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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie finde ich eine passende Gabel?



peline
05.09.2008, 20:25
Hallo,
wie ihr wisst, habe ich ein Bike von Specialbikes.at.
Der Rahmen an sich und auch die Speichen, da verstärkt, und die Felgen scheinen ganz brauchbar zu sein. Die Bremsen sind eher mist und die Federgabel ist dermaßen schwammig, dass ich sie lieber gegen eine bessere oder eine Starrgabel eintauschen möchte.

Frage: Wie finde ich eine Gabel, die stabil genug für einen Radnabenmotor ist. Woher erfahre ich die Weite?
Benötige ich dann die Drehmomentstützen? An meiner Gabel habe ich keine. Wo bekomme ich die her - sind ja wohl keine normalen Fahrradteile.

Kennt sich einer damit aus?

Gruß Peter

Broadcasttechniker
06.09.2008, 13:47
Nach meinen bisherigen Recherchen haben "moderne" Gabel immer 100mm.
Downhill-Gabeln sollten stabil sein, sind aber leider auch sehr teuer.
Mein Kollege hat die Drehmomentstützen bei einem internet-präsenten Händler gefunden,
glatt 5 Euro pro Stück. Habe ihn aber selbst nicht gefunden, vielleicht am Montag mehr.

grosserschnurz
18.09.2008, 14:19
Hallo,

gehe mit deinem Laufrad zu einem guten Fahrrad-Fachhändler. der hat bestimmt eine ausgebaute Moutainbike-Gabel rumliegen und wird sie dir für rund 10 € überlassen. Bei der Gelegenheit kannst du auch gleich überprüfen ob der Nabenkörper von deinem Motor an den Gabelscheiden ungestreift durchläuft.
Bei einer CrMo-Gabel brauchst du, wenn du den Antrieb richtig einbaust, keine Drehmomentstütze.
Na dann!

peline
18.09.2008, 16:48
eine ausgebaute Moutainbike-Gabel rumliegen Bei einer CrMo-Gabel brauchst du, wenn du den Antrieb richtig einbaust, keine Drehmomentstütze.
Na dann!

Es ist ein 28" Laufrad, da gibt es wohl nur Gabeln von Crossbikes oder gibt es auch Mountainbikes in 28"?
Ist das so, dass es eine CrMo-Gabel am besten sein sollte?

Wie ist das denn bei Federgabeln: können die auch geweitet werden oder beschädigt man dann die Tauchrohre usw.?

Gruß Peter

Christian
18.09.2008, 22:31
Bei einer CrMo-Gabel brauchst du, wenn du den Antrieb richtig einbaust, keine Drehmomentstütze.
Drehmomentstütze ist alles, was das Durchdrehen der Motorachse in den Ausfallenden verhindert. Darauf kann auch bei einer CrMo-Gabel nicht verzichtet werden (wenn nicht die Ausfallenden zufälligerweise sehr passgenau auf die abgeflachte Motorachse abgestimmt sind).

Gruß,

Christian

grosserschnurz
19.09.2008, 08:44
Hallo,
deshalb mein Hinweis zum richtigen Einbau. Das setzt voraus, dass ich die technischen Vorgaben z. B. Maße beachte und einhalte.
Schönen Tag noch wünscht
grosserschnurz

grosserschnurz
19.09.2008, 08:58
Hallo,
auch für dein Rad gibt es CroMo-Gabeln und ein guter Fachhändler hat so etwas ausgebaut aus dem Austausch mit Federgabeln oder kann diese auch neu beschaffen.
Siehe auch bei Rose und Mitbewerbern.
Von einer Federgabel, die du auch noch aufweiten musst, rate ich dir ab wegen
Garantieverlust, Bruchgefahr und Haftpflichtansprüchen.

