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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trekkingrad Simplon Kagu mit 36V 250W elfKW-Getriebemotor und elfKW LiFePO4 10Ah Akku



E-Kagu
11.06.2009, 13:08
Vorstellung meines Pedelecs "Elektro-Kagu":

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Basisrad:

Hersteller: Simplon (Österreich, www.simplon.at (http://www.simplon.at/))
Typ: Balloonbike Kagu mit Shimano XT-Ausstattung
Gewicht: 14.5 kg mit Vollausstattung im Serienzustand
Federung: Bewusst keine, dafür die 60er Big Apple Reifen von Schwalbe
Bremsen: Magura HS11 Hydraulik-Felgenbremsen
Pedelec-Nachrüstsatz:
Motorset:
Lieferant: elfKW.at (im Forum vertreten: martinko)
Typ: Vorderrad Getriebemotor 250 W 36V
100 mm Breite
fertig eingespeicht in Hohlkammerfelge,
2,6 mm Speichen
Gewicht: ca. 3 kg
Drehmomentstütze: im Set inclusive, 5 mm Edelstahl
Controller: im Set inclusive, 14A,
sehr feine Leistungseinstellung
Pedelecsensor: im Set inclusive
Handgas: Daumengas-Hebel incl. „Tempomat-Knopf“ im Set dabei
Bremshebel: mit Motorabschaltung, nicht verwendet, da Hydraulikbremsen
Preis: 250,- € Messesonderpreis auf der Spezi 2009


Akku:
Lieferant: elfKW.at
Chemie: LiFePO4
Bauform: Becherzellen 26650
Daten: 38,2V 10Ah
Gewicht: 3366 g
Abmessungen: muss ich nochmals nachschauen
Preis: 400,-€ incl. Ladegerät

Ladegerät:
im Set enthalten
Daten: 2 A Ladestrom
ohne Lüfter, daher geräuschlos
Ladezeit: ca. 5 h

verwendete Stecker:
Originalstecker aus Motorset
Controller – Akku Verbindung über Anderson PowerPoles
Bezug über Forumsmanager Reinhard
Messtechnik:
Cycle Analyst in der Stand Alone Version
Bezug über Forumsmanager Reinhard

Akkutasche:
Aldi oder Lidl (bin mir nicht mehr sicher) Fahrrad Geschäftstasche
Bilder der ersten größeren Testfahrt:

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Der Controller und die unter dem Schaumstoff versteckten Kabel wandern noch in oder an die Tasche.


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Befestigung der elfKW Drehmomentstütze mittels des Messingelements am Gewinde für die Montage des Vorderrad Gepäckträgers



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Daumengas mit Plexiglasverlängerung zur Erhöhung des Bedienkomforts


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Erste Eindrücke:

Motor: Montage war OK, Abstand Gabel zum Motor aufgrund großer Rohrdurchmesser der Gabel relativ knapp
Motorgeräusch bei höherer Last deutlich hörbar, hängt vermutlich mit meinem Alu-
Rahmen mit sehr dünner Wandstärke und großen Rohrdurchmessern zusammen, es
kommt offensichtlich zu Resonanzen
Der Motor zieht kräftig und kommt auch mit dem hohen Fahrergewicht gut zurecht.


Die Motorunterstützung geht mit meinen dicken 26“ Big Apple Reifen bis
ca. 28 km/h.


Handgas: Ich musste den Daumengas-Hebel relativ weit innen am Lenker montieren, da er
sonst mit den Hebeln der Schaltung in Konflikt geraten wäre, ich habe ihn mit
einem Stück Plexiglas verlängert, so ist wer gut zu erreichen (siehe Bilder)


„Tempomat“: Mit dem roten Knopf am Daumengas kann die aktuelle Daumengasstellung fest-
gehalten werden. Diese Funktion ist sehr angenehm für Strecken außerhalb der
Stadt, da ich nicht dauerhaft den Gashebel betätigen möchte (ja, es ist mir
bewusst, dass dies in D nicht legal ist, aber für die Testphase kann ich darüber
das System besser kennen lernen. Beim erneuten drücken des Knopfes wird
das Gas abgeschaltet.


