Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leiba mit BionX und Schlumpf-Tretlager
Hallo an alle Velomobilisten und Interessierte!
Wir haben nun endlich auch eine Leiba mit einem BionX-Antrieb und einem Tretlager von Schlumpf ausstatten können. Insgesamt kommt die Leiba so auf 16 Gänge (8-fach Kassette BionX + 2 Gänge Schlumpf-Tretlager).
Die Reichweite des 24 V NiMH-Akku beträgt ca. 30 km. Der BionX ist mit einer Pedelec-Steuerung (bis 25 km/h) und einer Scheibenbremse ausgestattet. Über den Bordcomputer im Cockpit ist z.B. auch die Motorunterstützung (4 Stufen) einstellbar. Die Bremsenergie wird beim BionX in den Akku gespeist.
Eine Leiba mit einem BionX-Antrieb zeichnet sich vor allem durch eine flotte Beschleunigung aus und ist ideal für ein hügeliges bzw. bergiges Terrain.
Bilder können hier (http://www.leiba.de/components/com_zoom/www/view.php?popup=1&catid=6&uid=&key=34&hit=&uid=) oder unter "Galerie" -> "Leiba" -> "Komponenten" auf unserer Website angeschaut werden.
Probefahrten können natürlich bei uns vor Ort kostenlos unternommen werden. Ein käuflicher Erwerb ist natürlich auch möglich - für nur 5900,- EUR ist die erste Leiba mit einem BionX und Schlumpf-Tretlager ab sofort zu haben.
Viele Grüße,
Eduard Jeske
- Leiba-Team -
Jens Buckbesch
07.09.2007, 04:26
Hallo Vasili und Team,
herzlichen Glückwunsch ! Der Bionx ist bestimmt eine gute Erweiterung der ohnehin sehr alltagstauglichen Leiba.
Ich finde es erstaunlich, wieviel man bei der Leiba fürs Geld bekommt und wie hervorragend sie verarbeitet ist! Hut ab!
viele Grüße von Jens
tolle Bilder!
wie ist die Funktion der vorderen Scheibenbremsen im Vergleich mit den üblichen Trommelbremsen? :)
Gruß,
Patrick
Hallo Eduard,
meinen Glückwunsch zur Weiterentwicklung. Es tut sich doch einiges auf dem Velomobilsektor. Wie ist das jetzt, Schlumpf und BionX verträgt sich also doch?
Ich bin ja immer noch am überlegen, wie ich einen weiteren Bereich für meine Schaltung hinbekomme. Ne schlumpfige Untersetzung wär vielleicht ne Sache, aber ich kenne das Teil halt noch überhaupt nicht.
... für nur 5900,- EUR ...
Nur tut mir einen Gefallen, lasst doch bitte diese Werbefuzzisprache aus dem Forum raus. Mir stellen sich inzwischen immer schon die Nackenhaare, wenn ich das Wörtchen "nur" höre. Wenn ihr ordentliche Arbeit liefert, wird jeder gerne bereit sein, euch dafür auch einen fairen Preis zu zahlen. Und 5900€ mit dieser ganzen Ausstattung erscheint mir wirklich nicht überhöht. Also:
... für 5900,- EUR ...
Viele Grüße,
Martin
Stefan Flakus
07.09.2007, 10:41
Hallo
Noch eine Anmerkung zur Elektrounterstützung: Es gibt doch jetzt dieses sogenannte Powerpedelec von Swizzbee, das ganz legal nach EU Reglement auch oberhalb von 25Km/h unterstützt, mit unlimitierter Höchstgeschwindigkeit. Einzige Begrenzung ist die der Motorleistung auf 250 Watt. Das müßte doch für Velomobile auch gelten. 250 Watt sind zwar nicht viel, aber doch eine gewisse Unterstützung. Mit dem SwizzBee sind 50 Km/H leicht machbar, sportliche Fahrer haben in der Ebene angeblich schon über 70Km/h erreicht, und das bei der schlechteren Aerodynamik eines Upright Fahrrades. Die erforderliche Akku Kapazität hält sich bei 250 Watt ja auch in Grenzen.
Viele Grüße
Stefan
Wie ist das jetzt, Schlumpf und BionX verträgt sich also doch?
Ja doch. Nach ein paar gedanklichen Umwegen ... bin ich davon überzeugt daß der Schlumpf nichts mit dem BionX zu tun hat. Bis auf die gemeinsame Kette :p
Das Schlumpfgetriebe ist für eine große Übersetzung wirklich gut.
zu beachten:
a) die Pedale kommen weiter auseinander. Wenn Du genug Platz in der Questnase hast mit deinen Schuhen
b) der Übersetzungssprung von Faktor 2,5 ist heftig. Das bedeutet viel Schaltarbeit auf einmal am Umwerfer wenn Du den Schlumpf kickst.
c) wenn der Schlumpf werkelt wird es deutlich hörbar. Die 1:1 Stufe ist lautlos.
