Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kettwiesel mit Elektroantrieb nachrüsten
Sauerlandbiene
04.10.2008, 17:31
Hallo erstmal
Wenn ich mich kurz vorstellen darf :
Ich fahre seit ca.5-6 Jahren mit meinem Kettwiesel durch die Gegend,was hier in meiner direkten Umgebung ( Sauerland ) recht anstrengend ist.
Dazu noch einen Freund,der um einiges sportlicher ist als ich.
Wir machen gerne mehrtägige Radtouren .(zuletzt im Mai von Cuxhafen nach Prag)
Meine Idee ist es mit einer Elektrounterstützung ,öfter mit dem Rad zur Arbeit fahren (fiese Berge), die Räder nicht so oft verladen um ins Flachland zu fahren,sondern auch bei den heimatlichen Runden mehr Spaß zu haben.
Außerdem wäre es schön auf unseren Radtouren die gefahrene Strecke etwas verlängern zu können.
Jetzt stellt sich als nächstes die Frage: Radnabenmotor oder Motor in der Antriebskette ?
Nun meine Idee,da ich leider ein Kettwiesel ohne Differential besitze,würde ich gerne das linke Hinterrad mit dem Motor antreiben.
Ich brauche gute Unterstützung am Berg, möchte aber auch sonst nicht schneckenmäßig unterwegs sein.
Das ganze soll noch möglichst unauffällig und leise sein.
Ich weiß Ihr werdet denken ,Die hat ja nen Knall.
Aber vielleicht kann mir trotzdem jemand weiterhelfen.
Sauerlandbiene :rolleyes:
Christian
04.10.2008, 18:49
Hallo Sauerlandbiene,
willkommen hier.
Jetzt stellt sich als nächstes die Frage: Radnabenmotor oder Motor in der Antriebskette ? Nun meine Idee,da ich leider ein Kettwiesel ohne Differential besitze,würde ich gerne das linke Hinterrad mit dem Motor antreiben.
Da es m. W. derzeit keinen kommerziell verfügbaren Pedelec-Radnabenmotor mit einseitiger Aufhängung gibt, hast Du vermutlich nur zwei realistische Möglichkeiten:
1. Radnabenmotor im Vorderrad (z.B. Nine Continent, Bafang, BionX) oder
2. Kettenantrieb (z.B. Lohmeyer oder den Cyclone-Direktimport)
Je kleiner das angetriebene Rad ist, umso attraktiver werden Nabenmotoren gegenüber einem Kettenantrieb. Hier im Forum gibt es wenigstens einen E-Delta-Trike-Fahrer, da wirst Du vermutlich recht schnell Informationen aus erster Hand bekommen.
Ich weiß Ihr werdet denken ,Die hat ja nen Knall.
Nö.
Gruß,
Christian
ChristophGM
04.10.2008, 19:30
Hallo Sauerlandbiene,
im letzten Jahr habe ich Herrn Lohmeyer in Hennef besucht. Damals hatte er noch ein grünes Kettwiesel mit Tretkurbelantrieb in seiner Werkstatt stehen, welches ich auch probefahren konnte. Wenn Dich das Prinzip des Tretkurbelantriebes interessiert, könnte sich für Dich ein Besuch bei Herrn Lohmeyer lohnen.
Grüße
Christoph
labella-baron
04.10.2008, 19:33
Kann leider den Beitrag nicht direkt zitieren (Problem mit IE?)
Meine Idee ist es mit einer Elektrounterstützung ,öfter mit dem Rad zur Arbeit fahren (fiese Berge), die Räder nicht so oft verladen um ins Flachland zu fahren,sondern auch bei den heimatlichen Runden mehr Spaß zu haben.
Außerdem wäre es schön auf unseren Radtouren die gefahrene Strecke etwas verlängern zu können.
Jetzt stellt sich als nächstes die Frage: Radnabenmotor oder Motor in der Antriebskette ?
Nun meine Idee,da ich leider ein Kettwiesel ohne Differential besitze,würde ich gerne das linke Hinterrad mit dem Motor antreiben.
