Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Extra Bezeichnung für Velomobile mit E-Motor?
Bernhard123
19.06.2008, 16:57
Hallo,
existiert eine bestmmte Bezeichnung für Velomobile mit E-Motor?
Auto?
Naja, zugegebenermassen eine recht witzige Pointe, aber vielleicht doch ein bisschen undifferenziert.
Die "Reine Lehre vom unbefleckten Pedalantrieb" ist ja schön und gut, aber angesichts der Tatsache, dass doch Ziel sein sollte, die Breite Masse mit einer attraktiven - und trotzdem im Verlgeich zum MIV um den Faktor 50 effektiveren und umweltschonenderen - Lösung zu versorgen, sind polemische Diskurse mMn nicht sonderlich produktiv.
Gerade beim VM hätte ein leichter, effektiver Elektroantieb viele Vorteile, eleminiert er doch einige der Nachteile gegenüber leichteren Fahrzeugklassen (Bergauffahren, Anfahren, wenig Tretkraft) und vergrössert dadurch die Anwendbarkeit von VMs und deren Attraktivität für viele - wenn auch sicher nicht alle - potentiellen VM-Benutzer.
Lösungen wie der E-Aerorider fallen hierbei aber sicher eher in die E-Auto-Klasse, ich denke an kleinere Lösungen, insbesondere an die recht attraktive neue Klasse mit 200W und ohne Geschwindigkeitsbegrenzung.
Ein VM, dass dem Fahrer zuschaltbar ständig 200W Extratretleistung zur Verfügung stellt, würde mit den dadurch erreichbaren Durchschnittsgeschwindigkeiten auch in bergigem Terrain bzw. auf Strecken mit viel Stop&Go eine attraktive Alternative zum MIV darstellen.
Ich bezweifle, dass dem VM ohne E-Hilfe auf breiter Front der Durchbruch gelingen kann, solange das Gewicht nicht deutlich unter 20 kg rutscht.
Eine Zukunftsvision, in der Viele ein E-VM gern und viel benutzen scheint mir persönlich deutlich wünschenswerter als eine, in der verhältnismässig wenige Hardliner die Hochebene der moralischen Überlegenheit mit reiner Muskelkraft erklimmen.
Nix für ungut
Thorsten
sind polemische Diskurse mMn nicht sonderlich produktiv.
Ist der Begriff "Auto" für Dich so negativ besetzt, daß seine Erwähnung schon einen Angriff darstellt? Ein Auto ist ein Fahrzeug, das sich aus eigener Kraft fortbewegt, nicht mehr und nicht weniger. Ob dafür fossile Brennstoffe direkt oder auf dem Umweg über großindustrielle Verbrennung eingesetzt werden, ob dafür Atome gespalten werden oder ein Hamster am Rad dreht, ist für den Begriff gleichgültig.
verhältnismässig wenige Hardliner die Hochebene der moralischen Überlegenheit mit reiner Muskelkraft erklimmen.
Es fällt mir schwer, diese rhetorische Volte nachzuvollziehen. Muskeln und Moral haben so wenig miteinander zu tun, daß dieser Satz vollkommen rätselhaft bleibt.
Gruß, Hans
papas_dreirad
20.06.2008, 16:35
Hallo,
existiert eine bestmmte Bezeichnung für Velomobile mit E-Motor?
Moin,
soviel ich weiss, so richtig nicht. Aber es gibt 2 Gruppen:
1) Primär Fahrrad: Verkleidete Fahrräder mit Elektrounterstützung (ohne Verkleidung heissen die Pedelec bzw. Sport-Pedelec bzw. E-Bikes je nach Geschwindigkeit) - könnte man also V-Pedelec oder Elektro-Velomobil nennen. (Mir fällt als erstes Lohmeyer ein, der das zusammenbaut).
2) Primär Elektro: Verkleidete Fahrzeuge, an denen Pedale noch mehr oder weniger zur Verzierung oder gar nicht mehr vorhanden sind (Beispiele: Twike, Aerorider; CityEL).
