Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Specialbikes.at Akku defekt? Was tun?
Hallo miteinander,
habe eben meine erste Messfahrt mit Watts UP und frisch geladenem Specialbikes 36 Volt NiMH Akku gemacht, der 8,5 Ah haben soll.
Leerlaufspannung zu Beginn: 42 Volt
Rad ging zu Anfang richtig gut ab und zog 14 A. Nach 5 KM waren 1,9 Ah verbraucht, die Spannung lag unter Last bei 34,3 Volt und der Akku konnte nur noch gerade 11,5A leisten.
Nach 8 KM war die Spannung bei 34 Volt und der Akku konnte nur noch 10A abgeben.
Nach 10 KM waren 3,8 Ah verbraucht, die Spannung lag bei 33,8 Volt und kam auch im Leerlauf kaum über 36 Volt
Ab 12 KM war die Spannung bei 33,3 Volt, nur noch 5 A möglich und die Leerlaufspannung kam nicht mehr auf 36 Volt.
1) Was sagt euch das?
2) Was soll ich tun?
3) Ist die Firma Specialbikes jetzt raus aus der Insolvenz? War doch jetzt der Termin?
4) Rechtsschutzversicherung bemühen?
Gruß Peter
P.S.
196 Wattstunden habe ich herausbekommen, davon haben aber bestimmt die letzten 30 dem Akku geschadet.
Aber auch so sind das nicht mehr als 5,4444 Ah Entnahme.
Hi,
ich würde den Akku zu 100% laden.
dann den Akku gleichmäßig mit 0,5C/1C entladen und die Kapazität dabei ermitteln.
Wichtig ist hierbei, das bis zur Entladeschlussspannung entladen wird.
So wird die richtige Kapazität ermittelt.
greez
abala
grosserschnurz
25.09.2008, 12:02
Hallo Pepeline,
du hättest mal beschreiben sollen, wie viel du mitgetreten hast und deine Messmethode sagt eigentlich nichts über den Zustand des Akkus aus.
Lade (über Nacht) und entlade deinen Akku (durch Fahren) 3 bis 4 mal, setzt dich auf dein Bike und strample mal 40 km tüchtig durch bewegtes Gelände und wenn der Akku dies durch hält, ist er in Ordnung, oder du hast zu wenig mitgetreten.
Probiers einfach mal, bevor du vors Gericht ziehst.
H. Kranawetter führt übrigens seine Betrieb mit allen Verpflichtungen weiter, ruf ihn doch einfach mal an, wenn du wirklich ein Problem mit deinem Akku haben solltest.
Also feste strampel und nicht alles auf einen neuen Akku schieben, der erst ein paar Lade-/Entladezyklen braucht.
grosserschnurz grüßt dich
Christian
25.09.2008, 12:42
Ich würde den Akku mit dem mitgelieferten Ladegerät laden und dann an einem Leistungswiderstand entladen (dabei mit dem Watt's Up messen). Falls eine Entladerate zur Akkukapazität genannt wurde (Datenblatt, Angebot, Rechnung), dann würde ich diese einstellen. Anderenfalls könnte man mal mit 1 C anfangen. Wie bereits erwähnt wurde, erreicht der Akku seine volle Kapazität erst nach einigen Zyklen.
Sobald Du weißt, was der Akku wirklich leistet, kannst Du Dir überlegen, ob/wie Du weiter vorgehen willst.
Gruß,
Christian
Nein, ich habe gar nicht getreten - warum auch.
Der Akku war vollgeladen - geht ja nur mit dem Ladegerät, bis die LED von rot auf grün wechselt. Habe morgens noch mal kurz nachgeladen und bin dann los.
Warum soll ich denn nur mit 1C entladen. Das ist ein Fahrradakku, der an einem Regler hängt, der den Strom bei 14 A begrenzt.
Warum bringt meine Messmethode nichts. Ist doch aus der Praxis!
Kennt ihr überhaupt "Watts Up"? Dafür ist es doch gebaut, um Verbräuche zu ermitteln.
Jedenfalls kann man meinen Akku, nachdem er 4,5 Ah abgeben hat eigentlich nicht mehr verwenden und müsste ihn mehrere Stunden nachladen. Das kanns doch nicht sein oder?
