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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umbau-Bericht: Leichtes 28er mit elfkw VR



jost60
25.04.2010, 00:15
Hallo, Pedelec-Freunde!

Nachdem ich hier so viele Informationen und Anregungen erhalten habe, möchte ich meine Überlegungen und eigenen Erfahrungen mitteilen.

Falls ihr Fragen oder Anregungen dazu habt, könnt ihr ja ein Thema unter Umbau-Pedelecs aufmachen; hier berichte ich erst einmal.

Ich hatte zuerst ein Fertig-Pedelec mit guter Qualität gesucht, das bei geringer Pedalkraft voll unterstützt. Da bietet der Markt nicht viel, fast alle Modelle haben eine Drehmomentsteuerung, bei der die volle Leistung nur dann abgegeben wird, wenn man schon recht kräftig tritt. Wenn ich mich richtig erinnere, unterstützt der Panasonic-Antrieb mit dem Faktor 1,5. Für 250 W Abgabe muss man selber also 168 W treten. Mit Knieschaden unmöglich.

Die Modelle mit Kadenzsteuerung, wo die Motorleistung mit schnellerem Treten zunimmt, gefällt mir nicht, weil ich immer dann schneller pedaliere, wenn ich weniger Unterstützung brauche, z. B. bei Rückenwind und Gefälle.

Durch dieses Forum angeregt und ermutigt, habe ich einen Umbau in Angriff genommen und mich für ein Pedelec mit "Gasregelung" entschieden. Damit kann ich nach Belieben ohne Unterstützung gemütlich radeln und immer dann, wenn nötig, "Gas" geben, damit die Knie nicht weh tun.

Für den Umbau habe ich mir ein leichtes 28er Rixe Alurad mit Shimano 8-Gang Nabenschaltung gekauft. Es wiegt nur 14,7 Kg (nachgewogen) bei Rahmengröße XL, Auslaufmodell für 499,- EUR.
http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/3254.png

Als Antrieb habe ich mir den elfkw mit dem integrierten Multi-Modus-Controller gekauft. Die Entscheidung war hauptsächlich wegen des MMCI mit seinen ganzen Funktionen mit Ein-Aus-Schalter, Funkenschutz, Gasgriff, Tempomat, Beleuchtung, alles in einer Box. Ich bin darauf gespannt, wie er sich praktisch bewähren wird.

Der Motor hat wie hier beschrieben einen sehr guten Freilauf, man kann die Motorachse mit den Fingern leicht drehen und nach Anschwung läuft das Rad lange nach. Die Felge war nicht so gut eingespeicht, sie hatte einen recht deutlichen Seitenschlag und einen Höhenschlag. Die Speichen waren relativ ungleichmäßig stark gespannt. Es ließ sich problemlos zentrieren, danach waren die Speichenspannungen deutlich ausgeglichener.

Der Einbau in die Gabel war einfach, die Achse ließ sich mit etwas Druck in die Ausfallenden schieben, absolut spielfrei. Die Drehmomentstütze (45° gekröpft) passte weder innen noch außen. Ich habe sie daher durchgesägt, 5mm-Löcher gebohrt und mit der Bremsscheibenaufnahme verbunden. Passt perfekt. Bei der Bremsscheibenaufnahme musste ich 2mm mit einer U-Scheibe ausgleichen. Die Eisenteile habe ich mit Hammerit angemalt.
http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/3255.png

Die Magnetscheibe mit dem Sensor passte wegen des geringen Abstandes von Kurbeln und Tretlager nicht. Das hatte ich dank Forum schon erwartet.
Deshalb habe ich mir eine größere Magnetscheibe für das Kettenblatt gebaut.
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Das Kettenblatt hat drei Arme und die drei Blechschrauben sitzen in den Löchern der gegenüberliegenden Plastikblende. Zwischen Kunststoffscheibe und Kettenblatt habe ich 2mm mit U-Scheiben ausgeglichen. Die Scheibe habe ich aus relativ weichem Kunststoff geschnitten (Bastelbedarf, 600x300x3mm für 3 EUR). Das Mittelloch hat 50mm. Den Außendurchmesser weiß ich gar nicht, ich habe das Maß mit dem Zirkel genommen. Die Magnete ließen sich einfach aus der Originalscheibe rausdrücken. Sie sitzen fest in den gebohrten 5mm-Löchern. Es sind 8 Stück, weil der MMCI damit besser ansprichen soll. Von Außen fast unsichtbar:
http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/3257.png

Den Sensor habe ich so von unten montiert:
http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/3258.png
Die Blechschrauben sehen schlecht aus, ich hatte keine passenden Gewindeschrauben da und wollte nicht warten. Der Sensor sitzt in einem Alu-Winkel. Der Winkel ist an ein Alu-Flachstück geschraubt und das Flachstück ist von oben mit einer 8mm-Schraube am Rahmen befestigt. Alles ungeschliffen, aber das sieht man nur auf den Makro-Bildern.
http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/3259.png

Soweit erst einmal, über die Elektrik werde ich demnächst berichten.