Gute Fahrt
Peter
(P.S. an alle: Antwort "Auto?" war wirklich kurz, knackig und witzig - das sollte über allen Moraldebatten stehen...:))
Ich bezweifle, dass dem VM ohne E-Hilfe auf breiter Front der Durchbruch gelingen kann, solange das Gewicht nicht deutlich unter 20 kg rutscht.
Nun ja, deutlich unter 20kg haben ja die meisten Baumarkt-Gurken kaum und um eine gewisse "Alltagstauglichkeit" zu haben, bedarf es auch einer gewissen Stabilität (Gepäcktransport, neugierige Passanten, ...).
Die meisten Pedelec liegen so bei 25kg aufwärts.
Wenn dann ein VM bei unter 30 landet und als Pedelec bei unter 40, sollte das imho ok sein, zumal ja an anderer Stelle (Regensachen, Taschen, etc.) wieder Gewicht im täglichen Betrieb gespart werden kann.
Grüße,
André
PS: Zitat einer Nachbarin letztens: "Die (VM's) sieht man ja jetzt auch immer öfter."
Leichter-fahren
20.06.2008, 19:19
International wird die Abkürzung LEV (light electric vehicle) verwendet. Auf deutsch könnte man Elektro-Leichtfahrzeug (ELF) sagen.
Das grenzt sich dann von den Elektroautos ab, die die Autoindustrie so im Moment entwickelt. Die glauben anscheinend immer noch, dass man 1,5 to braucht, um einen Menschen von 80 kg zu bewegen.
Bei einem LEV ist es allerdings egal, ob ein Pedalantrieb vorhanden ist oder nicht.
Grüsse
Andreas
Hallo Hans,
Ist der Begriff "Auto" für Dich so negativ besetzt, daß seine Erwähnung schon einen Angriff darstellt? Ein Auto ist ein Fahrzeug, das sich aus eigener Kraft fortbewegt, nicht mehr und nicht weniger. Ob dafür fossile Brennstoffe direkt oder auf dem Umweg über großindustrielle Verbrennung eingesetzt werden, ob dafür Atome gespalten werden oder ein Hamster am Rad dreht, ist für den Begriff gleichgültig
Oha, ich mach's mal kurz:
Nicht einmal der Urheber des Beitrag mit dem Unwort würde ernsthaft behaupten, dass der Begriff "Auto" ohne gewisse frotzelnde Absicht gewählt worden ist.
Ausserdem dürfte hinreichend bekannt sein, dass die Gemeinde der VMisten grob in 3 Gruppen eingeteilt werden kann:
1. Reine Pedalkraft
2. Pedalkraft mit E-Unterstützung (Pedelec o.Ä. bis sagen wir mal 3-500W)
3. Überwiegend E-Unterstützung (Über 500W bei entsprechendem Gewicht und Einschränkung des "Pedalnutzens")
(Gruppe 3 fällt auch für mich eher unter den Begriff "Auto mit Pedaloption".)
Die gelegentlichen Scharmützel zwischen Vertretern dieser Gruppen sind u.a. von einer gewissen Überheblichkeit gegenüber denen gekennzeichnet, die E-Unterstüzung für akzeptabel bzw. wünschenswert halten.
Darauf habe ich Bezug genommen.
Was ich persönlich von Autos halte, kannst Du herausfinden, wenn du Dir meine Beitrage heraussuchst, die den Begriff "Auto" enthalten. Auch der Suchbegriff "Ivan Illich" dürfte recht aufschlussreiche Ergebnisse zu Tage fördern.
Es fällt mir schwer, diese rhetorische Volte nachzuvollziehen. Muskeln und Moral haben so wenig miteinander zu tun, daß dieser Satz vollkommen rätselhaft bleibt.Dann leiste ich mal Hilfestellung: Ohne Muskeln keine Moral. Verwirrt?
