Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bitte Definition von "Biegen" bei einer Federgabel
Saxonette
07.10.2008, 16:12
ich schon wieder... :D
Aktuell fahre ich ein weitestgehend fast neues 28" Kettler Toledo Trekking-Rad mit Federgabel und hydr. Bremse von Magura. Gerade habe ich das Vorderrad mal ausgebaut und die Gabel gemessen, die zu meiner Überraschung nach dem Lösen der Muttern etwas auseinander ging :eek: ...aber leider nur auf 101 mm.
Sie läst sich sehr leicht mit dem Daumen auf 104 mm "aufbiegen" (NineContinent).
Was meint Ihr? Kann man hier von aufbiegen reden, zumal sie ja auch mit den Muttern etwas zusammengedrückt wird?
Bin für Meinungen dankbar.
Saxonette
Wenn Du die Gabel sehr leicht mit dem Daumen auf 104 mm aufbiegen kannst und sie dann wieder zurück federn würde ist die Belastung für die Struktur sicher sehr gering, wenn Du so den Nine Continent einsetzt. Wundert mich allerdings, dass es so leicht geht, hat die Federgabel vielleicht Spiel ? Ich würde eine Federgabel jedoch nicht so weit überbiegen, dass sie dauerhaft auf 104 mm Breite aufgebogen bleibt auch wenn man den Nabenmotor entfernt. Diese Art von "Aufbiegen" wird zwar von vielen hier praktiziert, ist aber umstritten. Bei meiner dicken Starr-Stahlgabel habe ich das gemacht, weil nur dadurch ein Radwechsel alleine durchführbar ist (Aufbiegen nur mit dem Daumen war absolut unmöglich).
Saxonette
07.10.2008, 18:06
nein..sie hat kein Spiel. Wie gesagt...das Rad ist höchstens 200-300 km alt. Sie federt auch sofort zurück auf 101 mm.
Würde mir bezüglich Deines leichten Aufbiegens mit dem Dauen keine Sorgen machen, den Nine Continent so einzubauen. Wie man hier in mehreren Beiträgen lesen kann, ist der Schwachpunkt aller Gabeln sowieso das Ausfallende (= Achsaufnahme), da hier die Drehmomentabstützung (Unterlegscheibe mit "Nase") ansetzt und normale Fahrradgabeln schlichtweg nicht für diese erheblichen Drehbelastungen an der Stelle gebaut sind. Wenn Du die Möglichkeit hast würde ich die Drehmomentabstützung so verbessern:
http://www.pedelecforum.de/forum/showpost.php?p=1488&postcount=11
Leider hat nicht jeder diese technischen Möglichkeiten zur Verfügung.
grosserschnurz
07.10.2008, 18:38
Hallo didi28 und Saxonette,
wenn sich eine Gabel mit dem "Daumen" aufbiegen läßt, ist es keine besonders wertige Gabel. Eine CrMo-Gabel kann man mit beiden Händen/Armen um etwa 2 bis 4 mm auseinanderziehen, und sie geht dann wieder in ihre Ausgangsposition zurück. Hier einen Motor mit 102 mm Breite einzubauen dürfte unbedenklich sein, wenn die Ausfallenden richtig dimensioniert sind bzw. auch eine Drehmomentstütze eingesetzt wird. Aufbiegen einer Federgabel, die dann wieder auf 101 mm zurück geht halte ich für bedenklich, denn die gesamte Gabelgeometrie ist mit den Federeigenschaften verknüpft, und wenn sie kein Spiel haben sollte, dann sind die Tauch- oder Eintauchrohre vermutlich schlecht dimensioniert.
Wäre auch noch interessant, ob es eine luftgefederte Gabel ist oder ein Noname Produkt mit Stahlfedern, eine Gabel mit Alu- oder Stahlausfallenden?
grosserschnurz wünscht einen schönen Abend
Saxonette
07.10.2008, 18:54
...Wäre auch noch interessant, ob es eine luftgefederte Gabel ist oder ein Noname Produkt mit Stahlfedern, eine Gabel mit Alu- oder Stahlausfallenden?
Was das für eine Gabel ist weiß ich nicht. Nur die Eintauchrohre sind magnetisch. Die Tauchrohre, mit der Achsaufnahme, dagegen nicht.
grosserschnurz
07.10.2008, 19:43
Hallo,
diese Gabel würde ich nicht verwenden. Hier sieht es nach einem Noname Produkt aus.
Du kannst mir vielleicht auch noch die Bezeichnung der Gabel nennen?
grosserschnurz möchte dich nicht ärgern, sondern wünscht dir gute und sichere Fahrt!
Ist kein Noname Produkt sondern eine Kettler Kettcom Federgabel. Auf jeden Fall deutlich über Baumarktqualität.
Saxonette
07.10.2008, 21:01
ja Kettcom steht drauf. :)
Wow ! :cool:
....und auf einem Seriennummern-Aufkleber noch das Wort "Zoom"
Saxonette
Broadcasttechniker
07.10.2008, 21:24
Federgabeln würde ich gar nicht aufbiegen, weder dauerhaft noch temporär.
Und ich bin der, der seine CrMo erstmal auf 170 gebracht hat, damit sie bei 110 stehenbleibt.
Der Grund ist einfach: Eine Federgabel, bei der die Holme nicht mehr parallel stehen, klemmt.
Es sei denn, sie hat von Haus aus jede Menge Spiel mitgebracht.
grosserschnurz
07.10.2008, 21:43
Hallo,
muss dich wohl enttäuschen, auch wenn Kettler draufsteht ist die Gabel ein Zukaufteil, das mit Kettleraufkleber aus China oder so kommt.
Dies ist halt so eine der üblichen Verarschen, die uns "Made in Germany" vorgaukelt.
Aber vergessen wir das und hoffen, dass es besser wird.
MfG grosserschnurz
Saxonette
07.10.2008, 21:44
Der Grund ist einfach: Eine Federgabel, bei der die Holme nicht mehr parallel stehen, klemmt.
Ich denke, ich lasse es mal drauf ankommen, obwohl ich Zweifel habe, das es passiert.
Wie gesagt...so ein großer Kraftaufwand ist es nicht, mit dem Daumen die Gabel auf 104 mm zu drücken (also 3 mm) und wenn die Federgabel streikt, dann kann ich mir immer noch eine neue starre holen.
Saxonette
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