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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Noch ein Trekkingrad mit elfKW-Motor



Lena
12.07.2009, 15:19
Hej ihr,
ich hab jetzt (endlich!) alle Sachen beisammen und vor ein paar Tagen zusammengebaut. Prompt wurde das Wetter sehr regnerisch und lud nicht gerade zu ausgiebigen Testfahrten ein. Heute hats mal nicht geregnet, und ich bis eben so ca. 15 km gefahren, recht viel hoch und runter.

Kurz zu dem Rad: Es ist ein Velo de Ville T45 mit Trapezrahmen und 60cm Rahmenhöhe, 28" Big Apple-Reifen. Der Motor ist ein elfKW. Ich benutze 2 Bosch-Akkus parallel (von pillle).

In Kurzform: Soooo toll :).

In Länger: Ich hab bis jetzt 3 Fahrten gemacht: Direkt nach dem Zusammenbauen bin ich nur ein bissl um den Block gefahren, um mal zu schauen ob alles fest zusammengebaut ist und das tut, was es soll. Ich muss sagen, dass da meine Erwartungen schon mindestens voll erfüllt, wenn nicht sogar etwas übertroffen wurden.
Am nächsten Tag bin ich mit dem Rad zur Uni gefahren: 1,5km bergauf zur Bahn (50m Höhenunterschied laut bikeroutetoaster.com mit OSM-Kartenmaterial), dann 3,5km von der Bahn zur Uni (160m Höhenunterschied). Beim ersten Stück muss ich sonst, um die Bahn zu bekommen, fast 20 Minuten vorher in den Bus steigen (fährt nicht direkt und nur selten) - hab jetzt 6 gebraucht. Das zweite Stück dauert mit dem Bus ca. 20 Minuten, ich habe für den Weg ebensolang gebraucht - allerdings muss ich auf den Bus normalerweise zusätzlich fast 15 Minuten warten! Ich habe also ca. 20 Minuten gespart (muss das Rad ja auch aus dem Keller holen). Toll!
Heute bin ich ca. 15 km gefahren (rund ums Neandertal) und habe auch das Daumengas mal ausprobiert. Der Motor hat richtig Zug! Ich habe mich mal mehr, mal weniger durch die Gegend fahren lassen, nach dem 15km war der Akku ca. halbvoll (37V Spannung). Das ist jetzt aber mehr geschätzt, er lädt gerade noch. Es ging dabei immer mal wieder etwas die Hügel hoch und runter, eher weniger in der Ebene.

Man hört den Motor in etwa so laut wie einen Seitenläuferdynamo. Beim Anfahren mit Daumengas ist es vielleicht ein kleines bisschen lauter, wenn man etwas Geschwindigkeit hat eher etwas leiser. Stören tut es auf jeden Fall nicht.
Ohne Daumengas ist der Motor kadenzgesteuert: Je schneller man tritt, desto mehr Kraft gibt der Motor ab. Ab und an bekommt man nicht die Unterstützung, die man will: Für weniger Unterstützung müsste man einen Gang hochschalten, da muss man dann aber wieder mehr strampeln als man will, und andersrum. Eigentlich funktioniert es aber besser, als ich dachte.
Die Kabel und den Controller habe ich in einer Rahmentasche untergebracht, weil ich keinen Platz unter dem Gepäckträger hatte - mittlerweile gefällt es mir so aber sogar besser. Ich hatte am Anfang Angst, dass der Controller vielleicht zu warm werden könnte, aber das wird alles nur Handwarm.
Der Akku liegt im Moment einfach so im Korb, bzw. ist in meiner Tasche drin. Das ist noch nicht so ganz optimal, besonders weil es den da sehr durchschüttelt. Vielleicht besorge ich mir noch ein billiges $schwedischesMöbelhaus-Kissen und schlachte den Schaumstoff da drin aus oder so...

Mein Fazit bisher: Genau so wollte ich das haben. Das Rad passt zu mir (endlich mal ein großes Rad! So toll :).). Und der Motor macht auch genau das, was ich von ihm will.

Noch ein Wort zu elfKW: Ich hab mich bei denen wirklich sehr gut aufgehoben gefühlt, die Beratung fand ich sehr gut. Am Ende hats genau so für mich gepasst. Auch bei der Entscheidung für die Akkugröße konnte er mir helfen (Faustregel: 50Wh/100 Höhenmeter). Wem eine gute Beratung wichtig ist, der sollte sich die auf jeden Fall ansehen!

Ich schreibe nochmal was, wenn ich etwas weiter gefahren bin.

LG,
Lena