicht etwa von Pedelecs oder S-Pedelecs.
Das würde doch die Raser gerade dazu bringen, E-Fahrzeuge zu kaufen !!!
Um "Raser" gehts hier nicht - wenn ein Teil des Verkehrs auf E-Leichtfahrzeuge umsteigt wird der Verkehr vrstl sicherer (umweltfreundlicher und vrstl auch flüssiger).
Lese mal dieses Forum durch ! Gleiche Bauteile ... :D Es gibt jede Menge verschiedene Regler, Motoren Sensoren usw. die auch laufend verändert werden
nach Marktanteilen sind die gängigen Systeme recht übersichtlich. Das sollte ein Prüfingenieur schon schaffen.
davon nur sehr... Und "vorab selbst prüfen, kurzer Check" ... Wozu Studium, jeder ist sein eigener Prüfingenieur :D ?
Es ist doch völlig üblich, z.B. ein Auto vor TÜV zu checken, entweder selbst (wer es kann) oder in einer Werkstatt.
Fatty Gabel sei für eine Antriebsbelastung von Cannondale nicht spezifiziert und freigegeben !
Logo, Cannondale kriegt diesen Einbau ja auch nicht zu Gesicht. Aber dafür ist ja die Zulassungsprüfung (wobei das Hauptprobelm ja auch mehr das Raudrehen der Achse ist, nicht die Belastung der Gabel).
So wie Du das hier angehst, wirst Du kaum genügend Unterstützer für Änderungen finden.
Jeder muss selber wissen, was er unterstützt. Ich verfolge hier kein spezielles Ziel. Bin einfach begeisterter Fahradfahrer. Vielleicht bald mit Elektro-Unterstützung. Jedenfalls - schau mal auf den Stil in dem Du argumentierst.
nach Marktanteilen sind die gängigen Systeme recht übersichtlich. Das sollte ein Prüfingenieur schon schaffen.
Frage z.B. mal den Herrn Scheftlein von www.das-elektrorad.de (http://www.das-elektrorad.de). Bei jeder neuer Lieferung ist ein anderer Regler dabei ... Und jedes Fahrrad ist anders ...
Es ist doch völlig üblich, z.B. ein Auto vor TÜV zu checken, entweder selbst (wer es kann) oder in einer Werkstatt.
Ja, ich lasse aber keine Einzelabnahme machen, wenn ich zur Hauptuntersuchung gehe.
Gruß
didi
Die 45km/h Klasse halte ich auch für ungünstig, 55km/h oder meinetwegen 60km/h scheinen mir da auch deutlich logischer zu sein, vor allem da es für diese Fahrzeuge ja keine Infrastruktur gibt. Auf den Fahrradweg darf man nicht, auf der Straße ist man zu langsam.
Aber das hat ja mit Pedelecs weniger zu tun.
Ich beschreib mal meinen Ansatz etwas, dann kommen vielleicht weniger Missverständnisse auf:
Also ich fahr mit meinem Faltrad überwiegend Radweg. Die sind in Berlin recht hoppelig. Und man wird von Autofahrern oder Fußgängern leicht übersehen. In sofern keine besonders sichere oder schnelle Lösung. Mit meinem All-Mountain-Fully könnte ich über die Radwege drüberballern. Das bügelt alles weg. Und kommt auch sehr schnell zum stehen. Trotzdem natürlich nicht optmal so (weder besonders sicher noch schnell).
Im Straßenverkehr muss ich mich mit dem MTB schon mächtig reinstemmen damit das funktioniert, also im Stadtverkehr mitschwimmen. Über kurze Strecken und wenn man es eilig hat klappt das ganz gut. Das ist deutlich schneller und auch vergleichsweise sicherer als auf dem Radweg. Aber man kommt natürlich verschwitzt an.
Mit einem Rennrad kann ich den Verkehrsfluss schließlich ganz gut halten, mal ab und zu 50km/h kann man fahren. Und an der Ampel auch vorne wegfahren ohne (gefährlich) überholt zu werden. Allerdings sind die dünnen Reifchen nicht besonders sicher auf Berlins Holperpflaster, Straßenbahnschinen bzw. Schalglöchern.
