Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lohmeyer oder bike-elektro-antrieb ?
Hallo,
beide Firmen bieten ja ähnliche Komponenten an, welche hat das bessere Paket?:
http://www.leichtfahrzeuge.de/
http://www.bike-elektro-antrieb.ch/home.htm
Viele Grüße
Sepp
Mir fehlt bei den Schweizern die Angabe, ob den "Pedelec" anforderungen entsprochen wird (nur "Elektronik" ist was wenig...).
Ansonsten halt das übliche "Motorfahrzeug ohne Zulassung...", auch bei nur 250 Watt.
Der Schweizer Motor ist schön klein, stellt sich für mich die Frage, ob es Information über die Haltbarkeit gibt.
Hat da irgendwer langfristige Erfahrungen?
Die Unterschiede:
Der Schweizer Motor ist ein Bürstenmotor (gibt es in D ohne Gehäuse und Freilauf ab ca. 120.-Euro, z.B. www.wdef.de oder www.Guth-Electronic.de), der Lohmeyer ist bürstenlos (von www.cyclone-tw.com).
Die Gleichheiten:
Beide Motoren kommen aus China, die Schweizer bauen nur das Gehäuse, Freilauf und die Anpassungen.
Da beides Getriebemotoren sind, ist das Getriebegeräusch unüberhörbar.
Horst
Ich habe den Cyclone Motor seit einem Jahr in einem Hoening Trike und bin relativ zufrieden. Vor allem der Preis ist extrem unterschiedlich zu den anderen beiden Anbietern.
Die Freilauftretkurbel ist leider schnell geschrottet geworden.
Leider bekomme ich die nicht mehr zu kaufen.
Derzeit möchte ich ein Crossbike pimpen und habe mir einen Getriebemotor in BRD gekauft, habe aber schon zu Beginn größte Anpassungsschwierigkeiten.
Muß das gute Teil wohl zurückgeben und wieder einen in Taiwan kaufen.
Ach ja, der 500 Watt Motor zieht 'ne Menge Strom. Der nächste wird ein 350er.
Manni
kapege.de
16.09.2008, 12:47
Ach ja, der 500 Watt Motor zieht 'ne Menge Strom.
1280 Watt, um genau zu sein. :D Aber nur, wenn die Akkus voll sind (die Spannung hoch genug ist) und man ihn eine wirklich fiese Steigung hochquält oder wenn man im 7. Gang anfährt. Dank "Watt's Up" weiß ich, was das Ding frisst und wann die Akkus leer sind.
Z.Z. strample ich aber wieder. Der Motor steht in der Garage.
Kraeuterbutter
16.09.2008, 18:36
hängt aber auch vom Regler ab wieviel da dann wirklich fliesst...
vom Bafang den ich verwende gibts auch MEssungen mit über 1000Watt (die Amis, die amis)
aber mit dem Regler den ich habe mit 14A Begrenzung sinds nie mehr wie 500Watt
achja: was er zieht ist nicht gleich was auch wieder an Leistung rauskommt !
Das würde erklären, warum der Akku so schnell leer ist und das Teil so gut zieht.
Ich muß wohl die Leistung mal messen.
@kapege willst Du den Motor verkoofen, oder nur lagern?
Manni
Ja, ist echt heftig, was der "500 Watt" Motor sich bei niedrigen Drehzahlen reinzieht (mein Analoges 40A-Meter geht in Vollausschlag, bei dann noch 26V Akkusspannung dankt "pimmping" auf 22 NiCd-Zellen...).
In der Tat habe ich auch das Gefühl, das das Mehr an Eingangsleistung nicht so ganz in ein Mehr an Vortrieb umgesetzt werden. Da sich meine Trittfrequenz aber meist in Bereichen bewegt, so daß der Controller dem Motor eh nur weniger als 20 A spendiert, kann ich das nicht objektiv belegen.
Und mitlerweile fahre ich nicht mehr so oft mit Vollgas.
Um aber sparsam zu fahren, ohne jede Sekunde auf das Amperemeter zu schauen, hab ich vor, eine regelbare Leistungsbegrenzung einzubauen (im CityEl gibt es das selbe als Ecconomy-Knopf).
Da aber das herunterregeln des Gasgriffes (ausschalten bei Überstrom würde ja zu bösem Stottern führen...) nicht so ganz ohne ist, wird das wohl ein Winterprojekt werden (muss eh die gesamte Allewederelektrik im Winter mal neu verlegen).
