Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was Normen leisten - und was nicht ...
Christian
03.11.2008, 21:49
Und vorgeschrieben soll das nicht sein ? Wozu sind denn Normen da ? Zum Anschauen ?
Sicher, warum nicht ;).
Ansonsten sind sie noch dazu da, einen technischen Standard zu beschreiben. Mitunter werden sie auch verwendet, um den Stand der Technik festzulegen, z.B. bei Produkthaftungsfragen. Normen sind keine Gesetze, auch wenn das gerne mal angenommen wird (sie können in Einzelfällen bestenfalls Gesetzescharakter erlangen, wenn sie im Gesetzestext ausdrücklich referenziert werden).
Manche Normen oder Richtlinien lassen (gewollt oder ungewollt) einen Auslegungsspielraum zu. In diesem speziellen Fall werde ich mich jedenfalls nicht darüber beklagen ...
Gruß,
Christian
grosserschnurz
03.11.2008, 22:20
Hallo Christian,
du hast, na ja nicht ganz aber fast Recht. Schau doch mal bei Wikipedia rein.
Normen lassen keinen Auslegungsspielraum zu, sie sind einem technischen Gesetz gleichzusetzen.
Beispiel: ein DIN A 4 Blatt ist nicht 20 x 30 cm, sondern DIN A4.
Oder eine Scheibe nach DIN 125 ist klar definiert und entspricht nicht einer Scheibe nach DIN 433.
Eine Norm ist eine Norm, ohne Auslegungsspielraum, gewollt oder ungewollt!
Richtlinien haben da mehr Spielraum und sind wie Empfehlungen zu sehen.
grosserschnurz hat viele Jahre Normen "gemacht", wollte damit aber nicht Reklame laufen und wünscht deshalb einen schönen Restabend
schuhmax
03.11.2008, 23:07
DIN A 4 Blatt ist nicht 20 x 30 cm, sondern DIN A4.
schurzie du hast ja so recht, norm ist norm, und din ist din.
darauf kann man sich verlassen,
ob in usa oder china din-a4 ist 29,7*21 und sonst nix.
Genau damit und mit dieser genauigkeit sind wir gross geworden,
"Made in Western Germany"
Und heute gröllen alle nach standarisierung, also din, norm, vorgaben.
Es lebt sich eben einfacher als wie mit gummikühen!
Schumax
Christian
04.11.2008, 19:18
Hallo grosserschnurz,
ganz offensichtlich ist unser beider Erfahrungsbereich verschieden. Ein Beispiel:
Wenn ich in einer Norm zur "funktionellen Bewertung von Isoliersystemen" auf den Abschnitt ...
Es kann wünschenswert sein, im Verlauf der Untersuchungen an einigen Prüflingen periodische, praktisch zerstörungsfreie Messungen des Isolierzustandes vorzunehmen. [...] Aus den bei diesen Messungen festgestellten Veränderungen [...] können Rückschlüsse auf die Art und den Grad der Schädigung der Isolierung gezogen werden, und das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Endergebnisse steigt.
... stoße, dann kann ich diese Prüfungen durchführen - oder es bleiben lassen. Ich handle in jedem Fall normgerecht.
An gleicher Stelle findet man:
Außerdem dürfen einige andere diagnostische Prüfungen zur Bestimmung des Endes der Prüflebensdauer angewendet werden, entweder, um Spannungsprüfungen zu ergänzen oder zu ersetzen. Für jede Diagnoseprüfung darf ein Kriterium für das Ende der Lebensdauer festgelegt und mit entsprechender Begründung im Prüfbericht niedergelegt werden.
Noch größer kann ein Auslegungsspielraum wohl kaum sein.
Es gibt jede Menge Beispiele dieser Art in Normen.
Gruß,
Christian
grosserschnurz
04.11.2008, 19:52
Hallo Christian,
ich könnte dir jetzt wieder etwas schreiben, aber ich lasse es bleiben, weil dies hier im Forum niemand ausser uns Beiden interessiert. Deshalb habe ich dir ja auch fast Recht gegeben. Ich bin ehrlich mir juckt es in den Finger aber ich lasse es bleiben.
Nur so viel, wenn etwas wünschenswert ist, dann ist das Bestenfalls einen Normenvorlage, die zu einem Normenentwurf führt, bevor es von zuständigen Stellen z. B: Normenausschüssen o. ä. verabschiedet wird und dann eine Norm ist.
grosserschnurz möchte dieses Thema hier nicht mehr diskutieren, also Freundschaft!
Christian
04.11.2008, 20:29
:) ..........
Powered by vBulletin® Version 4.1.4 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.