Diese Situation könnte ein S-Pedelec verbessern. Ich denke an ein S-Pedelec mit dem man mit 50km/h im Stadtverkehr mitfahren kann (als sportlicher Radfahrer), das eine Unterstützung von 0,5 kW hat (sonst wird das ganze System aus Motor und Akku auch zu schwer).
Wer dagegen entweder nicht genug eigene Tretleistung aufbringt oder aufbringen will, aber trotzdem im Stadtverkehr fließend mitfahren möchte, der braucht mehr Motorleistung, und dann ist das m.E. kein (S-) Pedelec mehr. Der muss sich dann an die Regelung für Leichtkrafträder halten.
Insgesamt sehe ich an dieser Situation eigentlich keine besonderen Sicherheitsprobleme (natürlich ist Straßenverkehr immer gefährlich, mit dieser o.a. Regelung kann man aber m.E. leben).
PS: Ich selbst würde natürlich auch gerne beliebige Motoren und Geschwindigkeiten in einem Fahrrad nutzen wollen, keine Frage. Ich kann aber nachvollziehen, warum es da gestzliche Regelungen gibt.Ich finde die gesetzlichen Regelungen im Prinzip in Ordnung. Das es Regeln gibt und geben sollte ist ja klar. An einer oder anderer Stelle würde ich sie etwas sinnvoller gestalten wollen (z.B. alle sollen die Möglichkeit haben 50km/h zu fahren). Was aber das Problem ist, ist die Zulassungsproblematik. Wenn hier noch keiner ein S-Pedelec zulassen konnte (und ich gehe davon aus, das hier einige viel bessere und sichere bauen als die Serienräder), dann stimmt doch irgendwas an dem Zulassungsverfahren nicht.
Weiterhin ist nicht anzunehmen, dass Autofahrer solche 60km/h Fahrraäder richtig einschätzen können.
Das kann ich inzwischen aus eigener Praxis bestätigen. Nein, 60km/h fahre ich natürlich NICHT. Aber bereits die 5-10 km/h, die ich mit dem Pedelec schneller bin als "Durchschnittsradfahrer" an der selben Strecke zwingen mich dazu mit den Autofahrern anders zu rechnen als früher - und ich kann es ihnen nicht mal verübeln, das sie nicht mit meiner Geschwindigkeit rechnen. Pedelecs sind derzeit noch Ausnahmefahrzeuge.
Von 60 km/h mit Fahrrädern halte ich persönlich gar nichts, mir reichen da die 30-35 km/h, berab an übersichtlichen Stecken mal bis 50, aber dann reicht's (bei der derzeitigen Witterung natürlich schon mal gar nicht). Innerorts sind solche Geschwindigkeiten sowieso nicht zu fahren wenn man nicht völlig lebensmüde ist.
Von 60 km/h mit Fahrrädern halte ich persönlich gar nichts, mir reichen da die 30-35 km/h, berab an übersichtlichen Stecken mal bis 50, aber dann reicht's (bei der derzeitigen Witterung natürlich schon mal gar nicht). Innerorts sind solche Geschwindigkeiten sowieso nicht zu fahren wenn man nicht völlig lebensmüde ist.
Kommt doch sehr auf die Situation an (und das Fahrrad). Auf der Straße kann man jedenfalls nur sicher fahren innerhalb des restlichen Verkehrs. Und der fährt halt stellenweise 50-60 km/h (natürlich nicht bei Glatteis). Auf den Radwegen ist einigermaßen sicheres Fahren nicht über 30 km/h möglich. Als sportlicher Radfahrer ist man auf der einen wie auf der anderen Strecke irgendwie schlecht aufgehoben. Mit den Pedelecs und S-Pedelecs verschärft sich diese Situation. Wenn wir wirklich mehr Verkehr aufs (Elektro-) Fahrrad verlagern wollen, muss sich das ändern.
