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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : (Not)Stromaggregat als Energiequelle für E-Bike?



crurer
30.10.2008, 22:06
Hallo,

heute bei der Heimfahrt, als mein Akku bei ca. 2°C schlapp machte, ging mir eine ziemlich verrückte Frage durch den Kopf. Ist es möglich ein Notstromaggregat z.B. auf einem Hänger zu transportieren und den erzeugten Strom für einen E-Motor zu verwenden? Die mir bekannten einigermaßen handlichen Aggregate erzeuen ja nur so um die 800W.
Fragen:
Ist das überhaupt zulässig? Der Benzinmotor treibt ja nur einen Generator an. Könnte ja genauso eine Dampfmaschine sein ;-).
Würde die Leistung vom Generator ausreichen um einen gängigen E-Motor mit ausreichend Strom zu versorgen? Ich würde meinen ja.
Hat das je jemand erfolgreich (aus)probiert oder setzt es gar ein?

Hoffe bin mit meinen (crazy) Fragen in der richtigen Rubrik.

Gruß Chris

didi28
30.10.2008, 22:16
Na ja, dieselelektrische Lokomotiven, Schiffe oder riesige Minen-LKW funktionieren so, aber ein Pedelec so betreiben ? Da kann man ja gleich Mofa fahren ! :)

Aber funktionieren tut das sicher problemlos. Der Akku wäre der Puffer, in den das Notstromaggregat hineinladen kann und der Motor kann bei Spitzenbelastung aus dem Akku seinen Strom ziehen.

Und rechtlich zulässig wäre das wohl auch, der Antrieb ist ja weiterhin ein 250 Watt Elektromotor, nur der Energielieferant ist etwas modifiziert.:)

Broadcasttechniker
30.10.2008, 22:17
Muss ja portabel sein, von daher habe ich schon immer an die Kombi von Fadenmähermotor mit kleiner Auto Lima gedacht.
Das geht auf jeden Fall, auch die Spannung ist o.K.
Habe vor Jahr(zehnte)n mal den Versuch mit meinem 77er R4 gemacht und zwei 500Watt 110Volt Halogenstrahler an der Lima voll zum Brennen gebracht.
Ob man sich dass dann wirklich zusammenbaut und mitnimmt, naja.

didi28
30.10.2008, 22:23
Lichtmaschine und kleiner Fadenmähermotor ist eine Idee ! Aber die Auto-Lichtmaschine bringt ja nur etwa 14 Volt, wie kommst Du auf 110V ? Durch die Drehzahl ? Ob die Wicklungsisolierung dafür ausgelegt ist ...

Kraeuterbutter
30.10.2008, 22:39
also "Fadenmäher-Motor"...

der ist doch VIEL zu laut..
wenn, dann gleich richtig mit einem Honda Aggregat..
nicht ganz billig, aber die leisesten am Markt

schaut mal hier:
http://www.honda.at/content/industrie/geraete_handys_auswahl.html

der EU10i liefert bis zu 1000Watt,
vor allem: bei weniger Leistung läuft er langsamer, somit leiser !! (das machen die billig-Aggregate nicht)

Gewicht: 13kg
(würde in einen kleinen 45 Euro Fahrradanhänger passen)

Schalldruck bei 7 m 52 -​ 57 db (A) (jeh nach Last)


man könnte also z.b. konstant 300Watt abverlangen (womit der Generator leiser laufen würde - mit den 2 Liter sprit läuft er dann 8 bis zu 8 Stunden am Stück !)
oder nur kurzzeitig, dafür volle Power.. und den Akku somit schneller laden
nen Gleichrichter bräuchte man noch, um die volle Leistung abzapfen zu können

im grossen Massstab gabs das auch schon:
http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/205.png

http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/206.png
im täglichen gebrauch ohne Anhänger rein elektrisch...
(3,.. Sekunden von null auf 100)
und wenn man mal ne weitere Strecke fahren will, den Anhänger mit Generator dran
das war vor ca. 10 Jahren, noch mit Bleiakkus

didi28
30.10.2008, 22:58
Honda Aggregate sind edel und teuer... und leider nix zum Basteln ! ;)

Das Elektroauto mit Generatorhänger ist ja Hammer !