Ich brauche gute Unterstützung am Berg, möchte aber auch sonst nicht schneckenmäßig unterwegs sein.
Das ganze soll noch möglichst unauffällig und leise sein.
Eine Untersetzung wirst du im Sauerland wohl auf jedenfall brauchen. Aber vielleicht
muss diese ja nicht so niedig sein und damit der Motor so laut, wie bei der
Antriebskette.
Wenn du das linke Rad auf die gleiche Weise lagerst, wie rechts, dann könnte man mittels
z.B. 150mm Riemenscheibe einen Motor mit z.B. 25mm Riemenscheibe über einen Zahnriemen
dranhängen und hättest bei 10 km/h bergauf immer noch ca. 2 Umdrehungen/Sekunde oder 120
U/min. Der passende zugehörige Motor wäre dann leichter, hätte einen kleineren Strom und
müsste preiswerter sein als ein Radnabenmotor. Der Motor könnte etwa dort angebracht
sein, wo Hase bei Nabenschaltung die Schaltungsnabe hinbaut (natürlich auf der anderen,
der linken Seite).
labella-baron
04.10.2008, 20:48
(...) Je kleiner das angetriebene Rad ist, umso attraktiver werden Nabenmotoren gegenüber einem Kettenantrieb.Grundsätzlich richtig.
Es gibt das Kettwiesel ja auch mit 16"-Vorderrad.
Kriegt man da noch einen Nabenmotor rein? Den Nine continent? Wo bekommt man so kurze Speichen. Kann man da noch Speichen kreuzen? Haut die Masse des Nabenmotors bei Radial-Speichung nicht bei jedem Schlagloch einen Schlangenbiss in den Schlauch?
schuhmax
04.10.2008, 20:58
Meine Idee ist es mit einer Elektrounterstützung ,öfter mit dem Rad zur Arbeit fahren (fiese Berge), die Räder nicht so oft verladen um ins Flachland zu fahren,sondern auch bei den heimatlichen Runden mehr Spaß zu haben.
Außerdem wäre es schön auf unseren Radtouren die gefahrene Strecke etwas verlängern zu können.
Jetzt stellt sich als nächstes die Frage: Radnabenmotor oder Motor in der Antriebskette ?
N
hallo sauerlandbiene,
ich kennen die gegebenheiten rund um siegen und kann dein bedürfniss verstehen.
Meine erfahrung, der tretlagermotor ist eine recht laute angelegenheit,
eine lösung wäre der bionx h-rad antrieb, absolut leise und geniales konzept, aber leider seht teuer(ca. € 2000) und akku gebunden,
Auch ich war auf der suche nach einem unaufälligen nabenmotor der mich am berg und bei steigungen unterstützt, ohne massiv aufzufallen,
dabei bin ich unter anderem durch positive berichte von kräuterbutter auf den bafang motor von specialbike.at aufmerksam geworden.
Den gibt es sowohl als h-radmotor für € 369,- als auch als v-radmotor für € 269,-
alles als bausatz kompl. eingespeicht in einer alu-hohlkammerfelge 20-28"
zugüglich akku bist du dann bei 600-800 €
Im kettwiesel wäre natürlich die v-rad version am preisgüntigsten.
Schuhmax
Christian
04.10.2008, 21:28
Kriegt man da noch einen Nabenmotor rein? Den Nine continent? [...] Kann man da noch Speichen kreuzen?
Der Nine Continent (Lochkreisdurchmesser ca. 190 mm) würde wohl passen. Das gekreuzte Einspeichen ist schon bei 20" grenzwertig (mein 20"-Rad kam radial eingespeicht), bei 16" kann ich mir das nicht mehr wirklich vorstellen.
Haut die Masse des Nabenmotors bei Radial-Speichung nicht bei jedem Schlagloch einen Schlangenbiss in den Schlauch?
Meiner sitzt in einer Hohlkammerfelge, da halte ich das für ausgeschlossen.