Ich finde für ein Probefahrt-Velomobil ideal:
eine 8/9-Fach Nabenschaltung mit dem Schlumpf kombiniert.
Wenig Hebelei, alles im Stand schaltbar.
Elmi
Powerpedelec von Swizzbee, das ganz legal nach EU Reglement auch oberhalb von 25Km/h unterstützt
Hallo Stefan,
schau doch bitte noch mal genau nach wie das mit der genauen gesetzlichen Regelung ist beim offenen SwizzBee
250 Watt sind zwar nicht viel, aber doch eine gewisse Unterstützung. Mit dem SwizzBee sind 50 Km/H leicht machbar, sportliche Fahrer haben in der Ebene angeblich schon über 70Km/h erreicht,
70Km/H?!
Laut Kreuzotter mit Rennrad Untenlenkerhaltung sind das 1400W
Okay, nun 1400W im Quest
Das sind dann knapp 110km/h. Dabei brauchst Du nur 1150W :p treten weil der Motor ja komfortable :D 250W leistet
Meine Meinung, alles Quatsch. (maximal Sprintergedöns)
Und noch eine meine eindeutige Meinung dazu.
Bewegung ist Leben und umgekehrt.
Aber deine Lebensversicherung(!) sind die Bremsen. Das ist nicht populär, ist
aber dennoch so.
Die Bremsen der Velomobile sind jetzt schon grenzwertig (situationsabhängig)
Velomobile sind erst mal muskelkraftbetriebene Fahrzeuge.
Wer eindeutig schneller fahren will, und mit Motorunterstützung, verlässt die
aktuelle Definition Velomobil mit weniger "Gewicht ist mehr"
Höhere Geschwindigkeit bedeutet viel mehr an Personenschutz, bessere Fahrwerke,
bessere Bremsen, Motorantrieb usw.
Wir sind dann nicht mehr weit von Luxus wie Heizung, Klima ...
Jeder dieser Punkte ist mit Zusatzgewicht verbunden, teils massiv.
Dann landen wir beispielsweise beim Aerorider. Das ist nicht negativ gemeint!
Der Aerorider ist kein reines muskelkraftbetriebenes Fahrzeug mehr.
Bremsende Grüße,
Elmi
P.S. nichts für ungut
a) die Pedale kommen weiter auseinander. Wenn Du genug Platz in der Questnase hast mit deinen Schuhen
Wäre sogar gut, weil ich mit meinen dicken Waden auf dem großen Kettenblatt immer am Kettenrohr gestreift hab, bis ich das mit Bastelei weiter in die Mitte verlegt hab.
b) der Übersetzungssprung von Faktor 2,5 ist heftig. Das bedeutet viel Schaltarbeit auf einmal am Umwerfer wenn Du den Schlumpf kickst.
Ich denke eher an eine schnell ausgelegte Rennradschaltung für den Normalbetrieb und eine Untersetzung, wenn man mal am Berg hängt. Sprich Mountain-Drive.
c) wenn der Schlumpf werkelt wird es deutlich hörbar. Die 1:1 Stufe ist lautlos.
Das würde mich nicht stören, weil man den Mountain-Drive ja nur selten braucht. Aber wenn, dann ist er Gold wert.
Jetzt fahre ich vorne 30/42/57 und hinten 11-34 und das ist schon heftig an der Grenze vom Umfang her. Vielleicht hab ich mir auch einige Schaltungsprobleme durch die extreme Übersetzung eingehandelt? Eine Alternative wäre vielleicht sowas wie 40/50/60 vorne mit 11-28 hinten plus Mountain-Drive? Damit würde ich ohne Mountain-Drive in die Arbeit kommen, hätte eine schöne kleine Abstufung der Gänge und käme auch voll beladen gut die Alb hoch.
Irgendwas, was ich nicht berücksichtigt habe?
Viele Grüße,
Martin
Wäre sogar gut, weil ich mit meinen dicken Waden auf dem großen Kettenblatt immer am Kettenrohr gestreift hab, bis ich das mit Bastelei weiter in die Mitte verlegt hab.
Ich denke eher an eine schnell ausgelegte Rennradschaltung für den Normalbetrieb und eine Untersetzung, wenn man mal am Berg hängt. Sprich Mountain-Drive.
Das würde mich nicht stören, weil man den Mountain-Drive ja nur selten braucht. Aber wenn, dann ist er Gold wert.