Alternativ bleibt dir nur, wenn du nicht aufweiten musst, eine Gabel mit Stahl Tauchrohren übrig, die schlechte Federeigenschaften haben und auch sehr schwer sind.
Da es sich hier um ein wirklich Sicherheitsrelevantes Bauteil handelt, würde ich den Fachhandel oder den Hersteller der Gabel befragen.
Denn mit einer gebrochenen Gabel auf der Fr liegen ist nicht lustig.
Hoffe dir geholfen zu haben
grosserschnurz

Broadcasttechniker
19.09.2008, 13:12
Habe gerüchtehalber gehört, dass es auch Federgabeln mit 110mm Weite geben soll.
Federgabeln darf man niemals aufweiten.
Das hat weniger mit der Festigkeit zu tun, als dass das Teil durch die veränderte Geometrie (Trapez) nicht mehr federt, bzw. böse klemmt.

grosserschnurz
20.09.2008, 14:37
Hallo Broadcasttechniker,

vorab, ich bin relativ neu hier im Forum, aber nicht ganz unbedarft (Maschinenbau studiert).
Das man eine Federgabel nicht aufweiten sollte, müsste eigentlich jeder Bastler wissen, aber dass es hier "Artisten" gibt, die Gabeln gleich um mehrere cm aufweiten, das beunruhigt mich schon etwas und man sollte diesen Unfug nicht noch durch Tipps wie mit Spannbändern usw., aufwerten.
Achtung: Verschenke, aber nur an Selbstabholer, eine 26 " CrMo Gabel, V-Brake tauglich, oversiced, 130 mm lang mit Gewinde. Näheres durch Kontaktaufnahme. Standort: Grossraum Stuttgart
Schönes Wochenende
grosserschnurz

Broadcasttechniker
20.09.2008, 18:54
Hallo grosserschnurz (http://www.pedelecforum.de/forum/member.php?u=205),
Als E-techniker habe ich einige Vorlesungen zusammen mit dem Maschinenbauern besucht, als da wären: Mechanik, Maschinenelemente, Werkstoffkunde.
Die meisten Rohre am Fahrrad sind aus recht weichem Präzisionsrohr. Das Zeug ist einfach nur gutmütig und bricht in der Praxis nicht durch Gewaltschäden, sondern in Folge von Dauerbruch.
Ja, ich bin der Spezi der seine Gabel erstmal richtig auseinandergeschraubt hat, bis das Material über die Streckgrenze oder besser gesagt, Dehngrenze kam.
Bei ca 400mm Gabellänge und 15mm Dicke an der breitesten Stelle komme ich auf eine dauerhafte Längenänderung von unter 0,2mm. Bezogen auf eine Gesamtlänge von 400mm entspricht das einer Dehnung von 0,05%. das ist selbst für so einen recht ungnädigen Werkstoff wie CrMo noch nicht der Rede wert.

Als Maschinenbauer kannst du mir aber vielleicht folgende Frage beantworten:
Stark vorgespannte Verbindungen sind unter Einwirkung von Wechsellasten dauerfester als nicht so stark vorgespannte. Das gilt zumindest bei starren Unterlagen.
Typisches Beispiel: Dehnschrauben zur Zylinderkopfverschraubung.
Aber auch bei weichen Unterlagen scheint das zu gelten, obwohl es mir da in der Theorie nicht klar ist.
Deshalb brechen lose Speichen viel schneller als fest vorgespannte.
Wie verhält das sich jetzt bei der aufgeweiteten Gabel?
Ist es weniger schlecht, eine zu breite Nabe einfach so einzubauen und die Gabel-(Innenseiten) ständig unter (Zug)Spannung zu lassen, oder aber die Gabel so aufzuweiten, dass die zu breite Nabe jetzt spannungslos drin sitzt?
Dass man am besten gleich was passendes nimmt, ist mir auch klar.

Reinhard
20.09.2008, 19:48
Dass man am besten gleich was passendes nimmt, ist mir auch klar.