Gruß Peter
P.S. @Christian
Mit dem Akku bin jetzt schon ca. 800 Kilometer gefahren, daran kann es nicht liegen. Auch wird er eher schlechter.
Nein, von Specialbikes bekommt man in der Regel kaum bis keine technischen Spezifikationen.
Kann man denn davon ausgehen, wenn der Akku langsamer entladen wird, dass einzelne Zellen länger durchhalten?
Die Entladerate war nach 6 Kilometern ja auch bei 1C, da konnte der Akku ja nur noch 8A abgeben.
Gruß Peter
AkkuFerdl
25.09.2008, 13:52
Hallo Peter
Ohne den Akku jetzt schlecht machen zu wollen: Ein 36V-NiMH-Akku besteht aus 30 Zellen in Serie. Eines der Probleme bei 30 unselektierten Zellen: Durch die fertigungstechnische Serienstreuung schwankt die Kapazität der Einzelzellen beträchtlich. Bis zu +/- 15% sind da keine Seltenheit, je nach Charge, daraus ergibt sich folgendes generelles Problem:
Beispiel:
In einem 30 Zellenpack (NiMH in Serie) liefern die meisten Zellen 8.500mAh, einige Zellen sogar etwas mehr. Eine einzige Zelle ist darunter die liefert aber nur 7.500mAh (was schon mal vorkommt). Entladet man nun so einen 30er-Pack kontinuierlich so wird die 7.500er Zelle zum Ende hin als erste leer sein, klar. Die anderen 29 Zellen liefern aber weiterhin satt Strom. 1000mAh lang. Innerhalb dieser 1000mAh wird dann diese eine Zelle gehörig maltretiert, mit mehreren Ampere (umgepolt oder anders ausgedrückt) verkehrt herum geladen!
Zusammenfassend: komplettes Entladen (Leerfahren) eines Akkupacks (mit vielen NiCd/NiMH-Zellen in Serie) schädigt immer die schwächste Zelle (oder sogar mehrere) durch umpolen. Jedes mal ein wenig mehr, die Zelle wird dadurch noch schwächer. Ein Teufelskreis. Eben solange bis mehrere Zellen (und somit das ganze Akkupack) kaputt ist ...
Grüße AkkuFerdl
Hi,
da kann ich nur auf Günther Hagers geniale Schaltung verweisen(wenn es sich um Nimh-Akkus handelt)
http://www.aero-hg.de/0,7Ventlad.html
happy balancing:D:D:D
abala:cool:
Der Beitrag von Ferdl ist sicher richtig, und:
Bei NiMh kannst du von dem angegebenen Soll immer 30% abziehen. Außer pushed and matched selektiert. Sofort nach dem Laden verliert ein solcher Akku schon min. 15%.
@abala,
schon richtig, aber das kanns ja wohl nicht sein.
AkkuFerdl
25.09.2008, 15:16
Am robustesten (gegenüber Umpolen, Tiefentladen, stümperhafter Pflege, usw.) gelten bis heute noch die guten alten N-1700SCR (NiCd) von Sanyo.
Meines Wissens nach besitzen diese Zellen z.b. eine interne Schutzbeschichtung gegenüber dem schädlichen Umpolen, gelten aber sonst auch als unverwüstlich, siehe zum Thema Umpolen: http://www.k-webdesign.com/modellflug/akku_nicd.htm
Derart robuste NiMH´s habe ich persönlich leider noch nicht gefunden. Egal welcher Zellentyp oder Hersteller, alle meine NiMH´s waren nach kurzer Zeit mimosenhaft beleidigt und ein Fall für die Tonne ...
Grüße AkkuFerdl
Der Beitrag von Ferdl ist sicher richtig, und:
Bei NiMh kannst du von dem angegebenen Soll immer 30% abziehen. Außer pushed and matched selektiert. Sofort nach dem Laden verliert ein solcher Akku schon min. 15%.
Hm, meinst du, ich soll mich jetzt damit zufrieden geben und nie mehr als 4 AH aus dem 8,5AH Akku ziehen? Vermutlich sind nach 4AH schon die ersten Zellen platt äh leer.
Gruß Peter
Nein, ich denke 50% zu wenig reicht zum Umtausch, aber denk´vielleicht mittelfrisig über lifepo nach. Wo da 2300 draufsteht sind 2250 drin.
