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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warum sind LiFePo4 Akkus so teuer und...



peline
23.09.2008, 21:05
...wer weiß wie es mit der Energiebilanz aussieht. Also wie viel Energie muss in man in die Herstellung eines Akkus stecken und wieviel bekommt man heraus.
Beim Biodiesel ist die Bilanz ja deutlich negativ oder zwei Mal so umweltschädlich wie normaler Diesel.

Gruß Peter

Kraeuterbutter
25.09.2008, 18:01
ist die Bilanz (muss mehr Energie reinstecken als rauskommt) wirklich so negativ ?

nur ein Beispiel:
bei uns fahren/fuhren früher einige Bauern mit Rapsöl, welches sie selber angebaut haben..
das ging sich sehr wohl positiv aus
aus 1 ha (1ha = 100Meterx100Meter) Ackerland kann man bis zu 4000kg Ölsaat erhalten,
was ca. 1000-1500Liter Rapsöl ergibt

fürs bewirschaften des 1ha wird davon nur ein Bruchteil gebraucht

es ist sogar so, dass ein Traktor wirtschaftlicher ist, wie wenn man ein Pferd einsetzen würde
bei einem Pferd frisst dieses rund 25% der bewirtschafteten Ackerfläche wieder auf
(warum? der Motor im Pferd läuft 365 Tage, 24 Stunden täglich, egal ob es arbeitet oder nicht)

Bei Traktor liegt man im Bereich von 5-10%, also effizienter

trotz allem, mit der derzeitigen 1. Generation an biotreibstoffen ist es alleine hier in Europa nicht machbar..
z.b. würde das komplette Ackerland Österreichs gerademal für 1/7 der in Österreich rumfahrenden Autos ausreichen
(dann wär aber kein Platz mehr um irgendwas anderes anzubauen)

Fepo4: warum so teuer ?
ich denke unter anderem auch, weil derzeit noch recht kleine Mengen abgesetzt werden, also noch keine richtige Massenfertigung

auf der anderen Seite aber: das Lithium ist ja auch nicht unbeschränkt vorhanden (ja, zwar sind riesen Mengen im Meer vorhanden, aber in so geringer Dosis, dass sich das Gewinnen desselben nicht lohnt)
wer weiß: vielleicht steigt der Preis für Akkus sogar noch, wenn wirklich viele Autos plötzlich 500 Laptop-Akkus (Pro Auto) verbaut haben

schuhmax
26.09.2008, 23:17
ist die Bilanz (muss mehr Energie reinstecken als rauskommt) wirklich so negativ ?


wer weiß: vielleicht steigt der Preis für Akkus sogar noch, wenn wirklich viele Autos plötzlich 500 Laptop-Akkus (Pro Auto) verbaut haben

Hallo Kräuterbutter,

ich habe da so meine bedenken, es ist ja nicht damit getan 500 lapptop- akkus in ein auto einzubauen.
Die dinger müssen auch mit strom gespeist werden, und der kommt aus der steckdose, nur um strom in der steckdose zur verfügung zu haben, muss dieser erst mal erzeugt werden,
erzeugt in form von verberennen primärer energie.

Wo ist der wirkungsgrad höher, primär-energie (benzin) direkt am fahrzeug zu verwerten mit einem wirkungsgrad von 25%

Oder primär-energie erst zu verbrennen um strom zu erzeugen, diesen hochtransformiert über leitungen ins netz zu schicken, um dann einen akku aufzuladen der wiederum mahr lesitung aufnimmt als abgibt?