Schöne Grüße
Joachim

jost60
25.04.2010, 19:10
Den serienmäßigen 110mm-10°-Vorbau habe ich gegen diesen verstellbaren ausgetauscht, weil mir die Sitzhaltung zu tief war. Er hat ebenfalls 110mm und ist von 0° bis 90° verstellbar. Das Drehgelenk sitzt oberhalb des Steuerrohres. Dadurch liegt der Lenker ca. 30mm höher und ca. 30mm näher. Damit fühle ich mich wohl.
http://home.foni.net/%7Ejostelling/umb%20vorbau.jpg

jost60
25.04.2010, 19:37
Integrierter Multi-Modus-Controller; Maße: 220x100x32mm, ca. 680g.

Weil mir lange Kabelwege nicht gefallen, habe ich den MMCI in eine KlickFix-Lenkertasche gesteckt. Ich habe ein Modell von Norco, Innenmaß 220x110, ca. 650g, gefunden. Passt perfekt. In den festen Taschenboden habe ich zwei Öffnungen geschnitten, eine passend zur Kühlfläche und eine schmale an der Kante zur Kabeldurchführung.
http://home.foni.net/%7Ejostelling/umb%20tasche1.jpg
http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/3264.png

Die am Controller unten liegenden Kabelausgänge habe ich nach oben geführt. Die Kabel werde ich noch kürzen und ordentlich verlegen.
http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/3265.png

Das Motorkabel hat keine Steckverbindung unten bei der Gabel. Es kommt direkt an den Controller. Zum VR-Ausbau muss ich die Kabelbinder trennen. Das PAS-Kabel war zu kurz und musste ca. 20cm verlängert werden.

So schaut es aus:
http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/3266.png
http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/3267.png

Jetzt fehlt nur noch der Akku, dann kann es los gehen.

Schöne Grüße
Joachim

jost60
02.05.2010, 18:18
Hallo, die Fortsetzung verzögert sich, ich warte noch auf den Akku und hoffe auf nächste Woche.

Das Rad habe ich heute mal gewogen: Vorher: 14,7 kg - Nachher: 18,9 kg

Mit dem Akku, Konion1600 10s4p 6,4Ah ca. 1800g, wird das Gesamtgewicht fahrfertig ca 20,7 kg betragen.

Ich wünsche allen eine schöne Woche.
Joachim

jost60
10.05.2010, 23:03
Hallo,
der Akku ist da und der Umbau fertig.

Zunächst zwei Bilder von der Lenkertasche mit dem Multi-Modus-Controller. Die Kabel und Stecker habe ich hinter einer Kunststoffplatte untergebracht. Der Akku (190*70*65) passt gut hinein, darüber ist sogar noch etwas Platz für Kleinigkeiten (220*110*80).
http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/3383.png
http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/3378.png

So sieht das fertige Rad aus, der "Kabelbaum" unter der Lenkertasche ist unauffällig. Ich finde, dass es richtig gut geworden ist.
http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/3379.png

Der Akku hatte bei der Lieferung 36,3V. Er darf max. bis 42V aufgeladen werden, ich lade ihn nur bis 41V, weil er länger halten soll.

Nun das Finale

Rad aufgehängt und Akku angestöpselt. Kein Funkenblitz.
Tempomatknopf gedrückt: Akku-LEDs und Fahrradlicht erleuchten. Gut.
Gashebel runter: Motor surrt los - Anfahrhilfe. Gut.
Kurbel gedreht: Nichts.
Nachgedacht: Die Magnete sind verkehrt herum. Ich habe den Pedal-Sensor auf der rechten Seite unterhalb des Tretlagers eingebaut. Mein Gedanke war verdreht.
Kurbel ab, Magnetscheibe gewendet, Kurbel ran. Muss sein.
Gashebel runter und Kurbel gedreht: Motor saust los. Gut so.