Broadcasttechniker
31.10.2008, 00:02
Ob die Wicklungsisolierung dafür ausgelegt ist ... Zur Isolierung würde ich mir auch heute noch keine Gedanken machen, aber die Dioden mit über 100 Volt zu quälen, war etwas unüberlegt. Glück gehabt.
Ja, über die Drehzahl könnte man auch 230 Volt erreichen.
Das führt ja auch schon bei den Fahrad-Nabendynamos zu dem Problem, dass im Leerlauf über 50 Volt auftreten können, wenn keine geeigneten Maßnahmen getroffen werden (Ausschalten über Kurzschluss, Z-Dioden).

crurer
31.10.2008, 09:16
guten Morgen,

Der EX 7 von Honda ist doch ein super Gerät, sogar preislich nicht unattraktiv. Der Strassenpreis ist sicherlich günstiger als der 739€ EVP. Mit nur 12kg könnte man das Gerät sogar on Board irgendwo z.B. an einem Trike unterbringen. Eine Frage blieb noch beantwortet. Wie sieht es in diesem Fall rechtlich aus? Also angenommen man hat ein zulassungsfreies Pedelec und bezieht den Strom aus einem (Benzin)Generator anstatt konventionell aus einem Akku. Ist das dann noch zulassungsfrei? Ein LiPo kostet ja auch immerhin um die 400€ und Lebenserwartung ist auch nicht unbegrenzt.

Gruß Chris

didi28
31.10.2008, 09:39
Habe es eigentlich oben schon kurz beantwortet, aber gerne nochmal :) :

Bei der derzeitigen Rechtslage (Wiki: http://www.pedelecforum.de/wiki/doku.php?id=rechtliches:start ) sehe ich es als bedeutungslos an, woher das Pedelec seinen Strom bezieht. Dies ist nicht ausdrückich geregelt. Man könnte z.B. auch eine Brennstoffzelle mit Wasserstoff betreiben und so Strom produzieren... oder eben mit einem Notstromaggregat und Benzin. Dadurch wird das Pedelec selbst ja nicht schneller oder stärker etc.

Kraeuterbutter
31.10.2008, 10:07
die Frage ist halt:
für ~800 Euro (die billigen sind einfach deutlich lauter, da kann ich gleich Moped fahren)

da krieg ich bereits nen 14s 20Ah Fepo4 Akku, der -> wenns wahr ist ! -> 7-10 Jahre halten sollte, und 2000 Zyklen macht
(und das ist jetzt kein billig-Fepo4 aus China)

vom Gewicht her wäre er immernoch leichter wie ein so ein Honda Aggregat

mit dem Unterschied, dass der Strom immer lautlos aus dem Akku kommt..

mit ein wenig mittreten sollten so 100km drin sein - wann braucht man schon viel mehr ?

(man könnte sich für 195 Euro noch ein MRNG 900 zulegen...
wenn man dann wirklich mal auf eine längere Tour geht,
müsste man dieses noch zusätzlich mitnehmen (8kg)...
damit könnte man den 14S 20Ah-Akku in ca. 1,5 Stunden (nach 100km Fahrt kann man ja mal bei nem Wirtn ne Pause einlegen) wieder vollknallen)

oder: für ein Bierchen 20min Rast machen und ca. 20km Reichweite (5Ah) reinladen

Kraeuterbutter
31.10.2008, 10:10
hey: für 13kg würde sich auch ein 12s 30Ah ausgehen..

(mit gut 900Wh sollten sich bei 200Watt für 25km/h über 100km ohne mittreten ausgehen)

wäre dann preislich zwar bei 1100Euro anzusiedeln..

aber dafür sparst dir ja die 800 Euro fürs Aggregat und nochmal 300-500 Euro für den Akku den du sonst im Bike hättest

leichter bist auch noch weil: Akku im Bike + Generator halt schwerer ist (min. 14-15kg)

didi28
31.10.2008, 10:27
Denke mal, das Aggregat ist nur so ein Gedankenspiel von crurer. Wir wollen ja auch deshalb mit Strom fahren, weil es leise ist, nicht stinkt und (bei Ökostrom) auch umweltfreundlicher ist... und da ist so ein Notstromaggregat geradezu ein Paradoxon ! :eek:

Aber wenn man schon ein Aggregat hat, ist es zum Ausprobieren sicher mal eine nette Bastelei und dieses Forum ist ja ein Bastlerforum ...

Kraeuterbutter
31.10.2008, 10:45
ja, so versteh ich das auch..

ich glaub es gibt nur ganz wenige Leute (die, die 200-300km Touren am Tag fahren und dabei nicht vom Rad steigen wollen) für die so ein Notstromaggregat wirklich Sinn machen würde und einer reinen Akku-Variante preislich überlegen wäre