Schuhmax

Kraeuterbutter
27.09.2008, 00:06
also das mit der Energiebilanz bezog ich jetzt nur auf den Biosprit, also Sprit der angebaut wird

das die Herstellung desselben mehr Energie benötigt wie er dann liefert, dass glaub ich eben nicht, da bei uns im Ort Bauern mit 100% Rapsöl unterwegs sind das sie selber anbauen
wär ja unsinnig das zu machen, wenn sie fürs Anbauen der Ackerflächen mehr Rapsöl verbrauchen täten im Traktor als sie da rauskriegen :D
und die bewirtschaften ja damit auch noch den Rest ihrer Äcker mit dem Rapsöltraktor

wegen dem Wirkungsgrad "Öl im Kraftwerk verheizen" vs. "direkt im Auto"

der Strom setzt sich ja immer aus einem Mix zusammen
ist ja nicht nur Strom aus Erdöl..

bei uns in Österreich z.b.: wird 50% des Stromes aus Laufkraftwerken, 20% aus Speicherkraftwerken erzeugt..

somit kommen ca. 61% aus der Wasserkraft (Laufkraftwerk: Wirkungsgrad bis über 90%)

also schaut ungefähr so aus in Österreich:
50% Laufkraftwerk
20% Speicherkraftwerk
12% STein und Braunkohlekraftwerke
2% Heizöl
15-20% Gas
1% Ökostrom (Wind, etc.)

somit ist ein guter Anteil erneuerbare Energie
die musst du dann in die REchnung beim Elektroauto mit reinnehmen

schuhmax
27.09.2008, 22:03
somit kommen ca. 61% aus der Wasserkraft (Laufkraftwerk: Wirkungsgrad bis über 90%)

also schaut ungefähr so aus in Österreich:
50% Laufkraftwerk
20% Speicherkraftwerk
12% STein und Braunkohlekraftwerke
2% Heizöl
15-20% Gas
1% Ökostrom (Wind, etc.)

somit ist ein guter Anteil erneuerbare Energie
die musst du dann in die REchnung beim Elektroauto mit reinnehmen


Hallo,
da habt ihr eine gute bilanz, denke mal das in deutschland keine 60% über laufkraft zu erzielen sind.

Mir ging es mehr darum wenn in zukunft autos auch mit e-antrieb fahren würden, wären wir überhaupt in der lage den strombedarf zu decken,

Kollege kam aber auf eine andere idee, wenn das fahrrad/liegerad steht den akku über einen servatiusrotor laden zu lassen.

Grüsse Schuhmax

Kraeuterbutter
28.09.2008, 00:06
naja.. der STrombedarf ist am wachsen und wachsen

(kein Wunder, allein die ganzen Standby-Geräte..
da wird man gezwungen so ne DVB-T-Box zu kaufen, das booten derselben dauert ne Minute, also lässt man sie immer angesteckt
=> irgendwas um 18W zieht sie im Standby !!
das sind ~400Wh pro Tag !!!
damit fahr ich schon über 50km mit dem Elektroradl)

die Wasserkraft ist ausgereizt..
Kraftwerke bauen geht nimma, is schon alles "verbaut"
man kann noch alte Kraftwerke (kleine) mit neuen Turbinen ausrüsten und so den Stromertrag noch steigern..
aber das is es

drum importiert Österreich auch immer mehr und mehr Strom aus dem Ausland

lsimma
28.09.2008, 02:44
Hallo Schuhmax,

ein aktueller üblicher Verbrennungs-PKW muss im gesamten Fahrbetrieb gesehen werden - nicht den Motor alleine betrachten.

Dies läßt sich immer dann feststellen wenn ein direkter Vergleich mit einem Elektrofahrzeug vorhanden ist bei welchem Komponenten mit hohem Wirkungsgrad der Antriebskette verwendet wurden (bsp. Technologie von Brusa ua...) und bei denen der Energie exakt mitgeloggt wird. Dazu gibt es auch aktuell einen Bericht vom E-Tracer:
http://www.wattgehtab.com/index.php/content/view/2141/25/

---
Ich erlaube mir die Stelle herauszuheben:

