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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ablehnung gegenüber elektrounterstütztem Fahrrad?


Troubleshooter
13.10.2008, 17:59
Hi ihr,

wollte mal fragen ob ihr eigentlich auch Ablehnung von den alteingesessenen Radlern erfahrt? Ich finde es furchtbar, 80% der Radler kommen gleich mit: Ah, unsportlich und das ist doch viel zu schwer... Etc.

Nur auf'm Rad, wenn ich an so manchem dran vorbei fahre wird nur gestaunt. Und natürlich wenn andere damit fahren dürfen.

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Sind die Fahrradfahrer wirklich so konservativ?

Broadcasttechniker
13.10.2008, 18:34
Ich habe einen Kollegen, der früher professionell Rennrad gefahren ist, heute nur noch zum Spaß.
Der ist begeistert davon, bedauert nur, dass die Pedelecs ihn nicht in dem Geschwindigkeitsbereich unterstützen, in dem er fährt.

Reinhard
13.10.2008, 18:43
Dann schlag ihm doch mal ein S-Pedelec vor ... :D

madeba
13.10.2008, 19:35
Ablehnung war bei mir eher nicht der Fall. Da ich die ganze Garage voller Fahrräder habe, wird der Motor von meiner Umwelt nur noch schulterzuckend zur Kenntnis genommen.
Eher wurde mir die Frage gestellt, ob ich das denn wirklich noch nötig hätte, soviel wie ich immer mit den Rädern unterwegs bin :cool:

Bin mal gespannt, wie meine Entscheidung pro Velomobil aufgenommen wird... ( :eek: jetzt holen sie ihn ab...)

Markus

Herr Rossi
13.10.2008, 19:54
Es gibt solche und solche.
Am schlimmsten sind die "Sportradler", aber nur solange bis sie gefahren sind. Bis jetzt kam keiner ohne ein fettes Grinsen zurück. :D
Andere sind neugierig, erschrecken aber, wenn man den Preis nennt. Dann kommen Argumente wie "kann ich gleich Roller fahren". Wenn man aber erklärt, daß man mit nem Roller nicht durch den Wald fahren darf, macht meistens klick.

ch-ack
21.10.2008, 10:43
Jepp, hier werden auch viele negative Stimmen laut : "Hey, Du bescheisst ja..." oder " ... na das ist doch kein Fahrradfahren mehr..." usw. - wenn ich allerdings erwähne, dass ich eben mal 25 km in eine Richtung fahre und ja eigentlich damit zur Arbeit mit 0,0 Liter Benzinbrauch komme und nur 20 min langsamer bin, als ein Autofahrer, dann schauen die meisten mit offenem Mund drein.
Naja bei "normalen" Fahrradfahrern braucht man wohl auch nicht auf Zustimmung hoffen. In ein paar Jahren, wenn die E-Bike´s zum Standart gehören, dann sieht es anders aus - denke ich.
Schlimmer ist allerdings der allgemeine "Kampf" zwischen Autofahrern und Radfahrern. Die Autofahrer kümmern sich alle überhaupt nicht darum, ob die Radwege schlecht oder gut sind - hauptsache die Radler sind nicht auf der Straße. Ich würde schon gerne mal einen dieser schimpfenden Autofahrer aufs Bike setzen und die teilweise sehr saumäßigen Radwege abfahren lassen, dann würden manche wohl eventuell aufwachen. Aber das wird wohl ein Traum bleiben, das normale "nur"-Autofahrer Verständnis entwickeln.

peline
21.10.2008, 15:20
Erinnert ihr euch noch an die Anfangszeit der Handys?
Was war das peinlich, wenn man z.B. im Park oder im Bus angerufen wurde. Überhaupt hatte das hantieren mit Handys irgenwie sowas wie Goldkettchen bei Jungs, die schick aussehen wollten.

Alv
21.10.2008, 18:31
Schlimmer ist allerdings der allgemeine "Kampf" zwischen Autofahrern und Radfahrern. Die Autofahrer kümmern sich alle überhaupt nicht darum, ob die Radwege schlecht oder gut sind - hauptsache die Radler sind nicht auf der Straße. Ich würde schon gerne mal einen dieser schimpfenden Autofahrer aufs Bike setzen und die teilweise sehr saumäßigen Radwege abfahren lassen, dann würden manche wohl eventuell aufwachen. Aber das wird wohl ein Traum bleiben, das normale "nur"-Autofahrer Verständnis entwickeln.

Ich bin beides.
Als Autofahrer darf ich mich oft genug mit agressiven Radfahren rumärgern.
Als Radfahrer benutze ich, woimmer es geht, Rad- oder Fußwege, weil mir die Straßen zu gefährlich sind.
Und ich verstehe nicht, was es immer an den Radwegen zu meckern gibt. Ich bin Schotterwege oder Waldpfade gewohnt, da kommen mir die Radwege wie Autobahnen vor...

bd. Alv

peline
21.10.2008, 21:14
Ich bin beides.
da kommen mir die Radwege wie Autobahnen vor...

bd. Alv

...bis 15 Km/h sind die meisten ja auch ok

Aldibiker
22.10.2008, 11:02
Ich teile das Leid. Ständig muß ich mir anhören das ich mit meinen
28 Jahren doch lieber ohne Motor fahren solle und ein "fauler Sack"
bin. Leute die mit dem Auto zur Arbeit fahren sind natürlich
überhaupt nicht faul!

Ein Freund von mir ist Radsportler der Fahrräder hat die das
3 fache eines S-Pedelec kosten. Der Preis schreckt ihn nicht ab.
Er findet es interessant, würde sich trotzdem keins kaufen.
Verstehen muß man das nicht, verurteilen aber auch nicht.

Die Radwege bei uns in Berlin gehören auch alle überholt. Da fahr ich
lieber auf der Straße alle 50 Meter über zu tief eingelassene Gullideckel.

Gruß Robert

Passi
30.10.2008, 09:25
Ja, die Sprüche kenne ich. Das E-Bike hat immer noch den Status für Behinderte oder alte Leute. Ich kenne jemanden der fährt jeden Tag damit zur Arbeit, der durfte sich die Sprüche auch anhören. Allerdings ist der nicht auf den Mund gefallen und hat direkt gekontert: "Ich faule Sau? Ich fahr doch Rad! DU fährst doch Roller und tust nichts!" Dazu kommt beim Roller die Inspektionsintervalle, Versicherung, Sprit und Wertverlust. So, mittlerweile ist er nicht mehr der Einzige der mit dem Rad zur Arbeit kommt :)
Die Holländer sind uns ein ganzes Stück voraus (wie sehr oft), die nutzen das Rad einfach!
Es wird sich aber in den nächsten Jahren einiges tun, denke ich.