Moral setzt Handlungen voraus, Handlungen erfordern Muskeln. Sollte es Dir schonmal gelungen sein, ausschliesslich Kraft Deiner Gedanken Dinge zu bewegen (oder auch nur zu kommunizieren), hätte ich gern gewusst wie Du das machst. ;)
Viele Grüsse
Thorsten
kapege.de
21.06.2008, 16:08
Ich finde am Hilfsantrieb in meinem VM nichts verwerfliches. Für mich bleibt das Alleweder immer noch ein Velomobil. Der Elektromotor vergrößert jedoch meine Reichweite und/oder verkürzt meine Fahrzeit. Er hilft mir bergauf und beim Anfahren, aber schleppen lasse ich mich vom Motor nie; dazu ist er auch zu schwach. Und das ist auch gut so, sonst würde meine Kondition in den Keller gehen.
Ich verbrauche 5 Ah pro Stunde (der Rest ist Muskelkraft), das sind bei 24 Volt 120 Wattstunden, das sind 0,12 kW/h! Ich finde, dass dies ein höchst ökologischer Wert ist, wenn man täglich in die Arbeit fährt - übers Jahr gerechnet sind das 24 kW/h. Das schafft so ein SuperUselessVehicle schon beim Gasgeben auf der Autobahnauffahrt. :rolleyes: :D
Hallo André,
Nun ja, deutlich unter 20kg haben ja die meisten Baumarkt-Gurken kaum und um eine gewisse "Alltagstauglichkeit" zu haben, bedarf es auch einer gewissen Stabilität (Gepäcktransport, neugierige Passanten, ...).
Es ist technisch gesehen eigentlich kein allzu grosses Problem, robuste VMs zu bauen, die unter 20 kg wiegen. Bedingt durch die Kleinserienfertigung ergibt sich dabei allerdings ein astronomisch hoher Preis.
Die für die Erschwinglichkeit solcher VMs notwendige Grossserienfertigung wird aber wohl leider noch einige Zeit auf sich warten lassen...
Der grösste Nachteil eines VMs gegenüber dem Fahrrad liegt mMn im erheblichen Mehrgewicht, dass sich besonders beim An- und Bergauffahren bemerkbar macht.
Dies führt im günstigsten Fall zu unattraktiven Stundenschnitten und im ungünstigesten Fall dazu, dass ein VM in bergigen Gegenden keine sinvolle Alternative darstellt.
Ausreichend starke und möglichst leichtgewichtige E-Unterstützung gleicht diesen Nachteil aus und erweitert dadurch den Anwendungsbereich von VMs enorm.
Wenn dann ein VM bei unter 30 landet und als Pedelec bei unter 40, sollte das imho ok sein, zumal ja an anderer Stelle (Regensachen, Taschen, etc.) wieder Gewicht im täglichen Betrieb gespart werden kann.10 Extra-kg für E-Unterstüzung ist eigentlich nicht nötig. Rund 5 kg sind schon heute möglich, wenn der Motor direkt im Antriebstrang sitzt.
Viele Grüsse
Thorsten
Hallo Andreas,
International wird die Abkürzung LEV (light electric vehicle) verwendet. Auf deutsch könnte man Elektro-Leichtfahrzeug (ELF) sagen.
[...]
Bei einem LEV ist es allerdings egal, ob ein Pedalantrieb vorhanden ist oder nicht.
Wie wär's mit HEH: Human Electric Hybrid?
Viele Grüsse
Thorsten
Nicht einmal der Urheber des Beitrag mit dem Unwort würde ernsthaft behaupten, dass der Begriff "Auto" ohne gewisse frotzelnde Absicht gewählt worden ist.
Urheber? Ich wahrscheinlich. Doch, ich habe das ganz neutral verwendet. Warum auch nicht?
Und im Ernst: "Unwort"? Werden ringsum Steine und falsche Bärte feilgeboten, wenn man "Auto" sagt? Da kann man ja gleich im Kreis tanzen und dabei laut "Jehovah, Jehovah, Jehovah!" singen.