Herr Rossi
25.11.2008, 21:35
[Redaktionelle Ergänzung vom 25.11.08 pd-f: Dies betrifft lediglich Modelle mit einer Unterstützung von mehr als 250 Watt. Modelle mit bis zu 250 Watt Unterstützung werden nach wie vor für Geschwindigkeiten von über 25 km/h zugelassen]
Hab ich wohl nochmals glück gehabt, dennoch Schade.
Dann haben wir alle doch erstmal gar kien Problem mehr, oder?
Die 500-Watt Motoren ziehen doch eh so viel Strom, dass ein riesiger Akku her muss, den hier keiner toll findet...oder man kommt halt nur 20km..
Christian
22.12.2008, 12:43
Ich habe eben eine schriftliche Anfrage an das KBA gerichtet mit der Bitte um Hintergrundinformation.
Ich habe eben auf Nachfrage erfahren, dass die Bearbeitung von Anfragen beim KBA ca. vier bis sechs Wochen dauert. :rolleyes: Mehr dazu dann also im neuen Jahr.
Gruß,
Christian
Kraeuterbutter
22.12.2008, 18:59
also ich seh die "schnellen Pedelecs" mit Option auf bis zu 60km/h auch nicht als so grossen Schritt Richtung "mehr Leute aufs Fahrrad"
1.) bei 50-60km/h --> Helmpflicht = grosser Nachteil gegenüber Fahrrad
2.) bei 50-60km/h --> Führerscheinpflicht ? Kennzeichenpflicht
bei beiden Dingen könnte man sich fragen: warum nicht gleich einen ElektroRoller/Moped (gibts ja auch elektisch)
könnte das Argument Gewicht kommen:
denken wir weiter: Kreuzotterrechner
bei einem "normalen Fahrrad" (also tiefliege-Räder usw. außen vor)
brauchts für 50km/h ca. 1000Watt, für 60km/h ca. 1700Watt (Ausgangsleistung vom Motor ! der Akku muss aufgrund der ganzen Wirkungsgradverluste ja noch mehr bereitstellen)
sobald es auch nur kleine Steigungen gibt und man nicht erst wieder zur sich damit gefährdenden Verkehrsbremse werden will: na dann brauchts noch WESENLTICH mehr Power
wo soll die Power herkommen ?
2000Watt aus dem Akku (für die 60km/h dann)
--> da ist ein derzeit gängiger 36V 10Ah-Akku in 10min leergesaugt !
10min -> das sind bei 60km/h nur 10km Reichweite
und das soll ein grosser Anreiz zum Umstieg sein ?
ok, es wären also grössere Akkus fällig
gut -> 36volt und 50Ah --> das wären dann immerhin schon 50km Reichweite
dafür kostet der Akku dann 1000-1500Euro
und wiegt 20kg
nochmal die Frage: das soll ein Anreiz zum Umstieg sein ???
warum nicht gleich einen Elektroroller/Moped ?
so ein schwere Pedelec schleppt man nämlich auch nicht mehr durchs Stiegenhaus, Fahrradwege darf man auch nicht benutzen... also wo soll da der grosse Vorteil sein ?
achja: ich kann mittreten...
aber bei 60km/h und meinen durchschnittlich 100Watt (damit ich unverschwitzt in der Arbeit ankomme) --> da steuere ich grad mal 1/20stel bei
also wozu überhaupt mittreten ?
warum nicht gleich einen Elektroroller/Moped ?
sinnvoller wäre meiner meinung nach die 25km/h Grenze etwas anzueben..
auf sagen wir 30-32km/h, ne Geschwindigkeit die auch mit Muskelkraft von (fast) jedem zu erreichen ist,
eine Geschwindigkeit die auch in anderen Ländern erlaubt ist
auch wäre es sinnvoll die ganze Pedelecgeschichte (Steuerung) zu überdenken..
ein Pedelec das beim antreten immer vollgas gibt und man per Bremshebel abschalten muss..
da ist die feinfühlige Steuerung mittels Gasgriff sicherer !
Christian
22.12.2008, 19:09
Mein "Wunsch-Pedelec" hat einen 350 Watt Motor und unterstützt auch jenseits von 25 km/h. Viel schneller als 35 km/h will ich damit aber gar nicht fahren. Trotzdem geht das derzeit nur per Zulassung als S-Pedelec.