Was ich nicht so ganz verstehe: die allgemeine Norm für Vorderräder ist 100 mm (Falträder jetzt mal außen vor). Warum sollte ich überhaupt die Gabel aufweiten, wenn es definitiv auch passende Motoren/Achsen gibt?

Wenn jemand in der EU Motoren verkauft, dann haben die einfach zu passen. Alles andere ist m.E. einfach Murks.

peline
20.09.2008, 20:21
Was ich nicht so ganz verstehe: die allgemeine Norm für Vorderräder ist 100 mm (Falträder jetzt mal außen vor). Warum sollte ich überhaupt die Gabel aufweiten, wenn es definitiv auch passende Motoren/Achsen gibt?

Wenn jemand in der EU Motoren verkauft, dann haben die einfach zu passen. Alles andere ist m.E. einfach Murks.

Na ja, aber die Nine-Continent haben schon mal 10,5 cm.
Ich glaube (muss ich noch mal ausbauen und nachmessen), der Bafang in meinem Fertig-Specialbike.at ist auch breiter. Dafür werde ich früher oder später eine Ersatzgabel benötigen.

Gruß Peter

grosserschnurz
21.09.2008, 12:00
Hallo Broadcasttechniker,

ich glaube, das wir ein gutes Team sein könnten.

Aber schnell ein paar Fakten vorab, details, wenn du es wünschst kann ich ja nachschieben:

1. Eine Fahrradgabel, egal welcher Bauart und welches Material ist grundsätzlich nicht für den Betrieb mit einem Motor konstruiert bzw. ausgelegt, deshalb
2. Mountainbike-Gabeln sind aus einer etwas höherwertigen Legierung z. B. CrMo gefertigt, wobei die Hersteller die genaue Legierung nicht angeben, leider. Alu-Gabeln lassen wir hier einfach mal weg, die sind eine gesonderte Betrachtung wert.
3. Man sieht, dass das Steuerrohr mit den Gabelrohren -scheiden direkt oder über eine Brücke verlötet oder verschweißt sind. Dies ist die eigentliche Schwachstelle wenn du anfängst zu biegen. Du verbiegst nämlich nicht das Gabelrohr sondern vergewaltigst die Löt- oder Schweißstelle, an der das Material durch die Erhitzung bereits im Gefüge so strapaziert ist, dass diese keine relevanten Biege- oder Dehnbelastungen mehr aushalten. Wenn du jetzt auch noch überbiegst, um dann wieder auf dein Einbaumass zurück zukommen, dann kann wirklich nur von Glück reden, wenn sich dein Rad nicht
"streckt", wenn du etwas zu flott einen Bordstein runter fährst.
4. Stell dir bitte einmal ein stark aufgeweitete Gabel vor, du hast es ja auch bei der Federgabel erkannt, die Klemmanschlüsse der Gabel sind nicht mehr parallel zu den Klemmflächen des Motorantriebes; d. h. beim Anziehen hast du auf der Motorachse und auf den Lagern einschließlich auf dem Gehäuse Spannungen, die der Lebensdauer sicherlich nicht gut tun. Außerdem musst du mit einem höheren Drehmoment die Sechskantmutter über die Achse auf die Gabel ziehen, damit eine 100%ige Flächenpressung zu stande kommt, was für das Gewinde der Achse, die, wie es aussieht auch nicht aus vergütetem Stahl besteht, auch nicht gut ist.
Hier wäre es dann wichtig mit einem Drehmomentschlüssel vorzugehen, vorausgesetzt man würde es so machen und die angegeben Fakten ausser Acht lassen und das Drehmoment wäre bekannt, d. h. für diesen besonderen Fall speziell berechnet worden.
Verschraubungen, wie du sie erwähnt hast, die für Spannungen und Dehnungen usw. ausgelegt sind, sind wahre "Kunstwerke" und erfordern stets einer soliden Berechnung.
Ich möchte es hiermit erst einmal belassen, wenn du möchtest, können wir dieses Thema ja mal vertiefen.
Da du aber hier um Forum stark engagiert bist, würde ich dich bitten, mal meine Anfrage bzw. meinen Artikel mit Fragen zum Kranwetter-Antrieb zu lesen. Könnte ja sein, dass du hier den einen oder anderen Tipp auf Lager hast.
Warte hier übrigen seit rund 10 Wochen auf den jede Woche neu versprochenen LiPo-Akku.
Ein schönes Wochenende von
grosserschnurz

