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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Akkus optimal laden



hejo
15.10.2008, 16:15
Tja, da liegt also der Hase im Pfeffer.

Er lädt den Akku voll auf, könnte mit der Ladung 30-40 km fahren, nutzt aber nur 22km und lädt wieder auf.
Das ist für die Lebensdauer nicht optimal.
Der Akku altert am meisten, wenn er voll geladen ist (hohe Spannung).

Schaut mal hier :
http://www.batteryexperts.eu/ unter "2600 Zyklen"

Wenn halohase seinen Akku jeweils nur so geladen hätte, dass er bequem seine 22 km hätte fahren können (und zwar begrenzend sowohl nach oben (Ladeschlusspannung) als auch nach unten (Entladeschlusspannung) dann hätte er mehr als 2000 Zyklen aus seinem Akku holen können.

Leider sind die heutigen Ladegeräte unverschämt dumm, da kann man sowas nicht einstellen.

Ich habe mir ein Labornetzteil gekauft (kostet 185,-€)
http://www.conelek.com/product_info.php?cPath=21_25_26&products_id=40
funzt aber prima und ist sicher rentabel, wenn man den Preis eines neuen Akkus betrachtet.
Ich lade immer nur soviel, wie ich tatsächlich brauche ( 39V, 40V, sehr selten mal 41V) und sorge dafür, dass ich den Akku nicht im geladenen Zustand (mehr als 39V) längere Zeit stehen lasse.
Ich entlade nur bis etwa 32V.
Nach etwa 300 Zyklen habe ich letztes Wochenende male getestet :
Aufladen auf 41,2V, gefahren bis 31,9V ... Überraschung: mein Cycle Analyst zeigt an : verbrauchte 14,8 Ah. Das ist fast 100%.

hejo
15.10.2008, 16:19
Habt Ihr eigentlich mal gemessen, bis auf welche Spannung Eure Ladegeräte so hochladen?
Bei meinem Standard Ladegerät (China) lädt der Akku bis auf 42,8V.
Kein Wunder, dass dann die Lebensdauer sehr bescheiden ist.
Die Lieferanten freut´s.
Der Kunde ist anfangs begeistert von der Kapazität / Reichweite.
Und muß dann nach ein zwei Jahren einen neuen, teuren Akku bestellen.

Kraeuterbutter
15.10.2008, 16:29
Leider sind die heutigen Ladegeräte unverschämt dumm, da kann man sowas nicht einstellen.die China-Billig-Lader auf jedenfall

ich hab mir vor bald 10 Jahren für umgerechnet ~100 Euro einen gebrauchten Orbit PRO gekauft.
der kann NIcd, NImh, (verschiedene Deltapeakeinstellungen möglich), Tadiran, LIpos, Liionen, Fepos und Bleiakkus laden
von 1 Zelle Nicd rauf bis 11 Zellen Lipos,
von 0,1A Ladestrom rauf bis 8A Ladestrom,
300Watt Ladeleistung
PC-Schnittstelle um Ladekurven/Entladekurven am PC darstellen zu können,
und für die Nicd/Nimh natürlich Formierungs und Zyklen-Programme
auch - um den Memoryeffekt zu minimieren - ein Reflex-Ladeverfahren ist eingebaut und kann auf Wunsch verwendet werden
(damit kann ich Nicd/Nimh-Sub-C mit 8A Laden und sie werden nicht wärmer wie sonst bei 5-6A Ladestrom)

wie gesagt:vor 10 Jahren gekauft
1mal zum Softwareupdate geschickt für LipoModus
1mal zum Softwareupdate geschickt für Fepo4

ich kann die Abschaltspannung 0,01V genau einstellen
oder aber auch in Kombination eine Lademengenbegrenzung vorgeben (z.b.: "maximal 3000mah sollen eingeladen werden)

wenn ich lagern will, lade ich die Akkus nur auf 3,7-3,8V pro Zelle
ansonsten meist so 4,1-4,15V (bei 4,1V soll sich die Lebensdauer von LiMn z.b. fast verdoppeln gegenüber der Ladung auf 4,2V... auf 4,1V geladen büsst man ca. 10% Kapazität ein)

also ich kann das von dir gesagte nur bestätigen, hab ich auch immer so gelernt/gehört.