Die allgemeine Diskussion um 50-km/h-Pedelecs interessiert mich persönlich nicht.
Gruß,
Christian
grosserschnurz
22.12.2008, 19:55
Hallo Kraeuterbutter,
du sprichtst mir aus der "Seele". Was bringt all der Quatsch, eine vernünftige Geschwindigkeitsregelung (Gasgriff) und Abregeln mit einer intellegenten Steuerung bei 30 km/h (verblombt und nicht manipulierbar) wären meiner Meinung nach auch wünschenswert.
Man könnte diese ja auch mit Auflagen versehen, gegen Helmpflicht hätte ich nichts, und ich würde auch mit Nummernschild fahren (Versicherunbgsschutz einschl. Diebstahlversicherung), oder Bremsen mit definierten Verzögerungswerten, warum eigentlich nicht?
grosserschnurz wünscht dir ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr
Kraeuterbutter
22.12.2008, 19:57
@christian: was ist ein 350Watt Motor ?
mein Motor hat einen 180Watt Aufdruck..
an 36Volt und 14A genehmigt er sich aber bis zu 500Watt
Christian
22.12.2008, 20:26
was ist ein 350Watt Motor ?
Ein Motor mit einer Bemessungsleistung von 350 Watt, die im Bemessungspunkt mechanisch dauerhaft abgegeben werden kann, ohne dass der Motor dabei seine zulässigen Betriebsparameter (z.B. Temperatur) überschreitet.
Gruß,
Christian
Mein "Wunsch-Pedelec" hat einen 350 Watt Motor und unterstützt auch jenseits von 25 km/h. Viel schneller als 35 km/h will ich damit aber gar nicht fahren. Trotzdem geht das derzeit nur per Zulassung als S-Pedelec.
Die allgemeine Diskussion um 50-km/h-Pedelecs interessiert mich persönlich nicht.
Gruß,
Christian
Dem kann ich mich so anschließen ! Völlig !
Aber so 30-40 , das muß schon gehen , finde ich , sonst bin ich ja mit einem normalem Rad manchmal schneller ! ( OK , OK , in 1 Promille der Strecke...immerhin :o;) ).
Also so 350 watt , und eine Batterie , die mich damit 50-80 Kilometer weit mit Mittreten bringt !
Oder alternativ eine 2. dazu.... oder Batterien , die "nur" 50 Km schaffen , dann aber in rel kurzer Zeit wieder geladen sind ( beim Vespern ) .
...Abregeln mit einer intellegenten Steuerung bei 30 km/h (verblombt und nicht manipulierbar) wären meiner Meinung nach auch wünschenswert.
Aus weia. Wie kann es sein, dass sowas ernsthaf geäussert wird und das auch noch in einem Pedelec-Forum? Da kann man wirklich nur den Kopf schütteln.
Kraeuterbutter
23.12.2008, 10:06
@Christian: wie will man das einfach messen ?
wäre es nicht sinnvoller, statt dieser 250Watt
z.b. 400Watt und das am Akku gemessen zu machen ?
sowas kann man in 10 Sekunden messen, braucht theoretisch nicht mal einen Rollenprüfstand etc. dafür
mechaniker
23.12.2008, 10:25
hallo,
na das Problem mit diesen Tüv Leuten ist das immer nach der Motorleistung gefragt wird (was auch richtig ist) und nicht nach der Leistungsaufnahme.
Ein NineContinent nimmt auch bis zu 17Ah auf und bei anderem Controller noch mehr aber das entspricht ja in keinster Weise der abgegeben Leistung weil dazwischen der Wirkungsgrad liegt. Wenn der Controller beim anfahren 17Ah durchlässt kommen aufgrund des Wirkungsgrades von vielleicht 20% bei 5km/h fast nix auf die Strasse, auch wenn die Batterie leer gesaugt wird.
Zum Vergleich wenn ich untertourig im Auto fahre und dann beschleunige wird viel Sprit gezogen aber das Auto kommt nicht aus den Hufen da so gut wie keine Mehr Leistung vom Motor abgegeben wird ausser bezinverplempern passiert nicht viel.