Die gelegentlichen Scharmützel zwischen Vertretern dieser Gruppen sind u.a. von einer gewissen Überheblichkeit gegenüber denen gekennzeichnet, die E-Unterstüzung für akzeptabel bzw. wünschenswert halten.
Darauf habe ich Bezug genommen.
Mag sein. Ich fahre kein Velomobil, habe das auf abehbare Zeit auch nicht vor, und irgendwelche Glaubenskriege sind mir herzlich egal.
Was ich persönlich von Autos halte, kannst Du herausfinden, wenn du Dir meine Beitrage heraussuchst, die den Begriff "Auto" enthalten.
Nein, werde ich wohl nicht, so wichtig ist das auch wieder nicht.
Auch der Suchbegriff "Ivan Illich" dürfte recht aufschlussreiche Ergebnisse zu Tage fördern.
In der Tat sehr aufschlußreich. Die ersten paar Treffer bei Google haben schon soviel Geschwurbel herbeigezaubert, daß mir jetzt noch ganz schwindelig ist.
Dann leiste ich mal Hilfestellung: Ohne Muskeln keine Moral. Verwirrt?
Moral setzt Handlungen voraus, Handlungen erfordern Muskeln.
Oh, das ist aber wirklich von hinten durch die Brust ins Auge gedacht. Alle Achtung! Vor allem, wenn man das im Zusammenhang des Postings betrachtet, auf das ich mich bezog. Auf diese Weise kann man wirklich alles mit allem in Beziehung setzen.
Vor allem erklärt es immer noch nicht, wie man die Fortbewegung mit Muskelkraft in moralische Kategorien fassen kann. Und schon gar nicht, warum man das tun sollte.
Vielleicht ist das Velomobil-Esoterik, dann ist es mir völlig fremd. Ich setze mich aufs Rad und fahre von A nach B, weil es mir Spaß macht, gesund ist und ich dafür kein Geld an der Tankstelle lassen muß. Das ist alles. Man braucht dafür keinen philosophischen Überbau.
Gruß, Hans
Hallo Thorsten!
Es ist technisch gesehen eigentlich kein allzu grosses Problem, robuste VMs zu bauen, die unter 20 kg wiegen. Bedingt durch die Kleinserienfertigung ergibt sich dabei allerdings ein astronomisch hoher Preis.
Mal von Fertigungstechnischen abgesehen - mit "stabil" meinte ich nicht "trägt eine Person", sondern "trägt auch 30kg Einkauf und vllt. noch ein Kind im Kindersitz". Außerdem sollte es eben ausreichend stabil sein, um zu neugierige Pfoten zu "ertragen". Unter 20kg wäre m.E. eher vergleichbar mit einem RR (was die Stabilität betrifft).
Außerdem:
Ein durchschnittliches Alltags-/Stadtrad dürfte so 16kg-18kg wiegen, für 2 große Satteltaschen kommen auch schnell noch mal 2kg zusammen. Dann ist man schon bei den 20kg.
Dafür, das ein VM einige Vorzüge ggü. einem Fahrrad hat, verträgt es m.M.n. auch etwas Mehrgewicht, ohne an Akzeptanz zu verlieren.
Akzeptanz bekommt man eher durch den Preis, Wartungsarmut, einfaches Handling und entsprechendem Nutzwert (der zugegebener Maßen recht unterschiedlich ist, hier müßte man sich halt für ein "Massenprodukt" ein entsprechendes Konzept erarbeiten, von dem man sich verspricht, das es möglichst viele Käufer findet) bei entsprechend solider Verarbeitung.
Der grösste Nachteil eines VMs gegenüber dem Fahrrad liegt mMn im erheblichen Mehrgewicht, dass sich besonders beim An- und Bergauffahren bemerkbar macht.
Für die breite Masse sehe ich ein VM in erster Linie als Alltags-/ Kurzstrecken-/ Stadtfahrzeug und nicht als Mittel-/ Langstreckenrenner (da wäre für die meisten wohl das HEH interessanter oder ein LEV).