Jetzt fahre ich vorne 30/42/57 und hinten 11-34 und das ist schon heftig an der Grenze vom Umfang her. Vielleicht hab ich mir auch einige Schaltungsprobleme durch die extreme Übersetzung eingehandelt? Eine Alternative wäre vielleicht sowas wie 40/50/60 vorne mit 11-28 hinten plus Mountain-Drive? Damit würde ich ohne Mountain-Drive in die Arbeit kommen, hätte eine schöne kleine Abstufung der Gänge und käme auch voll beladen gut die Alb hoch.
Irgendwas, was ich nicht berücksichtigt habe?
Viele Grüße,
Martin
Möglicherweise: Eine drehmomentresistente Anbindung an den 4-kant Hilfsrahmen.
Möglicherweise: Eine drehmomentresistente Anbindung an den 4-kant Hilfsrahmen.
Das ist in Hubert Sudis Quest schon gelöst.
Ich denke eher an eine schnell ausgelegte Rennradschaltung für den Normalbetrieb und eine Untersetzung, wenn man mal am Berg hängt. Sprich Mountain-Drive.
Jetzt fahre ich vorne 30/42/57 und hinten 11-34 und das ist schon heftig an der Grenze vom Umfang her. Vielleicht hab ich mir auch einige Schaltungsprobleme durch die extreme Übersetzung eingehandelt? Eine Alternative wäre vielleicht sowas wie 40/50/60 vorne mit 11-28 hinten plus Mountain-Drive? Damit würde ich ohne Mountain-Drive in die Arbeit kommen, hätte eine schöne kleine Abstufung der Gänge und käme auch voll beladen gut die Alb hoch.
Irgendwas, was ich nicht berücksichtigt habe?
Dreifachkettenblatt ist AFAIR auf dem MD nicht zugelassen.
Und der absolute Traum: Rohloff + Schlumpf (ALLE Varianten des Schlumpf) ergibt leider keine sinnvollen Übersetzungen (solange man die Drehmomentgrenzen der Rohloff beachten möchte weil man ungern auf den Garantieanspruch verzichtet).
Und der absolute Traum: Rohloff + Schlumpf (ALLE Varianten des Schlumpf) ergibt leider keine sinnvollen Übersetzungen (solange man die Drehmomentgrenzen der Rohloff beachten möchte weil man ungern auf den Garantieanspruch verzichtet).
Hi,
...wirklich nützlich für die Rohloff wäre auch bloss ein Hyperthurbomegavollast-Speeddrive mit ca. I=6:1 ....dann könnte man die zweite Oktave an die erste dranhängen - ohne Überlappung....das wären legale 1m bis 31m Entfaltung...damit könnte man dann auch bergab an der Eiger-Nordwand mittreten...
Aber das wird wohl nix.
Für NEXUS und Co ist der Schlumpf hingegen echt gut. Da doppeln sich nur wenige Gänge (von den wenigen). Allerdings vertragen die leider nur eine Enfaltungserweiterung nach oben (ab ca. 2.4m)....Berggänge dürfen damit nichtmal an normalen Rädern realisiert werden....also auch nix.
Gruss,
Mathias
Carsten K.
07.09.2007, 18:49
Aber deine Lebensversicherung(!) sind die Bremsen. Das ist nicht populär, ist
aber dennoch so.
Die Bremsen der Velomobile sind jetzt schon grenzwertig (situationsabhängig)
Bremsende Grüße,
Elmi
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Hallo,
da kann ich Elmi nur zustimmen, nach dem Einbau härterer Federn und neuer Bremszüge vorne, wage ich mich jetzt wieder mit dem CB auf die Straße.
Nur wegen meines Eigengewichtes und meiner hügeligen Gegend waren die Bremsbeläge schon wieder verglast und mussten abgeschmirgelt werden.
Wenn ich da jetzt zusätzlich zu mir und meinem üblichen Gepäck (Zitat Reinhard: "Mit den Instrumenten eines halben Chores so eine Art Skisprungschanze runter." - Nein, sind nur 14%!) auch noch Motor und Akkus mitschleifen wollte - dann müsste die Motorbremse schon verdammt gut sein.;)
Tschüss Carsten
tolle Bilder!
wie ist die Funktion der vorderen Scheibenbremsen im Vergleich mit den üblichen Trommelbremsen? :)
Gruß,
Patrick
Hallo Patrick,
sorry, dass die Antwort so spät kommt.
Die Wirkung der vorderen Scheibenbremsen ist sehr gut.
Ein anderer Vorteil ist natürlich die simultane Bremswirkung.
Die Nachteile einer Scheibenbremse sind:
- sie kann quitschen oder schleifen
- natürlich auch der höhere Preis
Ich hoffe, ich konnte dir damit weiterhelfen.