@Paradoxon: so ists im MOment bei uns Modellfliegern...
die Modelle werden immer grösser, mit Verbrenner darf vielerorts gar nicht mehr geflogen werden (wegen Lärm), also alles Elektrisch (auch hat Elektro mittlerweile oft mehr Power)

das Problem: lade mal 12s 5Ah Lipos am Tag mehrmals nach !
auf einem Modellflugplatz irgendwo in der Pampa OHNE Stromanschluss...
selbst LKW-Batterien machen das nicht lange mit

und da gibts dann auch die LEute die so ein Honda-Aggregat irgendwo hinterm Auto am Parkplatz stehen haben...
das tuckert dann schön leise vor sich hin, ist am Platz selber nimma zu hören
mit 2 Liter Sprit von der Tankstelle kann man dann den ganzen Tag lang Akkus laden

ist schon paradox... Akku und E-Motor im Flieger (weil so umweltfreundlich), und hinterm Auto versteckt dann das Stromaggregat da die Akkus lädt..

warum nicht gleich nen Nitro-MOtor fliegen.
(ist aber auch nicht billig: eine GAllone Modellbausprit mit 30% Nitro liegt so im 30-35Euro Bereich !
und es gibt LEute die das an einem Wochenende mehrere Gallonen verfliegen)

Kraeuterbutter
31.10.2008, 10:52
ach.. weil ich so gerne mit Zahlen Milchmädchenrechnungen mache:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=250306733987#description

800 Euro NOtstromaggregat + 400 Euro Lipo am Rad --> ca. 17kg

stattdessen würde sich für die selben 1200 Euro ausgehen:
12s mit 40Ah bei nur 14kg Gewicht
würden sogar noch 450 Euro übrigbleiben (damit könnte man noch einen leichteren Akku kaufen, für die täglichen Touren wo man keinen 14kg Akku haben will, bzw. es ist bereits die Anzahlung für den nächsten Akku wenn nach Jahren und vielen vielen Zyklen der Lipo unbrauchbar wird)

12s mit 40Ah ... da kratzt man mit Mittreten wohl bereits an der 200km REichweiten-Marke

kapege.de
31.10.2008, 10:56
Wir wollen ja auch deshalb mit Strom fahren, weil es leise ist, nicht stinkt und (bei Ökostrom) auch umweltfreundlicher ist...
Eben. Mein Traum wäre ein kleiner Generator, der mit Rapsöl betrieben wird. Dann kann ich zu Aldi zum Tanken... :D
Der Generator müsste 1,5 kW bei 24 Volt herbringen und natürlich möglichst leise laufen. :rolleyes:

Kraeuterbutter
31.10.2008, 10:59
wenns um einen Traum geht, dann muss es eigentlich eine (praktisch) lautlose Brennstoffzelle sein

grosserschnurz
31.10.2008, 11:09
Hallo zusammen,

ich fahre z. Z. mit 2 LiPo's von zu Hause weg. Wenn der eine leer ist, weiß ich, dass ich mich wieder heimwärts orientieren muss. Ich kann so ca. 100 km mit Treten zurücklegen und mein Kraftwerk wiegt rund 5 kg. Es ist nicht ganz billig aber nicht so teuer wie eine Brennstoffzelle, die ich auch gerne hätte.

grosserschnurz wickelt z. Z. seine Akkus immer in Handtücher ein, damit sie nicht frieren.

didi28
31.10.2008, 11:45
Eben. Mein Traum wäre ein kleiner Generator, der mit Rapsöl betrieben wird. Dann kann ich zu Aldi zum Tanken... :D
Der Generator müsste 1,5 kW bei 24 Volt herbringen und natürlich möglichst leise laufen. :rolleyes:

Rapsöl ist nicht umweltfreundlich ! Siehe:
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/news/03326/index.html

Broadcasttechniker
31.10.2008, 13:27
Wenn der eine leer ist, weiß ich, dass ich mich wieder heimwärts orientieren muss. Da würde ich lieber beide parallel schalten und in eine vernünftige "Tankuhr" investieren.
Das bringt Reichweite, höhere Spitzenleistung und schont die Akkus!

Kraeuterbutter
31.10.2008, 13:45
ich mach es auch so wie "grosserschnurz"

Grund bei mir: ich verwende meine Modellflieger-Akkus, verschiedene Zellenchemien, verschiedene Spannungslagen, verschiedene Zellenanzahl...
die will und kann ich so nicht parallel verschalten..

ich find das aber auch ganz ok.. das Umstecken dauert 10 Sekunden

wegen der Belastung mach ich mir keine sorgen:
meine zellen quäl ich in den Modellen mit 30-50A Dauerstrom und Peaks jenseits der 100A

da sind die 7-8A im Schnitt (und 14A bei Volllast) eh a "Lärchalschass" ;)

crurer
31.10.2008, 13:58
Da würde ich lieber beide parallel schalten und in eine vernünftige "Tankuhr" investieren.
Das bringt Reichweite, höhere Spitzenleistung und schont die Akkus!

