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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schreck: Kurzschluss im Lohmeyer-Motor



kapege.de
07.03.2008, 21:48
Mann, heute habe ich wirklich Blut und Wasser geschwitzt!
Gestern fahre ich wie üblich vor mich hin, da meldet der Laderegler plötzlich, dass der Akku leer sei und schaltet anschließend ab. Ich habe mir nicht allzu viel dabei gedacht und boote meinen Antrieb neu (:D :eek:) und ich kann weiterfahren. Doch dann auf dem Heimweg ging gar nichts mehr: ich musste strampeln. Daheim angekommen, dachte ich mir, ok, Alter, Du wirst vergesslich und hast den ungeladenen Akku mitgenommen.
Also am nächsten Morgen (also heut früh) mit frischem Akku wieder los: Nach 2-3 Sekunden Fahrt: Rot und aus. Ich: :eek: :mad: und strample in die Arbeit und wieder heim. Ist ja auch ganz lustig und eine gute Bauch-weg-Methode. Daheim angekommen zerlege ich alles und teste die Einzelteile. Dabei hat sich dann schnell rausgestellt, dass die Verbindungen vom Kabel zum Stecker innerhalb des Steckers rausgerutscht waren und einen saftigen Kurzen verursacht hatten. Richtig gemerkt hatt ich das, als ich mit eingeschaltetem Akku den Stecker einrasten ließ; da stieg dann Rauch aus dem Stecker auf und es stank nach verschmorter Isolierung. http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/539.png

Also aufgepasst Leute, kontrolliert Eure Stecker mal auf lose Kabel. Dass die Litzen ohne Aderendhülsen in die Stecker verschraubt werden, ist schon fast fahlässig, aber die Schrauben dann nicht wirklich fest anzuziehen... kann eigentlich nur ein Versehen oder Vergesslichkeit sein.

Ob und wie sehr die Akkus unter den Kurzschlüssen gelitten haben, werde ich die nächsten Tage noch herausfinden.

ReneF
08.03.2008, 10:11
Daheim angekommen, dachte ich mir, ok, Alter, Du wirst vergesslich und hast den ungeladenen Akku mitgenommen.
Also am nächsten Morgen (also heut früh) mit frischem Akku wieder los:

Also gegen einen leeren Akku hat sich eine Spannungsanzeige in der Elektrik bewährt. Damit läßt sich überprüfen ob das Teil voll ist und auch wieviel noch drin ist.
Das kostet zwar einmailg Kohle(ca 20-30€), aber dann hat man Ruhe vor solchen Überraschungen....

Tschö
René

MarkusB
08.03.2008, 13:02
Also gegen einen leeren Akku hat sich eine Spannungsanzeige in der Elektrik bewährt. Damit läßt sich überprüfen ob das Teil voll ist und auch wieviel noch drin ist.
René

Bei einem Kurzen nützt das aber wenig.

mfg
Markus

velomobilix
08.03.2008, 19:24
Dabei hat sich dann schnell rausgestellt, dass die Verbindungen vom Kabel zum Stecker innerhalb des Steckers rausgerutscht waren und einen saftigen Kurzen verursacht hatten. Richtig gemerkt hatt ich das, als ich mit eingeschaltetem Akku den Stecker einrasten ließ; da stieg dann Rauch aus dem Stecker auf und es stank nach verschmorter Isolierung.

Hallo,

iso etwas sollte natürlich nicht passieren. Hat der Stecker keine Zugentlastung, in der das gesamte Kabel noch einmal gehalten wird?

Gut, dass nichts schlimmeres (Fleeceshirtbrand oder ähnliches) passiert ist.

kapege.de
08.03.2008, 22:16
iso etwas sollte natürlich nicht passieren. Hat der Stecker keine Zugentlastung, in der das gesamte Kabel noch einmal gehalten wird?
Doch, aber was nützt die, wenn das Steckergehäuse nicht richtig zusammengeschraubt ist. Wenn man das Gehäuse aufschraubt werden mehrere Kunststofflamellen im Innern gegen das Kabel gedrückt. Aber daran wird's wohl auch gelegen haben: die Kontakte nicht richtig fest verschraubt und das Steckergehäuse auch nicht.