Gruß
Eduard
Die Bremsen der Velomobile sind jetzt schon grenzwertig (situationsabhängig)
Velomobile sind erst mal muskelkraftbetriebene Fahrzeuge.
Wer eindeutig schneller fahren will, und mit Motorunterstützung, verlässt die
aktuelle Definition Velomobil mit weniger "Gewicht ist mehr"
Höhere Geschwindigkeit bedeutet viel mehr an Personenschutz, bessere Fahrwerke,
bessere Bremsen, Motorantrieb usw.
Wir sind dann nicht mehr weit von Luxus wie Heizung, Klima ...
Jeder dieser Punkte ist mit Zusatzgewicht verbunden, teils massiv.
Dann landen wir beispielsweise beim Aerorider. Das ist nicht negativ gemeint!
Der Aerorider ist kein reines muskelkraftbetriebenes Fahrzeug mehr.
Bremsende Grüße,
Elmi
P.S. nichts für ungut
Heftiger Gegenwind für motorunterstützte Warmduscher hier...
Ein paar Gedanken von einem Aeroriderfahrer:
- Mein Ziel als altermäßig fortgeschrittene couch potato war nicht eine höhere Grenzgeschwindigkeit, sondern eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit bei einem relativ langen Arbeitsweg von über 50km pro Strecke, bei einem Körpereinsatz, der ein gutes Ausdauertraining darstellt, aber mir erlaubt, auch noch zu arbeiten. Das funktioniert mit der Motorunterstützung sehr gut.
- Die Höchstgeschwindigkeiten der motorlosen VM liegen offenbar deutlich höher als bei meinem Aerorider, bei dem der Motor Geschwindigkeiten jenseits von ca. 50km/h relativ wirksam ausbremst. Insofern habe ich keine speziellen Probleme mit dem und den Bremsen.
- Richtig ist, daß ein motorunterstütztes Velomobiloid -nach Deiner strengen Definition ja kein VM mehr- mehr Gewicht, mehr technischen und Wartungs-Aufwand, mehr Fehlermöglichkeiten etc. mit sich bringt.
Ich schäme mich sehr wegen meines Luxuslebens, bin aber trotz aller durchaus vorhandenen Probleme ganz zufrieden mit meiner Wahl.
Gruß
Ludwig
Reinhard
18.09.2007, 13:12
Hallo Ludwig,
Ich schäme mich sehr wegen meines Luxuslebens
Freu Dich eher, das Deine Wahl anscheinend für Dich die richtige ist. Außerdem: ein bisschen Luxus braucht der Mensch :).
Friedhelm
18.10.2007, 20:32
Fahrbericht von der Leiba Klassik mit BionX Antrieb und Schlupf-Tretlager
Ich hatte das Vergnügen eine Woche, das waren insgesamt 350 km, die Leiba bei mir zu fahren und möchte euch meine Erfahrungen mit der Leibe mitteilen. Ich wohne im Landkreis Göttingen im „Harz - Vorland“. Die einfache Strecke zu meiner Arbeitsstätte beträgt ca. 37 km, davon sind 17 km Steigung mit zunehmender Tendenz (mit dem Liegerad fahre ich die letzten 6 km nur noch mit ca. 9 km/h). Ich fahre auf asphaltierten Feldwegen und ein Stück auf der B27.
Das erst Mal in einem Kabinenrad!
Das Einsteigen und Hinsetzen ist nicht schwerer als mit den Liegerad. Doch nach dem ich die Haube geschlossen habe, ist alles neu. Also erst mal die Stirnlampe einschalten; um 4 Uhr morgens im Oktober ist es noch dunkel. So, wie war das mit dem Licht einschalten? Der Schalter befindet sich oben am rechten Steuerhebel, doch nichts passiert; Birne kaputt? Unwahrscheinlich denn es leuchtet auch kein Rücklicht und die Blinker wollen auch nicht!!! Also noch einmal: Es gibt in der Leiba nur einen Akku der den Antrieb und die Beleuchtung speist! Muss ich den BionX erst einschalten? Mal sehen was sich tut.
Ah!! Es wird heller um mich herum. Nun aber los; „die Kollegen sind zwar gewarnt, dass ich mich etwas verspäten könnte (da ich die Fahrzeit noch nicht einschätzen kann), doch mein Ehrgeiz will doch pünktlich ankommen.“
Die direkte Lenkung mit den zwei Steuerhebeln ist doch erst gewöhnungsbedürftig. Es dauert eine Weile bis ich das geradeaus Fahren raus habe. Um diese Uhrzeit habe ich die Straße noch für mich allein und ich kann ich mich erstmal auf die Leiba konzentrieren und den Verkehr vernachlässigen. Von Kurbelumdrehung zu Kurbelumdrehung werde ich sicherer und dank der eingebauten Anschubhilfe habe ich die vielen Zwischenstopps ohne Kraftverlust überstanden und komme nun zügig voran. Die Geschwindigkeit die ich auf den ersten 7 km erreiche kann ich nur schätzen, da der Tacho nicht beleuchtet ist (die Stirnlampe würde sich in der Scheibe spiegeln und ich könnte die Straße nicht mehr sehen), sie muss aber über 25 km/h liegen, da der BionX nicht mehr zu hören und zu fühlen ist.