Kraeuterbutter
18.09.2008, 11:18
ja, diese Erfahrung hab ich auch gemacht mit dem Bafang und
Modellflugreglern (keine Strombegrenzung) vs. Bike-Regler (mit Strombegrenzung)
beim Modellflugregler warens schon mal 30A und mehr
die Steigleistung am Berg war aber KEINESFALLS doppelt so gross wie mit Bike-Regler und nur 14A
sprich: 14A scheint mir eine vernünftige obere Grenze beim Bafang zu sein (auf der Homepage werden 2 Versionen fürn Motor angegeben mit 8A und 12A)
viel mehr Strom bringt nicht mehr viel mehr Steigleistung
bei sehr langsamen Tempi hab ich mit einem Zangenampermeter festgestellt:
das zwischen 7-8A und 14A gefühlt auch kein Unterschied ist
wenn ich Gasgriff voll aufdrehe zieht er halt 14A aber er geht deshalb subjektiv nicht doppelt so gut ab
ich wollte ursprünglich einen Regler der bis 20A aufmacht, inzwischen denke ich: ich würde eher gern einen Regler probieren wollen, der nur bis 10A aufmacht
ich könnte mir vorstellen dass sich Leistungsmässig gefühlt nicht viel ändert, aber Reichweite erhöht
hierfür wären wieder einige Tests angesagt, dafür fehlt mir im Moment die Zeit (und Lust) -> solange das Wetter so schön ist will ich einfach nur fahren
viel mehr Strom bringt nicht mehr viel mehr Steigleistung
bei sehr langsamen Tempi hab ich mit einem Zangenampermeter festgestellt:
das zwischen 7-8A und 14A gefühlt auch kein Unterschied ist
wenn ich Gasgriff voll aufdrehe zieht er halt 14A aber er geht deshalb subjektiv nicht doppelt so gut ab
kann ich nur bestätigen: ich habe den Akkustrom direkt gemessen, bei ca 8-10% Steigung und Tempo 18km/h, mitgetreten:
bei Vollgas ca 15A
dann soweit Gas weggenommen, bis ich selber stärker treten musste, um das Tempo zu halten: 8A
Markus
Broadcasttechniker
18.09.2008, 23:32
Bei den Strömen immer schön den Motorstrom vom Akku-Strom unterscheiden.
Erst wenn der Regler aus der Begrenzung raus ist, ist Akkustrom gleich Motorstrom.
Und ihr messt ja wohl typischerweise zwischen Batterie und Regler.
Beispiel: Blockiertes Antriebsrad und Vollgas.
Motorstrom wird auf 14A limitiert. Wicklungswiderstand ca 0,6Ohm
Macht Pi mal Daumen 120Watt Verluste, Akkustrom bei 36Volt etwas 3,3Ampere ohne Reglerverluste.
Wirkungsgrad 0,00%
Jetzt mal eine Geschwindigkeit von ungefähr 25km/h, aber am Berg.
Motorstrom immer noch 14A, aber EMK bei 27,6 Volt.
Jetzt wird auch der Akku mit 14A belastet, liefert also 504Watt.
Am Rad kommen mechanisch 386 Watt an, die Höchstleistung übrigens.
Wirkungsgrad hier ca 77%.
In beiden Fällen "zieht" der Motor übrigens gleich stark, trotz der unterschiedlichen Stromaufnahme aus dem Akku.
Jetzt der zweite Punkt.
Es ist richtig, dass ein mit dem doppelten des Limits gequälter Motor nicht das doppelte Moment bringt.
Das liegt an der Sättigung des Eisens, und bei eisenlosen Motoren (Prinzip Faulhaber) an der Schwächung der Feldmagnete durch das Ankerfeld.
Ein mit dem doppelten Strom gequälter Motor macht zwar die vierfachen Verluste, hier also ca 470Watt, bringt aber wahrscheinlich gerade mal 30% mehr Drehmoment.
Kraeuterbutter
19.09.2008, 02:20
ja, da sind wir wieder beim alten Thema:
es wäre cool, wenn man für steile, langsam zu befahrende Bergauffahrten die Akkuspannung halbieren, sprich die Akkus parallel verschalten könnte
ist die Frage, wie hoch hier der Wirkungsgradgewinn wäre ?
achja:
Motorstrom wird auf 14A limitiert. Wicklungswiderstand ca 0,6Ohm
Macht Pi mal Daumen 120Watt Verluste, Akkustrom bei 36Volt etwas 3,3Ampere ohne Reglerverluste.
sprich: es wird getaktet...
das Verhalten des Motors ist dann so, als ob die Spannung mit der er gefüttert wird, verringert werden würde, damit der Strom nicht über die 14A geht
beim Akku zeigt einem das Amperemeter 3,3A an, es sind aber auch lauter 14A-Peaks..
allerdings hat da dann wohl der Kondensator ein Wörtchen mitzureden und glättet das ?!?
bin kein Elektriker, aber so stell ich mir das vor... richtig oder falsch ?
Wenn man die Spannung halbiert, kann man kein höheres Drehmoment bei gleichem Strom bekommen, auch sollte der Wirkungsgrad nicht besser werden.
Das Drehmoment steht in direkter Beziehung zum Strom.
Ob der Regler bei hoher Akkuspannung nur kurz taktet, um den entsprechenden Strom zu liefern, oder bei niedriger Spannung die Einschaltzeit verlängert, sollte aufs Gleiche herauskommen.
Deshalb ist es auch unerheblich, wie der Motor gewickelt ist (hohe Polzahl = langsam, niedrige Polzahl = schnell) am maximalen Drehmoment ändert das nichts.