Pedalsensor: Da ich die Befestigung des Pedalsensors umgedreht montieren musste und damit den
Sensor von der anderen Seite an das Befestigungsblech geschraubt habe, musste
ich auch die Magnetscheibe entgegen der aufgeprägten Drehrichtungspfeile montieren. Die Magnetscheibe habe ich etwas auf der Drehmaschine ausgedreht, um sie montieren zu können


Mit steigender Drehzahl (Kadenz) der Pedale wird mehr Leistung freigegeben. Dies
funktioniert besser, als ich erwartet habe. Wenn der Pedalsensor angesteckt ist, ist
das Daumengas trotzdem noch nutzbar. Ich fahre manchmal Daumengas an (=Anfahrhilfe), lasse dann das Daumengas los, nach einer kurzen Pause wird dann
der Motor über den Pedalsensor angesteuert.


Ich werde einen Schalter in das Pedalssenor-Kabel einbringen, dann kann ich darüber
während der Fahrt die Motorunterstützung deaktivieren, das Daumengas bleibt aber
trotzdem aktiv, das gibt z.B. an gefährlichen Kreuzungen in der City mehr Sicherheit.


Vorläufiges Gesamtfazit: (nach den ersten 50 km)

Der Umbau meines Kagu ist aus meiner Sicht gelungen. Ich bin zufrieden, die Optik des Motors passt gut zu der Aluoptik des Rahmens.

Mein Kontakt mit Martin Koek (martinko, elfKW) lief sehr positiv. Ich habe den Eindruck, der Mann kennt sich aus und ist sehr engagiert. Alle Mails wurde sehr kurzfristig beantwortet. So was verstehe ich unter perfektem Service. Würde jederzeit wieder bei im kaufen.

Kleinere Optimierungen werde ich noch durchführen, der Controller wird noch unten an der Akkutasche montiert, die Kabelüberlängen, die momentan noch das Oberrohr (unter einer Schaumstoffhülle) verschandeln werden alle in die Tasche wandern.

Der Cycle Analyst ist jeden Euro wert. Ohne ihn will ich nicht mehr fahren. Er ist Tacho und ein Messsystem in einem. Die Anzeige des momentanen Stroms hilft beim sparsamen fahren. Die Anzeige der entnommenen Wh oder Ah hilft bei der Abschätzung der Reichweite. Sehr zu empfehlen. Der Bezug über Reinhard war unkompliziert und freundlich.

Ich fahre in einer Gegend mit sehr vielen Hügeln und Bergen. Ich wohne am Fuße der Schwäbischen Alb und irgendwie geht es hier auf jeder Tour massiv bergauf, daher habe ich auch mein Rad mit dem Motor ausgestattet. Mir kommt es nicht darauf an, mit illegal hohen Geschwindigkeiten durch die Gegend zu brausen, sondern die Berge leichter zu schaffen.

Aufgrund meines hohen Gewichtes von über 100 kg und der bergigen Gegend kann ich natürlich nicht beim Wettbewerb „Wer fährt mit den geringsten Wh/km“ mitmachen. Bei der ersten Fahrt lag ich bei ca. 10 Wh/km. Das ist für mein Gewicht, die Berge und meinen momentan noch schlechten Trainingszustand aber OK. Bei der ersten Tour habe ich auch nicht aufs Stromsparen geachtet, sondern wollte die reale Kapazität des Akkus erfahren. Nach der Entnahme von 362 Wh (9,8Ah) war der Akku leer. (erste Entladung)

Gesamtfazit: Ich bin happy, dass ich für 650€ Nachrüstkosten ein gut funktionierendes Pedelec habe.

E-Kagu

E-Kagu
17.01.2010, 10:12
Hallo,
heute möchte ich Euch den Endstand meines Umbauprojektes "E-Kagu" vorstellen, da das Rad bei der Erstvorstellung doch noch arg verbastelt war und die, aus meiner Sicht, schöne Optik des Simplon Rades noch nicht optimal war.

Details zum Rad und zur eingesetzten Technik einfach dem ersten Beitrag entnehmen.

Hier nur noch einige ergänzende Bilder:

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Mein Rad vor der Burg Teck, vom Aussichtspunkt Breitenstein aus gesehen, Schwäbische Alb

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Der Controller ist von unten an meine Akkutasche geschraubt und damit gut gekühlt. Die Kabel sind mit einem dünnen Schaumklebeband und Isolierband umwickelt.