Gruß,
Christian
Jetzt stellt sich als nächstes die Frage: Radnabenmotor oder Motor in der Antriebskette ?
Nun meine Idee,da ich leider ein Kettwiesel ohne Differential besitze,würde ich gerne das linke Hinterrad mit dem Motor antreiben.
Hallo Sauerlandbiene,
ich fahre seit Ostern ein Sun Trike EZ-3 USX (durchaus vergleichbar mit dem Kettwiesel). Ich habe bis dahin einen Langlieger mit Radnabenmotor (20 Zoll) der Fa. Heinzmann gefahren. Den Motor habe ich dann in mein neues Trike umgebaut. Nachteil: der Motor ist durch sein Metallgetriebe relativ laut und mir fehlte der Tretkurbelsensor (nur Steuerung durch Drehgriff), was ohne Zulassung nicht erlaubt ist.
Deshalb habe ich nach einer Alternative gesucht und mit einem Nachrüstsatz der Fa. Special Bikes gefunden. Inzwischen weiß ich durch dieses Forum, dass es diverse andere Angebote im Netz gibt. Neben dem Motor habe ich jetzt auch gleich den gewünschen Tretkurbelsensor. Der Motor ist im Betrieb kaum hörbar. Allerdings sollte man für den Einbau des Nachrüstsatzes etwas Improvisationstalent mitbringen.
Meines erachtens kommt auch nur der Einbau als Vorderrad in Frage. Ich bin jedenfalls mit meinem Umbau sehr zufrieden. Werde demnächst evtl. noch den Akku tauschen, da ich noch den alten von Heinzmann habe und neuere Technologien wie z.B. LiFePo weniger Gewicht und mehr Leistung versprechen.
Grüße
Triker
Sauerlandbiene
04.10.2008, 22:18
Danke schon mal für Eure guten Anregungen!
Meine Idee den Nachteil des fehlenden Differential (versetzen des Vorderrad`s am Berg) durch E-Unterstützung auszugleichen,finde ich nach wie vor gut. Gibt es einen Nabenmotor mit Stummelachse,für hinten links? Die Möglichkeit mit den Riemenscheiben hört sich nicht schlecht an! Gibt es dabei Lösungen ohne die Ingenieurschule besuchen zu müssen? Fragen über Fragen!!!! Habe bedenken, daß das Vorderrad durchdreht,wenn man den Nabenmotor dort platziert.:confused:
Ächs,Gruß Sauerlandbiene.
Sauerlandbiene
04.10.2008, 22:23
@ Triker
In welchem Gelände bist Du denn so unterwegs ?
Gruß Sauerlandbiene
schuhmax
04.10.2008, 22:40
Deshalb habe ich nach einer Alternative gesucht und mit einem Nachrüstsatz der Fa. Special Bikes gefunden.
hallo, es handelt sich hier um den motor, bzw. bausatz der firma specialbike.at
Erfahrungsberichte siehe beiträge von kräuterbutter
den motor, auf den ich schon hingewiesen habe gibt es als v-rad und h-rad bausatz.
Laut dem vertreiber, herr kranawetter soll die aktuelle baureihe nichts mehr mit der von 2007 gemein haben,
verkabelungs/steckerprobleme wären behoben!
Mal schauen ob er recht hat, mein h-radmotor muss die woche eintreffen, werde berichten.
Aber schau dir mal die berichte von kräuterbutter an.
Übrigens der heinzmann motor ist total super am berg, aber läut!