Ich bin heute nicht zum Fahren gekommen, sondern habe nur gebastelt. Morgen wird es sich aber zeigen, was in den Akkus noch an Saft drin ist...

Olek
09.03.2008, 03:16
Moin Moin,

da will ich mal die Ehrenrettung für die Neutrik-Stecker antreten bevor jemand glaubt das es Spelzeug sei. Binn erst mal in die Werkstatt gefahren um ein Muster zu hohlen.


http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/541.png
Die beiden unteren Bauteile, in Schwartz und Weiß sind die Zugentlastungen,
gedacht für Lautsprecherbühnenkabel. Die Weiße für 4x1,5mm² und die
Schwarze für 4x2,5mm², Geduldige bekommen auch 4x4mm² hinein.


http://www.velomobilforum.de/forum/imgcache/542.png

Nach meiner Meinung ist das, das beste Stecksystem was für Geld zu bekommen ist. Ausfallsicher, sehr stabiel, mit Verriegelung und relativ leicht. In der Veranstaltungstechnik werden auch Bässe >2KW mit dem System angeschlossen weil es einfach das beste ist. Na ja, eigentlich gibt es in der Veranstaltungtechnik kaum noch andere Stecker für die Lautsprecher. Hier mal die Technischen Daten:

Elektrisch
Nennstrom pro Kontakt: 40 A rms beständig, 50 A Audiosignal Arbeitszyklus 50 %
Bemessungsisolationsspannung: 250 V ac
Durchgangswiderstand: < 2 mOhm
solationswiderstand: > 1 GOhm
Durchschlagfestigkeit: 4 kV Höchstwert
Einschalt-/Ausschalt-Stromstoss (12V Quelle): 300/30A/200ms
Kriechstrecke gemäss IEC 60664-1

Mechanisch
Mechanische Verriegelung mittels Metallriegel
Lebenszeit: >5000 Zyklen
Kabeldurchmesser: 6 mm - 14 mm (0.24 - 0.55")
Anschlussart: Schraubanschlüsse oder Lötanschlüsse (Litzendraht 6 mm² / 10 AWG)
Kabelzugentlastungskraft von >220N ist abhängig vom Kabeldurchmesser und vom Material

Materialien
Kontakte: CuZn39Pb3 Messing
Gehäuse und Einsatz: PBTP 20% GR (glasfaserverstärkt)
Zugentlastungsklammer: POM
Hülse: PA 6 15% GR (glasfaserverstärkt) Polyamide
Verriegelungselement: ZnAl4Cu1 Zinkdruckguss

Umwelt:
Temperaturbereich: -30° C to + 80° C
Flammbarkeit: UL 94HB, UL 94V-0 (Gehäuse)
Lötbarkeit: entspricht IEC 68-2-20

Quelle Neutrik Datenblatt.

Bei 4-Poligem Betrieb könnt ihr also 60A Antriebe drüber laufen lassen. ;-)


mfg

Olek

Zäpfchen
09.03.2008, 12:21
Sag ich doch, dass Speacons genial sind!

Allerdings gehören Adernendhülsen natürlich auch hier zum guten Ton, da sonst einzelne Adern durch die Schraube abgequetscht werden.

Hinweis: Wenn man bei der unten gezeigten Version (NL4FC von Neutrik...) die blaue Überwurfmutter nicht richtig festdreht, geht die Zugentlastung flöten...

MarkusB
09.03.2008, 13:13
Allerdings gehören Adernendhülsen natürlich auch hier zum guten Ton, da sonst einzelne Adern durch die Schraube abgequetscht werden.