10 Extra-kg für E-Unterstüzung ist eigentlich nicht nötig. Rund 5 kg sind schon heute möglich, wenn der Motor direkt im Antriebstrang sitzt.Ich hatte einfach mal den momentan gängigen Gewichtszuschlag für Pedelecs der unteren und mittleren Preisklasse genommen. Außerdem sollte beim Fahrzeugkonzept Pedelec nicht nur die reine Motor- und Akkumasse berücksichtigt werden, sondern auch eine etwas stabilere Bauweise - zumindest für die sog. Speed-Pedelecs, die nicht bei 25km/h abregeln.
Grüße,
André
Urheber? Ich wahrscheinlich. Doch, ich habe das ganz neutral verwendet. Warum auch nicht?
Und im Ernst: "Unwort"? Werden ringsum Steine und falsche Bärte feilgeboten, wenn man "Auto" sagt? Da kann man ja gleich im Kreis tanzen und dabei laut "Jehovah, Jehovah, Jehovah!" singen.
:D
Nein, werde ich wohl nicht, so wichtig ist das auch wieder nicht.Dachte ich mir, war auch bloss optional.
In der Tat sehr aufschlußreich. Die ersten paar Treffer bei Google haben schon soviel Geschwurbel herbeigezaubert, daß mir jetzt noch ganz schwindelig ist.Geschwurbel, soso. Hatte eigentlich gedacht, dass Dich das vielleicht interessieren würde. Erspar Dir die "Allwissende Müllhalde" und lies einfach mal hier (http://reactor-core.org/energy-and-equity.html) und hier (http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/140365/) nach.
Oh, das ist aber wirklich von hinten durch die Brust ins Auge gedacht. Alle Achtung!Vielen Dank! :D
Vor allem, wenn man das im Zusammenhang des Postings betrachtet, auf das ich mich bezog. Auf diese Weise kann man wirklich alles mit allem in Beziehung setzen.
Vor allem erklärt es immer noch nicht, wie man die Fortbewegung mit Muskelkraft in moralische Kategorien fassen kann. Und schon gar nicht, warum man das tun sollte. Gerade aus diesem Grund würde ich Dir die o.a. Lektüre empfehlen, die sich auch und gerade mit diesem Thema intensiv und mMn recht schlüssig befasst.
Vielleicht ist das Velomobil-Esoterik, dann ist es mir völlig fremd. Ich setze mich aufs Rad und fahre von A nach B, weil es mir Spaß macht, gesund ist und ich dafür kein Geld an der Tankstelle lassen muß. Das ist alles. Man braucht dafür keinen philosophischen Überbau.Mir persönlich ist völlig egal, aus welchen Gründen sich jemand dafür entscheidet, das Richtige zu tun.
Viele Grüsse
Thorsten
Hallo André,
Mal von Fertigungstechnischen abgesehen - mit "stabil" meinte ich nicht "trägt eine Person", sondern "trägt auch 30kg Einkauf und vllt. noch ein Kind im Kindersitz". Außerdem sollte es eben ausreichend stabil sein, um zu neugierige Pfoten zu "ertragen".
Das hatte ich auch so verstanden. Die 20 kg sind auch unter den von Dir genannten Kriterien möglich, allerdings nur unter optimaler Verwendung sehr exotischer Materialien und Fertigungstechniken. Der Preis wäre daher momentan wirklich enorm hoch.
Außerdem:
Ein durchschnittliches Alltags-/Stadtrad dürfte so 16kg-18kg wiegen, für 2 große Satteltaschen kommen auch schnell noch mal 2kg zusammen. Dann ist man schon bei den 20kg.
Dafür, das ein VM einige Vorzüge ggü. einem Fahrrad hat, verträgt es m.M.n. auch etwas Mehrgewicht, ohne an Akzeptanz zu verlieren.Das hängt im wesentlich von der Fitness des Benutzers und/oder dem Terrain ab, in dem gefahren werden soll.