Schuhmax
labella-baron
04.10.2008, 22:54
Meine Idee den Nachteil des fehlenden Differential (versetzen des Vorderrad`s am Berg)Ist das tatsächlich auf Asphalt so arg - oder sprichst du von weniger griffigem Untergrung?
durch E-Unterstützung auszugleichen,finde ich nach wie vor gut. Gibt es einen Nabenmotor mit Stummelachse,für hinten links? Die Möglichkeit mit den Riemenscheiben hört sich nicht schlecht an! Gibt es dabei Lösungen ohne die Ingenieurschule besuchen zu müssen?Die sichere Befestigung des Motors ist sicher nicht so einfach, aber Ingeniosität muss man hierzu nicht besitzen;)
Habe bedenken, daß das Vorderrad durchdreht,wenn man den Nabenmotor dort platziert.:confused:Au ja - das geht wohl auch nur auf Asphalt gut.
labella-baron
04.10.2008, 23:04
Meiner sitzt in einer Hohlkammerfelge, da halte ich das für ausgeschlossen.?? Versteh ich nicht. Du weißt ja offenbar, was ein Schlangenbiss ist. Die höhere Masse der Nabe kann nicht schlagartig nach oben beschleunigt werden (z.B. bei einem übersehenen Stein). Also schlägt der Stein durch den Reifen auf die Felge. Deine Hohlkammerfelge gibt noch weniger als eine normale Felge nach. Ergo zerquetscht es den Schlauch an dieser Stelle - von einem bis vier Löcher ist alles machbar! ;)
Christian
04.10.2008, 23:13
Die sichere Befestigung des Motors ist sicher nicht so einfach, aber Ingeniosität muss man hierzu nicht besitzen;)
Bei Nabenmotoren erfolgt die Kabelführung durchweg mittels einer feststehenden Hohlachse. Neben der einseitigen Aufhängung ist bei der Hinterradmontage an einem Kettwiesel also auch noch das Problem der Kraftübertragung zu lösen. Egal wie das am Ende aussieht, ein wenig "ingeniös" wird's wohl schon sein ;).
Gruß,
Christian
labella-baron
04.10.2008, 23:24
Bei Nabenmotoren erfolgt die Kabelführung durchweg mittels einer feststehenden Hohlachse. Neben der einseitigen Aufhängung ist bei der Hinterradmontage an einem Kettwiesel also auch noch das Problem der Kraftübertragung zu lösen. Egal wie das am Ende aussieht, ein wenig "ingeniös" wird's wohl schon sein ;).
Gruß,
Christian
Wo habe ich von einem Nabenmotor geschrieben?
Beim ihrem Kettwiesel wird die Kraft über eine mit dem Rad verbundene Achse übertragen. Also braucht sie für das andere Rad nur das Gleiche und dieser Teil des Antriebs ist gelöst.
Christian
04.10.2008, 23:25
?? Versteh ich nicht. Du weißt ja offenbar, was ein Schlangenbiss ist.
Nein, sorry. Da haben wir aneinander vorbei geredet. Ich dachte, Du meintest das "Durchstechen" per Speiche (keine Ahnung, ob so etwas praxisrelevant ist).
Die höhere Masse der Nabe kann nicht schlagartig nach oben beschleunigt werden (z.B. bei einem übersehenen Stein). Also schlägt der Stein durch den Reifen auf die Felge. Deine Hohlkammerfelge gibt noch weniger als eine normale Felge nach. Ergo zerquetscht es den Schlauch an dieser Stelle - von einem bis vier Löcher ist alles machbar! ;)
Hmmm ... warum sollte das (bei einer Starrgabel) eine Rolle spielen? Die Masse der Nabe ist doch nicht zu unterscheiden von der Masse der Gabel oder eines Fahrers, der sich auf dem Lenker abstützt ... ?
Gruß,
Christian
labella-baron
04.10.2008, 23:36
Hmmm ... warum sollte das (bei einer Starrgabel) eine Rolle spielen? Die Masse der Nabe ist doch nicht zu unterscheiden von der Masse der Gabel oder eines Fahrers, der sich auf dem Lenker abstützt ... ?1. die Speichen dehnen sich bei Belastung
2. Bei gekreuzter Einspeichung ist der Federweg um so größer.
3. Die Starrgabel ist i.d.R. nicht starr, sondern gekröpft und gibt ebenfalls nach.
4. Der gesamte Rahmen nimmt die Kräfte auf und verformt sich dabei elastisch - bei einem Delta-Trike wie dem Kettwiesel um so mehr.
