Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Epple Stahl-Klassiker 5-Gang Nabenschaltung mit Bafang Frontmotor
Der Einstieg ist geschafft. Als Basis für mein 1. Pedelec habe ich mir mein bewährtes 28-Zoll Epple-Rad mit Stahlrahmen und 5-Gang Sachs Nabenschaltung genommen. Es kam deshalb auch nur ein Vorderradmotor in Frage, konkret ein Bafang 36 V 250 Watt Motor, welchen ich beim „Mechaniker“ mit Zubehör erworben habe. Hierbei gab es für mich zusätzlich zu den vielen Infos aus dem Pedelecforum weitere interessante Details für den Umbau.
Als Stromquelle habe ich von ebike-Solutions(bzw. „Pillle“) einen aktuellen 36 Volt Akku mit 4,6 Ah erworben, welcher für meine tägliche Wegstrecke(rund 30 km) reichen sollte. Der Akku macht bislang einen sehr guten Eindruck. Die Lieferung war ebenso kompetent wie beim „Mechaniker“.
Als Haupt-Schalter habe ich für das Rad aus einem PC-Netzteil einen Kippschalter genommen.
Meine ersten Fahreindrücke haben die Erwartungen voll übertroffen. Die tägliche Wegstrecke beinhaltet rund 300 Höhenmeter, mit 2 steileren, aber kurzen Anstiegen, welche ich aber mit der stinknormalen relativ langen Übersetzung wider Erwarten problemlos durchfahren kann. Allerdings fahre ich relativ sportlich mit ordentlichem Pedaleinsatz.
Die Umbaukosten(reine Materialkosten) liegen bei ziemlich genau 500.—Euro. Kurzfristig möchte ich mein Winterrad(Müsing – Crossrad) verkabeln, damit ich bei Bedarf das Vorderrad und Controller für einen Fahrradwechsel schnell tauschen kann. Langfristig werde ich sicher einen zweiten Motor anschaffen.
Der Epple-Stahlklassiker liegt ohne Akku bei 17 kg. Für ein komplett ausgestattetes altes Rad finde ich dies für den Anfang nicht so schlecht.
Weitere Erfahrungen werden sicher folgen.
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Die ersten 1000 Kilometer habe ich nun mit Unterstützung im Alltagsbetrieb zurückgelegt. Derzeit mit Winterreifen(Schwalbe Snowstud), welche man bereits gut gebrauchen konnte.
In der Zwischenzeit habe ich noch einen zweiten Akku gekauft, 11 Ah, von BMS-Battery.
Mit diesem Akku komme ich auf meiner hügeligen Strecke bei höchster Stufe auf rund 70 km Fahrleistung.
Das Rad hat sich mit dieser Ausrüstung für mich bestens bewährt, da ich neben dem Spaßfaktor in meiner Mittagspause rund ein Drittel Fahrzeit einspare. Einziges Manko ist die Rücktrittbremse von der Sachs-Nabenschaltung.
Als nächstes Projekt möchte ich mein Müsing Trekking-Rad(Rohloff-Nabe) mit einem CUTE-Motor von BMS-Battery bzw. EcityPower ausstatten.
Die 2000 Km-Marke habe ich jetzt mit dem Epple-Pedelec-Umbau ebenfalls schon genommen. Trotzdem bin ich immer noch überrascht, wie problemlos sich die Technik im Alltag zeigt, gerade jetzt in diesem strengen Winter. Ich hoffe natürlich, dass dies noch lange so bleibt.
Von Vorteil ist der Vorderradantrieb, da er im Winter in Kombination mit dem normalen Antrieb am Hinterrad zum echten Allradantrieb wird. Wie auch schon andere Forumsmitglieder beschrieben haben, zieht der Vorderradantrieb das Gefährt regelrecht durch den Schnee, wie z.B. durch Schneeverwehungen. Ohne Motor so nicht zu machen.
Mich begeistert die Technik nach wie vor. Der Virus ist hartnäckig, weshalb ich mich schon auf die 1. Ausfahrt mit meinem 2. Umbau -Müsing-Trekking-Rad mit Cute-Motor- freue.