Broadcasttechniker
21.09.2008, 16:15
Ich antworte doch noch mal.
Was unterscheidet den diplomierten vom graduierten Ingenieur?
Der graduierte kann dir nicht erklären, warum seine Brücke hält.

Der diplomierte kann dir ganz genau erklären, warum seine eingestürzt ist!

Ich bin übrigens Dipl.Ing (RWTH Aachen)

Hier nochmal mein Beitrag: http://www.pedelecforum.de/forum/showpost.php?p=2163&postcount=16
Wie du siehst, habe ich die Schweißverbindung geschützt, indem ich mit dem Schraubstock abgestützt habe. Aus der Zugspannung an der Schweißung ist also eine Druckspannung geworden.
Wäre ich noch päpstlicher als der Papst, dann hätte ich noch einen Dorn ins Steuerohr gesteckt, gegen das Zerdrücken.
Das habe ich dann aber mal gelassen.
jetzt nochmal zur nicht mehr vorhandenen Parallelität nach dem Aufweiten, welche übrigens unabhängig davon ist, ob man es dauerhaft macht oder nur spannt.
5mm auf 400, das vergessen wir hier einfach mal.
Dazu kommt, dass die Ausfallenden auch noch weich sind, siehe meine Anmerkung zu den Torque-Washern.

Jetzt wird's ganz spannend: Wie fest zieht man die Muttern an?
Das zöllige Feingewinde hat einen ungefähren Außendurchmesser von 12mm.
Es liegt aber eine Schwächung durch Abflachung auf 10mm vor.
Dazu kommt eine nochmalige Schwächung durch die Bohrung auf der Kabelseite. Ganz fies.
Im ersten Anlauf war es ja wohl zu schwach.
Ich habe erstmal meine schiefgebohrten Muttern an der Anlagefläche geplant.
Auf der Kabellosen Seite habe ich sodann recht kräftig angezogen, auf der Kabelseite allerdings weiterhin mit viel Gefühl.
Ich besitze übrigens einen Drehmomentschlüssel, allerdings nur einen für Nüsse.
Einen für Gabelschlüssel habe ich auch, aber keinen passenden Einsatz.
Außerdem behaupte ich jetzt mal , dass ich ein gutes Gefühl für den Schraubenanzug habe. Dass nach ganz fest ganz lose kommt, musste ich auch schon erfahren, das macht den Praktiker aus.

Kraeuterbutter
21.09.2008, 17:29
Ist es weniger schlecht, eine zu breite Nabe einfach so einzubauen und die Gabel-(Innenseiten) ständig unter (Zug)Spannung zu lassen, oder aber die Gabel so aufzuweiten, dass die zu breite Nabe jetzt spannungslos drin sitzt?

ich kenn mich - wie man beim "Löcher in den Rahmen bohren"-Thread gesehen hat - mit Materialien, Rohren usw. nicht so aus..


der Bafang ist ca. 5mm zu breit, also passte so nicht in die Gabel

mir wurde gesagt, dass man eine Stahlgabel ca. 19cm !!! Aufweiten (überdehnen) muss, damit sie nachher die gewünschte Breite des Nabenmotors hält.
(und ich schätze die machen das ohne die Schweissstellen mittels Schraubstock zu schützen so wie du es gemacht hast)