Und erst dann kommen diese Kräfte an der Fahrer-Masse an. (Diese wird wohl immer die größte im Gesamtsystem sein.) ;)
Christian
04.10.2008, 23:55
Alle Federsteifigkeiten, die Du aufführst, dürften weitaus größer sein als die des Mantels/Schlauches (zivile Luftdrücke vorausgesetzt). Meinst Du nicht, dass die Schlange schon längst zugebissen hat, bevor irgendein anderes Teil sich deformiert?
Das mit dem Nabenmotor habe ich (offensichtlich irrtümlich) aus dem Zitat geschlossen, auf das Du geantwortet hast. Streiche es bei Bedarf.
Gruß,
Christian
grosserschnurz
05.10.2008, 00:13
Hallo Iabella-baron,
ich will mich hier nicht im Detail einbringen, aber hier geht es bei der antreibenden Nabe um rotierende Masse, die du nicht mit Gewicht oder wie auch immer betrachten kannst.
Eine moderne Starrgabel ist zwar in der Regel etwas geschwungen, hat aber so gut wie keinen Einfluss auf eine federnde geschweige dämpfende Wirkung.
Bei den dicken kurzen Speichen ist es wurscht, ob du 2x, 3x oder ungekreutzt einspeichst. Ein gut eingespeichtes normales Laufrad kann hier eventuell bei mehrfach gekreutzter Einspeichung "elastischer" sein, aber eine Federwirkung oder ähnlichem wirst du nicht merken.
Ein guter Rahmen hat in der Regel nur eine bescheidene Elastizität und wenn er sich auch noch elastisch verformen soll, dann fährst du letztendlich wie auf Eiern.
Bei einem schlecht berechneten/konstruierten Stahlrahmen aus minderwertiger Legierung kann es eventuell "flexen", aber kein renomierter Hersteller von Alu- der Stahlrahmen wird diese mit deiner Vorstellung von Verformung oder Elastizität anbieten. Der muss nämlich für sein Produkt haften.
Alle 4 aufgelisten Punkte sind unrealistisch bzw. nicht korrekt, wahrscheinlich irgendwann mal was gelesen oder gehört, aber nicht nachweisbar.
Man kann sich z. B. bei einer Felge den Federweg einer Speiche (Dehnung) bei einer kurzfristigen Belastung von 200 kg vielleicht noch im Bereich von 100stel mm (je nach Speichenlänge) messen, aber soviel Feeling unterstelle ich dir nicht, dass du dieses als Federweg verspürst. Ausserdem verteilt sich die Belastung so gut wie gar nicht nur auf eine Speiche, sondern auf mehrere.
Bei der Gabel ist es ähnlich und wenn dein Rahmen oder Fahrwerk wirklich die restlichen Kräfte aufnimmt und sich alles elastisch verformt, dann möchte ich nicht damit Unterwegs sein.
Wenn schon elastisch, dann mit Federung.
Einen schönen Sonntag wünscht grosserschnurz
Fahre die Nine Continent Nabe im 20" Vorderrad meines (Sinner Comfort) Delta Trikes nun schon ca 1200 km. Einzige Federung vorne ist ein Big Apple 50 x 406. Pannen gab's bisher noch keine, trotz teilweise übler Straßenoberfläche. Gesamtgewicht: 135 kg, Auflagegewicht vorne (mit Streamer) 32 kg,
Steigleistung: bis 16% mit kräftigem Mittreten auch auf längeren Steigungen.
Grenzsteigung für max 100m : 20 %, dann schaltet die Strombegrenzung bzw die Controller-Thermosicherung den Motor ab (Der Motor wird dabei kaum Handwarm).
Nutze derzeit noch den Standard Controller, werde diesen aber gegen einen Kasbauer oder dmg-movement Controller tauschen, um per Rekuperationsbremse meine Bremsbeläge zu schonen, der Original-Regler rekuperiert erst ab ca. 30 km/h und das Bremsmoment ist sehr gering.