Nun muss ich auf die Bundesstraße und die Steigung nimmt drastisch zu. Ich muss von den kleinsten meiner acht Zahnräder am Hinterrad auf das größte schalten. Der BionX schiebt noch nicht sehr kräftig und ich drücke mit dem Hacken das Schlumpf-Tretlager in die Untersetzung. Meine Beine fangen nach diesen plötzlichen Lastwechsel an wie ein Ventilator zu wirbeln. Also hinten wieder von dem großen auf das kleinste Zahnrad runter und der BionX-Motor schiebt und schiebt. Ich könnte immer noch schalten, aber ich habe das kleinste Rad schon erreicht und meine Trittfrequenz ist weit über 110.
Die Schubkraft von hinten nahm bis zur Kuppe nicht ab, doch der kleine Akku ist nun an seine Leistungsgrenze gekommen. Das Licht, die Blinker und der Motor haben ihn fast ausgesaugt!! Doch der BionX ist ja nicht nur ein Motor, er kann auch Strom erzeugen und nun geht’s ca.8 km bergab. Ich schalte auf Generatorstufe 4, der BionX brummt laut und bremst die Fahrt rapide ab, dadurch brauche ich die Trommelbremsen nicht zum Einsatz bringen.
Die letzten 1,5 km die habe ich noch einmal eine Steigung. Der Akku hat dank der Nachladung bis zum Schluss durchgehalten .Das Ladegerät habe ich vorsichtshalber mitgenommen, damit für die Rückfahrt wieder eine volle Akkuleistung vorhanden ist.
Fahrzeit am ersten Morgen 1 Std. 18 min. An den folgenden Tagen pendelt sich die Fahrzeit zwischen 55 und 65 min ein. Das ist in etwa die gleiche Zeit wie mit dem Liegerad. Mit der Leiba war ich, dank des BionX-Antrieb, bergauf schneller aber in den Gefällstrecken war ich deutlich langsamer. Dies lag an der Bremswirkung in Generatorbetrieb des BionX und meiner “ Fahrkünsten“. Mit meinem Liegerad fahre ich die Gefällstrecke teilweise mit 60 km/h. Mit der Leiba gingen meine rechten Finger ab 40 km/h zum Bremshebel und packten kräftig zu.
BionX in der Leiba, ist in den Steigungen und wenn man viel Stopp und Go fährt eine schöne Sache! Bei überwiegend ebenen, langen Fahrstrecken ist das zusätzliche Gewicht ein Nachteil. Mit dem BionX wird die Leiba nicht zum E - Mobil!! Ohne den nötigen Pedaldruck springt der Motor nicht an. Wenn man dies berücksichtigt dann ist die Kombination Leiba Klassik mit BionX und Schlumpf-Tretlager eine tolle Sache, die ich für mich in ernsthafter Erwägung ziehe!
:):)
Reinhard
18.10.2007, 22:24
Hallo Friedhelm,
schöner Bericht. Bei der Strecke ist ein BionX vermutlich recht ideal. Schön wäre es, wenn eine Akkuladung 100 km halten würde ...
Deine E-Mail Adresse habe ich übrigens aus dem Bericht rausgenommen. Vermutlich stehst Du auch nicht so auf Spam ...:).
velomobilix
19.10.2007, 09:04
Hallo Friedhelm,
folgende Dinge wären noch interessant:
- Wieviel Höhenmeter konntest du bei deiner Testfahrt mit der BionX Leiba überwinden bevor der Akku "leergesaugt" war.
- Welche Unterstützungsstufe war beim BionX eingestellt?
- Wie hoch war das Fahrzeuggesamtgewicht?
Hallo Friedhelm,
folgende Dinge wären noch interessant:
- Wieviel Höhenmeter konntest du bei deiner Testfahrt mit der BionX Leiba überwinden bevor der Akku "leergesaugt" war.
- Welche Unterstützungsstufe war beim BionX eingestellt?
- Wie hoch war das Fahrzeuggesamtgewicht?
Und: Hab ich das richtig verstanden, dass das Licht nur geht, wenn der BionX eingeschaltet ist? Das halte ich für groben Unfug. Im Fall der Fälle muss ich den E-Antrieb abschalten können, um mir meinen restlichen Strom für die Beleuchtung aufzuheben.