Der 55 Liter-Tank hat genau die gleichen Aussenmasse gehabt, die 55 Liter SuperPlus 98 hatten einen Energiegehalt von 55 Liter x 0,75 spez, Gewicht x 13060Wh/kg = 538kWh zu 18,5kWh = 30:1 für den Benziner. Doch ein Flop?
...
Mit dem 55-Liter-Tank ist man in der Realität 7-800km weit gefahren, gleich schnell gefahren (120 km/h konstant) kommt man nun mit dem leicht schwereren X-Tracer noch knapp 250 km, also 3 mal weniger weit. Wenn wir also das physikalische Kapazitätsverhältnis von 30:1 dem effektiven Leistungsverhältnis von 3:1 gegenüberstellen, wird klar: Nix war mit 30% Wirkungsgrad des Verbrenners. Wenn wir heute 90% haben, was wir wohl nur knapp tatsächlich haben, hatte der Benziner 30/3 = 10 mal weniger, also 90/10 = 9%. Ernüchternd, aber leider wahr. Und genau gleich wie beim Kunstflug, wir erinnern uns: 200Wh gegen 2000Wh für 10 Minuten Flug! So sind wir also 150 Jahre mit dem Wundersaft umgegangen. Eigentlich gehören wir alle eingesperrt!

---
Conclusio Wirkungsgrad: ~9% Verbrenner gegenüber ~90% Elektro



Die dinger müssen auch mit strom gespeist werden, und der kommt aus der steckdose, nur um strom in der steckdose zur verfügung zu haben, muss dieser erst mal erzeugt werden, erzeugt in form von verberennen primärer energie. Wo ist der wirkungsgrad höher, primär-energie (benzin) direkt am fahrzeug zu verwerten mit einem wirkungsgrad von 25%. Oder primär-energie erst zu verbrennen um strom zu erzeugen, diesen hochtransformiert über leitungen ins netz zu schicken, um dann einen akku aufzuladen der wiederum mahr lesitung aufnimmt als abgibt?


Oben sind einigen Grundannahmen die sehe ich seit ein paar Jahren anders:
* Eine Verstromung mittels Turbine kommt auf bis zu 40% Wirkungsgrad, mit dem Verlust von 1kWh pro 100Kwh als Netzaufwand stehen dann immer noch ca. 39% der Primärenergie bei der Steckdose an.

* "PEAK Oil" [Googeln wenn unbekannt] wird auch die Stromerzeugung dramatisch ändern
... bsp. ... http://www.sunmachine.at/ erzeugt Wärme für den Haushalt und gibt beim Heizbetrieb gleichzeitig Strom in das Netz ab. Der gesamte Nutzungsgrad der Primärenergie steigt dabei dramatisch an.
[Gas 18KW rein -> Heizwasser raus 14KW, Strom raus 3KW]

* Der Strom kommt -zwingend- aus der Steckdose...
... muss er aber nicht. Da kann ich mich selber als Beispiel nennen, bei mir kommen ca. 8.000kW/h pro Jahr vom Dach, davon benötige ich 4000kW/h für den Haushalt, der Rest wartet auf eine sinnvolle Verwendung im Elektrofahrzeug

* Strom kann vielfältig erzeugt werden, jede Region bietet dazu eigenen verschiedenen Möglichkeiten an. Kraftstoffe sind nur schwer zu erzeugen. Bei mineralischem Diesel und Benzin wird es noch in der jungen Generationen heissen - zu wenig da für alle - bitte ein paar tausend Jahren warten :-)

* Müssen in Zukunft die Fahrzeuge wirklich fast 2000kg rumschleppen nur um meistens eine einzige Person von a nach b zu bringen.
... oder so ? http://www.aptera.com/

... usw...usw...

Alles in allem wird dem Elektroantrieb die Zukunft gehören - ob nun der Speicher ein Lithium-basierter-Akku ist oder was anderes das ist egal....
Der Hybridantrieb ist nur eine Zwischenstation - eine gute - denn damit werden die Elektroantriebskomponenten massentauglich für den Fahrzeugbereich.