Horst
Sauerlandbiene
05.10.2008, 10:13
Ist das tatsächlich auf Asphalt so arg - oder sprichst du von weniger griffigem Untergrung?
Es kommt durchaus öfter vor ,das ich steile Rampen sowohl auf Asphalt, wie auch mit Schotter oder etwas matschig nicht ganz hochkomme, weil das Antriebsrad durchrutscht und das Vorderrad versetzt.
Und dann mit den Klickis an den Füßen absteigen,das Kettwiesel festhalten und daran hindern den bis jetzt schon geschaften Weg wieder runterzurollen.
Jetzt möglichst ohne auszurutschen das sture Vieh am meist recht dreckigen Vorderrad nach oben ziehen.
Dazu dann noch die Schmach wieder nicht ohne absteigen hochgekommen zu sein.
Gruß Sauerlandbine
Sauerlandbiene
05.10.2008, 10:23
@ Horst
Das Sinner Comfort hat meines Wissens serienmäßig ein Differential, mein Kettwiesel leider nicht und Firma Hase will auch nicht nachrüsten :(
Gruß Sauerlandbiene
Reinhard
05.10.2008, 11:40
Es kommt durchaus öfter vor ,das ich steile Rampen sowohl auf Asphalt, wie auch mit Schotter oder etwas matschig nicht ganz hochkomme, weil das Antriebsrad durchrutscht und das Vorderrad versetzt.
Ich könnte mir vorstellen, das ein Nabenmotor im Vorderrad Dir am besten weiterhilft. Einmal, weil dann mehr Gewicht auf dem Vorderrad liegt und Du hättest eine Art Allrad-Antrieb, so das die Traktion insgesamt besser wird.
Ein Zusatzantrieb des Hinterrades bringt m.E. weniger, weil aus Deiner Schilderung hervorgeht, das nicht Deine eigene Kraft die Begrenzung darstellt, sondern die Traktion des Antriebsrades.
Bei wirklich rutschigen Stücken musst Du dann aber auch Motor und eigene Antriebsleistung unter einen Hut bringen. Das geht vermutlich am besten, wenn Du auch einen Gasgriff für den Motor hast.
labella-baron
05.10.2008, 13:08
(...)ich will mich hier nicht im Detail einbringen, aber hier geht es bei der antreibenden Nabe um rotierende Masse, die du nicht mit Gewicht oder wie auch immer betrachten kannst.Meine ursprüngliche Frage war nicht rhetorisch, sondern ich wollte schon eure Einschätzung hierzu wissen. Ich fürchte auch, dass dieses Thema in diesem Forum zu sehr ins Detail geht.
Das mit der rotierenden Masse versteh ich nicht ganz, eine solche läßt sich doch zusätzlich schwerer um die Drehachse kippen, was aber beim Auffahren auf eine schräge Kante vermutlich nur akademische Bedeutung hat.
Eine moderne Starrgabel ist zwar in der Regel etwas geschwungen, hat aber so gut wie keinen Einfluss auf eine federnde geschweige dämpfende Wirkung.Hm - mir geht es nur um die federnde Wirkung. Warum gibt/gab es überhaupt geschwungene Gabeln? Den Nachlauf konnte man fertigungstechnisch viel einfacher durch die Schrägstellung erreichen.
Bei den dicken kurzen Speichen ist es wurscht, ob du 2x, 3x oder ungekreutzt einspeichst. Ein gut eingespeichtes normales Laufrad kann hier eventuell bei mehrfach gekreutzter Einspeichung "elastischer" sein, aber eine Federwirkung oder ähnlichem wirst du nicht merken.Warum kreuzt man dann normalerweise? Warum verwendet man 2D-Speichen? Wozu der zusätzliche Aufwand? Warum sind Scheibenräder sehr viel "härter" und gar nicht mehr so in Mode, obwohl doch ein echter Hingucker? Andererseits hast du vermutlich recht, da eine 20cm-Speiche (die untere) nur um 0,4mm kürzer wird, wenn sie beim Auffahren auf den Stein voll entspannt würde und ich richtig gerechnet habe.