hejo
15.10.2008, 16:53
Lustigerweise ist das Laden von Lithium Akkus sehr simpel im Vergleich zu den Ni basierten Akku-Systemen.
Die meisten von uns sind auch nicht unbedingt darauf angewiesen, möglichst schnell den Akku wieder voll zu bekommen (im Unterschied zur Modell-Flieger-Gemeinde).
Entweder es steht ein ganzer Arbeitstag zur Verfügung (zwischen den Wegen zur Arbeit) oder aber eine ganze Nacht.
Da würden 1- 1,5A ausreichen und dem Akku gut tun!
Ich bin mal gespannt, wann jemand einen intelligenten Fahrrad-Akku-Lader herausbringt, der bezahlbar ist, und auf optimale Lebensdauer des Akkus bzw. optimale Kapazität eingestellt werden kann :
Einstellung : wieviel Wh brauche ich bei der nächsten Akku-Nutzung
Volle Kapazität (auf Kosten der Lebensdauer)
Optimale Ladung (auf Lebensdauer optimiert)
Analyse (kostet einen Cyclus), gibt aber Auskunft über den Status und die zu erwartende Rest-Lebensdauer

Kraeuterbutter
15.10.2008, 17:29
hmm
Frage an die Elektroniker:
würde es nicht reichen einen entsprechend dimensionierten Widerstand in die Ladeleitung einzuschleifen ?

wenns Ladegerät bei einem 42V Spannung dann abschaltet, wäre der Akku selber dann z.b. nur auf 41V geladen

also 10% weniger Kapazität drin, aber schon deutlich schonender für den Akku

wenn man dann doch mal die letzten 10% auch braucht, steckt man den Widerstand einfach ab, und ladet ohne den Akku wieder auf 42V

sowas wäre eine schnelle, erste Lösung

wenn man wirklich nicht weit fährt, könnte man ja den Widerstand so dimensinoieren, dass nur bis 40V geladen wird

dbroda1980
16.10.2008, 19:41
Habt Ihr eigentlich mal gemessen, bis auf welche Spannung Eure Ladegeräte so hochladen?

Ja :( 39,5 Volt bei Blei/Gel
Brauch ein neues Ladegerät.
Empfehlungen bis 130-150 Euro sind wilkommen.

Troubleshooter
16.10.2008, 19:54
hmm
Frage an die Elektroniker:
würde es nicht reichen einen entsprechend dimensionierten Widerstand in die Ladeleitung einzuschleifen ?

wenns Ladegerät bei einem 42V Spannung dann abschaltet, wäre der Akku selber dann z.b. nur auf 41V geladen

also 10% weniger Kapazität drin, aber schon deutlich schonender für den Akku

wenn man dann doch mal die letzten 10% auch braucht, steckt man den Widerstand einfach ab, und ladet ohne den Akku wieder auf 42V

sowas wäre eine schnelle, erste Lösung

wenn man wirklich nicht weit fährt, könnte man ja den Widerstand so dimensinoieren, dass nur bis 40V geladen wird

Ganz einfach: Eine Diode in Durchlassrichtung eingeschleift nimmt sich 0,7V, braucht's weniger, dann gäb's noch welche die 0,35V (Shottky) Durchlassspannung haben oder eben die Z-Dioden mit ab 2,7V bis hin zu einigen 100V ;)

fred54
17.01.2009, 17:31
..gibts eigentl. eine einfache Lösung,die sich bei mir auch bewährt hat.Wenn ich meinen bionx mal wieder lade,mache ich den gar net voll.D.h., ich ziehe nach festgelegter Zeit (z.B. 2std.) einfach den Ladestecker aus dem akku.Das macht dem garnix.Das Ladegerät schaltet sich automat. aus und der akku hat keine Grenzspannung.
Wenn ich den akku brauch,nach 1,2,3 Tagen für eine Fahrt von viell. 30 km habe ich immer genügend Saft intus.:D
Das wichtigste ist,das ein Li ion niemals VOLL über längere Zeit gelagert wird..