Tankuhr!!! gutes Stichwort. so was ähnliches hätte ich gerne. Ich habe ja 10 Zellen, die ich jeweils Spannungstechnisch abgreifen kann. am liebsten wäre mir in Sichtweite ein Panel mit vielleicht 3 oder 5 LEDs die mir anzeigen, wann der Motor im optimalen Bereich arbeitet, der Kontroller also nicht kostbare Energie in Wärme verwandelt. Was ganz einfaches.
1ste LED rot - zu wenig Energie, gib mehr Gas...
2te LED grün - optimale Ausnutzung der Energie, das was dem Akku entnommen wird kommt auch fast verlustfrei am Motor an
3te LED wieder rot - gib weniger Gas oder unterstütze mehr mit den Pedalen.

Dann vielleicht noch 10 doppel farbige Kontroll-LEDs direkt am Akku für jede Zelle. Grün gut (voll), rot schlecht (leer).

Gruß Chris

yardonn
31.10.2008, 17:37
Notstromaggregat wäre schon toll...
Aber es wiegt nun mal einfach zu viel (wenn man es mit LiPo - Akkus vergleicht).
Aber wenn man ernsthaft Entfernungen zurücklegen will (und dann evtl. auch noch mit viel Gepäck...) dann kann es schon Sinn machen. Allerdings wären das dann wohl nur ein kleiner Bruchteil der Strecken.

Zum Thema Tankuhr und Umschalten:
Da ich mit NiCd fahre, ist leerfahren "pflicht". Aber am Ende gehen die Akkus ziemlich schnell in die Knie, und ich hab einige Strecken, wo man nicht gut anhalten kann.
Also hab ich mir im Cockpit 2 Schalter eingebaut, um die verschiedenen Akkus schnell umschalten zu können.
In Kombination mit einem Watts Up gibt es damit keine bösen Überraschungen mehr, was die Reichweite betrifft.
Allerdings fahre ich auch sehr Konservativ was den Strom angeht, und bringe meist über 10 Ah wieder mit nach Hause...

Kraeuterbutter
31.10.2008, 20:47
@crurer..
ein whattsup oder dergleichen
da siehst die Spannung (wie sie einknickt)
und du siehst den fliessenden Strom (wie er nach oben schnellt)

den Rest kannst dann durch Erfahrung selber reininterpretieren

didi28
31.10.2008, 20:52
@Kraeuterbutter: Würdest Du wirklich das WattsUp vorne am Lenker installieren ?

Die zusätzliche Leitungslänge ist leider auch zusätzlicher Widerstand.

Kraeuterbutter
31.10.2008, 21:52
ne.. hast recht, würde ICH nicht machen..
ich würde und werde

einen Eagle-tree installieren..
den kann ich direkt am Akku installieren

dann geht nur eine sehr dünne Datenleitung vom eagle-tree rauf zum display
nur das display ist am Lenker

HorstG
01.11.2008, 09:46
wenns um einen Traum geht, dann muss es eigentlich eine (praktisch) lautlose Brennstoffzelle sein
Gibt es schon, nur leider etwas teuer : Brennstoffzelle 3998.- Euro und der zugehörige Öko-Sprit 4,40 Euro pro KWh, macht zusammen ca 6,6 Euro/KWh.

Horst

didi28
01.11.2008, 10:04
ne.. hast recht, würde ICH nicht machen..
ich würde und werde

einen Eagle-tree installieren..
den kann ich direkt am Akku installieren

dann geht nur eine sehr dünne Datenleitung vom eagle-tree rauf zum display
nur das display ist am Lenker


Das ist natürlich die teuerste Edellösung. Gibt es für das Teil eigentlich einen deutschen Lieferanten ?

HorstG
01.11.2008, 10:07
einen Eagle-tree installieren..
den kann ich direkt am Akku installieren


Das kann ich beim Power Bob (www.bobtec.de) auch, da ist der Meßshunt direkt am Akku und die Anzeigeleitung ist ausreichend lang zur Steuerkonsole, wo ich alle Anzeigen immer im Blick habe. Beispielwerte unten bei einem 24 V Antrieb (Zap-Drive)

Horst

Christian
01.11.2008, 10:30
Die zusätzliche Leitungslänge ist leider auch zusätzlicher Widerstand.
Der ist vernachlässigbar: 0,028 Ohm bei 4 x 1 m, 2,5 mm², 20 °C. Das wären bei voller Unterstützung mal gerade knapp 2,5 W Leitungsverlust. Bei Mittreten entsprechend weniger. Ein falscher Reifendruck richtet da mehr "Schaden" an.