Rad abgehängt, rauf und los. Alles funktioniert wie beschrieben. Der Antrieb setzt spontan ein, ab mittlerer Geschwindigkeit entwickelt er richtig Kraft und über 25 schleicht die Leistung aus (das Tempo schätze ich als alter Radsportler, die letzten Jahre fahre ich nur noch ohne Tacho). Genau so hatte ich es mir vorgestellt. Beim Loslassen des Gashebels setzt der Motor sofort aus, beim Aussetzen des Tretens läuft er kurz nach. Der Tempomat funktioniert auch, ich kann das Daumengas loslassen, der Motor läuft weiter, bis ich aufhöre zu treten.

Fahrgeräusche: Der Motor ist deutlich zu hören, er brummt mit einer für meine Ohren angenehm niedrigen Frequenz. Im Straßenverkehr ist nichts mehr zu hören, außerhalb des Verkehrs empfinde ich ihn als leise.

Lenkverhalten: Vorne machen sich die rund 6 kg extra (Motor, Controller, Tasche, Akku) bemerkbar, aber man gewöhnt sich schnell daran. Wer mal mit Urlaubsgepäck unterwegs war, kennt es besser. Dafür ist hinten richtig Platz für Gepäck.

Wieder auf dem Hof: Herrlich.
Tempomatknopf gedrückt: Licht geht aus.
Jetzt bin ich auf die Alltagserfahrungen mit Reichweite und so gespannt.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden und ich glaube, dass ich mit dem elfkw + MMCI das richtige für mich gefunden habe. Wo und wann ich es möchte, bekomme ich Kraft zur Unterstützung.

Der Umbau hat mir Spaß gemacht. Dank des Forums war ich darauf eingestellt, dass einige Bastelarbeiten unausweichlich sein könnten (Pedalsensor, Drehmomentstütze). Die von anderen gelobte Beratung des Händlers habe ich nicht gebraucht.

Ich freue mich über das Interesse an meinem Bericht und danke den Danksagenden für den Dank.

Ich wünsche allen einen schönen Fahrrad-Frühling!
Joachim

jost60
11.05.2010, 18:36
Gekostet hat der Umbau:

+ 499,00 Fahrrad
+ 24,50 Vorbau (Tausch)
+ 73,95 LED-Lampenset Bumm 40Lux
+ 432,50 Elfkw Umbausatz mit MMC
+ 366,00 Konion-Akku (incl. Schweissen & Schrumpfen)
+ 40,90 Ladegerät 1,8A
+ 56,95 Lenkertasche Norco + Klickfix m. Schloss
+ 27,69 Kleinteile
---------------
+ 1.521,49

Schöne Grüße
Joachim

jost60
11.05.2010, 23:08
Erste Probefahrt

Ich habe den Akku (Konion1600 4p10s 36V 6,4Ah) aufgeladen und bin gefahren, bis die Leistung einbrach.

41,0 V Ladeschluss
33,5 V Entladeschluss
28,5 Vm
13,98 Ap
519,7 Wp
176,8 Wh
4,98 Ah

Ob der Unterschied zu 6,4 Ah sich durch die 41V Ladeschluss erklärt?

Die Motorleistung blieb gefühlt lange Zeit konstant, auch dann noch, als die grüne LED in den Leistungspausen nicht mehr aufleuchtete. Nachdem die gelbe LED das erste Mal ausgegangen war, sank die Leistung deutlich spürbar ab, dann war der Akku auch bald am Ende. Das Wattmeter war in der Tasche versteckt.

Die Lichtspannung blieb auch am Schluss konstant und der Lumotec IQ Cyo strahlte in voller Helligkeit, obwohl der Controller den Motorstrom wegen Unterspannung abgeregelt hat.

Da die Reichweite vom Streckenprofil und insbesondere vom Mittreten abhängt, sind die Angaben dazu sehr subjektiv. Geschätzt bin ich gut 30km gefahren, teilweise die Steigungen fast ohne eigenen Krafteinsatz hoch, so dass die Geschwindigkeit bei Vollgas total runter ging, teilweise mit 1/4 - 1/2 - 3/4 Gas usw., um einfach mal alles durchzuprobieren. Die Daumengas-Dosierung funktioniert besser als ich nach einigen Berichten im Forum über die Frage, wie man die Regelung verbessern könne, erwartet hatte. Vielleicht liegt es ja am MMC.