Mit besten Grüßen,
Lukas

Schwipp
23.06.2009, 18:02
... hier eine wissenschaftlich fundierte Antwort auf diese Frage! Mitschnitt von einem Fachkongress von vorletztem Frühjahr, nun endlich freigegeben, Powerpoint Presentation. Sogar meine Frau konnte das verstehen; allerdings war die knallharte Faktenlage dieses Beitrags für sie so atemberaubend, das ihr mehrmals die Luft weggeblieb. Nur mit ganz laut gestellten Ton zu verstehen:

http://www.youtube.com/watch?v=yL_-1d9OSdk

Gruß Schwipp
PS: :D :D :D :D :D

anonymer1994
23.06.2009, 19:18
Wenn das Lithium aus ist lässt sich zur Not auch Natrium verwenden. In den LiNaFePO4F wird das schon halb gemacht. Das Lithium geht aber nicht aus, da es in Akkus ja nicht verbraucht wird (im Gegensatz zur Kernfusion), riesige Mengen vorhanden sind und pro Akku nur sehr wenig Lithium gebraucht wird (es geht nur im die Lithium-Ionen).

Ich würde mich auch Interessieren, wie die Kosten in LiFePO4 zustande kommen. Also eine statistik wie z.b. 20% Kosten für Materialien, 10% Kosten für Personal, 70% Gehälter für Vorstand ;) :P
Also eine prozentuale Zusammensetzung.

Paraguay hat 3 Wasserkraftwerke: Itaipu (18GW, Yacyreta (4GW) und Acaray (die Namen sind auf Guaranie).
Itaipu hat 18 Turbinen und Generatoren von Siemens, Paraguay verwendet den Strom von einer Turbiene. Der Strom der 17 anderen Turbinen und der der anderen Kraftwerke wird Exportiert. Wir haben also eine Wasserstrom-exportquote von eineige hundert %.

Leider sind es Riesenkraftwerke und daher auch nicht ganz so ökologisch. Auf jeden fall würde hier die E-Mobilität so gut wie CO2-frei funktionieren. Bei Stromkosten von 2 cent/kWh wäre die dazu auch noch bezahlbar.


Felix

nc7x9
23.06.2009, 19:58
Ich kann lsimma nur beipflichten.
Wenn unsere Fortbewegungsmittel tatsächlich kosten, was sie uns kosten, dann werden die ganz anders gebaut werden. Die einsfuffzig für Diesel vom letzten Jahr waren nur ein winziger Vorgeschmack. Es geht zu Ende mit Öl - ist bekannt. Bio ist zum Essen. Alles andere ist unverantwortlich und wird sich bald erledigt haben. In Spanien z.B. ist es zwingend bei Hausneubauten und größeren Umbaumaßnahmen Solar aufs Dach zu setzen.
Solar wird effektiver/billiger werden und auch auf zusätzlich neue Prinzipien gegründet werden (z.B. Mebran/Wasserspaltung). Es ist viel mehr Lichtenergie nutzbar als Wind und Wasser.
Meine Rede - zukünftige Fahrzeuge mit ~400 kg bis vielleicht max. 60 km/h schnell (LA, Tokio, New York, Shanghai, Shenzhen, Peking, Mexiko-City usw.) bedeuten weniger Verschwendung bei gleicher Transportleistung. In China sieht man viiieele Elektroroller, die fast nix kosten zum Tanken/Aufladen.
Und unser Fortbewegungsmittel (E-Rad) wird zum Verkehrsmittel der Wahl für kurze Strecken auf Staustrecken / in Innenstädten. Meinetwegen teilweise auch mit 3 Rädern für Behinderte und Gebrechliche. Aufladen zu Hause / alternativ Pfandakkus bei der Tanke.
LG
VD

anonymer1994
23.06.2009, 20:13
Für Städte reicht 60 km/h aber man braucht auch Autos, die 150 fahren. Generell könnte man auch mehr Bus und Bahn verwenden, dabei würde sich dann noch die Verkehrsbelastung verringern. Bus und Bahn werden dauernd gebraucht im Gegensatz zu Autos, die einmal gebaut werden und dann nur noch gefahren werden.
In einer Finanzkriese fahren viele Leute noch mit Bus und Bahn wie gewöhnlich zur Arbeit aber es sind wenige, die dann noch ein neues Auto kaufen wollen.