(...) Bei einem schlecht berechneten/konstruierten Stahlrahmen aus minderwertiger Legierung kann es eventuell "flexen", aber kein renomierter Hersteller von Alu- der Stahlrahmen wird diese mit deiner Vorstellung von Verformung oder Elastizität anbieten. Der muss nämlich für sein Produkt haften.Warum fahren viele Reiseradler trotzdem lieber Stahlrahmen? Doch wohl, weil Alu bei Wechsellast nicht dauerfest ist und deshalb entsprechend "starr" dimensioniert sein muss.
Alle 4 aufgelisten Punkte sind unrealistisch bzw. nicht korrekt, wahrscheinlich irgendwann mal was gelesen oder gehört, aber nicht nachweisbar.Nicht gelesen, sondern eher selbst zusammengereimt. Aber wahrscheinlich sehe ich das zu kritisch. Um so besser. Dann steht ja dem 4kg-Motor in einem 16"-Laufrad nichts mehr im Wege!
labella-baron
05.10.2008, 13:15
Jetzt möglichst ohne auszurutschen das sture Vieh am meist recht dreckigen Vorderrad nach oben ziehen.Das geht doch auch an der - meist saubereren Pedale - ganz gut.
labella-baron
05.10.2008, 15:32
Dann steht ja dem 4kg-Motor in einem 16"-Laufrad nichts mehr im Wege!Äh, natürlich 5,4kg wie in http://www.pedelecforum.de/forum/showpost.php?p=1916&postcount=3 nachzulesen !
grosserschnurz
05.10.2008, 16:23
Hallo, ich wollte hier etwas provozieren!
natürlich kann ein auf das Fahrergewicht und dem Einsatzzweck entspechend konstruierter Rahmen oder eine Gabel, Felge und Speichen das Fahren etwas erträglicher machen und ein Laufrad unter gleichen Vorgaben gespeicht, kann durchaus angenehmer zu fahren sein.
Aber bei einem 0815 Rad mit so kleinem Laufrad und dicken Speichen und stabiler Felge, da treffen meine Argumente zu.
grosserschnurz
@ Triker
In welchem Gelände bist Du denn so unterwegs ?
Hallo Sauerlandbiene,
bin südlich von Bremen hauptsächlich zur Arbeit unterwegs. Kurze Steigungen bis max. 10% liegen auf meinem Weg.
Da ich fast über der Hinterachse sitze (1,98m Länge), wird bei Steigungen das Vorderrad natürlich zusätzlich entlastet. Durch das Gewicht des Antriebs kommt es bei normaler Fahrbahn aber nicht zum Durchdrehen des Rades. Bei losem Untergrund kann das Rad natürlich schon mal durchdrehen. Bei gleichmäßiger Fahrweise ist das aber beherschbar.
Übrigends stellt das Durchschlagen von z.B. Steinen meines Erachtens kein Problem dar, da auf dem Vorderrad eben nicht so ein großen Gewicht liegt.
Grüße
Triker
Bevor ich die Entscheidung zum Kauf meiner beiden Lepus getroffen habe, bin ich einige tage mit einem Kettwiesel gefahren (ohne Differential).
Da das Vorderrad bei einer Steigung von 8% mit bescheidenen 2,2kg (gemessen mit Federwaage) belastet , kam für mich ein Vorderradmotor nicht in Frage. Ich will auch auf Gras und Waldwegen noch Steigungen hochfahren.
Also hab ich mir die Lepus mit Differential bestellt und mir einen eigenen Antrieb eingebaut mit Radnabenmotoren.
Die Lösung ist optimal,
hat aber den Nachteil, dass man nicht rekuperieren kann.
Da mich die Brems-Geräusche nerven,
überlege ich jetzt, einen zusätzlichen Nabenmotor in das Vorderrad einzubauen, um ihn zum Bremsen / rekuperieren zu nutzen.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass dieser Antrieb auf normalen Strassen durchaus gut funktioniert.