Das Pedelec macht richtig Spaß und ich komme meine normalen Steigungen endlich wieder locker und zügig ohne Knieschmerzen hoch. Das ist die Hauptsache.

Mit besten Grüßen
Joachim

jost60
27.05.2010, 22:59
Über das Ladegerät
habe ich noch gar nichts gesagt. Da mir vorher handfeste Informationen über den Vorteil von teuren Ladern fehlten, habe ich einfach den billigen lüfterlosen 36V-1,8A Lader gekauft, der bei verschiedenen Händlern angeboten wird. Strom ist Strom, dachte ich mir. Mir genügt die längere Ladedauer bei 1,8A. Außerdem schont das den Akku. Eine Anzeige am Ladegerät brauche ich nicht, weil ich das Turnigy-Wattmeter habe.
Das Gehäuse wird relativ warm. Man kann es noch gut anfassen, aber die Temperatur erscheint mir grenzwertig. Die Bauteile drinnen erreichen bestimmt 80° oder so, was deren Lebensdauer verkürzen wird.
Die Ladeschlussspannung ließ sich einfach auf 41V justieren, sie stand vorher bei 41,3V.

jost60
01.12.2010, 20:31
Nach sechs Monaten und dem ersten Schnee
funktioniert die Technik tadellos, jeden Tag und auch bei Wolkenbrüchen und Frost. Ich bin weiterhin absolut begeistert. Viele Leute waren erstaunt, dass mein Rad ein Pedelec ist, denn der kurze Kabelbaum unter der Lenkertasche fällt niemandem auf.

Mit dem Daumengas komme ich bestens zurecht. Gerade jetzt bei Schnee und Eis ist es von Vorteil, dass der Antrieb sich sehr gut und unabhängig vom Pedaleinsatz dosieren lässt. Ich werde mir zur Sicherheit noch Winterreifen besorgen, wahrscheinlich die von Continental mit dem Granulat im Gummi.

Den Akku habe ich ca. 100 x geladen. Er wirkt bei Kälte deutlich schwächer, was aber normal ist. Trotzdem reicht er bei Langsamfahrt über Schnee und Eis sogar weiter, weil man viel weniger Strom zieht. Das ist nur geschätzt, weil ich ohne Tacho und Wattmeter fahre.

Den LED-Scheinwerfer habe ich optimiert. Der LUMOTEC IQ Cyo bekommt vom MMC 6,5 V. Optimales Licht gibt er bei 7,2 V. Ich habe daher die Platine gegen einen einfachen 350 mA Konstantstromregler (4,25 € bei ebay) ausgetauscht und siehe, man sieht viel heller.

Ich wünsche allen schöne, unfallfreie Winterfahrten!
Jo

jost60
19.12.2010, 18:33
Erster Defekt: Der Controller

Gerade hatte ich geschrieben, dass alles tadellos funktioniert, da fiel der Motor aus, nach schätzungsweise 1.500 km seit Ende April. Auf dem Nachhauseweg fast am Ziel stotterte der Motor plötzlich mit ungewöhnlichen Geräuschen und hatte keine Leistung mehr. Ich bin angehalten und konnte nichts feststellen. Dann lief er zwei-drei km wieder normal, stotterte erneut und machte dann keinen Mucks mehr. Das Rad ließ sich leicht drehen, die LED am Daumengas leuchteten und das Licht ließ sich über den MMC-i ein- und ausschalten.

Meine spät abends an elfkw gesandte Mail wurde innerhalb von Minuten beantwortet. Ich war baff. Dann habe ich am nächsten Tag den Fehler nach der Anleitung von elkw gesucht und auch gefunden: der Controller, der im MMC-i-Gehäuse sitzt. Elfkw hatte angeboten, entweder den MMC-i einzusenden, um den Controller dort austauschen zu lassen oder ihn selber zu wechseln. Ich habe mir den Controller per Express zuschicken lassen und es selbst gemacht. Dafür musste ich das Gehäuse aufschrauben und ein paar Kabel löten. Die einzige Überraschung war das aufgrund der etwas dickeren Endbleche knapp 1mm längere Controllergehäuse. Es passte nicht in den Ausschnitt des MMC-i-Gehäuses und ich musste es auffeilen.

Nach einer Woche Stillstand und 15 EUR wegen Teil-Garantie schnurrt der Motor wieder.