Ich glaube aber, dass wir uns dahingehend einig werden können, dass die Attraktivität von VMs mit sinkendem Gewicht zunehmen dürfte.
Akzeptanz bekommt man eher durch den Preis, Wartungsarmut, einfaches Handling und entsprechendem Nutzwert (der zugegebener Maßen recht unterschiedlich ist, hier müßte man sich halt für ein "Massenprodukt" ein entsprechendes Konzept erarbeiten, von dem man sich verspricht, das es möglichst viele Käufer findet) bei entsprechend solider Verarbeitung.Alles wichtige Eigenschaften, die aber mMn "nur" genauso wichtig sind wie das Gewicht.
Für die breite Masse sehe ich ein VM in erster Linie als Alltags-/ Kurzstrecken-/ Stadtfahrzeug und nicht als Mittel-/ Langstreckenrenner (da wäre für die meisten wohl das HEH interessanter oder ein LEV).Dem VM würde ich als Stadfahrzeug 1. Wahl kaum Chancen geben, da werden die meisten sich schon aus praktischen Überlegungen (Fahrzeugbreite, Parkplatzproblematik) heraus eher für ein Normalrad entscheiden.
Dahingegen sollte ein sich ein VM möglichst als Alltags-, Kurzstrecken-, Mittelstrecken- und Langstreckenfahrzeug eignen. Diese Anwendungsbereiche erfordern mMn recht ähnliche Eigenschaften bzw. schliessen sich nicht gegenseitig aus.
Auch die E-Unterstützung würde in allen genannten Bereichen für Viele die Attraktivität erhöhen.
Ich hatte einfach mal den momentan gängigen Gewichtszuschlag für Pedelecs der unteren und mittleren Preisklasse genommen. Außerdem sollte beim Fahrzeugkonzept Pedelec nicht nur die reine Motor- und Akkumasse berücksichtigt werden, sondern auch eine etwas stabilere Bauweise - zumindest für die sog. Speed-Pedelecs, die nicht bei 25km/h abregeln.Dachte ich mir. Bei einem VM sollte die stabilere Bauweise (und hier meine ich nicht Mopedreifen oder ähnlichen zulassungstechnisch bedingten Firlefanz) aber schon aufgrund der beim simplen Bergabrollenlassen erreichbaren Geschwindigkeiten gegeben sein.
Stabilität lässt sich aber eben nicht nur durch mehr Material sondern auch und gerade durch bessere Materialien und geschicktere Konstruktion erreichen. Der Preis setzt da im Moment eine deutliche Grenze.
Viele Grüsse
Thorsten
Bernhard123
21.06.2008, 22:24
1. Reine Pedalkraft
2. Pedalkraft mit E-Unterstützung (Pedelec o.Ä. bis sagen wir mal 3-500W)
3. Überwiegend E-Unterstützung (Über 500W bei entsprechendem Gewicht und Einschränkung des "Pedalnutzens")
(Gruppe 3 fällt auch für mich eher unter den Begriff "Auto mit Pedaloption".)
Eine Frage:
Wenn ich einen Hilfsmotor mit 250W einbaue und damit 50km weit fahren kann, ohne mich beim fahren zu verausgaben,
kann ich dann nicht auch mit einem 500W Hilfsmotor auch 50km weit fahren, wenn ich genauso fest in die Pedale trete (abgesehen von ca. 1kg mehr Gewicht)?
Worauf ich hinaus will:
Wenn ich es nicht auf Geschwindigkeit anlege, sondern auf Reichweite, kann ich auch einen kleinen Motor nehmen.
Das eingesparte Geld kann ich dann im Akku investieren.
Oder habe ich einen Gedankenfehler?
Hatte eigentlich gedacht, dass Dich das vielleicht interessieren würde.
Ein Irrtum, kann vorkommen.
Mir persönlich ist völlig egal, aus welchen Gründen sich jemand dafür entscheidet, das Richtige zu tun.