Das 3. Projekt -Umbau-Birdy-Faltrad- nimmt bereits Formen an. Der Tongxin-Motor liegt schon bereit. Es fehlt nur noch eine neue Felge zum Einbau.
Beim großen Sommercheck habe ich festgestellt, dass die rechte Motorabdeckung(in Fahrtrichtung auf der Seite mit dem Stromanschluss) sich gelockert hat. Dies jetzt nach gut 2500 km(derzeit fahre ich kaum mit dem Epple-Rad).
Ich konnte die Abdeckung problemlos wieder andrehen, bzw. mit einem Schraubendreher festklopfen. Es handelt sich um ein Linksgewinde.
Mittlerweile habe ich seit einigen Wochen mein Winterrad gelegentlich in Gebrauch genommen und auch schon wieder winterfest gemacht, bezüglich der Bereifung.
Der Motordeckel hat sich nicht mehr gelöst.
Mein derzeitiger Kilometerstand beträgt 3200 km. Bei diesem Kilometerstand hat sich der Motor aus der Gabel gedreht, bzw. die Aufnahmen geweitet.
Ich kann nicht ganz ausschliessen, dass sich die Achsschrauben nach dem Radwechsel eventuell gelöst haben und zu diesem Ergebnis geführt haben. Bei richtiger Kontrolle wäre es eventuell nicht passiert. Es wäre auf jeden Fall mit einer Drehmomentstütze besser verlaufen.
Da ich noch Ersatzmaterial vorrätig hatte, kann ich nach dem Gabelwechsel wieder weiterfahren. Der Motor hat keinen Schaden genommen, lediglich das aussenliegende Kabel wurde leicht beschädigt.
Mittlerweile bin ich mit dem EPPLE - Pedelec auch gut über den 2. Winter gekommen; ich kann mir schon nicht mehr vorstellen, meine Alltagsfahrten ohne Antrieb zu machen, gerade aber im Winter. Der Frontmotor hilft sehr gut durch den Schnee.
Die Problematik mit dem Motordeckel ist nicht mehr aufgetaucht und die Gabel hat bisher auch wieder gehalten; 2 Speichen sind mir allerdings gebrochen. Bei der Kilometerleistung und starken Beanspruchung finde ich das immer noch akzeptabel.
Ich denke es ist mal wieder Zeit, etwas von meinem alten "Epple" zu schreiben, insbesondere die Erfahrungen im dritten Winter.
Wie ja allseits bekannt, ließ der Winter diesmal etwas länger auf sich warten. Bei mir heißt dies trotzdem, dass ich im November, in diesem Winter Ende November, auf mein Epple-Winterrad umgestiegen bin. Die Winterreifen(Schwalbe Snowstud) waren bereits vom letzten Winter noch montiert.
Die jetzt herrschende Kälte ist auf jeden Fall eine Herausforderung für das Rad und natürlich für den Bafang-Frontmotor. Ich bin trotz der jetzt schon mehrjährigen Erfahrung immer noch erstaunt, wie zuverlässig der Antrieb bei teilweise widrigen Umständen seinen Dienst tut.
Die bereits beschriebenen Probleme an Motor oder auch an der Gabel, sind bislang nicht mehr aufgetaucht. Ich hatte auch keine weiteren Speichenbrüche. Egal wie lange die Kombination noch durchhält, für mich hat sich der Umbau auf jeden Fall rentiert.
Wie auf den aktuellen Fotos erkennbar, ist die Magnetscheibe vom PAS schön vom Schnee und Eis zugesetzt, die Funktion hat dies noch nie beeinträchtigt.1663216633
Für den Sommerbetrieb habe ich bereits im letzten Spätsommer ein klassisches Hercules-Dreigang-Rad mit Cute-Frontmotor umgebaut und bereits einige hundert Kilometer gefahren. Dieses Rad werde ich demnächst in Wort und Bild vorstellen.
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