Winterreifen ohne Spikes

Vor dem Controllerdefekt hatte ich Continental TopContact-Winter-II (http://www.bike-x-perts.com/product_info.php/products_id/359766) 37-622 aufgezogen. Ich fahre sie mit 5.0 bar. Meine Erfahrungen auf frischem Schnee (keine Massen), überfrorener Nässe, Schneematsch, festgefrorenem Schneematsch und Glatteis sind durchweg positiv, im Vergleich zu Schwalbe Marathon Plus deutlich griffiger, das Vorderrad rutscht nicht durch und nicht so leicht weg. Ich kann einige km/h schneller fahren und sicherer Bremsen. Sogar Glatteis geht, allerdings ganz langsam. Die Gummis haften besser als meine Schuhsohlen.

jost60
14.07.2011, 23:04
Seit der Jungfernfahrt am 10.05.2011 läuft alles geschmiert wie am ersten Tag.

Den nach einem Jahr beabsichtigten Zwischenbericht habe ich einfach verpennt, nun sind schon 14 Monate vergangen. Außer dem Defekt im Dezember 2011 gab es keine weiteren Probleme. Gefahren bin ich das ganze Jahr hindurch geschätzt 2.500 km an 200 Tagen.

Ich wünsche allen einen schönen Fahrrad-Sommer!
Jo.

jost60
26.11.2011, 01:28
werkelt der Elfkw Antrieb mit den Konion Akkus bis auf den im Dezember 2010 berichteten Controller-Ausfall einwandfrei. Im Oktober wurden mein Rad und ich mehrmals kräftig geduscht. Meine leichte Sorge um die Elektrik war unbegründet. Vielleicht macht die Pflege mit wasserverdrängendem Öl an Kabeln und Steckern sich bezahlt.

Zurzeit fahre ich fast nur noch im Dunkeln. Bei Nässe mit Gegenverkehr ist das kein Vergnügen. Vor kurzem stellte ich fest, dass mein Scheinwerfer, B&M IQ Cyo 40 Lux, vergleichsweise weniger hell ist als das selbe Modell am Nabendynamo. Die B&M LED Scheinwerfer haben erst ab 7,2V die volle Helligkeit. Da ich das wusste und der MMCI-Controller von Elfkw nur 6,5V Lichtspannung hat, hatte ich die IQ Cyo-Originalplatine anfangs entfernt und stattdessen die LED mit einer billigen Linear-Konstantstromquelle 500mA versorgt. Mehr schafft der Lichtausgang des MMCI auch nicht. Der Scheinwerfer war zwar hell, aber nicht optimal, die LED braucht min. 700mA. Um die IQ Cyo auszureizen, hätte ich eine getaktete Konstantstromquelle mit 700mA (ca. 3,5V an der LED) genommen. Der Lichtausgang vom Controller, 500mA / 6,5V hätte dafür gereicht.

Die Modifikation des B&M habe ich verworfen, nachdem ich die Philips BikeLight Akkulampe 80 Lux entdeckt hatte. Sie macht sehr viel besseres Licht. Ich habe die Lampe für den Betrieb am Fahrakku umgebaut und fest installiert. Die vorhandene Konstantstromregelung braucht bei 6V ca. 1000mA, bei 4,5V sogar 1.500mA. Die Spannung liefert ein Turnigy SBEC 40V-6V, der im Akkufach sitzt. Er zieht bei 38V ca. 210mA bei voller Helligkeit incl. Rücklicht. Die vorhandene Lenker-Befestigung habe ich durch einen selbst gemachten Alu-Halter ersetzt. Er ist am Gehäuse von innen mit den originalen 3mm-Gewindeschrauben angebracht. Das Licht sieht so aus wie hier: Beamshots (http://swhs.home.xs4all.nl/fiets/tests/verlichting/koplampen_accu_afkapping/Philips_LED_bike_light/index_en.html#plaatjes), Tests (http://swhs.home.xs4all.nl/fiets/tests/verlichting/index_en.html) und Videos (http://swhs.home.xs4all.nl/fiets/tests/verlichting/video/index_nl.html). Grandios fantastisch. Dagegen ist der B&M IQ Cyo blass.

Der Winter kann kommen. - Ob ich jetzt nachts bei weißem Schnee die Sonnenbrille brauche? http://www.pedelecforum.de/forum/images/icons/icon6.png
Mit besten Wünschen