Sauerlandbiene
08.10.2008, 15:01
Hallo Ihr da draußen
Erst mal vielen Dank für die vielen Antworten und Anregungen.
Ich habe gestern noch mal bei Hase-Bikes angerufen und nach dem Nachrüstpreis für das Differential gefragt. 1200€ !!!! Viel Geld!!!!
Hase würde mir auch lieber wieder ein neues Rad verkaufen. Aus deren Sicht sicher verständlich,mir aber auch zu teuer.
Ich werde mir in nächster Zeit erst mal bei Händlern Nachrüstsätze ansehen und wenn möglich probefahren.
Werde mich dann wieder bei Euch melden.
Gruß Sauerlandbine
Kraeuterbutter
08.10.2008, 15:47
und wenn du vorne nen 3-5kg nabenmotor einbaust,
und den Akku - aufgeteilt auf 2 Seiten - ebenfalls direkt vorne am Vorderrad montierst..
dann hättest so 7-10kg die vorne zusätzlich aufs Rad drücken.. immerhin was
Sauerlandbiene
10.10.2008, 15:27
und wenn du vorne nen 3-5kg nabenmotor einbaust,
und den Akku - aufgeteilt auf 2 Seiten - ebenfalls direkt vorne am Vorderrad montierst..
dann hättest so 7-10kg die vorne zusätzlich aufs Rad drücken.. immerhin was
Das ist auf alle Fälle meine zweite Option. Aber wird das Rad wirklich so viel schwerer ? Ist dann mit ausgeschaltetem Motor zu fahren ober wenn man sich mit den Batterien mal verschätzt hat nicht ziemlich schwer ?
Ich will mir bei Hr. Lohmeier mal den Tretkurbelantrieb ansehen und anhöhren (wie laut) und überlegen ob es möglich ist in das linke (nicht angetriebene) Hinterrad eine Achse einzubauen und diese wie auch immer (die Idee mit der Riemenscheibe gefällt mir ganz gut) mit dem Antrieb zu verbinden. Ich habe keine Ahnung wie groß diese Übersetzung sein muß um für mich passend zu sein.
Die Akkus vorne unterzubringen wird wohl auf alle Fälle die beste Idee sein.
Gruß Sauerlandbiene
Kraeuterbutter
11.10.2008, 01:11
ich hab noch nie ein KEttwiesel gesehen, keine Ahnung wie das aufgebaut ist und ob man folgendes realisieren könnte:
aber - wenn ein Diff so teuer ist - man könnte doch auch 2 Freiläufe einbauen ?
damit hätte man ebenfalls eine Art Differentialwirkung in Kurven (also kein Verspannen),
an rutschigen Bergen/Rampen sogar den Vorteil dass kein einzelnes Rad durchrutschen kann und man quasi wie mit Differentialsperre hochfahren kann
zumindest von den Freiläufen her wäre das wohl sicher billiger als 1200 Euro-Diff
und dann - so wie von hejo gezeigt - noch einen RAdnabenmotor als lautlosen Tretlagermotor verwenden
Reinhard
11.10.2008, 11:20
ich hab noch nie ein KEttwiesel gesehen, [...]
Guck Dich hier mal um: Klick (http://www.hasebikes.com/59-0-kettwiesel-flash.html)!
labella-baron
12.10.2008, 19:34
(...) und überlegen ob es möglich ist in das linke (nicht angetriebene) Hinterrad eine Achse einzubauen und diese wie auch immer (die Idee mit der Riemenscheibe gefällt mir ganz gut) mit dem Antrieb zu verbinden. Ich habe keine Ahnung wie groß diese Übersetzung sein muß um für mich passend zu sein.Du hast nicht sehr viel Platz. Ich habe das ausgemessen. Recht viel mehr als Riemenscheiben mit 150mm und 25mm werden nicht gehen. Das ist Faktor sechs - aber das ist schon was!
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