Die Meisten Motoren haben ihren besten Wirkunggrad bei ca. 70% der Nenndrehzahl. Davor ist eher wenig und danach merkt man auch wie es nachlässt. Deswegen ist auch eine progressive Controllersteuerung bei einem Pedelec kein muss denn die progressivität ergibt sich schon aus der Motorcharakteristik.
Gruß
frank (mechaniker)
grosserschnurz
23.12.2008, 10:41
Hallo pibach,
wenn dein Kopf sich schüttelt, kann das auch andere Gründe haben.
Ich bin gerne bereit für 5 km mehr auch Zugeständnisse zu machen, deshalb solltest du nicht nur dass, was die momentan in den Kram passt zitieren, sondern einfach etwas weiterlesen bzw. -denken.
grosserschnurz wünscht dir ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr
Kraeuterbutter
23.12.2008, 10:52
naja.. primär gehts doch darum, dass nicht zuviel Leistung vorhanden ist..
das könnte man eben auch einfach messen indem man eben misst, was der Akku so an Leistung ausspukt..
was der Motor dann Wirkungsgradmässig damit macht wäre dann eben dem Motor überlassen..
Geanau da liegt bei den gesetzlichen Bestimmungen der Hase begraben. :mad:
Die richten sich (bei Pedelec und Elektrofahrrädern) in erster Linie nach der Endgeschwindigkeit und das ist meiner Meinung nach im Bezug auf Energieeffizienz und damit letztlich auch im Bezug auf Umwelt und Energierecourcen der falsche Weg.
Eine Geschwindigkeitsfreigabe bei 250W Nennleistung würde die Entwicklung effizienter Pedelecs bzw. E-Bikes und deren Akzeptanz sicher positiv beeinflussen.
Schliesslich fahren Renn- und Liegeradfahrer/Velomobile hier auch mit 40 und mehr km/h durch die Landschaft und da gibt es auch keine gesetzlichen Vorgaben außer den 2 unabhängigen Bremsen und der Beleuchtung/Reflektoren.
Dann braucht es nur eine Typgprüfung für die Regler/Motor Einheit auf Einhaltung der Nennleistung und der Rest bleibt dem Hersteller/Bastler überlassen, diese Leistung möglichst effektiv auszunutzen - und nur das führt zu Konkurrenz und Fortschritt.
Aber das werden die Politiker in Ihren dicken Staatskarossen wohl nie begreifen, oder vielleicht doch noch :confused:
Sagt mir quando, sagt mir wann.
Horst
Christian
23.12.2008, 23:51
wie will man das einfach messen ?
Gar nicht. ;)
wäre es nicht sinnvoller, statt dieser 250Watt
z.b. 400Watt und das am Akku gemessen zu machen ?
Ich denke mir, dass die jetzige Regelung schon in Ordnung ist. Fahrzeuge wirken ja in erster Linie durch die abgegebene (mechanische) Leistung auf das Verkehrsgeschehen ein.
sowas kann man in 10 Sekunden messen, braucht theoretisch nicht mal einen Rollenprüfstand etc. dafür
Messtechnisch ist das sicherlich einfacher. Aber das dürfte ja nur die Überwachungsorgane wirklich interessieren.
Gruß,
Christian
Eine Geschwindigkeitsfreigabe bei 250W Nennleistung würde die Entwicklung effizienter Pedelecs bzw. E-Bikes und deren Akzeptanz sicher positiv beeinflussen.
Das sehe ich auch so.
Nur komischerweise ist das bereits hier in diesem Forum kaum mehrheitsfähig (was mich sehr wundert). Ansonsten könnte man das als Grundforderung formulieren und auch politisch aktiv werden. Ich hielte das für aussichtsreich.
Da ich öfter mit dem Elektrorad und Anhänger einkaufe, wäre es mir lieber, der Motor hätte mehr Leistung (z.B. 500W, gerade am Berg). Die Abschaltung der Motorunterstützung bei 25 km/h (mit Toleranz dann bei 30 km/h) ist für meinen Einsatzzweck ausreichend.
Eine Geschwindigkeitsfreigabe bei 250W Nennleistung würde die Entwicklung effizienter Pedelecs bzw. E-Bikes und deren Akzeptanz sicher positiv beeinflussen.
Zum Glück wird diese garantiert nicht geschehen.
Denn bei einem Fahrzeug ohne Tüv-Prüfung und ohne Führerscheinzwang (jedes Kind und jeder rücksichtlose Raser ohne Führerschein darf ein Pedelec fahren!), inlcusive Benutzung von kombinierten Rad und Fusswegen, halte ich dieses für äußerst gefährlich, wenn diese Fahrzeuge massenhaft benutzt werden, ohne ausreichende Konstruktion und Instruktion der Fahrer.
Klar brauchen wir eine Pedelec-Änliche Fahrzeugklasse mit höheren Geschwindigkeiten und/oder höherer Leistung, aber bitte mit entsprechendem Führerschein und eine anständigen Bauartprüfung.
Andererseits sind solche Fahrzeuge auch schon heute zulassungsfähig (Siehe alle Velomobile/ Fahrräder mit Versicherungskennzeichen). Ob wir neue Gesetze, oder einfach nur neue Hersteller (bzw Kunden) brauchen, kann ich natürlich nicht umfassend beurteilen.
Zum Glück wird diese garantiert nicht geschehen.
Denn bei einem Fahrzeug ohne Tüv-Prüfung und ohne Führerscheinzwang (jedes Kind und jeder rücksichtlose Raser ohne Führerschein darf ein Pedelec fahren!), inlcusive Benutzung von kombinierten Rad und Fusswegen, halte ich dieses für äußerst gefährlich, wenn diese Fahrzeuge massenhaft benutzt werden, ohne ausreichende Konstruktion und Instruktion der Fahrer.
Diese Befürchtung ist ja zum Schmunzeln - vermutlich aber doch erstgemeint?
martinko
29.12.2008, 14:18
Zum Glück wird diese garantiert nicht geschehen.
Denn bei einem Fahrzeug ohne Tüv-Prüfung und ohne Führerscheinzwang (jedes Kind und jeder rücksichtlose Raser ohne Führerschein darf ein Pedelec fahren!), inlcusive Benutzung von kombinierten Rad und Fusswegen, halte ich dieses für äußerst gefährlich, wenn diese Fahrzeuge massenhaft benutzt werden, ohne ausreichende Konstruktion und Instruktion der Fahrer.
was du da herausbeschwörst, wird schon allein dadurch widerlegt, dass es ja schon dzt einige Länder ohne das 25km/h Limit gibt, und auch dort halten sich die "massenhaften Unfälle" doch sehr in Grenzen.
martinko
29.12.2008, 14:25
Da ich öfter mit dem Elektrorad und Anhänger einkaufe, wäre es mir lieber, der Motor hätte mehr Leistung (z.B. 500W, gerade am Berg). Die Abschaltung der Motorunterstützung bei 25 km/h (mit Toleranz dann bei 30 km/h) ist für meinen Einsatzzweck ausreichend.
wenn die Toleranzgrenze echt bis 30km/h geht, bin ich voll bei dir -- 20% kommt mir bei deutscher Gründlichkeit allerdings viel vor. war da nicht mal von 5% die Rede?
und, gerade wenn man im Blick hat, dass es ja eigentlich drum geht, Auto-Wege zu ersetzen, können Lastentransporte gar nicht wichtig genug eingeschätzt werden. 400-500W bei 30km/h wäre daher mein "Optimum".
wenn die Toleranzgrenze echt bis 30km/h geht, bin ich voll bei dir -- 20% kommt mir bei deutscher Gründlichkeit allerdings viel vor. war da nicht mal von 5% die Rede?