Außerdem hilft die Anzeige im Blickfeld beim verbrauchsgünstigen Fahren, so dass unter'm Strich sogar noch Energie gespart wird.

Gruß,

Christian

Kraeuterbutter
01.11.2008, 10:32
ja, dieser PowerBob wäre wohl die beste Variante..

mit 160 Euro aber auch etwas teuer..
(dafür auch gleich Geschwindigkeitsmessung dabei)

der PowerBob2 ist mit 80Euro netto billiger, aber dafür keine Geschwindigkeitsmessung wenn ich das richtig sehe..

warum ICH mich deshalb für eagletree entschieden habe:
(auch weil ich eine ganze Fahrt aufzeichnen kann)
1.) weil schon vorhanden war (bevor ich e-bike gebaut hab) ;)
2.) weil mit 17g super klein und leicht und ich ihn so in RC-Modellen einsetzen kann (wofür ich ihn ja eigentlich gekauft habe)
3.) AUFZEICHNUNG aller Werte (10 Messwerte pro Sekunde) -> so kann man ganze Fahrten aufzeichnen
4.) Höhensensor gibts auch dazu
5.) firmware-update über internet
6.) wer mag, kanns noch ein GPS modul dazukaufen, und dann ganze Fahrten (inkl. Höhenverlauf !) aufzeichnen und mit Google-Earth darstellen..
ist doch klasse, wenn man ne Tour macht

(Zusatzmodul ist halt mit 113US$ nicht ganz billig, andererseits: billiger kriegt man das anderswo wohl sicher auch nicht)



zum Preis:
EagleTree MicroLogger V3: 65 US$
Software: gratis zum Download
Höhensensor: 15 US$
Temperatursensor: 10US$
RPM-Sensor (optisch, magnetisch oder über Abgriff einer Motorleitung bei Brushless-Motoren): ab 10US$
Anzeigepanel: 28US$

wie gesagt: ich hab mir sowas nicht NUR fürs Fahrrad geleisten, da wärs mir zu teuer...
ich mess damit halt alles was elektrisch ist und mir unter die Finger kommt..

ich hab jetzt den MicroLogger V3 seit über 1 Jahr im Einsatz, zuvor hatte ich ein paar Jahre lang den Micrologger V1
bin sehr zufrieden mit dem System

Kraeuterbutter
01.11.2008, 11:17
@Christian:

Der ist vernachlässigbar: 0,028 Ohm bei 4 x 1 m, 2,5 mm², 20 °C. Das wären bei voller Unterstützung mal gerade knapp 2,5 W Leitungsverlust.

ich weiß nicht, WIE relevant das bei den Bike-Controllern ist...
aber vom Modellbaubereich her weiß ich, dass lange Zuleitungen Akku->Regler
kritisch sind...
zu lange Leitungen können sogar den Regler zerstören

ich bin kein Elektrotechniker, weiß nicht genau woran es liegt
(vielleicht am niedrigeren Innenwiderstand der Modellbauregler ? an den höheren Strömen, den "heißeren" Motoren mit geringerem Innenwiderstand, ....)
jedenfalls: zu lange Akkuleitungen -> und der Regler kann hin sein

ob und inwiefern bzw. ab welchen LEitungslängen das auch bei den Bikekontrollern zutrifft hab ich keine Ahnung, wills nur angemerkt haben

didi28
01.11.2008, 11:25
Der MicroLogger V3 ist ja richtig klasse:
http://skylab.marcus-lutz.de/index.php/technik/datenlogger

Aber für ein Pedelec vielleicht etwas - preislich und technisch - überdimensioniert ? :)

2,5 Watt Verlustleistung bei Einsatz eines WattsUp o.ä. am Lenker erscheinen mir noch vertretbar.

Kraeuterbutter
01.11.2008, 11:26
hab mal schnell gegoogelt, und das hier gefunden:



Hallo Leute,

Eins gleich vorweg: Zulange Akku - Regler Leitungen (ohne Stützkondensatoren) setzen dem Regler arg zu! Die Limite von ca. 20cm beinhaltet ebenfalls die Kabellänge IM Akku! Die verlängerung sollte vorwiegend zwischen Regler und Motor gemacht werden.

Hintergrundinformationen findet ihr unter: http://www.s4a.ch/eflight --> «Warum überhitzen Modellflugregler»
http://www.s4a.ch/eflight/reglerleistung.pdf

hier ein auszug:
...
Akkukabellänge und seine tödliche Auswirkung
Generell gilt, dass die Gesamtsumme der Kabellängen im Akku und zwischen Akku und Drehzahlsteller-Leiterplattengrenze nicht über die Herstellerangabe hinausgehen darf! Leitungen sind Induktivitäten und führen bei den getakteten Drehzahlstellern (PWM) zu Spannungsspitzen von mehreren Hundert Volt, die von den außen angebrachten Kondensatoren (Low-ESR!) und internen Schutzschaltungen vernichtet werden müssen. Je länger die Kabel, desto mehr schädliche Energie müssen die Schutzschaltungen im Steller/Regler (die u. U. nicht dauerbelastbar sind) übernehmen. Dadurch werden sie heißer, als das von der reinen Betrachtung der in der oberen Tabelle angeführten Verluste erwartet werden würde.
Daher ist auf jeden Fall ratsam bei längeren Anschlußkabeln einen Drehzahlsteller zu benutzen, der für 14 LiPos (= 40 Nickel-Zellen z. B. Schulze future-40.160xx) konstruiert ist.
Da z. Zt. aber die Steller/Regler bis 10 LiPo-Zellen preisgünstiger sind und somit keine Reserve möglich ist, muss in anderer Weise Reserve geschaffen werden.
Das macht man zum Einen durch die zusätzlichen Anbringung von Betriebsspannungskondensatoren mit niedrigem Innenwiderstand (Low-ESR-Kondensatoren aus dem Schaltnetzteilbau).
Zum Anderen muss beim Strom eine höhere Reserve von 40% (20%+20%) eingerechnet werden um möglichst wenig Verluste (= weniger Wärme) durch die FETs zu haben. Nur dann hat man die Chance, dass die von den Schutzschaltungen produzierte Wärme noch im Rahmen bleibt und nicht zur thermischen Überlast des Stellers/Reglers führt.
Die Überspannungsspitzen sind übrigens gemäss Hersteller die häufigste «Todesursache» der Steller/Regler, neben unsicherer Kontaktgabe durch verschmutzte und/oder abgenutzte Steckverbindungen, die dann zu Fehlkommutierungen in einem bürstenlosen System und damit wieder zu unerwartet hohen Spannungsspitzen führen können.


tja.. wie und ob das relevant für E-bikes ist -> das müssten wohl die Elektrotechniker hier beantworten können
(ich denk mal, mit einem 48V-Akku an einem 50V-Regler könnt es sich verschärfen)

Kraeuterbutter
01.11.2008, 11:36
@didi28:

preislich und technisch- überdimensioniert

naja, das Bobtec-Teil das extra für Pedelecs gemacht ist, kostet noch mehr

didi28
01.11.2008, 11:46
Bobtec ist ja auch ne Apotheke, aber gut, das Teil ist wohl eine selbstentwickelte Spezialanfertigung für Pedelecs und damit noch ein bisschen deutsche Ingenieurskunst neben den chinesischen Zukaufmotoren und Reglern.

Zum Thema "Akkukabellänge und seine tödlichen Auswirkungen" bin ich mal gespannt was die Elektrotechnik-Profis sagen.

So wie ich das laienhaft verstehe, arbeiten die Drehzahlsteller im Modellbaubereich mit weitaus höheren Drehzahlen bei den kleinen Motörchen als bei unseren langsam laufenden Nabenmotoren. Bei hoher Frequenz spielt dann wohl nicht nur der ohmsche Widerstand der Kupferleitung, sondern auch deren kapazitiver und induktiver Widerstand eine erhebliche Rolle. Da der Nabenmotor langsam läuft werden kapazitiver und induktiver Widerstand der Leitung wohl weniger ausmachen, so dass die Belastung des Reglers auch geringer sein dürfte.

Christian
01.11.2008, 12:51
hab mal schnell gegoogelt, und das hier gefunden
Danke für den interessanten Link.

Hinsichtlich der zusätzlichen Induktivitäten sehe ich kein Problem. Besonders dann nicht, wenn die Leitung als Zwillingslitze ausgeführt wird, d.h. mit geringem Abstand der beiden Einzelleiter. Die Leitungsinduktivität liegt dann bei wenigen µH. Außerdem besitzen die Pedelec-Regler Zwischenkreiskondensatoren, so dass die in dem Artikel beschriebene Situation ("hartes" Abschalten einer Induktivität) sowieso nicht direkt zutreffend ist.

Gruß,

Christian

HorstG
01.11.2008, 13:10
Bobtec ist ja auch ne Apotheke, aber gut, das Teil ist wohl eine selbstentwickelte Spezialanfertigung für Pedelecs und damit noch ein bisschen deutsche Ingenieurskunst

Das ist eine Kanadische Entwicklung und als Apotheke würde ich Bobtec auch nicht bezeichnen, schliesslich kümmern die sich ja um Zoll, Steuer, DOKUMENTATION und SERVICE; und bei letzteren Punkten hat wohl der eine oder andere Importeur seine Probleme.
Und nicht zuletzt zeigt der Power Bob gerade die Werte an und speichert sie, die einen E-Fahrer besonders interessieren, und das ohne zusätzliche Stecker, Software + PC (die ich unterwegs sowieso nicht dabei habe).

Horst

Kraeuterbutter
01.11.2008, 13:12
danke für die Erklärung..
beruhigt mich etwas, da bei mir die Akkuleitungen/Motorleitungen auch etwas länger sind (im Vergleich zu dem, was ich vom Modellbauher gewohnt bin)

bei RC-cars wars bereits so, dass in einem 4kg leichten RC-car nach-der-Reihe die Regler gestorben sind..
Erklärung von Schulze war dann, dass eben die Zellen - 32 Stück Nimh - nicht inline verlötet waren, sondern "Side-by-Side" was die Akkuzuleitung somit mehr wie 20cm lang werden lies...

das ganze dann noch bei Strömen im 150Ampere Bereich und Motordrehzahlen jenseits der 50.000rpm dürfte dann wohl zuviel sein ;)

Kraeuterbutter
01.11.2008, 13:13
hier nochmal der Hinweis (für Nichtelektriker wie mich):

http://www.elektromodellflug.de/Uploads/Ltg_bg_V1.xls

Berechnung der Leitungsverluste bei verschiedenen Kabelquerschnitten..

Steckerwiderstände für die Berechnung gibts hier:
http://www.elektromodellflug.de/hochstromst/hochstromstecker.htm

Kraeuterbutter
01.11.2008, 13:16
@Horst:
du kannst die Werte auch wärend der Fahrt beim Eagle-Tree ablesen (grosses Display)

die Software und der PC ist ZUSÄTZLICH nutzbar, wenn man das möchte

einen Nachteil des Eagletree möchte ich nicht verschweigen:
die Drehzahlmessung..
die ist wohl für Modellbau ausgelegt, wo wir Umdrehungszahlen im Bereich von ca. 1000 bis 60.000rpm haben

bei Fahrrad mit vielleicht nur 60-100u/min ist das dann eher ungenau, zu grob
die Drehzahlkurven weißen dann sprünge auf, sind Treppen und keine Kurven mehr

Superbike
01.11.2008, 13:17
Das ist natürlich die teuerste Edellösung. Gibt es für das Teil eigentlich einen deutschen Lieferanten ?

EMCOTEC
http://shop.rc-electronic.com/
unter Datenlogger.

Habe mir dort einen bestellt.

Superbike
06.11.2008, 22:07
eagletree
RPM-Sensor (optisch, magnetisch oder über Abgriff einer Motorleitung bei Brushless-Motoren)

Hast du einen montiert, bzw. welchen würdest du empfehlen ?
Der optische ist wohl nicht die erste Wahl für den Einsatz am Bike.....
Magnetisch könnte man evtl. mit dem Tachomagneten am Vorderrad einsetzen.
Beim hinzufügen zur Motorleitung gibts wieder unnötige Kabellängen.

Und noch eine Frage hätte ich:
Ein stinknormales Servoverlängerungskabel sollte doch ausreichen um die Verbindung zwischen E-Logger und dem PowerPanel-LC-Display zu verlängern?

Kraeuterbutter
10.11.2008, 10:43
Powerpanel: ich habs noch nicht bei der Hand, bin mir nicht sicher, ob es nicht 4-adrig ist...

meins wird erst geliefert

zum Drehzahlsensor: das ist wie mir scheint der einzige Schwachpunkt des Eagle-Tree:
die Sache ist für Modellbaubereich gemacht, also da sinds dann so 1000U/min bis 70.000U/min die wir so verwenden..

beim E-Fahrrad sinds nur 60 - 300U/min

und hier scheint die Auflösung dann zu gring zu sein (habs nur einmal kurz probiert)
--> die U/min springen in 10er-Schritten, was dann keine Kurve mehr sondern eine Treppe ergibt

da man aber die Anzahl der Magnete eingeben kann, könnte man hier mit einer grösseren Anzahl von Magneten (z.b. 10 Stück) die Sache vielleicht doch "runder" machen

Kraeuterbutter
10.11.2008, 10:47
eventuell ist auch über den Motor selber eine genauere Drehzahl zu ermitteln..

wenn man die Pol-Zahl des Motors kennt (kann man dann als Parameter beim eagletree eingeben),
und die Getriebeübersetzung des Motors (kann man ebenfalls als Parameter angeben)
dann würfte sich hier ein viel genauerer Wert ermitteln lassen,
da der Motor selber ja schneller dreht

es ist dann auch kein magnet erforderlich, einfach eine Leitung der 3 Phasenleistungen des Motors anzapfen

das werde ich als nächstes probieren

eine Radumdrehung beim Bafang mit ca. 4,3:1 Übersetzung und - ANNAHME - 14 Pol-Motor
sind dann ja schon - ja wieviele ?? - na jedenfalls ne Menge Impulse

didi28
10.11.2008, 10:49
... Eagle-Tree... die Sache ist für Modellbaubereich gemacht ...