fred

Heilpraktikus
22.01.2009, 20:31
Hallo, ich möchte das Thema noch einmal aufgreifen, da ich auch nicht so genau weiß, wie ich mit meinem Lipo-Akku umgehen soll. Habe bisher immer so selten wie möglich geladen, also erst, wenn nix mehr ging. Ist ja wohl nicht so intelligent. Wie wäre es denn, wenn ich nach Tageskilometern fahre und vor Komplettentladung eben nicht voll auflade, sondern mit einer Zeitschaltuhr die Ladezeit (leider mit China-Ladegerät) begrenze :o?

pmic5
22.01.2009, 20:58
@Heilpraktikus
Das müsste gehen, ist aber m.E. recht unpraktisch: oft musst du überlegen, welche Zeit einzustellen ist.
Vor allem aber: es bringt wohl kaum Verbesserung der Akku-Lebensdauer, noch tiefer als ca. 39,5 -40 V zu laden. Ich habe eine Si-Diode vorgeschaltet, die um 0,7 V reduziert, mann kann auch 2 hintereinander schalten mit 1,4 V, damit würde die Lebensdauer sicher ca. verdoppelt, wie oft zu lesen ist. Und dann brauchst du nimmer benötigte Kapazitäten ausrechnen.

Heilpraktikus
23.01.2009, 08:59
@pmic5: Danke für den Tipp - könntest Du das mit der vorgeschalteten Diode einem Elektro-Laien genauer erklären? Wo das Teil kaufen? Wie anschließen? Danke im voraus :).

funbiker
23.01.2009, 10:45
Das Laden ist eine Wissenschaft für sich.
Bei LI-Po´s spielt es (so hoffe ich) keine Rolle, ob sie nur teilgeladen oder vollgeladen (oder was auch immer) werden.
Da sagt ja jeder Hersteller was anderes
Sollten sie wirklich keinen Memory-Effekt haben , so müsste man lediglich darauf achten, sie nicht zu überladen.
Bei meinem Akkupack (von www.batteryspace (http://www.batteryspace).com) 10 Ah, 36 V Spitzenstrom 40A
mit dem Aufdruck 37 V ist der Balancer fest eingebaut und ein Ladegerät dabei, welches den Akkupack mit
3 A lädt. Ladedauer ca 4-5 h
Ladeendspannung: 41,7 V
d.h. eine Zelle wird auf ca 4,17 V aufgeladen
Nach dem Laden soll der Pack ca 30 min liegenbleiben, damit der eingebaute Balancer Zeit zum Ausgleichen hat.
Natürlich wird bei dieser "sanften" Ladung der Akkupack nicht einmal "handwarm"
Im Datenblatt werden 500 Ladezyklen versprochen, allerdings steht nix drin, ob das nun 500 "Voll-Ladungen" sind und welche Restkapazität dann noch vorhanden ist.
Das ganze war sehr teuer, ca 600€ incl Zoll und Einfuhrsteuer, so hoffe ich, dass der Akkupack entsprechend langlebig ist.
Aber da hat mich die Experimentierlust gepackt und ich habe nicht so ganz auf die Kosten geachtet
Funbiker

pmic5
23.01.2009, 11:24
@Heilpraktikus
Du hast also einen LiPo-Akku, da ist das Laden ohne Balancer problematisch - die Zellen driften gern auseinander. Also nützt dir mein Tip wenig, der war für LiMn- oder LiFe gedacht.
Neuer Tip: kaufe dir einen Balancer, z.B. hier http://www.lipopower.de/shop/index.php?main_page=product_info&cPath=32&products_id=1020&zenid=b5d6b1094aa6e0cf6332d5ea95b67789
Die Begrenzung der Ladespannung mit einer Diode kannst du dann immer noch machen; als Elektrolaie ist das Basteln dafür aber eher abzuraten. Miss doch mal (oder lass messen) die Ladeendspannung deines Laders mit einem guten Messgerät, vielleicht bleibt er ja unter 42 V = 4,2 V / Zelle. Dann brauchst nichts mehr machen, ausser Balancer kaufen.