Ansonsten: Klingt nach einer (für deine Zwecke) sehr vernünftigen Kombination.
Grüße,
Martin
Joerg046
19.10.2007, 12:46
Und: Hab ich das richtig verstanden, dass das Licht nur geht, wenn der BionX eingeschaltet ist? Das halte ich für groben Unfug. Im Fall der Fälle muss ich den E-Antrieb abschalten können, um mir meinen restlichen Strom für die Beleuchtung aufzuheben.
Ansonsten: Klingt nach einer (für deine Zwecke) sehr vernünftigen Kombination.
Grüße,
Martin
Das BionX muss man zwar einschalten um Licht zu haben, aber nicht den Motor, das ist eine andere Taste.
Man kann also den Akku auch nur fürs Licht benutzen ohne ihn mit dem Motor leerzusaugen. Geladen wird der Akku dann trotzdem beim bremsen.
velomobilix
19.10.2007, 12:55
Das BionX muss man zwar einschalten um Licht zu haben, aber nicht den Motor, das ist eine andere Taste.
Man kann also den Akku auch nur fürs Licht benutzen ohne ihn mit dem Motor leerzusaugen. Geladen wird der Akku dann trotzdem beim bremsen.
Man müsste den BionX doch bei leerem Akku nur dauerhaft im Reckuperationsmodus laufen lassen und hätte dannn quasi einen Nabendynamo fürs Licht - oder?
Joerg046
19.10.2007, 13:04
Man müsste den BionX doch bei leerem Akku nur dauerhaft im Reckuperationsmodus laufen lassen und hätte dannn quasi einen Nabendynamo fürs Licht - oder?
Ja, man hat dann theoretisch einen 50W Nabendynamo in der G - Stufe 1.
In der G - Stufe 4 sind es dann bis zu 400 W :D
Es gibt aber auch einen Magnetschalter zum Anbau an den Bremshebel, dann hat man beim bremsen automatisch immer die 400 W Rekuperation zum Akkuladen, das sollte nur fürs Licht doch langen.
Schau doch mal auf diese Seite:
http://www.efs-bs.ch/bionx/Technologie.html
da wird das schön auf Deutsch erklärt.
Friedhelm
19.10.2007, 16:34
Wie viel Höhenmeter konntest du bei deiner Testfahrt mit der BionX Leiba überwinden bevor der Akku "leergesaugt" war.
- Welche Unterstützungsstufe war beim BionX eingestellt?
- Wie hoch war das Fahrzeuggesamtgewicht?
Der Höhen unterschied ist mit ca. 150 m nicht sehr groß, doch das Gelände ist eine „Achterbahn“ mit steilen Steigungen. Der Akku mit Licht und Blinker hielt ca. 1 Std.. Ohne Licht wahr die Ladeanzeige noch ¼ voll (Rückfahrt).
Den BionX bin ich immer in der 4 ten Stufe gefahren
Mein eigenes Gewicht beträgt 71 kg und ich habe ca. bis zu 10 kg Gepäck (frische Kleidung, Schuhe, Waschzeug, und Getränke sowie etwas zum Essen) mitgenommen
velomobilix
19.10.2007, 17:46
Den BionX bin ich immer in der 4 ten Stufe gefahren
Gut - das relativiert das Ganze etwas. Stufe 4 sind 200% Unterstützung. Wenn man den BionX mit 50% Unterstützung fährt, hält der Akku auch deutlich länger.
Der Höhen unterschied ist mit ca. 150 m nicht sehr groß, doch das Gelände ist eine „Achterbahn“ mit steilen Steigungen. Der Akku mit Licht und Blinker hielt ca. 1 Std.. Ohne Licht wahr die Ladeanzeige noch ¼ voll (Rückfahrt).
Den BionX bin ich immer in der 4 ten Stufe gefahren
Mein eigenes Gewicht beträgt 71 kg und ich habe ca. bis zu 10 kg Gepäck (frische Kleidung, Schuhe, Waschzeug, und Getränke sowie etwas zum Essen) mitgenommen
Hallo,
Der Scheinwerfer vorne (jedenfalls bei meiner Leiba) ist ein Einsatz aus einem Roller, d.h. allein vorne werden ca. 12W verbraten (oder sinds sogar 15W?)...leider ohne was von der Wärme zu haben, geschweige denn vom Licht...
Das korrelliert dann mit Deinen Erkenntnissen über den Verbrauch des Bionx mit/ohne Licht.
Gruss,
Mathias
Fahrzeit am ersten Morgen 1 Std. 18 min. An den folgenden Tagen pendelt sich die Fahrzeit zwischen 55 und 65 min ein. Das ist in etwa die gleiche Zeit wie mit dem Liegerad.