Das war mir zu riskant.
Meine Überlegung war:
ich kann wohl weniger kaputt machen, wenn ich sie nur die 5mm aufweite (das geht mit reiner Muskelkraft) und dann den Reifen einsetze, ist also immer leicht unter Spannung

Mein Gefühl sagt mir, dass dies die richtige Entscheidung war.
Einzig ein Schlauchwechsel vorne (wenn man auf Tour ist) ist so nicht möglich, da man den Reifen nicht leicht raus, und dann ohne Hilfe nicht mehr rein kriegt

grosserschnurz
21.09.2008, 17:48
Hallo Broadcasttechniker,

gehen wir mal davon aus, dass du alles richtig gemacht hast und du von deiner Arbeit überzeugt bist, so hoffe ich doch nicht, dass dich irgendwann mal an unser Diskussion einholt; anderseits will ich dir nicht vorschreiben, wie du was machst.
Bei uns gibt es einen alten Spruch: fest, kaputt, wegwerfen. So viel zu deinem Drehmomentgefühl. Mit welchem Drehmoment ziehst du denn deine Muttern an der Gabel an, halt so vom Gefühl. Würde mich interssieren und wer hat dir gesagt, dass es das richtige ist?
Blöd ist halt, dass die Gabelhersteller keine Angaben zu dem verwendetem Material, der Biegefestigkeit usw. der verwendeten Gabelholme machen und so eine Gabel ist halt nicht für den E-Antrieb berechnet. Deine Vorstellung von gezogenen Präzionsrohren solltest du vergessen oder zumindest überdenken, dieses gilt selbst für CrMo-Gabeln. Denk mal über den Preis einer Gabel nach und frage mal beim Stahlgrosshandel nach dem Preis für eine Tonne gezogenem Präzionsrohr. Hier wird schlichtweg die veredelte Variante vom Wasserleitungsrohr verwendet, aber unverzinkt.
Es gibt aber Nachahmer, die mit schlechterm Basiswissen und einer vielleicht nicht so tollen Gabel die "alle Vergewaltigungen" mitmacht, nicht so glücklich sind wie du.
Vielleicht bin ich auch zu ängstlich, weil ich meinen letzten Berufsjahren Normen für Sicherheitsrelevante Einrichtungen gemacht habe.

Also nichts für Ungut, Weiterbiegen aber keine Werbung dafür machen und
wenden wir uns wichtigeren Dingen zu.

Ein schönes Wochenende habe ich ja schon gewünscht,dershalb
MfG grosserschnurz

grosserschnurz
22.09.2008, 21:23
Hallo Broadkasttechniker,

habe heute etwas mehr Zeit und mir deine eingstellten Bilder genauer angeschaut.

Mich verwundert es nicht, dass dir dein Vorderrad fast abhanden gekommen wäre. Die Gabel scheint wohl in einem Baumarkt Bike eingebaut gewesen zu sein, aber auch Markenhersteller haben leider solche aus Kostengründen eingebaut.
Keine Bevormundung! aber überprüfe zu deiner Sicherheit, ob die Befestigungsaugen für die Achse an deiner Gabel stumpf oder im Schlitz eingelötet sind.
Diese Augen sind aus Blech gestanzt und durch das Löten sind diese thermisch so strapaziert, dass sie sich bei andrehendem Motor eventuell aufweiten bzw. das Gewinde der Achse sich eindreht und dir dann dein Ding passiert, auch wenn du alles richtig gemacht hast. "Mir zu liebe", baue bei Gelegenheit eine höherwertige Gabel ein.