Das ist richtig. Wenn man allerdings keine Endhülsen zur Hand hat, kann man die Kabelenden auch löten. sodass sich keine Einzeläderchen abspreizen können.

mfg
Markus

Reinhard
09.03.2008, 14:05
Hallo Markus,

es könnte aber folgendes Problem geben:

Nimm mal an, Du hast das Kabelende gelötet und dann verschraubt. Jetzt bewege mal das Kabel (nicht den Stecker). Nach einiger Zeit brechen dann die Einzeladern unter der Isolierung etwa 5 mm hinter der Lötstelle. Das Problem tritt beim Crimpen nicht auf.

Kay St.
09.03.2008, 14:56
Hallo Markus und Reinhard,

das Verlöten der Enden feindrätiger Leitungen ist im Schaltschrankbau z.B. verboten! Durch Übergangswiederstände kann das Lot schmelzen und in den Schütz laufen. Was das für Folgen hat, könnt ihr euch vorstellen. Dort ist die Verwendung von Aderenthülsen vorgeschrieben.

Gruß

Kay

MarkusB
09.03.2008, 15:41
Jetzt bewege mal das Kabel (nicht den Stecker). Nach einiger Zeit brechen dann die Einzeladern unter der Isolierung etwa 5 mm hinter der Lötstelle.

Da gebe ich dir recht, wenn das Kabel an den Verschraubungen ständig bewegt wird. Allerdings sollte dies die Zugentlastung verhindern.


das Verlöten der Enden feindrätiger Leitungen ist im Schaltschrankbau z.B. verboten! Durch Übergangswiederstände kann das Lot schmelzen und in den Schütz laufen. Was das für Folgen hat, könnt ihr euch vorstellen. Dort ist die Verwendung von Aderenthülsen vorgeschrieben.


Das halte ich hier auch für sinnvoll.

Zwar fliessen im Motorstromkreis wahrscheinlich auch recht hohe Ströme, aber ganz so kritisch wie im Schaltschrankbau wird es wohl nicht sein - sag ich mal so dahin.
Ansonsten bin ich mit dem Verlöten bisher immer ganz gut gefahren, würde allerdings Aderendhülsen in der Regel bevorzugen.

mfg
Markus

Olek
09.03.2008, 17:27
Moin Moin

Aderendhülsen sind natürlich gut und Sinnvoll, das will ich nicht bestreiten. Aber die Speakons sind Roadequipment und somit auch für notreperaturen gerüstet. Die Klemmsteine sind am Eingang gerundet wie eine Aderendhülse und die Klemmschraube ist mit einem Klemmblech versehen so das keine Adern durchgekerbt werden. Also ich halte die Verwendung ohne Aderendhülsen nicht für Pfusch in diesem Zusammenhang.


Ich denke die die Adern sind nur herausgerutscht weil sie so dünn sind Speakon sagt ja selbst das die Klemmsteine auch 6mm² aufnehmen. Da bist du mit 1,5mm² schon am unterem Limmit. Das bischen kabel verkrümelt sich ja in den Ritzen. :-) Bei solchen Minderquerschnitten wird mann die Aderendhülse brauch um die Lücken zu füllen. ;-)

Aber was macht denn der Akkutest? haben sie überlebt?


mfg

Olek

kapege.de
09.03.2008, 21:40
Vielen Dank erst mal für Eure Hilfe.

Allerdings gehören Adernendhülsen natürlich auch hier zum guten Ton, da sonst einzelne Adern durch die Schraube abgequetscht werden.



Das ist richtig. Wenn man allerdings keine Endhülsen zur Hand hat, kann man die Kabelenden auch löten. sodass sich keine Einzeläderchen abspreizen können.
Schön wär's gewesen. :mad: Die blanken Adern waren nicht nur schlecht abisoliert, so dass ein paar Litzen abgerissen waren, sondern auch nicht mit Endhülsen versehen oder gelötet; also klarer Fall von PFUSCH!