Moin!
Das ist aber ein starker Schnitt, den Du da fährst. 37km/h, das ist richtig flott, wie ich finde. :eek:
Was für ein Liegerad fährst Du? Ich hätte nicht gedacht, dass so ein Schnitt mit der Leiba bzw. dem Lieger erreicht werden kann im täglichen Einsatz.
Gruß
Heiko
Der Höhen unterschied ist mit ca. 150 m nicht sehr groß, doch das Gelände ist eine „Achterbahn“ mit steilen Steigungen. Der Akku mit Licht und Blinker hielt ca. 1 Std.. Ohne Licht wahr die Ladeanzeige noch ¼ voll (Rückfahrt).
Den BionX bin ich immer in der 4 ten Stufe gefahren
Mein eigenes Gewicht beträgt 71 kg und ich habe ca. bis zu 10 kg Gepäck (frische Kleidung, Schuhe, Waschzeug, und Getränke sowie etwas zum Essen) mitgenommen
Moin,moin Friedhelm
ein wirklich interessanter Bericht und einen Glueckwunsch an Vasili fuer die neue Innovation. Vielleicht sollte ich dieses Leiba auf meinem Arbeitsweg im Winter testen...:D (alterSack ueber 50, nahezu 90 kg und mit 10 kg Gepaeck ;) )
Gruss Michael
Friedhelm
21.10.2007, 18:17
Das ist aber ein starker Schnitt, den Du da fährst. 37km/h, das ist richtig flott, wie ich finde.
Was für ein Liegerad fährst Du? Ich hätte nicht gedacht, dass so ein Schnitt mit der Leiba bzw. dem Lieger erreicht werden kann im täglichen Einsatz.
Ich fahre ein altes Staiger Airbike .Den flotten Schnitt ist mit den Liegerad nur zu schaffen wenn man bergab (14% plus) die Bremsen nur für den notfalls einsitzt und die Graden mit 40 km/h + fährt. Der Puls ist dann bei mir um 80 -90 % = 160 bis 170 Schläge / Minute
Gruß Friedhelm
Hallo Friedhelm,
Ich fahre ein altes Staiger Airbike
Meiner Meinung nach zumindest optisch eines der gelungensten Liegeräder! Große Räder und trotzdem sehr kompakt. Viel schöner als das Flevo. Leider bin ich nie eins gefahren. Schade, dass Staiger damals den Vertrieb eingestellt hat.
http://www.airbike.de/
Gruß
Andreas
Ich fahre ein altes Staiger Airbike .Den flotten Schnitt ist mit den Liegerad nur zu schaffen wenn man bergab (14% plus) die Bremsen nur für den notfalls einsitzt und die Graden mit 40 km/h + fährt. Der Puls ist dann bei mir um 80 -90 % = 160 bis 170 Schläge / Minute
Gruß Friedhelm
Danke für den Hinweis, Friedhelm. Aber offensichtlich bist Du mit der Leiba ja in etwa genauso schnell:
Fahrzeit am ersten Morgen 1 Std. 18 min. An den folgenden Tagen pendelt sich die Fahrzeit zwischen 55 und 65 min ein. Das ist in etwa die gleiche Zeit wie mit dem Liegerad. Mit der Leiba war ich, dank des BionX-Antrieb, bergauf schneller aber in den Gefällstrecken war ich deutlich langsamer. ... Mit meinem Liegerad fahre ich die Gefällstrecke teilweise mit 60 km/h. Mit der Leiba gingen meine rechten Finger ab 40 km/h zum Bremshebel und packten kräftig zu.
Wie schnell fährst Du mit der Leiba in der Ebene? Auch um die 40km/h?
Anders kannst Du ja gar nicht auf diese kurze Fahrzeit kommen.:)
Gruß
Heiko
Friedhelm
23.10.2007, 21:07
Hallo Heiko
Ich habe es kurz bis knapp 50 km/h geschafft. Hatte aber wie schon berichtet ab 40 km/h das Problem grade aus zufahren, da ich mit der Steuerung noch nicht recht zurande kam. In den Steigungen half mir der BionX enorm!
Gruß Friedhelm
Smile face
24.10.2007, 14:14
Hallo Friedhelm,
schade da war eine Woche lang ein Leiba so nah bei mir und ich wußte es leider nicht, hätte mir die sehr gern mal angeschaut.
Werd´s dann auch mal so machen und sie mir für eine Woche holen, da kann man alles Alltägliche Testen.
Friedhelm
24.10.2007, 16:25
Hallo Pierre
Das ausleihen ist bei Leiba ohne Probleme möglich, den Transport muss man selbst regeln. Huch für Schäden die bei den Transport und der Benutzung auftreten muss selbst haften!!