Ist denn in diesem Forum kein Akkuhersteller oder jemand, der sich auskennt?

nc7x9
23.06.2009, 21:07
Aus diesem Grund habe ich beispielhaft gerade diese Megastädte genannt. In den meisten wäre ein Verkehrsteilnehmer die meiste Zeit über froh, wenn er mal 60 km/h fahren könnte. Gerade LA bedeckt eine riesige Fläche. Viele Autos dort sehen fast nie open Range. Die Verkehrswege könnten teilweise auf langsameren Verkehr umgestellt werden - LKW´s bekämen teilweise eigene Bereiche (80 km/h mit großer Tonnage).

anonymer1994
23.06.2009, 21:51
Leider war ich noch nie in LA.... aber irgendwann!
Ja, für Metropolen wäre dies ausreichend. Ob der Einsatz von LKW dort sinnvoll ist, ist fraglich. Die meisten Sachen ließen sich auch mit der Bahn transportieren. (außer kleine Laster für kurze strecken) Das würde die Straße entlasten, CO2 Emissionen senken, Sicherheit deutlich steigern, mögliche Durchschnittsgeschwindigkeit für PKW erhöhen und die Lärmbelastung reduzieren.

Weiß denn keiner was zu der Herstellung von LiFePO4? Ich kann ja auch mal im Chemieforum nachfragen, da weiß vll. jemand.

cephalotus
23.06.2009, 22:38
Man muss unterschieden zwischen Klimabilanz und "Energiebilanz" (besser EROEI)

Bzgl. Klimabilanz spielt vor allem die Stickstoff-Düngung eine signifikante Rolle (entweichendes Lachgas) sowie ggf der Verlust von Humus, daher fallen Klimabilanzen meist (noch) deutlich schlechter aus als Energiebilanzen.

IdR kommmt auch mit gesamter Vorkette (dazu gehört nicht nur der herum fahrende Traktor, sondern insbesondere auch die Hetrstellung von Dünger und Pflanzenschutzmittel, Transport, Aufbereitung, etc...) und abzgl der Koppelprodukte eine leicht positive Energiebilanz heraus.

Nicht berücksichtig ist dabei, dass viele "einfache" Pflanzenöle den Motor sehr schnell verschleissen. man leist ja immer von Erfolgserlebnisse, dass sehr vieles ganz schnell den geist aufgibt wird meist tot geschwiegen.

Bzgl Klimabilanz schneiden einige Biokraftstoffe sogar negativ ab, z.B. Ethanol aus Weizen mit Befeuerung der Destillation durch Barunkohle (wird z.B. in D gemacht).

Der ursprüngliche Gedanke von Agrarsprit war der, dass man Bauern ein zweites wirtschaftliches Standbein verschafft in Zeiten von Agrarüberschüssen und Flächensteillegungen.
Außerdem gefällt manchem Land ein kleines bißchen weniger Importabhänggkeit.
Die "Klimaidee" kam später als green washing hinzu.

Im heutigen Umfeld halte ich es verständlich, dass man beim Agrarsprt wieder deutlich zurück rudert, da damit keine nachhaltigen Systeme aufbaubar sind und man derzeit global mehr Schaden als nutzen anrichtet.

Energiebilanzen zu LiFePO4 Akkus sind mir nicht bekannt.

mfg

cephalotus
23.06.2009, 22:41
Die dinger müssen auch mit strom gespeist werden, und der kommt aus der steckdose, nur um strom in der steckdose zur verfügung zu haben, muss dieser erst mal erzeugt werden,
erzeugt in form von verberennen primärer energie.

Das ist nicht das Problem, selbst im worst case gibt es dafür signifikante Vorteile.
Ganz im Gegenteil würden E-Autos am Stromnetz diesem sogar gut tun und könnten die Integration zusätzlicher(!) erneuerbarer Energien über den Eigenbedarf hinaus begünstigen, dann hätte man optimistisch betrachtet sogar einen Minderbedarf an fossiler Energie.

