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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Corratec-Fully mit BionX PT250HT



Cedric
03.07.2009, 13:21
Nach langer Zeit wurde der Drahtesel endlich fertig. Wie an anderer Stelle schon geschrieben, fehlte lediglich ein längeres Kabel von der Batterie zum Motor. Vorhin habe ich das Rad geholt.

Der Einbau wurde sauber gemacht, kein Kabelverhau, alles sauber verlegt und die Nut der Achse ist genau auf 6:00 Uhr. Die Batterie war ganz aufgeladen. Es ist natürlich ein 2009er BionX, die Software der Konsole hat die Version 3.8. Code 3773 war also kein Problem :D

Die Tasche für die Batterie und ein kleiner Überzieher mit Klettverschluß zum Abdecken der Batterieanschlüsse auf dem Gepäckträger waren dabei.

http://www.pedelecforum.de/forum/imgcache/1192.png

Über den BionX wurde ja schon viel geschrieben, trotzdem nochmal kurz meine Eindrücke.

Der Motor ist nicht zu hören oder zu spüren. Was man spürt, ist die saftige Beschleunigung :D Ich bin in Unterstützungsstufe 2 heute 35 km gefahren und die Batteriereichweite stimmt mit der Herstellerangabe überein (ich wiege etwa 67 kg). Das Bremsen über den Motor (Rekuperation) ist ordentlich, es gibt eine sehr gute Verzögerung. Es wurden Bremshebel von BionX eingebaut (waren auch dabei), welche den Sensor für die Rekuperation bereits integriert haben. Der Schraubkranz ist jetzt nicht wirklich toll, aber ich brauche eigentlich bloß noch drei Gänge, daher kann man den Schraubkranz durchaus akzeptieren.

Das Rad fährt sich trotz Zusatzgewicht wie bisher, obwohl die ganze Fuhre hecklastiger wurde. Das Gewicht des Rades blieb unter 20 kg.

Wenn hier jemand eine Nintendo Wii und das Spiel MarioKart Wii hat, weiß, warum ich das Rad jetzt "Bowser-Bike" nenne :D

Grüße

Cedric

Cedric
05.07.2009, 10:39
Gestern bin ich mit der Fuhre nochmal ganz gemütlich (ca. 20 km/h) 30 km gefahren. Dabei ging ich sehr batterieschonend zu Werke, also ließ ich mich bei jeder Gelegenheit rollen und nutzte ausschließlich die Reku-Bremse. Ich verwendete Stufe 2, einmal Stufe 3 an einem steileren kurzen Stück.

Erstaunlich, welche Reichweite man so zusammenbekommt. Die 30 km kosteten zwei Striche der Batterieanzeige, also 20 %. Das würde hochgerechnet bedeuten, daß ich so etwa 150 km (!) weit käme.

Nicht schlecht, da kann man nicht meckern.

Grüße

Cedric

Cedric
05.07.2009, 11:29
Zu den Fahreindrücken: Die Kiste ist natürlich hecklastig, keine Frage. Aber das macht sich in der Praxis deutlich weniger bemerkbar, als es die Optik suggeriert. Durch die Vollfederung bleibt das Rad nach wie vor ruhig, das Vorderrad steigt nicht, wenn es saftig bergauf geht. Nach 16 Jahren profimäßigem MTB-fahren weiß man, wie man gut wo raufkommt :cool:

Wieselflink ist das Rad natürlich nicht mehr, das Gewicht macht sich eben doch bemerkbar. Aber meine Zeiten als professioneller MTBler sind "dank" Krankheit sowieso vorbei (begonnen habe ich mit dem MTB 1992, mit einem GT RTS, welches ich immer noch habe). Ich fahre nur noch auf der Straße oder auf Feldwegen.

Ich ließ beim Händler den 250HT einbauen, einen anderen Lenker und längere Züge montieren, andere Reifen mit sehr geringem Rollwiderstand aufziehen (Schwalbe, pannensicher, sehr guter Reifen) und das vordere Laufrad zentrieren, was nach sechs Jahren mal notwendig wurde.

Beim BionX waren zusätzlich zwei neue Bremshebel mit eingebautem Magnetschalter für die Reku-Bremse (im Hebel für die hintere Bremse), die Hülle für die Batterie und eine Abdeckung für die Batteriekontakte am Rad dabei.

Der Gepäckträger wurde ans Rad gebaut und für die Batteriehalterung modifiziert.

Gekostet hat das alles komplett den geraden Betrag von 2100 Euro. Wenn man bedenkt, daß der BionX ohne Batteriehülle, Abbdeckung und Bremshebel und ohne Einbau schon 1890 Galleonen kostet, kann ich absolut nicht meckern. Der Einbau wurde sehr sauber gemacht, die Achsnut ist auf 6:00 Uhr.

Grüße

Cedric