Die beiden unteren Bauteile, in Schwartz und Weiß sind die Zugentlastungen,
gedacht für Lautsprecherbühnenkabel. Die Weiße für 4x1,5mm² und die
Schwarze für 4x2,5mm², Geduldige bekommen auch 4x4mm² hinein.

Also Die Stecker haben nur die breiten, schwarzen Zugentlastungen drin. Das sind m.E. die falschen, weil zu groß und locker.

So ein Pfusch nervt einfach.

Zäpfchen
10.03.2008, 07:50
. Aber die Speakons sind Roadequipment und somit auch für notreperaturen gerüstet. Die Klemmsteine sind am Eingang gerundet wie eine Aderendhülse und die Klemmschraube ist mit einem Klemmblech versehen so das keine Adern durchgekerbt werden. Also ich halte die Verwendung ohne Aderendhülsen nicht für Pfusch in diesem Zusammenhang.

Sorry - wenn ein Backliner oder PA-Mann mir so etwas sagen würde, dann würde ich seine Dienste nie wieder in Anspruch nehmen! Was ist das Problem damit, bei einer "Notreparatur" (wer seinen Job ernst nimmt, repariert i.m.h.o. ohnehin immer gleich richtig...) die Hülsen zu verquetschen? Das geht schneller als löten, und wer Platz für einen Schraubenzieher hat, der kann auch eine 12cm lange Quetschzange am Start haben.

:confused:

Ohne Endhülsen zu verschrauben oder Kabelenden für Klemmenverdrahtung zu verlöten ist immer Pfusch - nur hier fällt's nicht so auf wie bei 230V Netzspannung!

rainerh
10.03.2008, 10:47
Da gebe ich dir recht, wenn das Kabel an den Verschraubungen ständig bewegt wird. Allerdings sollte dies die Zugentlastung verhindern.

Trotzdem ist Litzenenden verlöten (so wie ich das auch früher gelernt habe) Mist, weil Lötzinn nicht mechanisch stabil ist, sondern fließt. Dadurch ist nach einiger Zeit die Verbindung immer zu locker, was zu hohen Übergangswiderständen und Wärmeentwicklung führt.

rainerh
10.03.2008, 10:52
nur hier fällt's nicht so auf wie bei 230V Netzspannung!

Sicher? Je niedriger die Spannung desto höher die Stromstärke (bei gleicher Leistung).

Kay St.
10.03.2008, 12:36
Hallo Reiner,


Trotzdem ist Litzenenden verlöten (so wie ich das auch früher gelernt habe) Mist,

ich hab es gleich richtig gelernt. (was für eine Materialschlacht) :D

1423

unten rechts (blau-gelb) die Aderendhülsenzange, das unverzichtbare Werkzeug...


weil Lötzinn nicht mechanisch stabil ist, sondern fließt. Dadurch ist nach einiger Zeit die Verbindung immer zu locker, was zu hohen Übergangswiderständen und Wärmeentwicklung führt.

so in der Art hat uns der Meister das auch erklärt...

Ich hatte gerade das Problem, das unsere Küchenlampe (von einem Vormieter übernommen) zuerst immer mal ausfiel und nun ganz tot war. Also Fassung zerlegt und mal rein geschaut. Fehlerursache: verzinnte Aderenden, die keinen ordentlichen Kontakt mehr hatten und dort für das Verbrennen der Isolation und die Zerstörung der Klemmen geführt haben. Und das bei nur 60 Watt, also etwa 250 mA...

Gruß

Kay

Zäpfchen
10.03.2008, 15:38
Sicher? Je niedriger die Spannung desto höher die Stromstärke (bei gleicher Leistung).

Schon - aber bei uns fängst maximal an zu brennen, man bekommt aber nicht gleich eine gewischt - das war's, was ich meinte...

Zäpfchen
10.03.2008, 15:40
ich hab es gleich richtig gelernt. (was für eine Materialschlacht) :D

1423

Ja - für ein Velomobil hast Du das richtig was aufgefahren...