Das Problem ist, dass Elektroautus zu teuer sind und überhaupt nicht in das aktuelle Mobilitätsverständnis passen. Außerdem ist der Aufbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur über ein paar Show-Beispiels hinaus sehr kompliziert.

anonymer1994
23.06.2009, 23:11
Das sich das E-Auto durchsetzt ist ehr ein Politisches Problem. Z.b. war die Abwrackprämie ganz ohne die Möglichkeit, das es sich bei der Neuanschaffung um ein E-Auto handelt! Frankreich, England, China, Japan.... die alle subvensionieren E-Autos. Daruch wird die Industrie aufmerksam und fängt an, etwas zu machen. Die Ammis schaffen es (Tesla), die Engländer (Ligthning GT), die Chinesen (tausende E-Roller), die Japaner (MiEV, Prius). Herr Autohändler, ich möchte gerne ein neuen Elektrowagen von VW kaufen... oder von BMW oder von Daimler, Prosche, Audi, Opel! Ok, einige machen inzwischen was in die Richtung aber andere machen bereits Elektroautos in Massenproduktion.
Der Tesla ist nicht teurer als ein vergleichbares Auto AUS DERSELBEN KLASSE.
Am Lithium können die hohen Preise wohl kaum liegen. Für einen 1kWh Akku braucht man 40 g lithium. Was sonnst noch? Phosphor, Sauerstoff, Eisen, Kohlenstoff.... was noch?
Ich denke, das die höchsten Kosten bei der Produktion anfallen. Aber die Lassen sich senken, wenn man die Produktion steigert, effizientere und automatischere Maschinen einsetzt und wenn man anderen Produktionswege einsetzt. Wie viele Arbeitsplätze könnte man damit in Deutschland machen?

Das mit der Ladeinfrastruktur ist so eine Sache. Wenn man die Ausgaben für die Bundeswehr mal ein Jahr auf den Aufbau einer Ladeinfrastruktur umlenken würde, käme man sehr weit.

Das Biokraftstoffe oft eine schlechte Klimabilanz haben stimmt allerdings - leider. Man könnte aber z.b. nur Abfälle für die Erzeugung von Biogas verwenden statt Mais. Auserdem könnte man mehr Gründünger und Gülle zum Düngen verwenden, dadurch würde zum einen weniger Lachgas entstehen und auserdem würde nicht so viel Energie für die Düngererzeugung verwendet werden. (3% des weltweiten Energieverbrauchs gehen auf die Erzeugung von Amoniak zurück -> Dünger)


Felix

Kraeuterbutter
24.06.2009, 11:13
Der Tesla ist nicht teurer als ein vergleichbares Auto AUS DERSELBEN KLASSE.
der Tesla ist denk ich ein schlechte Beispiel hier...

man hört auch immer: "warum bauen die sowas wie den Tesla, sollen lieber E-Auto für die breite Masse bauen"

der Tesla bietet sich als Elektroauto geradezu an...

1.) 2 Sitzer --> somit viel Platz für Akkus
2.) Sportauto -> in dieser Klasse kosten auch Verbrenner verdammt viel
3.) für viel Reichweite brauchts grossen Akku -> der kann somit auch automatisch viel Leistung abgeben -> Motor lässt sich leicht einer finden der kurzzeitig für Beschleunigung mal paar Sekunden überlastet wird und so phänomenale Beschleunigungswerte mit sich bringt

aber auf einen kleinen Wagen lässt sich das nicht so leicht umsetzen..

100km Reichweite ist den meisten Leuten noch zu wenig zw. zu riskant (ausser STadt-Auto)

aber für 400km brauchts nen grossen Fetten Akku, der zum einen in einer 5-Personen-Limousine erst mal wo verstaut werden muss,
zweitens verdammt viel kostet
auch für einen nur 80PS starken 5-sitzer wäre der Akku für 400km sicher nicht kleiner wie beim Tesla, also auch nicht billiger

ergo ist es eigentlich preislich am einfachsten zuerst mal starke Sportautos elektrisch zu betreiben..
bei nem Autopreis um 100.000 Euro fällt dann ein Akkupreis im 20.000Euro bereich nimma derart ins Gewicht
(vor allem wenn man bedenkt, dass so ein Porsche spritmässig auch einiges Schluckt und über die Jahre hier nicht ganz billig ist)

anders schauts aber eben aus, in der "Familien"-VW-Golf-Klasse..
so ein Auto ist heute schon mit Diesel sparsam um 5 Liter/100km zu fahren
und bei nem Auto dass für 20.000Euro gibt.. da würde eine Batterie die 20.000Euro kostet doch gehörig den Preis erhöhen

ich denke, deshalb wird man auch in nächster Zeit reine Elektroautos eher bei den Sportautos antreffen..
(der kleine Elektro-Mini, der Tesla, der GT lightning, der X1-Speed, der Terzo, .....)