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Diese Sperrholzverstärkung sitzt in der Gewebe-Akkutasche und gibt dem ganzen Halt und schützt den Akku vor mechanischen Beschädigungen. An der Vorderseite sitzen die Funktionselemente:
Ein Schalter als Haupschalter für den Akkustrom
Zweiter Schalter zum Abschalten des Pedelecsensors
Die Schalter werden durch den Stoff der Tasche betätigt und sind von außen nicht zu sehen.
Mess-Shunt des Cycle Analyst
In der kleinen Holz-Box sitzt der Baustein zur Stromversorgung des Fahrlichtes incl. einer zugehörigen Sicherung.

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Hier die Frontwand vor der Montage.

Fazit am Ende der Saison:
Ich bin in den letzten Jahren fast nicht mehr Fahrrad gefahren, seit ich mein Pedelec habe, bin ich wieder hoch motiviert. Ich habe mir Ziele mit dem Rad erschlossen, die ich früher mit dem Auto besucht habe.
Ihr könnt auf den Fotos vielleicht erahnen, dass meine Umgebung von größeren Höhendifferenzen geprägt ist, so z.B. die Schwäbische Alb, die mit einem Steilabfall aus der Landschaft aufsteigt. Dank eines zweiten 10Ah Akkus, den mir ein Freund zum testen gegeben hat, kann ich trotz meines hohen Gewichts und der Höhendifferenzen Radtouren mit ausreichender Reichweite und gleichzeitig vielen Höhenmetern durchführen.

So bin ich zwischen Pfingsten (Rad fertiggestellt) und Wintereinbruch ca. 950 km gefahren. Im Vergleich zu den Vielfahren im Forum ist das natürlich ein Witz, aber für meine Verhältnisse gar nicht schlecht. Speziell die Touren vom Albvorland hoch auf die Schwäbische Alb begeistern mich immer wieder.

Die elfKW-Technik arbeitet nach wie vor unauffällig und ohne technische Probleme. Danke nochmals an Martin Koeck (martinko). Ich war wohl einer der ersten Kunden, der in D den Getriebemotor gekauft hat (auf der spezi Spezialradmesse in Germersheim)

Mein elfKW LiFePO4 Akku bringt sauber und reproduzierbar seine 362 Wh, so lässt sich mittels der Anzeigen des Cycle Analyst gut die Restreichweite abschätzen.

Ich bin mit meinem E-Kagu wirklich sehr zufrieden.


Mögliche Optimierungen für die nächste Saison:

Anti-Blitz-Schaltung montieren (war ein Weihnachtsgeschenk)
ggf. eine Pedelsensor-Gasgriff-Freischaltung einbauen (System legal machen)


Mögliches Folgeprojekt
Noch spekulativ, aber einfach mal ein Traum:

Elektrifizierung eines CRUZBIKES (siehe www.cruzbike.com (http://www.cruzbike.com)), am liebsten das neue Modell QUEST. Es handelt sich um Liegeräder mit Frontantrieb. Diese können entweder komplett bezogen werden oder nur als Kit mit dem man MTB's zu Liegerädern umbauen kann (gilt für die Modelle Softrider und Freerider, das Quest kann nur komplett bezogen werden)

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26 Zoll Version des Cruzbike Quest

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20 Zoll Version des Quest (gleiches Rad, nur kleinere Räder, austauschbar 20 und 26 Zoll)

Der Motor würde ins Hinterrad kommen
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Oder als "Chopper-Variante":
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Gruß
E-Kagu

E-Kagu
19.09.2010, 12:53
Update 19. September 2010:

Nach 2300 km (seit Pfingsten 2009) bin ich mit meinem Rad immer noch sehr zufrieden. Ich hatte bisher keinerlei technische Probleme. Aus Interesse habe ich jetzt den Motor geöffnet, um das Getriebe zu prüfen.

Der elfKW Motor wird bei mir relativ stark belastet, da ich ein schwerer Fahrer bin und überwiegend in sehr bergigem Geländer (Schwäbische Alb, Albaufstieg) unterwegs bin.

Ergebnis:
Das Getriebe sieht völlig intakt aus. Ich spüre im Betrieb auch keinen Unterschied zum Neuzustand:

Hier die Bilder:

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Ich hatte aufgrund meiner hohen Belastung mit deutlichem Verschleiss gerechnet.

Hier noch ein aktuelles Bild meines Rades (steht im Hintergrund) zusammen mit einem der Pedelecs von Matze:

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Zur Info noch die Messungen zu meinem elfKW V1 Motor, die auf dem Prüfstand von Matze ermittelt wurden:

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Gruß
E-Kagu