:D

Sutrai
10.03.2008, 18:31
Na sowas,

da lern ich heut ja noch richtig was dazu. Ich dachte bisher eigentlich, ich mach was besonders gutes, wenn ich die Kabel ordentlich verlöte. Also wirds in Zukunft auch bei mir Aderendhülsen geben.


Das geht schneller als löten, und wer Platz für einen Schraubenzieher hat, der kann auch eine 12cm lange Quetschzange am Start haben.

Ähmmm, hast du tatsächlich so ne Zange in deiner Reparaturtasche und schleppst sie ständig mit dir rum? Kann ich mir fast nicht vorstellen. Meinen Lötkolben hab ich ja auch nicht mitgenommen... ;)

Grüße,
Martin

tüfti
10.03.2008, 19:27
Hallo Adernfreaks,
es geht auch ohne teure Adernzange.
Ich presse die Adernendhülsen mit einer kleinen Flachzange erst mal platt (flach). Anschließend packe ich die platte Endhülse quer mit der Flachzange nur zur Hälfte und biege sie winkelig ab. (an einem Eisenstück umbiegen) Das winkelige Stück packe ich dann nochmal und drücke es mit der Flachzange zusammen. So entsteht eine kompakte und kleine, fast runde Endhülse.
Gruß Horst.

Patrick F.
10.03.2008, 19:39
Aderendquetschzangen kosten kaum was, nur Zangen für sauerstofffreies Vercrimpen sind teuer und die kann man mit der improvisierten Methode nicht ersetzen.

Ein fachgerecht zusammengebauter Speakon-Stecker sollte in einem Velomobil kein Verschleißteil sein. Im PA-Einsatz eventuell schon, aber selbst da muss man sich schon anstrengen für. Ich hab schon Speakon-Stecker gesehen die 20 kg Lautsprecher nach 30 cm Fall gestoppt haben und dabei heil geblieben sind.

kapege.de
06.04.2008, 13:22
So. Nun hat sich rausgestellt, dass in beiden Akkus die Sicherungen durchgebrannt waren. Nach dem Tausch der Sicherungen bleibt aber der eine Akku funktionslos, also defekt. Ich habe Herrn Lohmeyer schon angeschieben und hoffe mal auf eine vernünftige Lösung.

kapege.de
09.04.2008, 12:29
Habe eben mit Herrn Tiesler telefoniert: Ich soll ihm den Akku zuschicken, er repariert ihn. Er vermutet, dass die Steuerung defekt ist.

Bin mal gespannt, was so ein Paket kostet... :eek:

herrgismo
09.04.2008, 20:10
Bin mal gespannt, was so ein Paket kostet... :eek:

Bei GLS (http://www.gls-germany.com/de/home/index.html) sind nur die Abmaße relevant nicht das Gewicht. da könntest du günstig wegkommen. Ist auch IMHO immer versichert. Schau doch mal! Ausserdem brauchen die fast immer nur 24h! ;)

kapege.de
09.04.2008, 23:41
Danke für den Tipp. Bei der Pest, ääh, Post sind es 6 Euronen & ein paar Zerquetschte. Also halb so wild wie ich dachte. Ich werde meinen Kadaver da wohl morgen mal hinschleppen...

kapege.de
19.04.2008, 11:57
So.

Am Donnerstagabend war tatsächlich der Akku schon wieder da. Was Herr Tiesler da genau repariert hat, weiß ich nicht, aber am Freitag funktionierte der Akku wieder brav. Vermutlich war es tatsächlich die Steuerung. Er wird schon wissen, woran es bei seinen Akkus manchmal "klemmt". Wenigstens ist das Wochenende gerettet. Gut, das wäre es ohne Akku auch, aber zwei Akkus erhöhen die pers. Reichweite doch enorm. ;)

leisetreter
20.04.2008, 14:10
Gerade überflogen, und noch eine Anmerkung:

Kabel im Fahrzeug zu löten ist auch deshalb schlecht, weil das dem Lötzinn immer beigemengte Flußmittel sich in die Litze zieht wie Wachs in einen Kerzendocht.