anonymer1994
24.06.2009, 19:27
man hört auch immer: "warum bauen die sowas wie den Tesla, sollen lieber E-Auto für die breite Masse bauen"

Das ist ja das gute! Tesla Roadster beweißt, das es auch möglich ist, nicht hässlich auszusehen, schnell zu sein und eine akzeptable reichweite zu haben. Viele wie z.b. MiEV fangen von unten an. Aber schau dir den an, sowas will ich nicht! Tesla fängt (eben als Sportwagen) oben an. Wie du sicher weißt kostet Tesla Model S 50.000$. Das ist schon kein sehr teurer Waagen mehr. Das ist akzeptable. Auserdem 600 km. reichweite und 4 Sitze. Ich finds gut, das man auch ein E-Auto gebaut hat, das nicht nur absolute Ökos anspricht.



aber auf einen kleinen Wagen lässt sich das nicht so leicht umsetzen..

Deswegen fängt man ja bei den großen an ;)

Auch wenn es sich jetzt nicht Optimal umsetzen lässt sollten unsere Autobauer auch jetzt schon was machen denn wenn sie es nicht tuhen, dann fangen sie mit der entwicklung an, wenn die Chinesen schon massenweise verkaufen.


Felix

cephalotus
24.06.2009, 22:30
...Wie du sicher weißt kostet Tesla Model S 50.000$. Das ist schon kein sehr teurer Waagen mehr. Das ist akzeptable. Auserdem 600 km. reichweite...

das wird so nicht kommen.

Übrigens hat Smart bisher mehr Elektroautos auf den Markt gebracht als Tesla, nur um mal wieder die Verhältnisse ins rechte Licht zu rücken :-)

Der Tesla ist übrigens ein winziges Auto (von wegen "groß", der sieht nur auf den Bildern groß aus)

onemintyulep
24.06.2009, 22:44
In Bolivien gibt es einen riesigen Salzsee, der reich an Lithium ist. Irgendeine Firma aus einem westlichen Industrieland wollte den quasi aufkaufen, bzw. die exklusiven Schuerfrechte. Bolivien gibt den aber nicht her. Die wollen das Lithium selber raussaugen. Dummerweise hat Bolivien aber nicht die Technologie dafuer, und deshalb schwappt das Lithium auch heute noch da vor sich hin.
Bei neuen Akkutechnologien gibt es auch immer einen Patent-Irrsinn. Deshalb gibt es zB. auf der ganzen Welt keine Sony LiMn - "Konion" Zellen zu kaufen, ausser in Akkupacks fuer Powertools bzw. daraus ausgebaut. Nichtmal als Ersatz fuer die Akkupacks gibts die einzelnen Zellen. Ahnliche Vertraege gibts wohl auch fuer "echte" A123.

Kraeuterbutter
24.06.2009, 23:21
weißt kostet Tesla Model S 50.000$. Das ist schon kein sehr teurer Waagen mehr. Das ist akzeptable. Auserdem 600 km. reichweite und 4 Sitze.

600km Reichweite..
also wenn der kleine, und vom Chassis (stammt aus der Lotus-Schmiede) her sehr leichte Tesla Roadster 400-450km schafft,
dann dürfte für einen 4-Sitzer der sicher nicht leichter ist für 600km wohl eher noch ein grösserer Akku nötig sein..

hmm.. der akku im Tesla Roadster wiegt bereits 450kg

Kraeuterbutter
24.06.2009, 23:25
so..
hab jetzt selber nochmal gegoogelt..