5 % (4.2.6.1 Satz 1) und 10 % (4.2.6.1 Satz 2) nach der kommenden europäischen Pedelec Norm EN 15194:
http://cyclurba.fr/velo/image/Projet%20de%20Norme%20VAE.pdf
Wenn man allerdings die Rechtsprechung zur tolerierten Höchstgeschwindigkeit von Mofas analog auf Pedelecs anwendet, dann ist eine Toleranz von 20 % drin.
was du da herausbeschwörst, wird schon allein dadurch widerlegt, dass es ja schon dzt einige Länder ohne das 25km/h Limit gibt, und auch dort halten sich die "massenhaften Unfälle" doch sehr in Grenzen.
Hi,
welche Länder sind das denn?
Unabhängig von dieser Frage ist die bereits die aktuelle Regelung für Deutschland m.E. mehr als erstaunlich.
Man sollte meines Erachtens beim Betrachten der Rechtslage grundsätzlich vier Dinge unterscheiden:
Versicherungspflicht
Helmpflicht
Führerschein bzw. Prüfbescheingungspflicht
Altersgrenze
Wenn man das mal so sieht, ist ein Pedelec das einzige "Kraftfahrzeug", dass keine der o.s. Dinge benötigt, obwohl schneller als Saxonette (mit Versicherungspflicht, ab 15 und Prüfbescheingung) oder gleich schnell wie Mofa mit allen Pflichten.
Dass man da noch weitergeht, halte ich in Deutschland praktisch für ausgeschlossen.
Ich habe einem Freund, der seinen 11 jährigen Sohn auf seinem Grundstück mit einem alten Mofa fahren lässt, das alte Rex E-Bike nahe gelegt (gibt es bei uns für 300 €). Er konnte gar nicht glauben, dass sein Sohn damit legal fahren darf.
Gruß
Martin4
Gruß
Martin4
Reinhard
29.12.2008, 16:05
Ich habe einem Freund, der seinen 11 jährigen Sohn auf seinem Grundstück mit einem alten Mofa fahren lässt, das alte Rex E-Bike nahe gelegt (gibt es bei uns für 300 €). Er konnte gar nicht glauben, dass sein Sohn damit legal fahren darf.
U.U. ist das auch nicht legal. Kommt aufs Bundesland an. Siehe auch hier im 2. Beitrag: Klick (http://www.pedelecforum.de/forum/showthread.php?t=323)!
Ich habe einem Freund, der seinen 11 jährigen Sohn auf seinem Grundstück mit einem alten Mofa fahren lässt, das alte Rex E-Bike nahe gelegt (gibt es bei uns für 300 €). Er konnte gar nicht glauben, dass sein Sohn damit legal fahren darf.
Pedelecs ohne Schiebehilfe (Motor läuft ohne Pedalieren bis 6 km/h) können in Deutschland in allen Bundesländern von Kindern gefahren werden. Haben die alten Rex E-Bikes diese Schiebehilfe ?
Aber ein elfjähriger mit einem so großen Fahrrad ? Kleine Rahmengrößen gibt es bei Rex glaube ich nicht...
Grundsätzlich finde ich Pedelecs aufgrund der Tretunterstützung gerade für Kinder klasse, die ja erfahrungsgemäß oft nicht so gerne berghoch fahren wollen.
Pedelecs ohne Schiebehilfe (Motor läuft ohne Pedalieren bis 6 km/h) können in Deutschland in allen Bundesländern von Kindern gefahren werden. Haben die alten Rex E-Bikes diese Schiebehilfe ?
Aber ein elfjähriger mit einem so großen Fahrrad ? Kleine Rahmengrößen gibt es bei Rex glaube ich nicht...
Grundsätzlich finde ich Pedelecs aufgrund der Tretunterstützung gerade für Kinder klasse, die ja erfahrungsgemäß oft nicht so gerne berghoch fahren wollen.
Rex hat keine Schiebehilfe und einen 26" Rahmen.
Dieses "Kind" ist übrigens fast 1,70 :-)
Ich war damals glaube ich 20cm kürzer...
Rex hat keine Schiebehilfe und einen 26" Rahmen. Dieses "Kind" ist übrigens fast 1,70 :-)
Da kann es für den elfjährigen Buben ja losgehen mit dem Rex, wenn es nicht bald schon zu klein sein wird ...:)
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