Und ich halte es für absurd, etwas wie das Fahrradfahren als "richtig" oder "falsch" zu bezeichnen. Es ist in spezifischen Situationen entweder zweckmäßig oder nicht und darüber hinaus keinem Werturteil zugänglich, schon gar nicht ohne Kenntnis der jeweiligen Situation und ihrer Randfaktoren.
Gruß, Hans
Und ich halte es für absurd, etwas wie das Fahrradfahren als "richtig" oder "falsch" zu bezeichnen. Es ist in spezifischen Situationen entweder zweckmäßig oder nicht und darüber hinaus keinem Werturteil zugänglich, schon gar nicht ohne Kenntnis der jeweiligen Situation und ihrer Randfaktoren.
Hallo,
wenn jemand z.B. statt des Autos sein Fahrrad für den Einkauf nimmt, bewerte ich das positiv, weil die (auch meine) Umwelt etwas davon hat.
Mit dem Auto wäre dieser Weg vielleicht sogar zweckmäßiger, weil schneller, größere Kapazität, bequemer ...
Ich fände es überhaupt nicht absurd die Handlung 'Fahrradfahren' deshalb 'richtig' zu nennen. Ich würde allerdings das 'Autofahren' nicht 'falsch' nennen, vielleicht 'überdenkenswert'.
Gruß, pepe
christoph_d
22.06.2008, 19:25
Und im Ernst: "Unwort"? Werden ringsum Steine und falsche Bärte feilgeboten, wenn man "Auto" sagt? Da kann man ja gleich im Kreis tanzen und dabei laut "Jehovah, Jehovah, Jehovah!" singen.
Das passiert erst wenn du eine der folgenden Wortkombinationen verwendest: "Helm tragen", "Radweg fahren" oder "Trike bergtauglich".
Gruß
Christoph, sag nicht ich hätte dich nicht gewarnt
Hi,
also in Deutschland ist das natürlich alles geregelt:D:
PEDELEC
heißt es wenn man zum nutzen der Motorkraft mittreten muß und der Motor sich bei max. 24km/h abschaltet (erlaubt ist allerdings ein "Kriechgang" bis 6km/h mit Drehgriff (ohne Pedalunterstützung) - wie z.B. bei Heinzmann/Schachner oder bei den biketec Flyern.
- dafür gilt das Pedelec als echtes Fahrrad d. h. man darf überall fahren wo auch ein Fahrrad hin darf
- zusätzlich gilt - nicht nötig: Rückspiegel -Kennzeichen - Versicherung - Helm
E-BIKE
heißt es wenn der Elektromotor auch ohne Pedalkraft "zur Verfügung steht" (bis zur Höchstgeschwindigkeit) z. B. per Drehgriff ala Mofa/Motorroller. (Als max. sind soweit ich weiß z. Zt. 45 km/h zugelassen)
- man darf überall hin - wo ein MOFA hin darf z. B. sind reine Fahrradwege TABU - da heißt es Straße benutzen...
- bei der max. 24 km/h Version entfällt die Führerscheinpflicht wenn man VOR dem 1.4.1965 geboren ist.
- zusätzlich ist folgendes PFLICHT: Rückspiegel - Mofa-Kennzeichen - Versicherung - Helm
Das habe ich "gelernt";) auf meiner endlosen Suche durch die ziemlich nichtswissenden Fahrradhändler in D-Land (online) und im Großraum München (persönlich) nach einem Pedelec in XXL-Version (zugelassenes Gesamtgew. bis 170kg):D
So long,
Reinhard
22.06.2008, 22:30
also in Deutschland ist das natürlich alles geregelt:D
Klar, es gibt aber auch überraschende Sachen: "PowerPedelecs" - 45 km/h oder sogar ohne Limit. Rückspiegel, Mofa-Kennzeichen, Versicherung, aber keine Helmpflicht.
Eigentlich ist das eine Lücke in der (EU-)Regelung. Siehe bei ExtraEnergy.org (http://www.extraenergy.org/main.php?language=de&category=information&id=755).
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