Nein, ich denke 50% zu wenig reicht zum Umtausch, aber denk´vielleicht mittelfrisig über lifepo nach. Wo da 2300 draufsteht sind 2250 drin.
Außer vielleicht beim "deutschen Importeur" :D
Gruß Peter
Kraeuterbutter
25.09.2008, 18:22
also ich hab jetzt mal hochgerechnet mit meinen Fepo4s die jetzt 200 Zyklen alt, wurden grossteil der Zyklen deutlich mehr gequält wie in einem elektrofahrrad und haben bis jetzt ca. 4% Kapazität verloren
wenn ich da hochrechne mit 3p-Akku (also 6900mah Nennkapazität, in der Praxis 6600mah nutzbar)) (wenn ich alle Zyklen im pedelec gefahren wäre):
dann wäre ich 4200km weit ohne mittreten gekommen mit 4% Kapazitätsverlust ;)
also da hab ich noch einiges vor mir
ich würde den Akku mal ausziehen (wenn du ihn sicher nicht mehr zurückschickst) und beim Entladen des Akkus mal alle Zellen messen.. vielleicht ist ja eine/oder mehrere faule dabei ?
AkkuFerdl
25.09.2008, 18:23
Zitat von Peter:
>> 2) Was soll ich tun? <<
Mehrere Möglichkeiten:
- Akku Umtauschen (wird vermutlich schwierig)
- Akku Neukauf (schwierig?/teuer?)
- Akkupack zerlegen und alle Zellen einzeln (unter Last) vermessen, die kaputten entsorgen und durch gleichwertige ersetzen (~ € 20,-- je Zelle)
- 30 Stk. neue 8.500er-NiMH besorgen (~ € 600,--), ebenfalls alle Zellen (unter Last) vermessen und die schwächste herausfinden. Danach niemals ganz leerfahren (zumindest nie unter dem als was die schwächste Zelle liefert (zb. 6.500mAh + Sicherheitspuffer)). Ansonsten droht wieder Umpolung einzelner Zellen.
Viel Glück!
AkkuFerdl
PS: ich persönlich bin wieder weg von NiMH, generell.
Wart mal nächste Woche ab;)
Christian
25.09.2008, 19:25
Kann man denn davon ausgehen, wenn der Akku langsamer entladen wird, dass einzelne Zellen länger durchhalten?
Ja.
Warum soll ich denn nur mit 1C entladen. Das ist ein Fahrradakku, der an einem Regler hängt, der den Strom bei 14 A begrenzt.
Wenn keine Entladerate angegeben ist, dann wird man von "üblichen" Entladeraten ausgehen dürfen. Wenn Dir der Akku zum Betrieb mit einem Pedelec verkauft wurde, dann wären das mit einem angenommenen Gesamtwirkungsgrad von 75 % (Motor plus Regler) also ca.
250 Watt / 0,75 / 36 V = 9,3 A
Die Abschaltgrenze des Reglers spielt da meiner Meinung nach eine eher untergeordnete Rolle. Daher also die Empfehlung, mal mit 1 C zu beginnen. Sollte der Akku das klaglos mitmachen, sich also nicht übermäßig erwärmen, dann kann man ja mit 2 C weitermachen. Letztlich dient das ganze dazu, sich erstmal einen Überblick über die Eigenschaften des Akkus zu verschaffen.
Gruß,
Christian
schuhmax
28.09.2008, 21:33
Hallo miteinander,
habe eben meine erste Messfahrt mit Watts UP und frisch geladenem Specialbikes 36 Volt NiMH Akku gemacht, der 8,5 Ah haben soll.
hallo,
in einem früheren gespräch mit h. kranawetter hat er mir bestätigt das es immer wieder vorkommen kann das einzelne zellen defekt sind, bzw. kaputt gehen können.
Dafür gibt es ja garantie, rufe den mann einmal an, am telefon bekommst du eine klare aussage und auch technische info.
Auf e-mails bekommst du, wenn meist nur eine kurze antwort, weil es sich hier um einen kleinen laden handelt mit wenig personal.
Schuhmax
Dafür gibt es ja garantie, rufe den mann einmal an, am telefon bekommst du eine klare aussage und auch technische info.
Na, das wäre toll. Wenn ich meinen Chinaakku jetzt doch behalte, dann werde ich das wohl mal angehen
Gruß Peter
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