Dort hinten in der Kabelisolierung bekommt man es nicht mehr heraus. Weil das Flußmittel aggressiv ist (es hat eigentlich die Aufgabe, während des Lötens Oxidschichten wegzuätzen, damit das Lötzinn und das Leitermaterial sich ordentlich verbinden) und man in Fahrzeugen immer mit Feuchtigkeit zu tun hat (Regen, Gischt durch Pfützen, Kondenswasser, Luftfeuchtigkeit) korrodiert die Kupferlitze hinter der Lötstelle in der Isolierung. Zeitrahmen in meinen ersten Autos war 2-3 Jahre.

Sorgt für Ärger, weil die Verbindung schleichend ausfällt und der Fehler von außen nicht sichtbar ist. Innen ist dann aber ein Litzendraht nach dem anderen bröselig und trägt zum wachsenden ohmschen Widerstand bei (der nebenbei die Batterie leert und für kürzere Standzeiten sorgt), bis die Verbindung schließlich komplett ausfällt.

Wenn ihr Euch eine Freude machen wollt:

Crimpen statt Löten (die Zangen kosten nicht mehr die Welt, und man kann sie auch ausleihen im Tausch gegen anderes Spezialwerkzeug)
Schraubterminals (für dauerhafte Verbindungen), gesicherte Stecker (für regelmäßig zu trennende Verbindungen)
Kabel bzw. Litze mit Silikon-Isolierung verwenden (ist hitzestabil und scheuert nicht so leicht auf)
an besonders belasteten Stellen Schrumpfschlauch verwenden
beim großen C gibt es Schrumpfschlauch, der innen mit Heißkleber beschichtet ist, damit könnt ihr eure Kabel gegen Nässe abdichten!
Querschnitt eher über- als unterdimensionieren
Kabel und Steckverbinder ordentlich führen und befestigen (auch wenn es scheisse aussieht), was wackelt ist irgendwann auch ab- oder durchvibriert

kapege.de
26.06.2008, 12:57
Was Herr Tiesler da genau repariert hat, weiß ich nicht, aber am Freitag funktionierte der Akku wieder brav.
Nachtrag: Auf der SPEZI hat mir Herr Tiesler erzählt, dass die Kontakte in der Buchse am Akkupack verschmort waren. Er selbst hatte jedoch auch zuerst die Platine im Verdacht und hatte diese getauscht. Und erst, als es danach immer noch nicht ging, hat er den wirklichen Fehler dann gefunden.
Naja. Der Akku hat anscheinend keinen Schaden genommen, da ich aus beiden Akkus dieselbe Reichweite "rausbekomme".

Aber das Leid hatte noch kein Ende: Anfang Juni begannen wieder sporadische Aussetzer wie schon zuvor. Ich hatte alle Schraubverbindungen ja gleich kontrolliert gehabt, aber man weiß ja nie...

Ich habe also wieder alle Stecker kontrolliert, aber die waren nun in Ordnung. Da fällt mir doch eine kleine Litze auf, die aus einem Schrumpfschlauch rausragt. Den Rest mit Bildern könnt Ihr Euch da anschauen (ab "8. Juni"): http://www.kapege.de/radeln/Alleweder.txt?page=10

Jedenfalls hat mir Herr Tiesler auch erzählt, dass sie die Kabel außer Haus löten lassen und dass die "Fachkraft" wohl etwas ... *räusper* gearbeitet hätte. Das kann ich nur bestätigen. Aber er wusste schon von dem Problem und anscheinend wurde da auch was geändert.
Schlechte Qualität beim "Outsourcing" betrifft anscheinend nicht nur Mercedes. :rolleyes: