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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : City bike mit Puma 500 HR, Ping 48V 20Ah



Wadlemar
23.01.2010, 12:21
So, die Temperaturen werden langsam bike-bar und nächste Woche hole ich mein City-Bike aus Österreich. Dann kann der Umbau effektiv losgehen.
Der Puma 48V-750Watt (http://www.das-elektrorad.de/Motoren.htm) ist da, Frank Scheftlein ist suuuper nett, schnell und hilfsbereit selbst bei solchen Laien wie mir.
Ping (48V 20AH V2.5 LiFePO4) kann ich bzgl Service, Erreichbarkeit und Tipps auch empfehlen. Ladegerät hatte beim ersten Laden ein Quietschen, das war bei den weiteren Nachladevorgängen weg. Wegen Haltbarkeit des LiFePO4 nach einiger Zeit mehr an dieser Stelle.
Ich bin zwar sehr interessiert an Elektronik und voll Freude am Löten und so, auch technisch nicht völlig unbegabt aber sehr unerfahren. (Musste erst lernen, wie man Kabelstecker klemmt oder ein Schlüsselschalter anzuschließen ist...)
Der Puma ist eingespeicht vom hiesigen Radshop (Jürgens Bike-Shop (http://www.juergens-bike-shop.de/) in 79227-Schallstadt. Hohlkammerfelge 26`Speichen wegen erhöhter Belastung bessere Quali, 1x gekreuzt, sehr nett, €65,-)
CONTEC Gepäckträgerbox "Trunk Space" (http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=230350313993) bei ebay ist bestellt
Heute nachmittag werde ich mit einem Freund einen Trockentest von Motor (Phasen und Hall-Sensorkabel gelb und blau jeweils getauscht), Controller, 11-Stufen Schalter und Akku vornehmen. Bin sehr gespannt.
Bis bald an dieser Stelle

Wadlemar
23.01.2010, 17:12
Der Testlauf muss verschoben werden. Dies aus zwei Gründen: die Achsaufnahmen am Rahmen des Test-Fahrrades sind zu klein für die Achse des Puma und die mir zur Verfügung stehenden Anderson PowerPoles für den Anschluss der Sicherung waren mit 30A zu klein. Anfang Februar, wenn ich dann alles zusammen habe, geht's also weiter.

Wadlemar
11.02.2010, 09:59
Das mit den bike-baren Temperaturen war wohl eine Wunschvorstellung...
Dennoch habe ich letztes Wochenende den Testlauf durchgeführt. Das Fahrrad stand in der Werkstatt auf Sattel und Lenker sozusagen mit dem Kopf nach unten und ich hatte den 11-Stufenschalter (Tempomat) sowie den Pedalsensor und die Handbremsen-Schalter noch nicht montiert. Für den Testzweck schaltete ich eine 20 A Kfz-Sicherung ins rote Kabel zwischen Akku und Kontroller. Die Achsaufnahmen auch dieses Fahrrads waren für die Achsen des Puma etwas zu klein. Daher feilte ich die Pumaachse etwa 1 mm nach und schon passt es perfekt. Da die Hinterradnabe des Fahhrades noch einen altmodischen Steckmechanismus für ihren 6er Kranz hatte, musste ich einen 6er Schraubkranz neu besorgen. (Shimano, €17,- bei Jürgens Bike-Shop s.o.). Die Kabelverbindungen klemmte ich mit gelben Kfz-Kabelsteckern. In der endgültigen Version werden sie dann 45 A Anderson Power-Poles sein (vom Administrator des Pedelec-Forum, Reinhard).
Zum Testlauf: Allein mit dem Handgas angesteuert entwickelt der 500 er Puma zusammen mit dem 48 er Ping Akku kräftig Power. Der Lärmpegel hält sich zumindest hier im Leerlauf sehr in Grenzen und ich freue mich riesig auf die erste Testfahrt. Für kommendes Wochenende plane ich die fachgerechte Montage der Gepäckträgerbox damit ich die erste Testfahrt (allein mit dem Handgas) auf meinen privaten Ländereien durchführen kann. Die Montage von Pedal- Sensor, Handbremsschalter sowie 11-Stufenschalter werde ich auf das übernächste Wochenende verschieben. Ich möchte in weiterer Folge auch noch gerne den im Pedelecforum beschriebenen Blitzschutz für das Einschalten zusammenlöten und einbauen. Macht riesig Spaß der Umbau. Ach übrigens, meine Kinder hatten anfangs das Bleirex ausgesprochen uncool gefunden. Mittlerweile nutzen sie es immer mehr, um beispielsweise ihre Freunde vom Bahnhof abzuholen. Einige Stinke-Dieselfahrten von Taxi Papa weniger...

Wadlemar
15.02.2010, 11:34
Am Wochenende war es tatsächlich so weit. Ich habe das E-Bike soweit mit Handgas fahrbereit gemacht. Die Gepäckträgerbox ist einwandfrei montiert, an der dem Sattel zugewandten Seite habe ich vier Öffnungen angebracht: Schlüsselschalter für Unterbrechung der Stromversorgung des Controllers (dünnes rotes Kabel), Kippschalter für Unterbrechung der Gesamtstromzufuhr (um den Motor vollständig vom Akku zu trennen bei längeren Stehpausen, dickes rotes Kabel), XLR Buchse weiblich (zum Anstecken des Ladegeräts), Gummipfropfen (Durchmesser ca 3cm, 1 cm stark) zur Durchführung der Kabel für Handgas und Motor (Noch führe ich in der kalten Jhreszeit den Kontroller in der Box mit).
Zur Versteifung der Gepäckträgerbox habe ich an der Seite der Aufnahme für die Stecker und Schalter innen dünnes Stahlblech beigelegt. Löcher ins Blech gebohrt und gefeilt, in die Box (Plastik) gebohrt und mit dem Lötkolben auf passende Größe gebracht. Ist recht sauber geworden. Photos folgen.
Den Blitzschutz (http://www.pedelecforum.de/forum/showthread.php?t=3880) habe ich zwar gelötet. Aber die Platine war dann recht groß und mein Controller wurde danach nur mehr mit 39V versorgt (Ich muß wohl irgendwas falsch gelötet haben). Daher lasse ich es vorerst noch blitzen beim Zusammenstecken. Werde dann nächstes Wochenende einen weiteren Versuch mit der 3D-Variante starten.
Soweit so hervorragend. Die Testfahrt war genial, hatte zwar noch keinen Tachometer, aber über 40km/h dürften das schon leicht gewesen sein. Auch nicht zu laut. Richtig gut.
Nun die Fehler die ich machte und deren Vermeidung ich anderen Aspiranten im E-Bike Bau dringend anrate:
- beim Einlöten der Lade-Kabel an die XLR-Buchse war ich nicht vorsichtig genug, das zweite Kabel berührte das schon eingelötete und stellte so (auf der Ladeseite des Akkus, also beim BMS) einen Kurzschluß her. Ich denke, ich kann von Glück reden, dass der Akku (und v.a. das BMS) noch tadellos funktionieren. Spricht für Ping.
- ein weiterer Kurzer entstand, als das (bei mir noch unbenützte) Anschlusskabel der Bremsschalter irgendeinen Schalter berührte. (Alle eingelöteten Schalter und Buchsen unbedingt mit Schrumpfschlauch abisolieren, sonst funkts allemal irgendwo!!!)
- der Kippschalter (15A) für general Ein/Aus gab nach ca. 10 mal Schalten den Geist auf. War wohl der Aufgabe nicht gewachsen, werde einen stärkeren besorgen.
An Steckern verwende ich Anderson PowerPoles 45A für alles was direkt vom Akku kommt. Tamiya für XLR Buchse (Ladegarät 2 A) zum Akku.
- Ein richtiger Quatsch ist auch passiert: neulich lud ich den Akku wie gewohnt auf. Als er voll war, trennte ich den Akku vom Ladegerät, aber nicht das Ladegerät vom Netz. Dann ging ich testfahren. Als ich heim kam, lief der Lader zwar (ohne Belastung), war aber total heiß und stank so richtig. Also sofort panisch abstecken, abkühlen lassen. Als ich dann den kühlen Lader einsteckte und mit dem Akku verband (wie unvorsichtig), blitzte der Lader noch ein letztes Mal und dann wars aus. Akku funktioniert immer noch, Ping sendet mir nach Chinesischem Naujahrsfest für 24USD einen neuen Lader. Also, Lader nie ohne Last am Netz lassen!!!
Solltet Ihr Fragen haben, sendet mir gerne eine Private Nachricht, wenn die Frage alle interessieren könnte (und ich die Antwort weiss) werde ich das gerne in meinen nächsten Beitrag einfließen lassen.
Bis nächstes Wochenende ViolDuft

Wadlemar
22.02.2010, 11:33
Vergangenes Wochenende hatte ich endlich wieder Zeit, an meinem E-Bike herum zu schrauben und zu löten. Hat wieder tierisch Spaß gemacht.
Ich versuchte, den 11-Stufenregler und die Bremsschalter einzubauen.
Bezüglich 11-Stufenschalter hatte mir bereits tuscience (http://www.pedelecforum.de/forum/member.php?u=638) eine private Nachricht gesendet in der er mir von seinen Erfahrungen mit dem Elfstufenschalter berichtete:

"Beim Beginn des pedalierens schaltet er sofort auf Vollgas!
Lt. WattsUp geht der Puma dann mit 1.2kW ab.
Anschliessend drückt man den "Cruise"-Knopf und kann innerhalb der 11 Stufen regeln. Das sofortige Vollgas ist ein Problem. Belastung von Akku und Getriebe dürften wohl zu hoch sein.
Hast Du das anders gelöst?"
Ich war also schon auf der Hut bei diesem auch optisch nicht gerade sexy anmutenden Teil… Als echtes Problem entwickelte sich (für eine Bastler mit zwei linken Händen, wie ich es nun mal bin) der Einbau des Pedalssensors. Die Blechring, der als Halterung für den Pedalssensor dient, soll mittels Tretelagermutter an das Tretelager geschraubt werden. Da mein Citybike nun schon mehr als 20 Jahre alt ist, war diese Mutter trotz Rostlöser, Rohrzange, 36- Schlüssel, Franzose und blauem Finger einfach nicht mehr zu lösen. Außerdem ist bei diesem Fahrrad alles so eng gebaut, dass der Zahnkranz über das Tretelager übersteht. Es gibt folglich überhaupt keinen Platz für die schwarze Plastik-Magnetscheibe. Daher habe ich kurzerhand aus Stahlblech eine neue Halterung für den Pedalssensor gebaut und diese an der Halterung für den Fahrradständer befestigt. Die fünf kleinen Hochleistungsmagneten klebte ich mit Sekundenkleber-Gel an den kleinsten Zahnkranz. Das funktionierte soweit alles sehr gut, ich kam auf den optimalen Abstand von circa 2 mm zwischen dem Sensor und den Magneten. Die Probefahrt war allerdings mehr als ernüchternd: Die Anzeige des Reglers blinkte zwar einwandfrei, man musste allerdings für jeden Befehl mehrmals auf die kleinen Tippfelder drücken und auch dann war der Antrieb sehr ungleichmäßig, voll Ruckeln und Zuckeln. Ich werde mal zu Frank Kontakt aufnehmen, ober es daran liegen könnte, dass mein kleinster Zahnkranz nicht rund sondern oval ist (zur Stabilisierung des Pedaldrucks). Die Bremsschalter funktionieren zwar hervorragend, der Hebel ist aber klein, weshalb ich sie wieder durch die alten Bremshebel (ohne Schalter) ersetzte. Ich betone hier nochmals, dass es sich um ein für die StVO nicht geeignetes Testfahrzeug handelt. In Summe bedeutet dies, dass ich nur mit Handgassteuerung fahre. Und das macht tierisch Spaß, der Motor ist einfach genial!
Durch die Entfernung der Kabelleitungen (11-Sufen, Bremsen) vom Lenker die Gepäckträgerbox (in der sich immer noch der Controller befindet) habe ich nun wieder Platz für die hin und retour Leitung zum WattsUp am Lenker. Das habe ich alles einwandfrei mit Spiralekabelbinder verkabelt und mit PowerPoles gesteckt. Ich habe zwei Schalter an der Gepäckträgerbox: einen Kippschalter gleich nach der Schmelzsicherung (20A) um den Akku vollständig vom System zu trennen und einen Schlüsselschalter für den Controller. Das WattsUp habe ich zwischen den Kippschalter und Schlüsselschalter für den Controller gesteckt. Mit den Blitzen beim Einschalten, das Gift für den Kippschalter wäre habe ich so auch kein Problem: ich schalte zuerst den Kippschalter ein (das WattsUp fährt ab nun hoch und zeigt 0,00A Verbrauch an), dann schalte ich durch den Schlüsselschalter den Controller zu. (Ab nun zeigt das WattsUp ca 0,03A Stromfluss für den Controller beziehungsweise den Fluss während der Fahrt an). Die Bastelei mit dem Blitzschutz dürfte sich also erübrigen.
Was ich für nächstes Wochenende geplant habe: ich habe bei Frank noch ein Daumengas bestellt für längeres gleichmäßiges Fahren. Außerdem möchte ich noch eine Lichtanlage an den Akku hängen. Dazu habe ich bei Partsforbike eine B&M IXON IQ LED-Beleuchtung (http://www.partsforbike.de/product_info.php?info=p81_B-M-IXON-LED-Akku-Batteriebeleuchtung-mit-SUPRAVISION-LED.html) bestellt. Frank Scheftlein (http://www.das-elektrorad.de/Motoren.htm) wird sich bei den Chinesen erkundigen, ob er auch einen Spannungswandler 48V>7V bekommen kann. Außerdem möchte ich dann dem Elfstufenregler noch eine zweite Chance geben.
Mein momentaner Eindruck zur Kombination Ping 48V 20Ah – Puma 500: das System ist ausgesprochen kraftvoll und ausdauernd. Es ist für längere Touren und Berganfahrten geeignet. Ich denke, für kürzere Fahrten braucht man gar nicht so viel power. Auch bin ich noch nicht ganz sicher, ob bei dieser Power der 11 Stufenschalter Regler überhaupt Sinn macht. Werde da noch weiter testen. Und dann berichten.

Wadlemar
23.02.2010, 20:38
Und schon wieder Neuigkeiten: Frank Scheftlein (http://www.das-elektrorad.de/index.htm) hat sich aufs neue sehr schnell aus China gemeldet, er ist wirklich sehr hilfsbereit und freundlich. Wegen des Pedalssensors meint er:

Grundsätzlich kann man die Magneten ausdrücken und auf dem Kettenblatt gleichmäßig(!!) verteilen aufkleben, aber Sie müssen die Magneten Kreisrund aufkleben und vor allem müssen Sie auf die Polung der Magneten achten !!! denn sonst kann es nicht funktionieren.
Das heist jeder Magnet hat einen Nord- und einen Südpol wenn sie mal nordseite und mal südseite aufkleben kann das System nicht funktionieren.

Also dürfte die Schuld am Versagen bei mir liegen: der ovale Zahnkranz und die Nichtbeachtung der Magnet-Polung taten das Ihre.
Allerdings (Frank weiter)

Die Batterieanzeige des 11Stufenschalters schafft aber keine 58v lassen sie die Batteriestromzufuhr (kleiner orangener Stecker) für den 11Stufenschalter weg denn die Batterieanzeige dürfte Probleme bei 58v haben.
Frank sagt zur Thematik Spannungswandler (http://www.das-elektrorad.de/Motoren.htm) 48V>6V:

Der Produzent des Spannungsreglers hat mir gestern gesagt das max. 60V gehen aber nicht mehr, er schreibt aus Sicherheitsgründen nur 55v drauf.
Werde ihn also versuchen für mein Licht.
Frank ist auch so nett, dass er der nächsten Sendung aus China gratis zwei Magnetscheiben, einen Pedalsensor, und einen halben Gasgriff beilegt. Also echt ein hervorragendes Service.
Ping hat sich gemeldet, er hat nach den chinesischen Neujahrsferien das Ladegerät zum Versand gebracht. Das heißt, ich fahre seit 14. Februar (neun Tage) mit der selben Akkuladung. Immer wieder kürzere Strecken (bis 10 km) und Testfahrten. Das WattsUp zeigt immer noch fast 53 V und von einer Ermüdung des Ping ist wahrlich nichts zu spüren. Was für ein Unterschied zum BleiRex! Ich bin begeistert. Heute habe ich zum ersten Mal meinen etwas ausführlicheren privaten Hügel (80 m Höhenunterschied) angegangen. Fantastisch! Allerdings wird der Controller in der Gepäckträgerbox dann schon recht warm. Ich denke eventuell an den Einbau eines thermostatgesteuerten Kühlventilators. Ich habe da bei Pollin (http://www.pollin.de/) was gefunden (ca 2,50 €), das mit der selben Betriebspannung wie meine zukünftige Beleuchtung läuft. Mal sehen, ob der zu laut ist. Näheres in Kürze an dieser Stelle. Die Spannungs-Kontrolleuchte für mein System möchte ich damit bestücken: MULTI-LOOK-LED BLAU 48-60V bei Conrad (http://www.conrad.de/).
Gestern habe ich am Deutschlandradio von einem Feldversuch mit privaten Elektrofahrzeugen im Kölner Stadtverkehr gehört. Die Bundesregierung lässt es einige Millionen kosten, um Erfahrungen zu sammeln bezüglich Anwendbarkeit, Haltbarkeit der Akkus und öffentliche Akzeptanz. Ich sollte mich wohl dort melden, dann bekäme ich vielleicht meinen privaten Feld-Versuch auch bezahlt...
Naja, Schluss mit den Träumen, kommendes Wochenende wird wegen Familie nicht weitergebaut. Vielleicht kann ich ja sonst mal ein paar Momente für mein Ebike abzweigen.

Wadlemar
10.03.2010, 10:38
Ich werde nun einige Zeit nicht am E-bike rumschrauben können, da beruflich und familiär sehr viel los ist. Meine Frau ist in Hong Kong und Neuseeland auf Konzerttournée und meine eigenen Konzerte sowie unser Kultrubureau und die Aufgaben der Kinder nehmen mich zu sehr in Anspruch.
Bike-technisch hat sich folgendes getan: Das WauttsUp hat den Geist aufgegeben (wenn Spannung anliegt erscheinen nur mehr dicke Balken in der Anzeige). Hier bin ich ausnahmsweise einmal völlig sicher keinen Fehler (Feuchtigkeit, Überspannung, Erschütterung...) begangen zu haben. Muss wohl am Gerät liegen, werde versuchen Ersatz zu bekommen.
Sonst läuft Ping-Puma (ich habe mein E-Bike Erwin getauft) auch per Handgas sehr sehr toll. Ich sehe hier eine konkrete, vernünftige und saubere Fortbewegungsmöglichkeit für die Zukunft. Müsste noch das leidige Thema der rechtlichen Homologisierung gelöst werden, sonst nur auf Privatgrund. Ich melde mich wieder, soweit ich am E-Bike weitermachen kann. Das könnte allerdings ein wenig dauern.

Wadlemar
28.03.2010, 12:54
Ich hatte zwar immer noch keine Zeit, die geplanten Verbesserungen vorzunehmen, möchte aber doch von meinen weiteren Fahrten mit dem E-Bike berichten.
Ich habe die Pedallager-Mutter per Heisluft-Pistole, Rostlöser, Franzose und Mithilfe eines Sohnes endlich lösen können. Die Fahrergebnisse mit dem 11-Stufen Schalter waren aber nicht befriedigend, (Frank meint, dass das ev. an den 48V liegt) und als nach einem Sturz der Antrieb im Liegen auch immer noch weiterlief habe ich Sensor und 11-Stufen Schalter wieder entfernt.
Ich fahre also nur mit dem Handgas rechts, links habe ich ein Daumengas zusätzlich montiert. Beides läuft, verbunden durch ein Y-Kabel in den Controler (Photo hiervon demnächst an dieser Stelle). So kann ich rechts mit dem Handgas fein dosieren beim Anfahren, auf längeren Strecken kann ich mit dem Daumengas links eine stabile Leistung aus dem den Akku besser dosieren.
Interessanterweise musste ich feststellen, dass der bei Pollin sehr günstig beschaffte schnurlose Tachometer auf meinem E-Bike nicht zuverlässig anzeigt. Die vielen Stromkreise bringen ihn anscheinend völlig aus dem Konzept. Daher habe ich nun wieder einen Tachometer mit Kabelverbindung montiert. Diese zuverlässige Anzeige ergibt, dass ich mit einigem Mittreten auf der Ebene leicht auf 45-50 km/h komme. So viel Geschwindigkeit braucht man eigentlich gar nicht und ich fühle mich bei solchen Geschwindigkeiten auf einem Fahrrad nicht mehr recht sicher. Das bedeutet, dass ich mich nun bei längeren Fahrten im störungsfreien Verkehr auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 bis circa 33 km/h (bei ca. halber Belastung aus dem Ping-Akku und lockerem Mitreten) einpendle. Damit bin ich gestern in eine 17 km entfernt gelegene größere Stadt geradelt und habe dafür ziemlich genau 40 min gebraucht. Die roten Ampeln und sonstigen Aufenthalte einbezogen komme ich somit auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von fast 26 km/h. Da trete ich natürlich mit, komme allerdings nie richtig außer Atem. Nach diesen 40 min merkt man am Ping überhaupt keine Ermüdung und er war nachher per mitgeliefertem Ladegerät in weniger als 1 h wieder völlig aufgeladen. Ich kann daher nur sagen: ICH BIN BEGEISTERT! diese Kombination von Ping-Akku und Puma-Motor ist ausgezeichnet. Wenn nicht die leidige rechtliche Situation der Zulassung wäre, sollte man diese Verbindung als hervorragendes Verkehrsmittel der Öffentlichkeit empfehlen.
Ich hoffe bis zum nächsten Mal die restlichen Verbesserungen vorgenommen zu haben und auch ein paar Fotos zu liefern.
Noch was, das WattsUp hat den Geist endgültig aufgegeben, ev. sind die 48V (60V Ladestrom!) sind zu viel dafür. rc_stephan (http://members.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewUserPage&userid=rc_stephan) gibt mir jedenfalls keine zweite Chance (Privatverkauf etc) Ich habe nun das Turnigy Watt Meter (http://hobbyking.com/hobbyking/store/uh_viewItem.asp?idProduct=10080) bestellt, mal sehen, ob das hält.
Bis dann, herzliche Grüße, Wadlemar

Wadlemar
10.05.2010, 23:13
Endlich habe ich wieder einmal Zeit, von meinen Erfahrungen mit dem E-Bike zu berichten. Ich habe mittlerweile 400 Kilometer gemacht und kann nur sagen: ich-bin-völlig-begeistert. So habe ich bereits drei Mountainbike Strecken hinter mich gebracht (20km, 20km, 30km: letztere mit 800 Höhenmetern Steigung). Sogar bei der letzten Tour, die mich bis auf 1100 m Höhe brachte, war bei meinem 48V 20Ah Ping von Ermüdung nichts zu merken (50,97Vm), ganz im Gegensatz zu meinem Hund... Es ist schon wunderbar, fast lautlos und anstrengungsfrei durch den Wald zu radeln. Da bleibt allerdings immer noch die ungelöste rechtliche Situation, was wäre wenn dir ein Kind mit iPod im Ohr reinradeln würde, dann auf die Straße stürzen würde vor ein Auto... Der völlig unverschuldete absolute Horror
Aber denken wir auch an die schönen Seiten (Fotos vom City Bike im Anhang)
Mittlerweile mache ich mir nur bei meinen rumpeligen Waldwegen Sorge um Akku und Elektronik. Daher habe ich mich entschlossen, den Puma in ein "Mountain" Bike einzubauen. Gerade letzte Woche habe ich bei der Altstoffentsorgung ein solches mit doppelter Federung gefunden, es ist nicht schön, aber es funktioniert. Beim Umbau habe ich auch gleich einen den Spannungswandler von Frank Scheftlein und einen 5 V Kühlerventilator für den Controller in den Gepäckstrager Container eingebaut. Fotos davon im nächsten Beitrag.
Mit herzlichen Grüßen,
Wadlemar

Wadlemar
24.07.2010, 00:00
Tja, liebe Leute, jetzt bin ich sehr lange nicht zum Schreiben gekommen. Um es gleich auf den Punkt zu bringen, ich bin mittlerweile mehr als 700 km mit der Kombination Puma 500 W und Ping 48 V 20 Ah gefahren und nach wie vor hell auf begeistert. Motor und Akku schnurren ohne weitere Reparatur oder Pflege ihre Kilometer herunter und die Leistung ist einfach faszinierend. Natur pur in der Au, am Berg und im Karst. Einfach großartig. Ich habe meinen Plan realisiert und die Motorisierung vom Citybike in ein Fully, das ich bei der Altstoffentsorgung gefunden hatte eingebaut. Weiterhin nur Daumengas, kein Sensor (nicht Straßenverkehrsordnungs-konform, daher nur auf Privatgrund!), Controller per 5V-Van luftgekühlt beim LiFePO4 in der Gepäckträgerbox. Das System läuft sehr gut, es gibt nur einen Punkt, bei dem man etwas vorsichtig sein sollte: Mein 9,8 kg schweres Akku-Pack mit Controller im Container habe ich auf einem Gepäckträger für die Sattelstütze (http://www.hotopp-24.de/index.php?c1=0&c2=0&c3=0&c4=0&c5=0&ActionCall=WebActionArticleSearch&Params[SearchParam]=MTB+Post-Carrier) fixiert. (Sollte das Angebot nicht mehr aktuell sein, googelt einfach nach „MTB Post-Carrier“). Das Teil ist prinzipiell wirklich hervorragend, trägt tatsächlich 10 kg, und durch die Befestigung an der Sattelstütze (nicht Schnellverschluss, sondern vier solide Imbus-Schrauben) ist die Elekronik stoß-gefedert. Nun hatte ich mein Fully neulich auch am Urlaub an der Costa Brava mit und bin damit wahrlich höllische Trails durch den Karst gefahren. 2 m Sprünge waren da nichts ungewöhnliches. Bei einem dieser Sprünge wurde dem Gepäckträger die Belastung doch zu viel und das Alu Rohr brach neben der Schweißnaht ab. Ist natürlich doof im Karst, weit ab von der Zivilisation und fast 40 °C - ich werde in Zukunft (etwas) zivilisierter fahren.
Im Anhang ein paar Fotos, die das System abbilden, das ich für sportliche Fahrer, die kernige Mountainbikestrecken weit ab von öffentlichen Wegen (gar nicht StVo-konform!) schätzen, empfehlen kann. Sicherlich ist die Verlagerung des Schwerpunkts durch die Akkulast von fast 10 kg auf Sattelhöhe gewöhnungsbedürftig und nur für sportliche Fahrer geeignet.
Ich werde auch in Zukunft von Zeit zu Zeit über weitere Fahrberichte mit meiner Kombination Fully - Puma 500 W und Ping 48 V 20 Ah berichten.
Da ich nun vom Pedelec - Fieber restlos infiziert bin, habe ich schon den nächsten Umbau begonnen: Zu Motor (Bafang 250W), Controller und Pedalsensor aus dem ursprünglich sehr günstig in der Bucht erstandenen Blei Rex habe ich bei Ping einen 36 V 20 Ah LiFePO4 besorgt und werde dieses System in mein gelbes Citybike einbauen, um für den täglichen Gebrauch ein StVo-taugliches Pedelec zu haben. Davon gerne mehr in einem neuen Thread...