Ich habe mich daher bei mehren Versicherungen erkundigt wie ich das Risiko eines Schadens abdecken kann, 5900,00 Euro sind für mich keine Kleinigkeit!
Nach längeren suchen, was sich als schwierig heraus stellte, (dar in den meisten Privat Haftpflichtversicherungen Geliehene, Fahrzeuge und Sportgeräte ausgeschlossen sind)
habe ich eine Gesellschaft gefunden die Geliehene nicht Zulassungspflichtige Fahrzeuge bis zu 5000,00 Euro Schadenssumme deckt. Es handelt sich um die Domcura –Privat Haftpflicht
die Jahres Prämie beträgt 58,00 Euro und die Gothaer Allgemeine Versicherung hier 83,30 Euro.
Ab sonnten werde ich mir zu März 2008 eine Leiba – Klassik mit BionX zulegen und ich könnte dann mahl bei dir vorkommen! Bis dann Friedhelm.
Smile face
24.10.2007, 20:27
Da werde ich dann im März dankend drauf zurück kommen. :D
Dietrich Lohmeyer
26.10.2007, 09:05
Hallo,
Ich fahre seit 5 Jahren das schnelle Alleweder mit unserem Tretkurbelantrieb und dem Segen des TÜV Köln, das wir auch so verkaufen: www.alleweder.de
Meine normale Geschwindigkeit auf der Ebene bei leichtem Mittreten beträgt 50 km/h (nach längerem Anlauf), leichtere Steigungen fahre ich mit 40 km/ hoch, dagegen ist das Swizz Bee ziemlich langsam und man hat keinen Wetterschutz.
Macht unheimlich Spaß und man kann weite Strecken zur Arbei in angmessener Zeit fahre.
Dietrich
Hallo
Noch eine Anmerkung zur Elektrounterstützung: Es gibt doch jetzt dieses sogenannte Powerpedelec von Swizzbee, das ganz legal nach EU Reglement auch oberhalb von 25Km/h unterstützt, mit unlimitierter Höchstgeschwindigkeit. Einzige Begrenzung ist die der Motorleistung auf 250 Watt. Das müßte doch für Velomobile auch gelten. 250 Watt sind zwar nicht viel, aber doch eine gewisse Unterstützung. Mit dem SwizzBee sind 50 Km/H leicht machbar, sportliche Fahrer haben in der Ebene angeblich schon über 70Km/h erreicht, und das bei der schlechteren Aerodynamik eines Upright Fahrrades. Die erforderliche Akku Kapazität hält sich bei 250 Watt ja auch in Grenzen.
Viele Grüße
Stefan
kapege.de
26.10.2007, 10:58
Herzlich willkommen als aktives Mitglied hier im Forum, Herr Lohmeyer!
Genau auf Ihre Aussagen spekuliere ich ja schon sehnsüchtig. Der Antrieb soll ja für mich nur meine Reichweite erhöhen und das höhere Gewicht im Vergleich zum Normalrad ausgleichen.
Friedhelm
26.10.2007, 16:54
Herzlich willkommen als aktives Mitglied hier im Forum, Herr Lohmeyer!
Genau auf Ihre Aussagen spekuliere ich ja schon sehnsüchtig. Der Antrieb soll ja für mich nur meine Reichweite erhöhen und das höhere Gewicht im Vergleich zum Normalrad ausgleichen.
Hallo Zusammen
Ich sehe es ebenso für mich, dar her bin ich nach meiner Probefahrt mit den BionX von dieser Antriebsart begeistert. Wer aber ein Elektro-mobil sucht das einen zugig durch die Landschaft schiebt und wo man den Berg nicht mehr als „ schweißtreibendes Etappenstück“ das einen zu höheren Leistungen anspornt, für denn ist der BionX nicht das Wahre! Hie ist mit Sicherheit Lohmeyers Tretkurbelantrieb die bessere Wahl!
Gruß Friedhelm
ferchtisch
22.06.2009, 21:20
Wo finde ich nähere tech. Daten? Ist der Preis verhandelbar?
Wir haben nun endlich auch eine Leiba mit einem BionX-Antrieb und einem Tretlager von Schlumpf ausstatten können. Insgesamt kommt die Leiba so auf 16 Gänge (8-fach Kassette BionX + 2 Gänge Schlumpf-Tretlager).
[...]
Probefahrten können natürlich bei uns vor Ort kostenlos unternommen werden. Ein käuflicher Erwerb ist natürlich auch möglich - für nur 5900,- EUR ist die erste Leiba mit einem BionX und Schlumpf-Tretlager ab sofort zu haben.
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