Ich finde es toll, dass du als "Graduierter" hier im Forum dein Wissen einbringst, ich für mein Teil bin Rentner, habe die 65 schon 2 Jahre überschritten und mache mit meinen Titeln keine Werbung. Soviel zu mir.
Aber Spass bei Seite, schau dir deine Gabel unten an, wenn die Dinger wirklich stumpf aufgelötet sind, bau die Gabel gleich aus, bei im Schlitz eingelöteten behalte die Verschraubung bitte im Auge, sie ist nur unwesentlich besser. Jetzt kann ich auch die Einbauhinweise deines früheren Artikels nachvollziehen, Drehmomentstütze und so.
Ich könnte einem Forums-Mitglied eine CrMo Mountainbike-Gabel schenken, aber nur bei Abholung. Die Gabel ist Oversized, 130 mm lang, V-Brake geeignet und hat Gewinde, Breite 100 mm. Wer will kann sie gerne haben, wohne im Grossraum Stuttgart. Über einen passenden Steuersatz lass ich mit mir reden. Aber bitte vorher abklären, ob die Gabel passt.

Einen schönen Abend wünscht
grosserschnurz

Broadcasttechniker
23.09.2008, 00:17
Hallo grosserschnurz (http://www.pedelecforum.de/forum/member.php?u=205),
Das Rad ist ein ca 20 Jahre altes Raleigh, also was anständiges, leider nicht oversized.
Die Gabel gehört dazu. Das es eine CrMo sieht man nicht nur am Abziehbild, sondern hat man eben auch beim Weiten gemerkt.
Die Ausfallenden sind im Schlitz gelötet, aber selbst eben weich.
Mit den akademischen Graden hast du angefangen.
Ich bin übrigens kein graduierter, sondern eben diplomierter Ing., sonst würde der Brückenbauerwitz nicht funktionieren.
Den erzählt kein Ing.grad., weil das einfach nur peinlich wäre.
Ich bin zwar "erst" 51, aber Alter ist weder ein Verdienst noch eine Schande.
Aus dem " No Risk, no Fun" Alter bin ich aber lange raus. Mein Pedelec werde ich wohl öfter inspizieren, an meinen Rädern ist schon vieles gebrochen:
Vorderachse, Dauerbruch (innerhalb der Nabe), sehr seltsam.
Tretkurbelwelle, Dauerbruch
Pedalwelle, Gewaltbruch
Hintere Rahmenrohre an der Sattelstütze, Dauerbruch
Ausfallenden Hinterachse, Dauerbruch
Keine Speichenbrüche, weil immer schön stramm.

thobi
23.09.2008, 12:16
Hi,

ich häng mich hier mal dran. Mir ist meine Alu-Federgabel nach dem Einbau eines NineContinent Motors an der Aufnahme einfach abgebrochen. Ich hab jetzt erstmal eine Starre Gabel eingebaut möchte aber doch wieder eine Federgabel haben (sieht einfach besser aus:D) - hat da einer einen Tip für ne brauchbare evt. mit Stahltauchrohren? Aufbiegen muß ich bei 100mm nix. was ist denn eine Drehmomentstütze?