Empfehlenswert :
http://ebikes.ca/hubmotors.shtml
Kraeuterbutter
19.09.2008, 10:28
Ob der Regler bei hoher Akkuspannung nur kurz taktet, um den entsprechenden Strom zu liefern, oder bei niedriger Spannung die Einschaltzeit verlängert, sollte aufs Gleiche herauskommen.ist das wirklich so ?
im Teillastbetrieb wird der Regler auf jedenfall wärmer als bei Volllast
(Extrembeispiel Modellbau: ich hab hier einen REgler der für 40A Dauer zugelassen ist und für 70A kurzzeitig
ich kann ihn im Hotlinersegler mit 80A kurzzeitig (10 Sekunden) betreiben,
dann allerdings NUR mit einem Schalter
würde ich langsam hochregeln würde ich den Regler so killen
das selbe bei RC-cars: ein Setup wo ich nur mit Vollgas die Strasse rauf und runterfetze läuft thermisch ok
wenn ich mit dem selben Setup jetzt auf einem selektiven Kurs fahre, der durchschnittliche Strom sogar niedriger ist (und somit Fahrzeit länger) killt aber den selben Regler wegen der Teillast
das selbe bei Hubis: die scharfen Setups die die Amis fliegen... da sind alle so geil auf Leistung, stärker stärker stärker..
wenns dann den Heli haben, merkens dass es zuviel Leistung ist, versuchen dann gedrosselt zu fliegen und stechen so den Motor ab
(so geschehen vor paar Jahren in Melle dem STefan Plöchinger: fliegt 4-5min lang geiles Programm mit viel Leistung mit seinem 3D-NT... um dann zu demonstrieren wie leise der Heli auch sein kann, ist er ne Minute mit geringer Drehzahl (also MOtor stark gedrosselt) geflogen -> der Motor war hin, er musste Autorotieren)
beim Bike wird der Regler beim vollgasfahren (= mehr LEistungsdurchsatz) weniger warm wie bei halbgasfahren
vondaher denk ich schon, dass eine Motor-Reglerkombi die
mit 24Volt voll durchschaltet wohl einen besseren Wirkungsgrad haben wird,
als die selbe Kombi bei 48Volt und somit gedrosseltem "Gas"
kapege.de
19.09.2008, 11:45
@kapege willst Du den Motor verkoofen, oder nur lagern?
Erst mal nur lagern. Für längere Alleinfahrten werde ich ihn wohl wieder einbauen, aber im Moment ist bei uns in der Arbeit viel los (Überstunden bis 19.00 Uhr) und die Familie ist ja auch noch da. Und im Winter muss ich mal schauen, was überwiegt: Faulheit oder Wärmebedarf (je nachdem kommt er wieder ins Rad oder nicht).
Christian
19.09.2008, 12:56
ist das wirklich so ?
Ja. :)
im Teillastbetrieb wird der Regler auf jedenfall wärmer als bei Volllast
Wenn man den Regler in die Betrachtung mit einbezieht, wird es natürlich mehr oder weniger anders aussehen. Dann ist aber Schluss mit einfachen Betrachtungsweisen und die Anschaulichkeit leidet.
Wie der Regler im Teillastbetrieb sinnvoller arbeiten würde, haben wir ja hier vor kurzem schon diskutiert. Es kann im Sinne des Systemwirkungsgrades durchaus vorteilhaft sein, die Spannung noch vor dem Regler an die Geschwindigkeit anzupassen. Ob sich der Aufwand dafür lohnt, wäre vorab zu prüfen.
vondaher denk ich schon, dass eine Motor-Reglerkombi die mit 24Volt voll durchschaltet wohl einen besseren Wirkungsgrad haben wird, als die selbe Kombi bei 48Volt und somit gedrosseltem "Gas"
Ja, sehr wahrscheinlich.
Gruß,
Christian
ist das wirklich so ?
vondaher denk ich schon, dass eine Motor-Reglerkombi die
mit 24Volt voll durchschaltet wohl einen besseren Wirkungsgrad haben wird,
als die selbe Kombi bei 48Volt und somit gedrosseltem "Gas"
Besserer Wirkungsgrad mag sein (dürfte auch eine Frage der verwendete Elektronik sein, die Regler die ich gesehen hab, waren meist eher billig als effizient gebaut...), aber ob du bei 24 Volt noch genug Leistung mobilisieren kannst, ist eine ganz andere Frage.
Es wäre eine interessante Frage, ob man mit einem hocheffzienten Spannungswandler mit variabler Spannung einen viel effizienteren Controller bauen kann (und noch dazu evtl. mehr Leistung aus dem Motor rauskitzeln kann), aber ein solche Wandler für 2-Stellige Amperezahlen dürfte leider relativ teuer sein (insofern man ihn überhaupt kaufen kann...).
Technisch gesehen kann man heute sicherlich noch sehr viel verbessern, was "bezahlbar" (ökonomich zu realisieren) ist, steht auf einem anderen Blatt.
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