Ist dann der Cycle Analyst vielleicht doch die bessere Wahl ? :

http://www.ebikes.ca/drainbrain.shtml

Kraeuterbutter
10.11.2008, 11:51
tja.. das muss jeder für sichentscheiden..

beim Eagle-Tree brauchts meiner Meinung nach auf jedenfall noch einen externen Tacho (ab 20 Euro gibts da schon brauchbare)

dafür kannst beim Eagle-Tree halt Höhenmeter mitloggen, und ein GPS-Modul anschliessen

beim Cycle Analyst brauchst dafür wieder extra Gerätschaften (GPS + Höhenloggeruhr)

muss jeder wissen was er braucht

ich für mich: durchschnittsgeschwindigkeit, gefahrene km, ....
diese Sachen seh ich an meinem Fahrradtacho
und die Geschwindigkeit werd ich auch noch bei den eagle-Tree-Loggs hinkriegen, dass die hinreichend genau angezeigt wird
(alsoo am Logg dann umgerechnet)

am Display fürchte ich, wird das halt nicht "human-Readable" sein, da er da nur die Drehzahl ausgibt, die Umrechnung macht dann die Software später am PC

Superbike
10.11.2008, 20:26
Powerpanel: ich habs noch nicht bei der Hand, bin mir nicht sicher, ob es nicht 4-adrig ist...


Da hast du (leider) recht. Meine RC-Zeit liegt anscheinend doch schon so lange zurück. :D
Hab grad nachgesehen, meine Servostecker, und auch die von der Modelleisenbahn (Roco Weichenansteuerung z.B.) sind 3-Polig....aber gut im PC-Bereich gibt es die Stecker sicher (analoge Audiokabel für CD-ROM z.B.) werde mir aus dem eine Verlängerung machen.

Kraeuterbutter
10.11.2008, 20:49
ach, einfach durchzwicken und 4 Verlängerungen einlöten...
das ganze mit schrumpfschlauch dann schön wieder isolieren

Superbike
10.11.2008, 20:50
ich für mich: durchschnittsgeschwindigkeit, gefahrene km, ....
diese Sachen seh ich an meinem Fahrradtacho

Und deshalb werd ich mir wohl oder übel auch einen nebenbei installieren, da ich das von den anderen Fahrrädern gewohnt bin.

Wollte an sich nicht so viele Displays/Schalter installieren, aber mittlerweile ist es das Power Panel, ein Sigma Tacho, der Bafang Schalter mit dem Zündschlüssel......
überlege ob ich nicht noch vom Motorrad einen Reifen-Temp-Sensor dazuhängen soll...:D




und die Geschwindigkeit werd ich auch noch bei den eagle-Tree-Loggs hinkriegen, dass die hinreichend genau angezeigt wird
(alsoo am Logg dann umgerechnet)


Bitte berichte hier darüber, über das GPS Modul sollte man dann ja auch die gefahrenen Km ermitteln können.



Eine Frage hätte ich noch , da du ja durch den Modellbau sicher genug Erfahrungen hast: welche Steckverbindungen sollte man für den Logger verwenden, verpolungssicher und mit wenig Widerstand ?

Kraeuterbutter
11.11.2008, 01:16
http://www.elektromodellflug.de/hochstromst/hochstromstecker.htm

bei den Strömen im E-Bike würd ich meinen, dass sich alles eignet das 30A Dauer kann...

meine Favoriten: die MPX Multiplex Stecker

ansonsten sind im Modellbau die 3,5mm bzw. vor allem die 4mm Goldkontaktstecker sehr gebräuchlich (die hab ich an meinem Pedelec.. die können STröme bis so 80-100A)

verpolungssicher: wenn man Männchen und Weibchen jeweils vertauscht sind auch die 4mm Goldies verpolungssicher

die Amis stehen auf die Ultra-Dean-Plugs..
bei uns waren die lange nicht erhältlich
auch die scheinen recht gut zu sein..
würde ich wohl auch mal probieren wenn ich nicht schon alle meien Akkupacks (an die 40 Stück) nicht schon mit anderen STeckern (Multiplex MPX bzw. 4mm Goldies) versehen hätte