Grüße

grosserschnurz
23.09.2008, 12:49
Hallo Broadcasttechniker

wir haben genug gelästert, widmen wir uns unserm Hobby, dem Pedelecfahren.
Ich kenne Raleigh Fahrräder. Diese Firma hat schon ziemlich früh CrMo Rohre für ihre Bikes verbaut. Hartgelötet wurde leider nicht immer mit Silberlot (Löttemperatur um 500 Grad, Garant für hohe Festigkeitswerte); dadurch verändert sich an der Lötstelle das Materialgefüge kaum. Wenn dein Rahmen auch noch mit Muffen verlötet ist, sind die Bereiche Sattelstützrohre und Ausfallenden am Hinterrad besonders bruchanfällig.
Raleigh hat auch Rahmen stumpf mit Silberlot hartgelötet, was besonders schwierig wegen der Passgenauigkeit der Fügespalte ist. Es wurde überwiegen bei hochwertigen Rahmen angewendet (Gewichtsersparnis). Es gab aber auch geschweißte Rahmen.
Brüche der Vorderradachse in der Nabe und der Tretkurbelwelle sind eher selten. Hier könnte das Problem eventuell an der Verformungssteigigkeit deines Rahmens liegen.
Mach doch mal einen einfachen Versuch.
Pumpe deine Reifen auf rund 4 bar auf. Deine Laufräder sind ja stramm eingesspeicht.
Stelle dein linkes Pedal nach unten und den Lenker gerade. Halte das Rad jetzt am Lenker und Sattel und belaste durch Drücken mit dem Fuss das Pedal in Richtung Boden und Innenlager. Hast du das Gefühl, dass dir das Tretlager schon bei relativ geringer Belastung ausweicht, dann ist der Rahmen sicherlich nicht sehr stabil.
Beim Aufsteigen über das linke Pedal werden Pedalwelle, Tretlager, Laufräder und Rahmen gestresst, besonders an den Gewindeausläufen.
Dass du keine Speichenbrüche hast, liegt vermutlich daran, dass hier noch gute Materialien (Felgen und Speichen) von Hand eingespeicht wurden.
Ich habe mich hier deshalb etwas ausgelassen, weil ich mir vorstellen könnte, dass diese nicht nur dich interessiert.
Wie hast du denn deine "Brüche" eigentlich repariert, würde mich interessieren?
Wir lesen voneinander, grosserschnurz

grosserschnurz
23.09.2008, 12:59
Hallo Thobi,
die fehlende Drehmomentstütze könnte u. a. für den Bruch deiner Gabel mitverantwortlich sein.
Fast alle Kauf-Bikes mit E-Antrieb haben schwere "Stahlfedergabeln" verbaut, die nicht besonders gut funktionieren.
Suche hier nach Artikeln von mir, ich habe schon einiges hierzu geschrieben.
Nochmal, eine Gabel oder Federgabel ist für die Beanspruchung durch eine E-Antrieb nicht konstruiert, auch wenn man es nicht wahrhaben möchte.
Wenn du nicht weiterkommen solltest, dann melde dich noch mal, habe vielleicht noch einen Tipp auf Lager. Das du deine Gabel nicht aufweiten musst ist toll.
MfG grosserschnurz

Ps. Schau mal bei Kraeuterbutter wegen der Drehmomentstütze!

Broadcasttechniker
23.09.2008, 13:29
Wie hast du denn deine "Brüche" eigentlich repariert, würde mich interessieren?
Wir lesen voneinander, grosserschnurz

Das Raleigh ist noch nicht kaputt gegangen, Ausnahme Sperrklinke im Schaltdrehgriff (Shimano).

Wellen habe ich immer getauscht, gebrochenes Ausfallende - Fahrrad entsorgt (geschlachtet). Rohre an der Sattelstütze (Herkules) geschweißt.

thobi
30.09.2008, 09:26
Vielen Dank für den Tip mit der Drehmomentstütze. Mit meiner starren Gabel funktioniert es jetzt. Ich bin aber trotzdem auf der Suche nach einer stabilen 28 Zoll 1 1/8 gefederten Gabel. Weiß keiner einen Händler der sich mit sowas auskennt? Alle die ich angerufen habe wollen mit Selbstbau Elektofahrad nichts zu haben. Könnte das hier was taugen http://www.profirad.de/trekking-fahrradgabel-p-11248.html?osCsid=9110d271d7a66236e1e33d26ed730e39
- weil Tauchrohr aus Stahl:confused:

grosserschnurz
30.09.2008, 14:35
Hallo thobi,

dein Gabelproblem wird wegen der Garantie für ein Bauteil, das nicht für seinen Anwendungsbereich (Motorantrieb) entwickelt und gebaut wurde, von den Händler abgewiesen.
Ein seriöser Händler wird dir deshalb auch keine Gabel empfehlen geschweige verkaufen. Hier musst du dich selbst schlau machen und auf deine Kenntnisse bauend eine Gabel in Eigenverantwortung erwerben und einbauen.
Schau mal bei Rose, hier kannst du geeignete Gabel für deinen Zweck finden, aber man wird dir keine empfehlen.
Stahltauchrohre sind kein Garant für die Stabilität einer Gabel, Steuerrohrdurchmesser, Gabelkrone usw. sind wichtige Faktoren. Auch können Achsaufnahmen einen vernünftigen Einbau vermiesen, auch kann der Motor seitlich an den Gabelholmen streifen.
Also Augen auf und gut rechechieren. Übrigens kann man eine bei Rose erworbene Gabel, vorausgesetzt sie ist unbeschädigt kostenfrei wieder zurücksenden, wenn man alle wichtigen Dinge abgeklopft hat und sie wirklich ungeeignet wäre.

Also nicht nachlassen mit weitermachen und Grüße von

grosserschnurz

holgiB
30.09.2008, 15:30
Hallo,

eine solide Gabel in 28" wäre aus meiner Sicht diese Tandemgabel:
http://www.roseversand.de/output/controller.aspx?cid=155&detail=10&detail2=1162

Ist allerdings ohne Federung und damit für dich ja weniger interessant.

Eine weitere vielleicht interessante Gabel wäre aus meiner Sicht diese hier:
http://www.roseversand.de/output/controller.aspx?cid=155&detail=10&detail2=6791
oder die hier:
http://www.roseversand.de/output/controller.aspx?cid=155&detail=10&detail2=12198

Beide mit Chromo Standrohren.

Das die Händler hier mit den Achseln zucken kann ich gut verstehen, da sie im
Falle eines (sprichwörtlichen) Falles mithaften würden.

Ich würde mir eine Gabel mit Scheibenbremsaufnahme besorgen und zuschauen,
dass ich aus dem Adapterbereich für Scheibenbremsen eine Halterung bekomme
aus der sich eine Drehmomentsstütze basteln lässt.

Siehe z.B. hier:
http://www.roseversand.de/output/controller.aspx?cid=155&detail=3&detail2=344

Aus meiner Sicht sind die Kräfte, die bei einer harten Bremsung an der
Scheibenbremsaufnahme auftreten deutlich höher als das was ein E-Motor
liefert. Allerdings bremst man natürlich auch nicht alle 10 m aus vollen
30 km/h runter.

Alles natürlich auf eigenes Risiko, aber dessen bist du dir sicher bewusst.

Gruß,
Holger

Broadcasttechniker
12.08.2009, 15:50
Das Raleigh ist noch nicht kaputt gegangen... Hatte leider letztens einen Rahmenbruch im Ausfallende, wieder Mal ein Dauerbruch.
Ein Kumpel mit WIG Schweißgerät hat das schön wieder zusammengeschweißt, mal sehen wie lange das hält oder sich die ander Seite meldet.
Das nächste Bike ist auf jeden Fall ein Fully.
Ein Wunder, dass die Wirbelsäule sowas mitmacht.

harbster
12.08.2009, 16:36
Ein Wunder, dass die Wirbelsäule sowas mitmacht.

darum: liegerad kaufen!!!:cool:

Segafredo
12.08.2009, 19:09
Also, ich kann die RST 790-T8 empfehlen; die hat Stahltauchrohre, die Motorachse paßt spielfrei, man braucht keine Drehmomentstützen.
Sie ist mehr in der unteren Kategorie angesiedelt, d.h. keine Öldämpfung und solche Sachen aber einstellbare Stahlfedern und kostet um die EUR 70,-.
Bei mir hält die tadellos seit einigen Tsd. km und ich bin wahrlich kein Leichtgewicht.

Schwipp
14.08.2009, 15:51
Habe diese 20" Gabel bei Ebay, letztlich von Mifa, für mein Klapprad besorgt. Könntet Ihr mal hinsichtlich der Gabelausfallenden was kommentieren, was sehe ich an Verbindungstechnik?.......
Danke Schwipp

http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/1454.png

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