Three battery pack options offer a range of 160, 230 or 300 miles per charge.das sind also schon mal keine 600km was ich da lese für das Model T

beim Preis: die 50.000US$ -> hier sind bereits 7500US$ Elektro-Förderung enthalten, und der Preis ist der Startpreis ( für die 160miles-Version)

sprich: bis der zu uns nach Europa kommt kostet er ohne Förderung wohl min. 60.000Euro für die 200km-Reichweite-Version

weiters zu bedenken:

In general you should expect a Model S battery to have a useful life between 5 and 7 years

aber ansonsten: optisch gibt das Auto schon was her, keine Frage !
schaut geil aus

anonymer1994
25.06.2009, 00:06
Wusste garnicht, das Smart bei E-Autos schon so weit ist. Hat jemand ein link dazu? Die werden doch nicht in Deutschland gefertigt, oder?

Ja, Bolivien (unser Korruptes Nachtbarland) hat Lithium. Da giebt es den http://de.wikipedia.org/wiki/Salar_de_Uyuni

In Paraguay gibt es auch Silber, das nicht abgebaut wird weil der Staat keine erlaubniss erteilt. Schade um das riesige Lithiumvorkommen.

In dem Tesla Model S wurden auch 8000 zellen statt 6000 und nochwas wie im Roadster verbaut. Das der Tesla Optisch auch was hergibt ist eines seiner wichtigsten eigenschaften. Wenn E-Autos weiterhin hässlich (wie z.b. MiEV) bleiben wird die Sache leider nicht funktionieren.

Stimmt, auf der Tesla HP steht 300 Meilen, ich dachte, früher mal 450 gelesen zu haben.


das sind also schon mal keine 600km was ich da lese für das Model T

Ich dachte Model S....

Patente sind ein Problem - leider. Ich Programmiere und kann sagen, in der branche hat man auch dauernd mit Patentscheiße (vor allem wegen Microsoft) zu tuhen. Hier in PY könnte man die Sachen auch bauen ohne Patente
bezahlen zu müssen. Allerdings würde der Export dann wohl nicht laufen.

dann
15.08.2009, 17:13
..gute Dinge bekommt man selten billig, also ich finde den Preis zwar auch hoch für hochwertige Akkus, aber ist immer noch wesentlich günstiger als mein Auto.

Naja, für mich ist halt die primäre Frage ob es wirklich nötig ist 1500kg Masse ( bei modernen Autos bald die untere Grenze ) zu beschleunigen um meist eine Person von A nach B zu bringen..daran ändert auch ein Elektroantrieb nicht, es macht einfach relativ wenig Sinn..ich halte darum nicht viel von Eletroautos die normalen Autos ähneln ( Massebezogen ), denn es braucht einfach wesentlich mehr Energie, vor allem im Stop and go-Betrieb..

haegar
15.08.2009, 18:06
Hab mal eben so überlegt.... 250 Watt, von mir aus auch 500 oder 1000 Watt motor als 4-takt verbrenner, was dürfte sowas vebrauchen an Sprit? mopped mit 2oKW - vollast braucht vl 10l/100KM, 1/20 stel wären 0,5 und das bei 1000W, die Amis fahren mit sowas ja auch um die 50kmh. Bei 250W wären es 0,125l. Kann man das so runterrechnen?
Dagegen sind die Akku, Strom und Lithiumpreise schon wieder relativ hoch.

labella-baron
15.08.2009, 19:25
Hab mal eben so überlegt.... 250 Watt, von mir aus auch 500 oder 1000 Watt motor als 4-takt verbrenner, was dürfte sowas vebrauchen an Sprit? mopped mit 2oKW - vollast braucht vl 10l/100KM, 1/20 stel wären 0,5 und das bei 1000W, die Amis fahren mit sowas ja auch um die 50kmh. Bei 250W wären es 0,125l. Kann man das so runterrechnen?
Dagegen sind die Akku, Strom und Lithiumpreise schon wieder relativ hoch.Du reduzierst die Energie im Verhältnis der Leistung. Wenn dir das in der gleichen Fahrzeit also bei gleicher Geschwindigkeit gelingt hättest du recht ;)
Aber dazu müsste der Windwiderstandswert Cw*A beim Fahrrad schon sehr klein werden !